Küstenwanderung mit wilden Buchten und historischen Ausblicken
Die Route ist eine der eindrucksvollsten Küstenwanderungen an der Costa de la Luz, die gleichermaßen Naturerlebnis, Geschichtspfad und stilles Staunen ist. Die Route entlang der Steilküste von Conil de la Frontera verbindet die Küstenabschnitte von Chiclana und Conil und führt durch eine Abfolge nahezu vergänglicher Buchten – die Calas de Poniente.
Feiner, goldener Sand trifft hier auf das stetige Spiel der Gezeiten. Manche Buchten scheinen nur für wenige Stunden zu existieren, bevor das Meer sie wieder verschluckt. Über allem thronen rötlich schimmernde Klippen, rau, zerklüftet und von der Zeit geformt.
Steilküste, Calas und Gezeiten – Natur in ständiger Bewegung
Man blickt hinab auf felsige Strände, eingebettet unter hohen Klippen, an deren Fuß mächtige Felsblöcke liegen. Sie sind Zeugen vergangener Abbrüche, entstanden dort, wo die Wellen unaufhörlich an der Basis der Steilküste nagen. Wer sich den Klippenrändern nähert, tut dies mit Bedacht – die Landschaft ist spektakulär, aber ungezähmt.
Der Zugang zu den Buchten erfolgt über in den Fels gehauene Treppen, gesichert mit Geländern. Sie erleichtern den Abstieg, ohne den wilden Charakter der Küste zu nehmen.
Wanderwege durch Küstenvegetation
Ein von der Regionalregierung Andalusiens angelegtes Wegenetz begleitet die gesamte Vorderseite der Klippen. Man wandert vorbei an Rosmarin, Sträuchern und dem seltenen Seewacholder, einer bedrohten Pflanzenart. Im Hintergrund breitet sich der Pinienwald von Roche aus, während vorne stets das Meer präsent bleibt – mal leise glitzernd, mal kraftvoll brandend.
Kaum ein Schritt hier, der nicht von Wind, Salz und Licht begleitet wird.