Der Barranco de Tenegüime erstreckt sich über eine Fläche von rund 421 Hektar auf den Gemeindegebieten von Teguise und Haría. Die Schlucht im Famara-Massiv hat eine Länge von ca. vier Kilometern und verläuft von Nordwesten nach Südosten. Die Wände des Barrancos erreichen an einigen Stellen eine Höhe von rund 550 Metern, für die Insel Lanzarote ist das eine außerordentlich tiefe Schlucht. Seit 1994 ist der Barranco de Tenegüime ein Landschaftsschutzgebiet (Paisaje Protegido).

In dieser abgeschiedenen und unberührten Umgebung lassen sich einige wahre Naturschätze finden. Der Barranco de Tenegüime ist eines der wichtigsten Vogelschutzgebiete der Kanarischen Inseln. Knapp 75 Prozent der Brutvögel Lanzarotes haben hier ihren Lebensraum, darunter der Sepiasturmtaucher, die Schleiereule, der Wüstenfalke und der oft anzutreffende Turmfalke. Auch der beeindruckende Schmutzgeier kann hier gesichtet werden. Die Pflanzenwelt im Barranco de Tenegüime ist reich an seltenen kanarischen Endemiten wie der Kanaren-Krummblüte, auch Meeres-Rosmarin genannt, sowie verschiedenen Arten von Affodill. 

Von der früheren Bewirtschaftung des Barrancos sind nur noch kleine Mäuerchen zu erkennen, die einst zum Auffangen von Wasser oder zur terrassenartigen Befestigung des Bodens angelegt wurden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Barranco de Tenegüime

Wie groß und wie tief ist der Barranco de Tenegüime?

Die Schlucht im Famara-Massiv erstreckt sich über rund 421 Hektar auf den Gemeindegebieten von Teguise und Haría, ist etwa vier Kilometer lang und erreicht an einigen Stellen Wandhöhen von rund 550 Metern – für Lanzarote außergewöhnlich tief.

Seit wann ist der Barranco de Tenegüime geschützt?

Seit 1994 ist der Barranco de Tenegüime ein Landschaftsschutzgebiet (Paisaje Protegido).

Warum ist der Barranco de Tenegüime für Vogelkundler interessant?

Er ist eines der wichtigsten Vogelschutzgebiete der Kanarischen Inseln: Knapp 75 Prozent der Brutvögel Lanzarotes haben hier ihren Lebensraum, darunter der Sepiasturmtaucher, die Schleiereule, der Wüstenfalke und der Turmfalke, sowie gelegentlich der Schmutzgeier.

Was zeugt von der früheren Bewirtschaftung des Barrancos?

Von der früheren Bewirtschaftung sind nur noch kleine Mäuerchen zu erkennen, die einst zum Auffangen von Wasser oder zur terrassenartigen Befestigung des Bodens angelegt wurden.
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