Durch den Bannwald zum Wilden See – Rundwanderung im Nationalpark Schwarzwald
Tourencharakter
Die anspruchsvolle Rundwanderung im Nationalpark Schwarzwald führt durch unberührte Natur, steile Pfade und urwüchsige Bannwälder zwischen dem Mummelsee, Ruhestein und dem eiszeitlichen Wilden See. Die alpine Strecke belohnt mit spektakulären Ausblicken ins Achertal, die Rheinebene und zu den Vogesen.
Bannwald Wilder See – Urwüchsige Natur im Herzen des Schwarzwaldes
Der 1911 ausgewiesene Bannwald Wilder See erstreckt sich über 75 Hektar und ist der älteste seiner Art in Baden-Württemberg. Seit über einem Jahrhundert bleibt die Natur hier sich selbst überlassen: uralte Bäume, verschlungene Wurzelpfade und felsige Steige prägen die Wanderwege und machen die Strecke zu einem echten Erlebnis für Natur- und Wanderfreunde.
Auf der Fährte des Rothirsches
Vom Seibelseckle führt der Pfad am Kesselbach entlang talwärts, dann über den Harzwald hinauf und wieder hinab zum Wildsee, einem bis zu zwölf Meter tiefen Karsee der Würmeiszeit. Der alpine Pfad zum Seekopf offenbart eine atemberaubende Aussicht: Julius Euting, Förderer des Schwarzwaldvereins, wählte hier seine letzte Ruhestätte mit Blick auf den See.
Westweg, Darmstädter Hütte & Lothar-Denkmal
Der Westweg durchquert die Hochmoorebene und führt zur einkehrfreundlichen Darmstädter Hütte. Am Altsteigerkopf erinnert das Lothar-Denkmal an den verheerenden Orkan von 1999, während sich der Blick über das Achertal und bis in die Rheinebene erstreckt.
Höhenprofil
Hintergrundinformationen
Wilder See – Juwel des Nordschwarzwaldes
Der Wilde See, auch Wildsee genannt, liegt 910 m hoch in einem eiszeitlichen Kar mit Moränenwällen. Siedlungsfern und unberührt gilt er als Highlight jeder Wanderung im Nationalpark Schwarzwald. Wanderer schwärmen von der Kombination aus Bannwald, Hochmoor, alpinen Pfaden und der klaren, ursprünglichen Landschaft.
Routenbeschreibung
An der Rasthütte Seibelseckle (956 m) beginnt die Tour Richtung Kesselbachwegle. Zunächst folgt man dem asphaltierten Sträßchen nach Hinterlangenbach, biegt aber schon nach 300 m links auf einen gelb markierten Naturpfad ab, der sich in engen Serpentinen bergab schlängelt.
Auf idyllischen Pfaden am Kesselbach
Beim Radwegweiser „Oberer Kesselbach“ betritt man den Nationalpark Schwarzwald, überquert den Kesselbach und folgt ihm rechts entlang idyllischer Ufer. Der Pfad „Auf der Fährte des Rothirsches“ (grüner springender Hirsch) führt vorbei an tosenden Kaskaden und üppiger Vegetation, Lebensraum für viele Schmetterlinge. Eine Sitzbank am Weg weist auf die beeindruckende Harfentanne hin – ein Fotomotiv mitten im Bannwald.
Wildgehege, Hinterlangenbach & Harzwald
Weiter geht es vorbei am Wildgehege hinab nach Hinterlangenbach (678 m). Von hier folgt man der Bannwald-Tour (grüner stehender Hirsch) und steigt durch den Harzwald hinauf zur Schlappdach-Hütte (950 m) – ideal für eine Rast. Über die „Ehemalige Falzhütte“ (975 m) und das Seeloch (889 m) führen steinige, teils anspruchsvolle Pfade zum Ufer des Wilden Sees (910 m).
Alpine Pfade zum Seekopf und Eutinggrab
Der steile Anstieg durch die Karwand entlang des Wildseewegles ist nicht kinderwagentauglich, vorbei an der 200 Jahre alten Großvatertanne und umgestürzten Bäumen. Ein Abstecher zum Eutinggrab (1.040 m) bietet einen beeindruckenden Blick auf den See, bevor der Pfad wieder auf die Bannwald-Tour trifft.
Achertalblick & Rückkehr
Die Darmstädter Hütte lädt zur Einkehr ein, danach führt die Route über den Achertalblick mit dem Lothar-Denkmal, das an den Orkan von 1999 erinnert, zurück zum Ausgangspunkt am Seibelseckle, wo die Rasthütte eine gemütliche Abschlussrast bietet.
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