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Bacherloch – Dramatischer Taleinschnitt im Stillachtal

Allgäuer Alpen
, Zentralalpen Deutschland , Deutschland
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Das Bacherloch ist eine beeindruckende Schlucht im südlichen Stillachtal nahe dem Weiler Einödsbach im Oberallgäu, Bayern. Eingebettet in die Allgäuer Alpen, wird die Schlucht von steilen Bergen wie Linkerskopf (2.459 m), Rotgundspitze (2.485 m), Wilden Mann und Bockkarkopf im Süden sowie Mädelegabel, Trettachspitze und Wildengundkopf im Osten eingerahmt. Das Bacherloch präsentiert sich als natürlicher Canyon mit spektakulärer Felskulisse.

Charakter & Geologie

Die Schlucht beginnt oberhalb von Einödsbach auf etwa 1.100 Metern und steigt bis auf rund 1.900 Meter an. Aufgrund der steilen Hänge sammeln sich hier häufig Lawinenschnee und Firnreste. Der Bacherlochbach fließt durch das Tal, und jahreszeitlich bilden sich sichtbare Firnschichten und Schneebrücken. Der Weg durch die enge Schlucht ist teils ausgesetzt und mit Stahlseilen gesichert, was alpine Anforderungen stellt und Trittsicherheit erfordert.

Anreise

  • Mit dem Auto: Über die A7 oder B19 bis Oberstdorf, dann weiter ins Stillachtal nach Birgsau. Parkmöglichkeiten bestehen in Birgsau oder am Gasthof Einödsbach. Von dort führt der Fußweg über Einödsbach ins Bacherloch.
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bahn bis Oberstdorf, anschließend Bus zur Haltestelle Birgsau (z. B. Eschbach). Von dort Wanderweg nach Einödsbach und ins Bacherloch.
  • Zu Fuß: Der Wanderweg führt von Einödsbach entlang des Bacherlochbachs in die Schlucht. Der Aufstieg ist technisch anspruchsvoll mit versicherten Stahlseilen und schmalen Passagen, daher sind Trittsicherheit und festes Schuhwerk unabdingbar.

Das Bacherloch ist ein faszinierendes Naturerlebnis für erfahrene Wanderer, die alpine Herausforderungen und beeindruckende Landschaften suchen.

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Breitachklamm Oberstdorf – Deutschlands tiefste Felsenschlucht

Allgäuer Alpen
, Zentralalpen Deutschland , Deutschland
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Betritt man die Schlucht umfängt einen sofort die rohe Kraft der Natur. Das rauschende Wasser der Breitach donnert über Felsbänke, gurgelt durch tiefe Gumpen, spritzt als feiner Nebel gegen die Felsen und fängt das Licht in funkelnden Tropfen ein. Über 2,5 Kilometer und bis zu 150 Meter tief hat sich die Breitachklamm bei Oberstdorf in das harte Gestein gefräst und ist damit die tiefste Felsenschlucht Mitteleuropas – ein Erlebnis, das einem den Atem raubt. 

Schon die alten Namen zeugen von ihrer Macht: der Zwing, der große Zwing, ein Ort, an dem Naturgewalten spürbar sind. Sonnenstrahlen treffen auf kühle Felsen, Eiskristalle glitzern im Winter, Schneegestöber tanzt durch die engen Passagen. Licht und Schatten wechseln sich ab, immer begleitet vom ewigen Fluss der Breitach. 

Entstehung – die Kraft der Gletscher und der Breitach 

Die Breitachklamm entstand während der Gletscherschmelze am Ende der letzten Eiszeit, vor etwa 10.000 bis 15.000 Jahren. Während die Gletscher weiches Gestein abrissen, blieb das harte stehen, und die Breitach schnitt sich unaufhörlich ein. Heute arbeitet der Fluss täglich noch am Gestein – nur um einen millionsten Millimeter. 

Die Schlucht entstand am Ende eines Hängetals, in dem die Kräfte des Hauptgletschers stärker wirkten als die der Seitengletscher. So formte sich eine Klamm, wie sie extremer kaum sein könnte. Heute kann man auf gesicherten Wegen wandern und diese gewaltige Naturkraft erleben, ohne selbst in Gefahr zu geraten. 

Historische Erschließung – der Mut der Tiefenbacher 

Stellt man sich vor, wie die Menschen Anfang des 20. Jahrhunderts hier standen, beeindruckt und eingeschüchtert zugleich. 1904 öffneten mutige Bewohner Tiefenbachs den Wanderweg durch die Klamm, angeführt vom Pfarrer Johannes Schiebel. Seit 1905 ist die Breitachklamm erschlossen – ein Meisterwerk menschlicher Beharrlichkeit, das den Respekt vor der Natur nicht mindert. 

Die Klamm beeindruckt mit senkrechten und überhängenden Wänden, an manchen Stellen fast hundert Meter hoch. Moose und Farne kleben an den feuchten Felsen, vereinzelte Fichten trotzen mutig der Schwerkraft. Jeder Schritt, jeder Blick ist ein Abenteuer. 

Naturwunder 2025 – Auszeichnung und Faszination 

Die Breitachklamm wurde 2025 zum Naturwunder des Jahres gewählt. Menschen stimmten in einer Aktion der Heinz Sielmann Stiftung und des Deutschen Wanderverbands ab – und die Klamm setzte sich gegen acht weitere Naturschönheiten durch. Wer hier wandert, versteht sofort, warum: Es ist ein Ort, an dem Wasser, Felsen und Licht eine atemberaubende Inszenierung liefern. 

Man kann die Klamm zu jeder Jahreszeit besuchen. Im Sommer erfrischt der kühle Wassernebel, im Herbst glitzern die Blätter im Sonnenlicht, und im Winter verwandeln sich Wasserfälle in glitzernde Eisvorhänge. 

Wanderwege – Rundwege und Erkundungen 

Auf den Rundwanderwegen der Breitachklamm, über den Zwingsteg und zur Alpe Dornach, wird man immer begleitet von tosenden Wassern, steilen Felsen und überraschenden Ausblicken auf die Oberstdorfer Berge. Für alle Sinne wird gesorgt: das Gurgeln des Wassers, die frische Luft, die grün schimmernden Moose und das Gefühl von Wildnis. 

Von Tiefenbach aus erreicht man den Haupteingang am Parkplatz P1, gut ausgeschildert von der B19. Alternativ fährt man bequem mit dem Bus vom Oberstdorfer Busbahnhof bis zur Klamm. Wer möchte, kann nach der Durchquerung direkt mit dem Bus zurück nach Oberstdorf fahren oder den ca. 1,5-stündigen Rundweg wählen. 

Breitachklamm im Winter – Märchen aus Eis 

Man betritt die Schlucht im Winter und ist sofort verzaubert. Glitzernde Eiszapfen, mächtige Eisvorhänge, erstarrte Wasserfälle und geheimnisvolle Höhlen verwandeln die Klamm in eine märchenhafte Winterlandschaft. Jeder Schritt knirscht im Schnee, jede Kurve eröffnet neue Perspektiven – ein Winterwandern-Erlebnis wie kein anderes. 

Fazit – das Naturerlebnis Breitachklamm 

Die Breitachklamm bei Oberstdorf ist mehr als ein Wanderziel: Sie ist ein Naturwunder, ein Abenteuer, eine Lehrstunde über die Kraft von Wasser, Eis und Zeit. Wer hier war, nimmt Erinnerungen mit, die nicht verblassen – von den tosenden Wassern über die schroffen Felsen bis hin zu den geheimnisvollen Moosen und Fichten.

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Starzlachklamm Bayern – Tosende Wasserfälle & Naturerlebnis

Allgäuer Alpen
, Zentralalpen Deutschland , Deutschland
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Hoch am Fuß des Grünten zwischen Sonthofen-Winkel und der Topfenalpe erstreckt sich die Starzlachklamm, ein Meisterwerk der Natur. Jahrtausende des Wassers haben hier die Felsen geformt, kesselförmige Wassermühlen geschaffen und die tosenden Wasserfälle in die Schlucht getrieben. Die Starzlach, die hier entspringt, springt wie ihr Name verrät über die Felsen – ein lebendiger „Sturzbach“, der die Klamm in ein Naturtheater verwandelt. 

Entstehung und Geologie 

Die Starzlachklamm ist weit mehr als nur ein Wasserfall. Sie ist eine geologische Schatzkammer: Oberkreide- bis Alttertiär-Gestein, bruchtektonisch beanspruchte Schichten und die beeindruckenden Moränenablagerungen der Würmzeit erzählen von der Erdgeschichte der Alpen. Die Klamm gilt zudem als Nummulitenklamm, benannt nach den münzenförmigen Tierresten, die vor rund 30 Millionen Jahren im Meeresschlamm entstanden. Sogar seltene Fossilien wie die Krabbe Xanthopsis sonthofenensis lassen sich hier finden. 

Abenteuerliche Schluchtwanderung 

Der Einstieg erfolgt am 12 Meter hohen Schleierfall, wo das Wasser in schäumenden Strudeln über die Felsen springt. Über Brücken, Stege und Treppen windet sich der Weg durch die enge Schlucht, vorbei an beeindruckenden Wasserfällen und überhängenden Felsformationen. Kinder sind fasziniert von der tosenden Natur, Erwachsene genießen die Kraft des Wassers und die urwüchsige Landschaft. 

Für eine längere Wanderung führen Serpentinen zur Alpe Topfen oder zum Berggasthof Alpenblick. Wer möchte, kann einen Abstecher zur Erlebniswelt Erzgruben am Grünten machen und alles über die Bergbaugeschichte des „Wächters des Allgäus“ erfahren. 

Familienfreundlich und sicher 

Obwohl die Klamm schmale Pfade und Treppen bietet, ist sie für Familien geeignet. Kleinkinder können in Tragen mitgenommen werden; feste Schuhe sind empfehlenswert, da es an vielen Stellen rutschig ist. Wer die Klamm in Ruhe genießen möchte, sollte Stoßzeiten vermeiden. Für kürzere Ausflüge lässt sich die Klamm auch auf dem Hin- und Rückweg erkunden, ohne die gesamte Wanderung zu absolvieren. 

Anfahrt und Tipps 

Parkplätze gibt es am Wanderparkplatz Starzlachklamm in Sonthofen-Winkel. Toiletten stehen zur Verfügung, in den Wintermonaten jedoch geschlossen. Der Parkplatz ist mit Parkster (Zone 86720) buchbar. Von hier aus erreicht man die Klamm, den Bergbauernmuseum, die Sturmannshöhle und die Breitachklamm – ein perfekter Ausgangspunkt für Natur- und Familienerlebnisse im Allgäu. 

Die Magie der Starzlachklamm 

Wer durch die Starzlachklamm wandert, erlebt das Allgäu von seiner wildromantischsten Seite. Tosende Wasserfälle, schäumende Kaskaden und kesselförmige Wassermühlen lassen die Natur lebendig werden. Ein Ausflug hierher ist nicht nur ein Abenteuer für Kinder, sondern auch eine stille Begegnung mit der Urkraft der Natur – unvergesslich und faszinierend zugleich.