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Hof des Klosterstüberl Fischbachau
Tor zum Klosterhof St. Martin Fischbachau
Kirchenraum des Martinsmünsters St. Martin in Fischbachau
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St. Martin Fischbachau – Martinsmünster zwischen Stil und Geschichte

Mangfallgebirge
, Zentralalpen Deutschland , Deutschland
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Im Licht der Morgensonne glänzt das Martinsmünster in Fischbachau, als wäre die Zeit stehen geblieben. Die katholische Pfarrkirche St. Martin erhebt sich als lebendiger Zeuge über 900 Jahre Geschichte. 1492 nach einem Brand wieder aufgebaut, trägt die Kirche Spuren der Vorgängerkirche von 1096–1110 in ihren Mauern. 

Die Verbindung von Romanik, Barock und Rokoko lässt den Raum zu einem Ort der Harmonie werden. Hier verschmelzen Kunst, Spiritualität und Geschichte zu einem Erlebnis, das im Gedächtnis bleibt. 

Geschichte des Martinsmünsters 

Die Ursprünge der Kirche liegen im Benediktinerkloster, das 1080 von Haziga von Diessen in Bayrischzell gegründet und 1085 nach Fischbachau verlegt wurde. 1119 fand das Kloster in Scheyern seine endgültige Heimat. Während der kurzen Zeit in Fischbachau entstand die Klosterkirche, deren romanische Elemente noch heute im Mauerwerk erkennbar sind. 

1492 zerstörte ein Brand die Kirche, die anschließend wieder aufgebaut wurde. 1628 begann die Barockisierung, 1700 erhöhte Johann Mayr d. Ä. die Hauptapsis, baute einen Turm und vergrößerte die Fenster. 1733 folgte der Einbau einer Holztonne, 1765 die Ausstattung im Rokoko-Stil. 

Ausstattung und Kunstwerke 

Die Stuckierung der Kirche entstand in mehreren Phasen: 1692 goss Leonhard Mayr Apostelkreuze, 1737/38 wurde das Mittelschiff mit Bandelwerk versehen, 1765 folgte ergänzender Rokaille-Stuck. 

Im Hauptschiff beeindrucken 73 Fresken von Melchior Puchner, die Szenen aus dem Leben des heiligen Martin zeigen. Der Hochaltar im Rokoko-Stil, mit sechs Säulen und einem Altarblatt von Johann Baptist Deyrer, zeigt die Stifterin Haziga von Scheyern. Die Stuck-Kanzel mit Ölgemälden von Sebastian Troger vervollständigt das Ensemble. Ein Taufstein aus Rotmarmor erinnert an die spätgotische Zeit der Kirche. 

Architektur – Harmonie der Epochen 

Die Kirche vereint Romanik, Barock und Rokoko in vollkommener Harmonie. Band- und Laubwerksmuster der Wessobrunner-Stukkateure von 1737/38 zieren Mittelschiff und Seitenschiffe. Die Hauptapsis, der Turm und die großen Fenster fangen Licht ein, das die Kunstwerke und Fresken erstrahlen lässt. Die romanische Basilika bildet das Fundament, während barocke Volumen und Rokoko-Ornamente den Raum in ein lebendiges Gesamtkunstwerk verwandeln. 

Restaurierung und heutige Bedeutung 

Seit 2006 erstrahlt das Martinsmünster in neuer Schönheit. Die Restaurierung wurde von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz finanziell unterstützt. Die Kirche zeigt, dass historische Baukunst und religiöse Traditionen lebendig bleiben können. Besucher erleben hier ein kleines Stück Himmel auf Erden – ein Ort, an dem Geschichte, Kunst und Spiritualität aufeinander treffen.

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Friedhofskirche Mariä Schutz in Fischbachau
Blick zur Friedhofskirche Mariä Schutz
Friedhofskirche Mariä Schutz mit dem Martinsmünster rechts
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Friedhofskirche Mariä Schutz Fischbachau – Geschichte & Kunst

Mangfallgebirge
, Zentralalpen Deutschland , Deutschland
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Die Friedhofskirche „Mariä Schutz“ erhebt sich still zwischen alten Grabsteinen, ein Zeuge der Jahrhunderte und der bewegten Geschichte Fischbachaus. Oft wird sie auch Alte Pfarrkirche genannt, denn in Klosterzeiten diente sie als Laienkirche der Gemeinde. Bereits 1085 begann der Bau der Kirche, die 1087 feierlich geweiht wurde – ein Monument der frühen Romanik, das bis heute die Jahrhunderte überdauert hat. 

Historischer Hintergrund der Alten Pfarrkirche 

Die Kirche entstand in einer Zeit, als Fischbachau eng mit Klostertraditionen verbunden war. Als Laienkirche stand sie allen Bewohnern offen, während die Klostergemeinschaft ihre eigenen Gotteshäuser nutzte. Der Bau von 1085 bis 1087 markiert den Beginn eines sakralen Lebens, das die Struktur der kleinen Ortschaft prägte. 

Die Jahrhunderte hinterließen ihre Spuren. Im frühen 17. Jahrhundert, etwa um 1630, erhielt die Friedhofskirche Mariä Schutz ihre frühbarocken Stukkaturen, geschaffen nach der Kunst der Miesbacher Meister.  

Architektur und Ausstattung – Romanik trifft Frühbarock 

Die Kirche wirkt klein, aber würdevoll. Die romanischen Grundzüge sind noch erkennbar: massive Mauern, klare Formen, ein schlichtes Mittelschiff. Daneben entfaltet sich die barocke Stuckkunst, die Räume mit Ornamenten, Linien und Reliefs belebt. 

Historisch betrachtet ist die Friedhofskirche ein seltenes Zeugnis der frühbarocken Kirchenkunst in Bayern, das in seiner Schlichtheit und Schönheit besticht. Heute strahlt die Friedhofskirche „Mariä Schutz“ eine besondere Ruhe aus. Zwischen den alten Grabsteinen vor der Kirche und den Stuckornamenten im Inneren spürt man die Jahrhunderte. Besucher erfahren hier die Verbindung zwischen Klostergeschichte, Pfarrkirche und lokaler Baukunst. 

Kunsthandwerk der Miesbacher Meister 

Die Miesbacher Meister, die um 1630 die Stuckaturen anfertigten, verbanden lokale Handwerkstradition mit barockem Stilbewusstsein. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch klare Linienführung, harmonische Ornamentik und Detailreichtum aus. Jede Stuckverzierung erzählt vom Kunstsinn und der Spiritualität der damaligen Zeit. 

Die Kombination von romanischen Grundformen und barocken Verzierungen macht die Friedhofskirche zu einem besonderen architektonischen Zeugnis Bayerns, vergleichbar nur mit wenigen regionalen Kirchenbauten dieser Epoche.

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