GR 130 La Palma - Etappe 1: Santa Cruz de La Palma – San Juan de Puntallana
Tourencharakter
Der GR 130 – Camino Real de la Costa y Medianías umrundet La Palma auf rund 159 Kilometern in acht Etappen. Der historische Fernwanderweg beginnt in Santa Cruz de La Palma und verläuft gegen den Uhrzeigersinn über alte Königswege, die einst die wichtigsten Dörfer der Insel verbanden. Der Name verweist auf die Medianías, die Höhenzone zwischen 600 und 1.500 Metern, die den Charakter dieser Route prägt. Die Etappen sind so angelegt, dass sie meist in einem halben Wandertag bewältigt werden können. Wer höher hinaus möchte, findet mit dem GR 131 eine alternative Route.
Die erste Etappe führt von Santa Cruz de La Palma nach San Juan de Puntallana. Sie verbindet historische Stadtlandschaft mit eindrucksvoller Natur. Ausgangspunkt ist die Plaza de España mit Kirche, Rathaus und kolonialem Stadtbild. Über bedeutende Straßen und kulturelle Stationen wie das Museo Naval verlässt der Weg die Stadt und taucht über Schluchten, Feldwege und Bananenplantagen in die Landschaft der Ostküste ein. Höhepunkte sind der Barranco Seco, der wissenschaftlich geschützte Barranco del Agua sowie die Kapelle Santa Lucía aus dem 16. Jahrhundert. Nach rund 11 Kilometern endet die Etappe an der Kirche San Juan Bautista in Puntallana.
Höhenprofil
Routenbeschreibung
Die erste Etappe des GR 130 La Palma, des historischen Camino Real de la Costa y Medianías, führt von der Plaza de España im Herzen von Santa Cruz de La Palma hinaus in die Landschaft der Ostküste. Der Platz erzählt Geschichte: die Kirche El Salvador, der steinerne Brunnen und das Rathaus, errichtet nach der Zerstörung durch den französischen Piraten Leclerq im 16. Jahrhundert.
Durch historische Straßen und kulturelle Highlights
Vom Platz aus führt die Route über die Calle O'Daly und die Avenida del Puente, wo der Stadtstrand und die auffällige Walskulptur die Blicke auf sich ziehen. Über die Calle Anselmo Pérez de Brito erreicht man das El Enano-Denkmal neben dem Museo Naval – Barco de la Virgen, einer Nachbildung der Santa Maria, die Christoph Kolumbus nach Amerika brachte.
Die Route führt weiter entlang der Avenida de las Nieves und durch die Schlucht Barranco de Las Nieves, noch im Stadtgebiet, bevor sie über die Straße LP-1 hinaus in die Natur der Insel eintaucht.
Erste Begegnungen mit der Natur
Nach wenigen Schritten verlässt man die Stadt auf einem gut ausgeschilderten Feldweg, der zu den ersten Bananenplantagen La Palmas führt. Über die Schlucht Barranco de Carmen beginnt der Aufstieg zur Straße LP-1, bevor man den Kreisverkehr überquert, der die LP-1 und die LP-20 verbindet.
Der Weg führt weiter bergauf nach La Palmita, einem ruhigen Weiler mit jahrhundertealter Tradition in der Ziegenhaltung. Anschließend folgt ein schmaler Feldweg parallel zur Straße LP-1, vorbei an der Skulptur Los Gomeros, die den Bewohnern der Nachbarinsel La Gomera gewidmet ist.
Aufstieg in spektakuläre Schluchten
Nach einem weiteren kurzen Abschnitt überquert man die Straße, um den Aufstieg auf einem Feld- und Steinweg am unteren Teil der Schlucht Barranco Seco zu beginnen. Die Anstrengung wird reichlich belohnt: Die Schlucht öffnet den Blick auf den Atlantik und die umgebende Landschaft.
Der Weg verläuft weiter an Häusern von La Verada, kleinen Obstgärten und landwirtschaftlichen Flächen vorbei. Über Lomo del Pino und La Lomadita erreicht man schließlich die südliche Mündung des Tunnels Barranco del Agua, bevor man den asphaltierten Alternativweg nutzt.
Historische und spirituelle Höhepunkte
In der Mitte der Schlucht Barranco del Agua, einem Gebiet von wissenschaftlichem Interesse, beginnt ein kurzer, aber intensiver Aufstieg zur Kapelle Santa Lucía, einem einfachen kanarischen Bau mit einer flämischen Schnitzerei aus dem frühen 16. Jahrhundert.
Finale Strecke nach Puntallana
Nach einem abschließenden Abstieg durch Santa Lucía verläuft die Route auf einem Feldweg zwischen verstreuten Häusern bis zur Avenida de Atabara, neben der öffentlichen Schule von Puntallana. Die Etappe endet an der Kirche San Juan Bautista, nach etwa 11 km voller historischer, landschaftlicher und kultureller Highlights.
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