Gebiete Ostalpen

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Ingolstädter Haus: Panoramablick und alpine DAV Schutzhütte

Berchtesgadener Alpen
, Ostalpen , Österreich
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Das Ingolstädter Haus liegt auf 2.119 m Höhe im Steinernen Meer, einer hochalpinen Karstlandschaft an der Grenze zwischen dem österreichischen Pinzgau und dem bayerischen Nationalpark Berchtesgaden. Die Schutzhütte befindet sich in unmittelbarer Nähe zu markanten Gipfeln wie dem Großen Hundstod (2.593 m), dem Seehorn (2.321 m) und der Schönfeldspitze (2.653 m) und bietet spektakuläre Panoramablicke auf die umliegenden Berge.

Lage und Erreichbarkeit

Das Haus ist am besten über die Kallbrunnalm und den Dießbachstausee von Weißbach bei Lofer aus erreichbar (ca. 5 Std., 12,5 km, 1.180 hm). Alternativ kann man von St. Bartholomä am Königssee über das Kärlingerhaus oder über das Riemannhaus und den Großen Hundstod zusteigen – ideal für mehrtägige Durchquerungen im Steinernen Meer.

Wanderungen und Tourenziele

Das Ingolstädter Haus ist perfekter Ausgangspunkt für alpine Touren, darunter:

  • Großer Hundstod (2.593 m) – markanter Aussichtsberg (ca. 2 Std. Aufstieg)
  • Schönfeldspitze (2.653 m) – berühmter Felszahn im Osten
  • Übergang zur Kärlingerhaus–Funtensee-Region
  • Überschreitungen ins Steinerne Meer zur Peter-Wiechenthaler-Hütte oder zum Riemannhaus

Geschichte

Bereits im Jahr 1928 errichtete die DAV-Sektion Ingolstadt die erste Hütte, die Bergsteigern und Wanderern im südlichen Steinernen Meer einen wichtigen Stützpunkt bot. Im Laufe der Jahre wurde die Hütte mehrfach modernisiert und erweitert, dabei wurde jedoch stets der traditionelle Charakter einer klassischen Alpenvereinshütte bewahrt.

Ausstattung

Das Ingolstädter Haus verfügt über:

  • 104 Schlafplätze in Lagern und Mehrbettzimmern
  • Winterraum mit 8 Notplätzen
  • Gastronomie mit à-la-carte-Küche und Terrasse
  • Lunchpakete auf Vorbestellung
  • freundlichen Empfang durch ein erfahrenes Hüttenteam

Ein Schild am Eingang nennt eine Höhe von 2.132 m, wobei offiziell 2.119 m gelten. 

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Riemannhaus Steinernes Meer – Bergidylle in den Berchtesgadener Alpen

Berchtesgadener Alpen
, Ostalpen , Österreich
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Auf 2.177 Metern, eingebettet zwischen Sommerstein (2.308 m) und Breithorn (2.504 m), liegt das Riemannhaus wie ein stiller Wächter über dem Talbecken von Maria Alm. Wer die Hütte betritt, spürt sofort die alpine Geschichte, die sich in jedem Balken und Stein spiegelt. Die ursprüngliche Hütte wurde 1885 eröffnet und trägt den Namen von Rudolf Ehrenfried Riemann, dem visionären Vorsitzenden der Sektion Zell am See des Deutschen Alpenvereins. Heute bietet das Riemannhaus 120 Schlafplätze und dient als Ausgangspunkt für zahlreiche Gipfeltouren, Übergänge und Alpenüberquerungen im Steinernen Meer. 

Historische Wurzeln und Namenspatron 

Rudolf Riemann, geboren 1825 in Posen, setzte sich mit Herzblut für die Alpen ein. 1872 bis 1880 führte er die Sektion Zell am See, während er gleichzeitig den Ramseidersteig finanzierte – den Aufstieg zur Ramseider Scharte, an der das Riemannhaus liegt. Die Eröffnung 1885 war ein Fest für die Berggemeinschaft, obwohl Riemann selbst bereits schwer erkrankt war und wenige Wochen später verstarb. Ein Bildnis erinnert bis heute an ihn, eingebettet in die Wände der Hütte, als stilles Andenken an den Gründer. 

Anreise zum Riemannhaus 

Es gibt mehrere Zugänge, die Trittsicherheit und Kondition erfordern: 

  • Von Maria Alm (Parkplatz Sandten, 1.100 m) über den versicherten Hüttenweg, Gehzeit: 2,5 Stunden. 

  • Von Saalfelden-Kaltenbachtal (850 m) über den Ramseider Steig, mittel, Gehzeit: 4 Stunden. 

  • Von Sankt Bartholomä am Königssee (605 m, erreichbar mit Boot) über das Kärlingerhaus, Gehzeit: 7 Stunden. 

Jede Route eröffnet spektakuläre Ausblicke auf das Steinerne Meer und die umliegenden Berchtesgadener Alpen, von stillen Almwiesen bis zu schroffen Felstürmen. 

Gipfel und Kletterabenteuer 

Direkt vom Riemannhaus aus lassen sich zahlreiche Gipfel erklimmen: 

  • Sommerstein (2.308 m), Gehzeit 30 Minuten, ideal für einen schnellen Panoramablick.
  • Breithorn (2.504 m), Gehzeit 1,25 Stunden, mittelschwere Route über die Nordostseite.
  • Schönfeldspitze (2.653 m), Schwierigkeitsgrad I–II nach UIAA, Haken- und Stiftsicherung an Schlüsselstellen. 

Für Kletterfans locken Routen am Sommerstein bis VII+ und am Breithorn (V+), bei denen der anstrengende Zustieg entfällt, wenn die Übernachtung in der Hütte erfolgt. 

Übergänge im Steinernen Meer 

Die zentrale Lage macht das Riemannhaus zum Knotenpunkt vieler Weitwanderwege

  • Peter-Wiechenthaler-Hütte: 3,5–4,5 Stunden, über Breithorn, Mitterhorn, Persailhorn, Schwierigkeitsgrad I–II, teilweise gesichert. 

  • Ingolstädter Haus: über Eichstätter Weg, mittel, Gehzeit 3,5 Stunden. 

  • Kärlingerhaus: 3,5 Stunden, über Salzburger Kreuz und Funtensee. 

  • Franz-Eduard-Matras-Haus: 10–12 Stunden, anspruchsvolle Tour über Hochplateau und Herzogsteig, Grödel und Pickel können erforderlich sein. 

Der Nordalpenweg und der Rupertiweg kreuzen hier, ebenso die Europäischen Fernwanderwege E4 alpin und E10, sodass sich das Riemannhaus perfekt als Basislager für lange Alpenüberquerungen eignet. 

Natur erleben und ausruhen 

Die Terrasse der Hütte bietet einen unvergesslichen Blick über das Steinerne Meer. Am Abend tauchen die Felsen in rötliches Licht, während das Tal langsam in Schatten versinkt. Nach einer Wanderung auf Sommerstein oder Breithorn kann man die Füße hochlegen, den Duft von Holz und frischer Bergluft genießen und den Tag in den Bergen ausklingen lassen. 

Im Winter dient das Riemannhaus als Stützpunkt für Skitouren, der Winterraum bietet Platz für bis zu sechs Personen. Auch dann bleibt die alpine Atmosphäre erhalten, wenn der Schnee die Landschaft in ein stilles, funkelndes Weiß taucht. 

Anfahrt und praktische Hinweise 

Mit dem Auto führt der Weg über Maria Alm bis zum kostenfreien Parkplatz Sandten. Von dort startet der Zustieg. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln gelangt man über Saalfelden und regelmäßige Busverbindungen nach Maria Alm. Für ambitionierte Wanderer beginnt das Abenteuer direkt an der Hütte.