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Bad Hindelang – Heilklimatischer Kurort im Allgäu

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Bad Hindelang liegt im südlichen Allgäu, eingebettet in die beeindruckende Bergwelt der Allgäuer Alpen im bayerischen Landkreis Oberallgäu. Der heilklimatische Kurort befindet sich auf rund 825 Metern Höhe im malerischen Ostrachtal, unweit von Sonthofen und nahe der österreichischen Grenze. Die Region ist bekannt für ihre reine Bergluft, alpine Natur und weitläufige Wandergebiete, darunter die beliebten Ausflugsziele Ornach, Iseler und das Hintersteiner Tal.

Wandern in Bad Hindelang – Naturerlebnis im Allgäu

Bad Hindelang zählt zu den beliebtesten Wanderregionen im Allgäu. Zwischen sanften Almen, wilden Schluchten und markanten Gipfeln finden sich gut ausgeschilderte Wanderwege, die für alle Konditionsstufen geeignet sind. Die Region bietet sowohl familienfreundliche Rundwege als auch anspruchsvolle Bergtouren – etwa zum Iseler (1.876 m), Ornach (1.572 m), oder zum Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen.

Highlights sind:

  • Oberjoch Panoramarunde: mit weiten Ausblicken ins Tannheimer Tal
  • Wanderung am Bärenweg zum Zipfelsfall Wasserfall: wildromantisch mit Brücke
  • Hintersteiner Tal: ruhige Talwanderungen bis zur Willersalpe
  • Edelrid-Klettersteig ehemals Salewa-Klettersteig am Iseler: für erfahrene Bergfreunde
  • Barrierearme Wege im Talbereich, z. B. zum Naturbad oder Kneippanlagen

Von Frühling bis Herbst ist Bad Hindelang ideal zum Wandern. Im Sommer sind viele Almen bewirtschaftet und laden zur Einkehr ein – z. B. die Hirschalpe, die Zipfelsalpe oder die Buchelalpe. Die Bergbahnen in Oberjoch und am Iseler erleichtern zudem den Aufstieg.

Wer mag, kann die Region auch mit den Bad Hindelanger Giebelhausbus entdecken.

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Bad Hindelang bereits im Jahr 1059. Die Region war lange Zeit landwirtschaftlich geprägt, bevor Bergbau und Salzhandel an Bedeutung gewannen. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Hindelang zu einem anerkannten heilklimatischen Kurort.

Anreise

  • Mit dem Auto: Über die Autobahn A7 bis zur Ausfahrt Oy-Mittelberg, anschließend auf der Bundesstraße B310 in Richtung Oberjochpass.
  • Mit der Bahn: Der nächstgelegene Bahnhof ist Sonthofen, etwa 9 Kilometer entfernt. Von dort verkehren regelmäßige Buslinien, beispielsweise die Linie 9749, nach Bad Hindelang.
  • Mit dem Fernbus: Haltestellen befinden sich in Sonthofen oder Oberstdorf, von wo aus eine Weiterfahrt mit dem Bus möglich ist.

Bad Hindelang ist ein idealer Ausgangspunkt für Natur- und Gesundheitsurlauber, die alpine Landschaften und wohltuendes Klima genießen möchten.

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Ostrachtal im Allgäu – Natur, Geschichte und Bergidylle

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Das Ostrachtal im südlichen Oberallgäu bietet Wanderern eine faszinierende Vielfalt an Naturlandschaften und alpinen Erlebnissen. Von Bad Hindelang bis zur Willersalpe führen gut markierte Wege durch dichte Wälder, blühende Almwiesen und vorbei an kristallklaren Bächen. Besonders reizvoll ist die Kombination aus ursprünglicher Kulturlandschaft und der Wildnis der Allgäuer Hochalpen, die das Tal eindrucksvoll umrahmen. Wanderer können hier sowohl gemütliche Spaziergänge auf sanften Pfaden als auch anspruchsvolle Touren in hochalpines Gelände unternehmen. 

Unterwegs laden urige Almhütten zur Rast ein und bieten regionale Spezialitäten. Das Rauschen der Ostrach begleitet die Wanderer auf vielen Streckenabschnitten und verstärkt das Gefühl von Ruhe und Naturverbundenheit. Das Ostrachtal ist somit ein perfektes Ziel für alle, die alpine Vielfalt erleben möchten – ob als Entspannung vom Alltag oder als Herausforderung für Körper und Geist. Die abwechslungsreiche Flora und Fauna des Tals macht jede Wanderung zu einem besonderen Erlebnis, das Naturfreunde immer wieder neu entdecken können.

Geschichte

Das Ostrachtal war seit jeher ein bedeutender Verkehrsweg durch die Allgäuer Alpen und wurde früh besiedelt. Über Jahrhunderte prägten Bergbau, insbesondere der Abbau von Erz und Gips, sowie die Alpwirtschaft und der Salzhandel das Leben der Menschen in der Region. Heute steht das Tal überwiegend unter Naturschutz und ist Teil des Naturparks Nagelfluhkette sowie des UNESCO-Biosphärenreservats, was seine ökologische und kulturelle Bedeutung unterstreicht.

Geographie und Verlauf der Ostrach

Die Ostrach ist ein etwa 24 km langer Gebirgsfluss im südlichen Oberallgäu und ein linker Nebenfluss der Iller. Sie entspringt im Retterschwanger Tal in den Allgäuer Alpen auf rund 1.500 m Höhe in der Nähe des Iselers. Von dort aus fließt sie zunächst ostwärts durch das malerische Hintersteiner Tal, einem Nebental des Ostrachtals.

In Hinterstein trifft die Ostrach auf mehrere Seitenbäche, darunter die Bäche aus dem Bärgündletal und der Zipfelsbachklamm. Anschließend wendet sie sich nach Westen und durchquert das weite Ostrachtal mit den Orten Bad Oberdorf und Bad Hindelang. Bei Hindelang öffnet sich das Tal, und die Ostrach setzt ihren Lauf in westlicher Richtung fort.

In Sonthofen, nach rund 24 km Fließstrecke, mündet die Ostrach schließlich auf etwa 750 m Höhe in die Iller.

Der Fluss prägt durch seine Lage und Form das gesamte Tal. Er hat sich im Laufe der Erdgeschichte tief in das Gestein eingeschnitten, teils begleitet von Schwemmebenen, Steilhängen und Kalkfelsen. Besonders in ihrem Oberlauf ist die Ostrach ein naturnaher Gebirgsfluss, der nur wenig begradigt wurde und Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten bietet.

Kurzüberblick Ostrach:

  • Länge: ca. 24 km
  • Quellgebiet: Retterschwanger Tal (ca. 1.500 m ü. NN)
  • Mündung: In die Iller bei Sonthofen (ca. 750 m ü. NN)
  • Hauptorte am Fluss: Hinterstein, Bad Hindelang, Bad Oberdorf, Sonthofen

Anreise

  • Mit dem Auto: Von der Autobahn A7 kommend führt die Route über die Bundesstraße B310 bis Bad Hindelang und von dort weiter Richtung Hinterstein.
  • Mit der Bahn: Der nächstgelegene Bahnhof ist Sonthofen. Von dort bringt die Buslinie 9749 Besucher ins Ostrachtal, etwa nach Hinterstein, das als Ausgangspunkt für Aufstiege zu den umliegenden Alpen dient.
  • Zu Fuß oder per Rad: Vielfältige Wander- und Radwege ermöglichen den Zugang zu den Höhenlagen und bieten abwechslungsreiche Touren durch die alpine Landschaft.

Das Ostrachtal verbindet Naturerlebnis, kulturelles Erbe und nachhaltigen Naturschutz – ein lohnendes Ziel für alle, die das Allgäu in seiner ursprünglichen Form erleben möchten.

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Jochschrofen – Berg in den Allgäuer Alpen

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Der Jochschrofen ist ein Gipfel mit 1.625 Metern Höhe in den Allgäuer Alpen, nahe Bad Hindelang im bayerischen Oberallgäu. Er liegt zwischen dem Ostrachtal und dem Illertal und besticht durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus Almwiesen, Felsformationen und dichten Wäldern. Der Berg bietet Wanderern und Kletterern naturnahe Pfade und traumhafte Ausblicke auf die umliegende Alpenwelt.

Geschichte

Historisch war der Jochschrofen Teil der traditionellen Almwirtschaft. Auf seinen Hängen wurde über Jahrhunderte hinweg Vieh geweidet, was die Kulturlandschaft nachhaltig prägte. Heute ist der Berg aufgrund seiner gut erschlossenen Wanderwege und der Nähe zu beliebten Ausflugszielen im Allgäu ein beliebter Anziehungspunkt für Naturliebhaber und Bergsportler.

Anreise

  • Mit dem Auto: Über die Autobahn A7 bis zur Ausfahrt Oy-Mittelberg, weiter über Sonthofen und Bad Hindelang ins Ostrachtal. Parkmöglichkeiten bestehen in Bad Hindelang sowie in Oberjoch.
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bahn bis Sonthofen, von dort mit Busverbindungen weiter nach Bad Hindelang.
  • Zu Fuß: Mehrere gut markierte Wanderwege führen von Bad Hindelang und Oberjoch zum Jochschrofen und laden zu abwechslungsreichen Touren ein.

Der Jochschrofen verbindet alpine Natur mit kultureller Tradition und ist ein lohnendes Ziel für alle, die das Allgäu aktiv erleben möchten.

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Der Iseler bei Oberjoch

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Der Iseler ist ein markanter Gipfel der Allgäuer Alpen im südlichen Oberallgäu, Bayern. Mit einer Höhe von 1.876 Metern über Normalnull erhebt er sich südlich oberhalb des Ortes Oberjoch und bildet zusammen mit dem Kühgundkopf den westlichen Abschluss des Tannheimer Tals. Der Iseler gehört zum Gebirgszug, der die Grenze zwischen Deutschland und Österreich markiert und prägt die alpine Landschaft der Region.

Wandern am Iseler – Höhenweg mit alpinen Ausblicken

Die Höhenwanderung am Iseler führt von der Bergstation der Iselerbahn über die Gipfel von Bschießer (2.000 m) und Ponten (2.044 m) bis zum Zirleseck (1.872 m). Von dort gelangt man zur Willersalpe, wo man einkehren, ins Tal absteigen oder auf dem Jubiläumsweg weiterwandern kann. Die Gehzeit bis zur Alpe beträgt etwa 3,5 Stunden. Mit zusätzlichem Zeitaufwand lassen sich auch die Rohnenspitze (1.990 m) und das Gaishorn (2.247 m) besteigen. Die Route bietet eindrucksvolle Panoramen und eignet sich für geübte Wanderer.

Geschichte

Der Iseler war schon immer ein wichtiger Orientierungspunkt für Einheimische und Besucher. Früher nutzten Hirten die Hänge als Weideflächen für ihr Vieh. Mit dem Aufkommen des Alpinismus im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Berg zu einem beliebten Ziel für Bergsteiger und Wanderer. Besonders bekannt ist heute der Iseler-Klettersteig, der entlang des Grates verläuft und spannende Tiefblicke sowie alpine Herausforderungen bietet.

Anreise

  • Mit dem Auto: Über die Autobahn A7, Ausfahrt Oy-Mittelberg oder Sonthofen, weiter in Richtung Bad Hindelang und Oberjoch. In Oberjoch stehen Parkplätze an der Iselerbahn zur Verfügung.
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Mit der Bahn bis Sonthofen, anschließend mit der Buslinie 9748 nach Oberjoch.
  • Zu Fuß: Vom Ortsteil Oberjoch führen mehrere gut markierte Wanderwege auf den Gipfel.

Die Iselerbahn, eine moderne Sesselbahn, erleichtert den Aufstieg erheblich und macht den Berg auch für Familien und weniger erfahrene Wanderer zugänglich. So bietet der Iseler ein vielfältiges Bergerlebnis für alle Altersgruppen und Fitnesslevels.

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Hirschalpe – Traditionelle Alpenwirtschaft in den Allgäuer Alpen

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Die Hirschalpe liegt auf etwa 1.300 Metern Höhe in den Allgäuer Alpen nahe Bad Hindelang im bayerischen Oberallgäu. Als traditionelle Alpenwirtschaft bietet sie Wanderern und Naturliebhabern eine idyllische Einkehrmöglichkeit inmitten der beeindruckenden Berglandschaft.

Historisch diente die Hirschalpe als Weide- und Sennwirtschaft, in der seit Jahrhunderten Kühe gemolken und regionale Käse- sowie Milchprodukte hergestellt werden. Heute verbindet die Alpe authentisches Alpenleben mit einer Einkehrmöglichkeit und herrlichen Ausblicken auf die umliegende Bergwelt – ein idealer Ort, um alpine Tradition und Naturgenuss zu erleben.

Anreise:
Mit dem Auto gelangt man zur Hirschalpe über die A7 bis zur Ausfahrt Oy-Mittelberg, anschließend weiter über Sonthofen und Bad Hindelang. Parkmöglichkeiten gibt es sowohl in Bad Hindelang als auch in Hinterstein. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln reist, fährt mit der Bahn bis Sonthofen und nimmt von dort den Bus nach Bad Hindelang oder Hinterstein. Zu Fuß führen gut ausgeschilderte Wanderwege direkt von Bad Hindelang oder Hinterstein zur Hirschalpe.

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Einödsberg (Allgäu) – Ein Grasgipfel mit Rundumblick

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Der Einödsberg ist ein Grasgipfel in den Allgäuer Alpen und erreicht eine Höhe von etwa 1.589 Metern. Er liegt oberhalb von Oberstdorf im bayerischen Landkreis Oberallgäu und bildet zusammen mit dem westlich gelegenen Entschenkopf die Nordgrenze des Stillachtals. Aufgrund seiner freien Lage bietet der Einödsberg bei guter Sicht einen beeindruckenden Rundumblick auf Oberstdorf, das Illertal und das Rubihorn. Anders als alpine Felsgipfel ist der Einödsberg ein typischer Allgäuer Grasberg mit steilen Wiesenhängen und einer abwechslungsreichen Flora, die besonders im Frühjahr und Frühsommer zur Blüte kommt.

Geschichte

Der Einödsberg wurde über Jahrhunderte als Alpweide genutzt. Auf seinen Ausläufern befindet sich die Einödsbergalpe, eine historische Sennalpe, die Zeugnis der traditionellen Almwirtschaft ablegt. Die Region rund um den Berg war zudem Ausgangspunkt früher alpiner Erkundungen. Heute ist der Einödsberg vor allem bei geübten Wanderern beliebt, die abseits der bekannten Gipfelrouten Ruhe und Natur genießen möchten.

Anreise zum Einödsberg (Allgäu)

Mit dem Auto:

Die Anfahrt erfolgt über die A7 oder B19 bis Oberstdorf. Parkmöglichkeiten gibt es beispielsweise an der Nebelhornbahn oder vom Oytal. Von diesen Punkten starten verschiedene Wanderwege zum Einödsberg.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit der Bahn gelangt man bequem bis zum Bahnhof Oberstdorf. Von dort fahren Busse ins Stillachtal, etwa zur Haltestelle Spielmannsau oder ins Oytal. Alternativ kann der Aufstieg auch direkt vom Ortszentrum Oberstdorf zu Fuß begonnen werden.

Zu Fuß:

Der Einödsberg ist über mehrere gut markierte Routen erreichbar. Besonders beliebt sind der Oytalweg und der Wanderweg ab Spielmannsau. Beide Wege führen über steile, aber gut begehbare Pfade (Schwierigkeitsgrad T3) zum aussichtsreichen Gipfel. Der Aufstieg erfordert Kondition, wird aber mit beeindruckenden Panoramen und ruhiger Natur belohnt.

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Einödsbach – Der südlichste Ort Deutschlands

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Einödsbach liegt im Stillachtal bei Oberstdorf im Oberallgäu und gilt als der südlichste dauerhaft bewohnte Ort Deutschlands. Die kleine Siedlung befindet sich auf 1.114 Metern Höhe am Fuße der imposanten Trettachspitze und den Gipfeln der Hochfrottspitze, Bockkarkopf und Mädelegabel. Sie besteht im Wesentlichen aus einem historischen Bergbauernhof mit Gastwirtschaft und einer kleinen Kapelle – eingebettet in eine einzigartige Hochgebirgslandschaft.

Die erste urkundliche Erwähnung von Einödsbach stammt aus dem 17. Jahrhundert, als Hirten die abgelegene Alm als Weide nutzten. Seitdem hat sich der Ort zu einem wichtigen Ausgangspunkt für Bergsteiger entwickelt, die zur Rappenseehütte oder Heilbronner Hütte aufbrechen. Gleichzeitig steht Einödsbach für das einfache, naturnahe Leben in den Bergen. Die kleine Kapelle St. Katharina, errichtet 1877, ist ein beliebter Ort der Ruhe und Besinnung inmitten der alpinen Natur.

Kapelle St. Katharina – das südlichste Sakralbauwerk Deutschlands

Die Kapelle St. Katharina steht in Einödsbach, dem südlichsten dauerhaft bewohnten Ort Deutschlands, auf etwa 1.113 Metern Höhe im Stillachtal nahe Oberstdorf. Der kleine barocke Sakralbau liegt malerisch vor der imposanten Alpenkulisse des Trettach-, Bockkarkopf- und Hochfrottmassivs.

Geschichte

Die Kapelle wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts errichtet. Bereits 1695 wird sie in der Pfarrbeschreibung von „Endtsbach“ als Kapelle mit Mess­erlaubnis erwähnt, was bedeutet, dass dort regelmäßig Gottesdienste gefeiert werden durften. Jährlich, am 25. November, dem Namenstag der heiligen Katharina, findet ein traditioneller Herbstgottesdienst im Freien statt.

Im Inneren beeindruckt die Kapelle mit einem frühen Altaraufbau, der Muttergottes, Engel und geschnitzte Säulen zeigt. Ein restauriertes Katharina-Bild aus dem Jahr 1886 von Claudius Schraudolph sowie ein Votivbild eines verunglückten Hirten zeugen von der tief verwurzelten regionalen Volksfrömmigkeit.

Bedeutung & Denkmalschutz

Die Kapelle St. Katharina ist die südlichste Kapelle Deutschlands, gehört zur Pfarrei Oberstdorf und ist als Baudenkmal in der Denkmalliste eingetragen. Sie zählt zu den beliebtesten Fotomotiven und Tourismusklischees im Allgäu und ist ein bedeutendes Kulturerbe der Region.

Die St. Katharina Kapelle ist ein beliebtes Fotomotiv und ein lebendiges Zeugnis der tief verwurzelten christlichen Tradition im südlichen Allgäu. 

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Stillachtal – Naturidylle südlich von Oberstdorf entdecken

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Das Stillachtal liegt südlich von Oberstdorf im bayerischen Allgäu und erstreckt sich in südwestlicher Richtung bis zum Talschluss bei Einödsbach. Es wird von der Stillach durchflossen, einem der Quellflüsse der Iller, und ist von imposanten Gipfeln der Allgäuer Alpen wie Fellhorn, Mädelegabel und Trettachspitze umgeben. Das Tal verläuft entlang der deutsch-österreichischen Grenze und verbindet alpine Natur, traditionelle Landwirtschaft und sanften Tourismus auf harmonische Weise.

Geschichte

Bereits im Mittelalter wurde das Stillachtal landwirtschaftlich genutzt, vor allem für Alp- und Milchwirtschaft. Mit der Nähe zu Oberstdorf gewann das Tal im Laufe der Zeit auch touristisch an Bedeutung. Im 20. Jahrhundert entstanden Wanderwege, Berghütten und im nördlichen Bereich Wintersporteinrichtungen. Trotz dieser Entwicklungen blieb der ursprüngliche Charakter des Tals weitgehend erhalten, da größere Erschließungen ausblieben und die Natur geschont wurde.

Anreise ins Stillachtal

  • Mit dem Auto: Über die Autobahn A7 oder Bundesstraße B19 bis Oberstdorf fahren, von dort weiter in Richtung Birgsau. Die öffentliche Straße endet in Birgsau.
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bahn bis Oberstdorf, anschließend Busfahrt bis Birgsau.
  • Zu Fuß & mit dem Rad: Gut ausgebaute Wander- und Radwege führen entlang der Stillach bis nach Einödsbach sowie zu den zahlreichen Seitentälern und Almen der Region.
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Trettachspitze – Bekannter Gipfel der Allgäuer Alpen bei Oberstdorf

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Die Trettachspitze ist ein imposanter Gipfel in den Allgäuer Alpen nahe Oberstdorf, Bayern. Mit 2.595 Metern Höhe zählt sie zu den bekanntesten und meistfotografierten Bergen der Region. Die markante, spitze Felsformation ragt dramatisch über dem Trettachtal auf und ist ein begehrtes Ziel für erfahrene Bergsteiger und Kletterer. Die Erstbesteigung erfolgte 1855. Seitdem gilt die Trettachspitze als anspruchsvolle Herausforderung mit steilen Kletterrouten und atemberaubenden Ausblicken auf das Allgäuer Bergpanorama.

Geologie

Die Trettachspitze besteht hauptsächlich aus Hauptdolomit, einem charakteristischen Kalkstein der Alpen, der für die markanten schroffen Felsformationen verantwortlich ist.

Geschichte

Erstmals bestiegen wurde die Trettachspitze 1855 von Hermann von Barth, einem Pionier der Alpenkunde. Die schwierigen Kletterrouten und scharfen Felsgrate machen den Berg vor allem für erfahrene Kletterer attraktiv. Besonders bekannt sind die Routen über die Nordwand und die Ostwand, die hohe Anforderungen an Technik und Kondition stellen.

Lage

Die Trettachspitze befindet sich im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen und bildet zusammen mit der Mädelegabel und der Hochfrottspitze das berühmte Dreigestirn. Sie liegt südlich von Oberstdorf und ist gut über die nahegelegenen Orte Spielmannsau und Tiefenbach erreichbar.

Anreise

  • Mit dem Auto: Über die A7 bis Ausfahrt Oy-Mittelberg, dann weiter Richtung Oberstdorf. Parkmöglichkeiten gibt es in Oberstdorf und im Ortsteil Spielmannsau.
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bahn bis Oberstdorf, von dort mit Bus oder Taxi zu den Wanderparkplätzen im Trettachtal.
  • Zu Fuß: Wanderwege führen von Oberstdorf oder Spielmannsau ins Trettachtal, von wo aus der anspruchsvolle Aufstieg beginnt. Die Tour ist nur für erfahrene Bergsteiger geeignet.
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Engeratsgundsee – Alpiner Bergsee unterhalb des Giebel

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Der Engeratsgundsee ist ein idyllisch gelegener Hochgebirgssee in den Allgäuer Alpen auf etwa 1.878 Metern Höhe. Er befindet sich im Landkreis Oberallgäu (Bayern), südöstlich von Hinterstein, in einem abgelegenen Kar zwischen dem Giebel, dem Großen Daumen und dem Laufbacher Eck. Eingebettet in eine beeindruckende Felskulisse, ist der See ein beliebtes Ziel für geübte Bergwanderer und Bergsteiger, die den Höhenweg vom Prinz-Luitpold-Haus zur Willersalpe nutzen.

Lage

Der Engeratsgundsee liegt in einem abgelegenen Seitental des Obertals, umgeben von den Gipfeln Giebel, Engeratsgundkopf und Großer Daumen. Er ist Teil des Allgäuer Hauptkamms und befindet sich auf dem Höhenweg zwischen Prinz-Luitpold-Haus und Willersalpe.

Geschichte & Natur

Der See liegt im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen. Seine Lage in einem Gletscherkar deutet auf seine Entstehung während der Eiszeit hin. Umgeben von artenreicher Flora und teils seltenen alpinen Pflanzen, dient der Engeratsgundsee auch als Rückzugsort für Tierarten wie Steinbock und Gämse. Der Name des Sees leitet sich vermutlich vom angrenzenden Engeratsgundkopf ab.

Anreise zum Engeratsgundsee

Mit dem Auto erreichst du den Engeratsgundsee über die Autobahn A7 bis zur Ausfahrt Oy-Mittelberg. Von dort geht es weiter über Bad Hindelang nach Hinterstein. Parkmöglichkeiten findest du in Hinterstein, etwa beim E-Werk oder am Ortsrand.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährst du mit der Bahn bis Sonthofen und steigst dort in den Bus der Linie 9748 nach Hinterstein um. In der Hauptsaison verkehrt zudem ein Wanderbus, der bis zum Giebelhaus fährt.

Zu Fuß führen zwei Hauptrouten zum Engeratsgundsee:

  • Von der Willersalpe aus, beginnend in Hinterstein und über das Giebelhaus, erwartet dich ein anspruchsvoller Aufstieg über steiles Gelände mit Schwierigkeitsgrad T3.
  • Alternativ kannst du den Höhenweg über das Prinz-Luitpold-Haus wählen, der beispielsweise über Hinterhornbach in Österreich oder aus dem Bärguntal führt.
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Großer Daumen – Charakteristischer Gipfel der Daumengruppe in den Allgäuer Alpen

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Der Berg Großer Daumen ist mit 2.280 Metern ü. NHN der höchste Berg der Daumengruppe, einer Untergruppe der Allgäuer Alpen in Deutschland. Er liegt südwestlich von Hinterstein im bayerischen Allgäu und prägt mit seiner markanten, runden Form das Landschaftsbild der Region. Die Daumengruppe umfasst neben dem Großen Daumen auch Gipfel wie den Schneck (2.268 m) und das Himmelhorn (2.111 m).

Die Daumengruppe erstreckt sich im südlichen Teil der Allgäuer Alpen zwischen dem Illertal im Norden und dem Stillachtal im Süden. Viele Gipfel der Gruppe sind beliebte Ziele für Wanderer und Kletterer. Besonders bekannt ist der Hindelanger Klettersteig, einer der anspruchsvollsten Klettersteige der Region. Auch der Schneck und das Himmelhorn bieten herausfordernde Klettertouren. Am Fuß des Schattenbergs (1.845 m) nahe Oberstdorf findet jährlich das Auftaktspringen der Vierschanzentournee statt.

Die Region ist ein bedeut Ziel für Outdoor-Sportarten und Naturliebhaber und Teil des Naturparks Nagelfluhkette. Der Große Daumen selbst ist über den Nagelfluhgrat erschlossen, eine anspruchsvolle Kletterroute (Schwierigkeitsgrad I–II), die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraussetzt. Vom Gipfel aus eröffnet sich ein beeindruckendes Panorama über die Allgäuer Alpen und weit darüber hinaus.

Historisch war das Gebiet der Daumengruppe von traditioneller Almwirtschaft geprägt. Heute ist es ein beliebtes Wander- und Klettergebiet mit ausgeprägter touristischer Infrastruktur, das alpine Naturerlebnisse und sportliche Herausforderungen in einzigartiger Kulisse bietet.

Anreise

  • Mit dem Auto: Über die Autobahn A7 bis Ausfahrt Oy-Mittelberg, weiter über Sonthofen und Bad Hindelang bis Hinterstein. Parkplätze sind in Hinterstein vorhanden.
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bahn bis Sonthofen, dann Buslinie 9748 nach Hinterstein.
  • Zu Fuß: Von Hinterstein führen mehrere gut markierte Wanderwege und Klettersteige zum Großen Daumen.
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Obertal Allgäu – Hochalpines Seitental bei Hinterstein

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Das Obertal im Allgäu ist ein abgeschiedenes, hochalpines Tal in den Allgäuer Alpen, das sich südlich oberhalb des Hintersteiner Tals erstreckt. Es beginnt hinter der Willersalpe und zieht sich bis zum idyllischen Engeratsgundsee, eingebettet zwischen den Gipfeln von Großer Daumen, Giebel, Laufbacher Eck und Engeratsgundkopf. Als Teil des Naturschutzgebiets Allgäuer Hochalpen ist das Obertal nur zu Fuß erreichbar, was seine naturbelassene Ursprünglichkeit bewahrt hat.

Die Landschaft ist geprägt von alpinen Wiesen, schroffen Felswänden und klaren Bergbächen – ein idealer Ort für geübte Wanderer und Naturliebhaber. Früher wurde das Tal als Sommerweide genutzt, heute durchqueren es vor allem Bergsteiger, etwa auf dem Weg zur Laufbacher Eck Scharte oder im Rahmen der mehrtägigen Steinbocktour.

Lage

Das Obertal liegt im Südosten von Hinterstein, nahe der Grenze zu Tirol, im bayerischen Landkreis Oberallgäu. Es erstreckt sich zwischen der Willersalpe und dem Engeratsgundsee, östlich unterhalb des Großen Daumen.

Anreise ins Obertal (Allgäu)

  • Mit dem Auto: Über die Autobahn A7 bis Oy-Mittelberg, weiter über Sonthofen nach Bad Hindelang und in den Ortsteil Hinterstein. Parkmöglichkeiten gibt es am Ortsende oder beim Giebelhaus, das im Sommer mit einem Shuttlebetrieb erreichbar ist.
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bahn bis Sonthofen, anschließend Buslinie 9748 nach Hinterstein. In der Hauptsaison verkehrt ein umweltfreundlicher Wanderbus bis zum Giebelhaus.
  • Zu Fuß: Von Hinterstein aus führen alpine Wege (Schwierigkeitsgrad T3–T4) über das Giebelhaus oder die Willersalpe ins Obertal. Beliebte Ziele sind unter anderem der Engeratsgundsee und das Laufbacher Eck. Trittsicherheit ist erforderlich.
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Hintersteiner Tal – Alpines Kleinod im Allgäu

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Das Hintersteiner Tal liegt im südöstlichen Teil des Landkreises Oberallgäu in Bayern und ist ein Seitental des Ostrachtals. Es beginnt südlich des Ortsteils Hinterstein der Marktgemeinde Bad Hindelang und zieht sich tief in die Allgäuer Alpen hinein. Umrahmt von beeindruckenden Gipfeln wie dem Hochvogel, Bargleskopf, der Pfrontner Hütte und dem Prinz-Luitpold-Haus zählt es zu den schönsten Hochgebirgstälern der Region.

Geschichte und Bedeutung

Das Tal war lange Zeit von Almwirtschaft geprägt und ist bis heute reich an historischen Alphütten und traditionellen Bewirtschaftungsformen. Bereits im 19. Jahrhundert war es ein beliebtes Ziel für frühe Alpinisten und Naturfreunde. Heute gilt das Hintersteiner Tal vor allem als Tor zum Hochvogel, zur Willersalpe und zum Schrecksee sowie für die beliebten Übergänge ins österreichische Lechtal.

Das Gebiet liegt größtenteils im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen und besticht durch seine sensible und zugleich reizvolle alpine Landschaft.

Anreise ins Hintersteiner Tal

Mit dem Auto:

Die Anfahrt erfolgt über die Autobahn A7 bis zur Ausfahrt Oy-Mittelberg. Von dort geht es über Sonthofen und Bad Hindelang in den malerischen Ortsteil Hinterstein. Dort stehen mehrere kostenpflichtige Parkplätze zur Verfügung, die als Ausgangspunkt für Wanderungen ins Tal dienen. Eine Weiterfahrt mit dem privaten Fahrzeug ist nicht erlaubt, da das Hintersteiner Tal für den Individualverkehr gesperrt ist.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit der Bahn fahren Sie bis Sonthofen. Von dort bringt Sie die Buslinie 9748 bequem über Bad Hindelang nach Hinterstein. In den Sommermonaten verkehrt ab Hinterstein ein umweltfreundlicher Wanderbus, der Giebelhausbus, der Besucher bis zum Giebelhaus im Talinneren bringt – ein idealer Startpunkt für Touren.

Zu Fuß:

Ab Hinterstein führen gut markierte Wanderwege ins Hintersteiner Tal, beispielsweise zur Willersalpe, zum Schrecksee, zum Hochvogel oder als Teil der beliebten Steinbocktour. Die Routen sind landschaftlich reizvoll und bieten herrliche Ausblicke auf die Allgäuer Hochalpen.

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Alpe Engeratsgund – Traditionelle Hütte im Obertal bei Hinterstein

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Die Alpe Engeratsgund ist eine traditionelle Berghütte im Obertal bei Hinterstein, gelegen auf etwa 1.160 Metern Höhe im Allgäu. Als Mitglied im Verein Allgäuer Alpgenuss e.V. bietet sie von Anfang Juni bis Anfang Oktober zünftige Brotzeiten, hausgemachte Kuchen sowie Butter und Quark aus eigener Herstellung an. Die Alpe befindet sich am Beginn des Obertals, umgeben von den Gipfeln des Giebel und des Großen Daumen, und ist ein beliebter Zwischenstopp für Wanderer im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen.

Geschichte
Historisch gehörte die Alpe Engeratsgund zu den hochalpinen Weiden der Fugger, die sie an den Bischof von Augsburg verkauften. Heute ist sie ein beliebtes Ziel für Wanderer und bietet Einblicke in die traditionelle Alpwirtschaft.

Anreise

Mit dem Auto erreicht man die Alpe Engeratsgund über die A7 bis zur Ausfahrt Oy-Mittelberg. Von dort geht es weiter über Sonthofen nach Bad Hindelang und in den Ortsteil Hinterstein. Parkmöglichkeiten stehen in Hinterstein zur Verfügung, zum Beispiel beim E-Werk oder am Ortsrand.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt man mit der Bahn bis Sonthofen und steigt dort in den Bus der Linie 9748 nach Hinterstein um. In der Hauptsaison verkehrt zudem ein Wanderbus bis zum Giebelhaus.

Zu Fuß:

Vom Giebelhaus führt ein etwa 20-minütiger Fußmarsch über eine für den Verkehr gesperrte asphaltierte Straße zur Alpe. Alternativ ist die Alpe auch über Wanderungen vom Engeratsgundsee oder der Käseralpe erreichbar.

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Rappenalptal – Das südlichste Hochtal Deutschlands

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Das Rappenalptal ist ein hochalpines Seitental des Stillachtals in den Allgäuer Alpen und gehört zur Gemeinde Oberstdorf im Landkreis Oberallgäu. Es gilt als das südlichste Tal Deutschlands und verläuft in Nord-Süd-Richtung. Durch das Tal fließt der Rappenalpbach, der bei Birgsau in die Stillach mündet. Umrahmt wird das Tal von imposanten Gipfeln wie Bockkarkopf, Wilden Mann, Linkerskopf und Hohes Licht. Im Süden grenzt das Rappenalptal direkt an das österreichische Lechtal und bietet eine beeindruckende alpine Kulisse.

Geschichte & Bedeutung

Traditionell wurde das Rappenalptal für Alp- und Viehwirtschaft genutzt. Heute steht vor allem der sanfte Bergtourismus im Vordergrund. Das Tal ist Ausgangspunkt zahlreicher Höhenwege, darunter zur Rappenseehütte, einem der höchstgelegenen DAV-Stützpunkte, sowie zum Heilbronner Weg und zur Mädelegabel. Historisch war das Tal Teil früherer Grenzverläufe und spielte eine wichtige Rolle bei der Erschließung der Alpen im 19. Jahrhundert.

Anreise

  • Mit dem Auto: Anfahrt über die B19 nach Oberstdorf, dann ins Stillachtal bis Birgsau (Parkplatz). Die Zufahrt ins Rappenalptal selbst ist nicht öffentlich befahrbar; der Fußweg beginnt in Birgsau.
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bahn bis Oberstdorf, anschließend Bus bis Haltestelle Birgsau/Alpe Eschbach. Von dort zu Fuß weiter ins Talinnere oder zur Rappenseehütte.
  • Zu Fuß: Vom Stillachtal führt ein gut ausgebauter Wanderweg durch das Rappenalptal zur Rappenseehütte (ca. 3–4 Stunden Gehzeit, je nach Startpunkt). Das Tal ist auch Teil mehrtägiger Touren wie der Steinbocktour oder dem Heilbronner Weg.

Das Rappenalptal verbindet alpine Natur, Tradition und sanften Tourismus und ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und Bergsteiger im südlichen Allgäu.

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Bacherloch – Dramatischer Taleinschnitt im Stillachtal

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Das Bacherloch ist eine beeindruckende Schlucht im südlichen Stillachtal nahe dem Weiler Einödsbach im Oberallgäu, Bayern. Eingebettet in die Allgäuer Alpen, wird die Schlucht von steilen Bergen wie Linkerskopf (2.459 m), Rotgundspitze (2.485 m), Wilden Mann und Bockkarkopf im Süden sowie Mädelegabel, Trettachspitze und Wildengundkopf im Osten eingerahmt. Das Bacherloch präsentiert sich als natürlicher Canyon mit spektakulärer Felskulisse.

Charakter & Geologie

Die Schlucht beginnt oberhalb von Einödsbach auf etwa 1.100 Metern und steigt bis auf rund 1.900 Meter an. Aufgrund der steilen Hänge sammeln sich hier häufig Lawinenschnee und Firnreste. Der Bacherlochbach fließt durch das Tal, und jahreszeitlich bilden sich sichtbare Firnschichten und Schneebrücken. Der Weg durch die enge Schlucht ist teils ausgesetzt und mit Stahlseilen gesichert, was alpine Anforderungen stellt und Trittsicherheit erfordert.

Anreise

  • Mit dem Auto: Über die A7 oder B19 bis Oberstdorf, dann weiter ins Stillachtal nach Birgsau. Parkmöglichkeiten bestehen in Birgsau oder am Gasthof Einödsbach. Von dort führt der Fußweg über Einödsbach ins Bacherloch.
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bahn bis Oberstdorf, anschließend Bus zur Haltestelle Birgsau (z. B. Eschbach). Von dort Wanderweg nach Einödsbach und ins Bacherloch.
  • Zu Fuß: Der Wanderweg führt von Einödsbach entlang des Bacherlochbachs in die Schlucht. Der Aufstieg ist technisch anspruchsvoll mit versicherten Stahlseilen und schmalen Passagen, daher sind Trittsicherheit und festes Schuhwerk unabdingbar.

Das Bacherloch ist ein faszinierendes Naturerlebnis für erfahrene Wanderer, die alpine Herausforderungen und beeindruckende Landschaften suchen.

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Fellhornbahn Oberstdorf – Komfortable Bergbahn mit Alpenpanorama

Allgäuer Alpen
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Die Fellhornbahn befindet sich in den Allgäuer Alpen bei Oberstdorf, Bayern. Sie verbindet das Tal mit der Bergstation auf etwa 1.967 Metern Höhe am Fellhorn, einem beliebten Wander- und Skigebiet. Die Bahn erschließt zahlreiche Wanderwege im Sommer und Pisten im Winter und bietet beeindruckende Ausblicke auf die umliegende Bergwelt.

Wanderwege ab der Bergstation der Fellhornbahn in Oberstdorf

Die Bergstation der Fellhornbahn ist ein idealer Ausgangspunkt für abwechslungsreiche Wanderungen in den Allgäuer Alpen. Hier stellen wir vier offizielle Routen vor, die direkt von der Bergstation starten:

Fellhorn-Gipfelwanderung

  • Dauer: ca. 15 Minuten
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Beschreibung: Ein kurzer, gut ausgebauter Weg führt direkt vom Bergstation zum Gipfel des Fellhorns (2.037 m). Unterwegs eröffnen sich beeindruckende Ausblicke auf die umliegenden Berge und farbenfrohe Blumenwiesen.

Zwei-Länder-Rundwanderweg

  • Dauer: ca. 2 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Beschreibung: Dieser abwechslungsreiche Rundweg verbindet Deutschland und Österreich. Er führt durch blühende Wiesen, entlang klarer Bäche und bietet atemberaubende Panoramablicke auf die Allgäuer Alpen.

Wanderung über den Fellhorngrat

  • Dauer: ca. 5 - 6 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: schwer
  • Beschreibung: Eine anspruchsvolle Gratwanderung vom Fellhorn über den Grat zur Kanzelwand und weiter nach Söllereck. Die Tour bietet spektakuläre Ausblicke und eine vielfältige alpine Flora.

Diese Wanderungen bieten für jeden Anspruch und jede Kondition passende Möglichkeiten, die alpine Schönheit rund um die Fellhornbahn zu entdecken.

Weitere Informationen und aktueller Wegstatus

Für aktuelle Informationen zu geöffneten Wanderwegen, Liftanlagen und weiteren Details rund um die Fellhornbahn und das Wandergebiet empfehlen wir die offizielle Website der Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen: OBERSTDORF KLEINWALSERTAL Bergbahnen.

Dort finden Sie stets aktuelle Hinweise zu Wetter, Wegbedingungen und Betriebszeiten der Bahnen, damit Ihre Tourenplanung sicher und entspannt gelingt.  

Geschichte

Die erste Fellhornbahn wurde 1954 eröffnet und hat sich seitdem mehrfach modernisiert. Heute ist die moderne Gondelbahn mit großzügigen Kabinen ausgestattet, die Komfort und schnelle Beförderung gewährleisten. Die Bahn trägt wesentlich zur touristischen Entwicklung der Region bei und ist ein wichtiger Zugangspunkt für Naturliebhaber und Wintersportler.

Anreise

  • Mit dem Auto: Über die Autobahn A7 bis Ausfahrt Oy-Mittelberg, dann weiter nach Oberstdorf. Parkplätze sind am Talstationbereich vorhanden.
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bahn bis Oberstdorf, von dort Bus oder Taxi zur Fellhornbahn-Talstation.
  • Zu Fuß: Der Einstieg ist vom Ortszentrum Oberstdorf in etwa 30 Minuten erreichbar. 
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Rubihorn Allgäu – Wanderung & Klettersteig nahe Oberstdorf

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Das Rubihorn ist ein Aussichtsberg in den Allgäuer Alpen mit einer Höhe von 1.957 Metern, nahe Oberstdorf im bayerischen Allgäu. Es gehört zur Daumengruppe, liegt östlich von Oberstdorf und bildet zusammen mit dem Nebelhorn diese charakteristische Berggruppe. Bekannt ist das Rubihorn für seine auffällige rote Färbung, die dem Berg seinen Namen gibt. Der Gipfel bietet Wanderern und Kletterern beeindruckende Ausblicke auf die umliegende Bergwelt, darunter die Allgäuer Hochalpen und das Illertal.

Aufstiege und Zustiege

  • Reichenbach (Parkplatz) – Gaisalpe (880 m) – Unterer Gaisalpsee (1.508 m) – Gipfel: Diese Route dauert etwa 6,5 - 7 Stunden und erfordert Trittsicherheit sowie Schwindelfreiheit.
  • Nebelhornbahn (Mittelstation Vordere Seealpe, 1.280 m) – Roßbichel (1.465 m) – Gipfel: Hier wird ein großer Teil der Höhe mit der Bahn überwunden, dennoch sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig.
  • Rubihorn Nordwand: Eine klassische Klettertour in den Allgäuer Alpen. Die Nordwand bietet mehrere Kletterrouten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.

Historisch war das Gebiet rund um das Rubihorn von Almwirtschaft geprägt. Heute zieht der Berg mit seiner markanten Form und vielfältigen Routen zahlreiche Besucher an. Besonders beliebt ist der Aufstieg über den Rubihornsteig, ein mittelschwerer Klettersteig, der Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraussetzt.

Anreise

  • Mit dem Auto: Über die Autobahn A7 bis Ausfahrt Oy-Mittelberg, weiter über Sonthofen nach Oberstdorf. In Oberstdorf stehen Parkmöglichkeiten zur Verfügung.
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bahn bis Oberstdorf, von dort verkehren verschiedene Buslinien oder der Aufstieg kann zu Fuß begonnen werden.
  • Zu Fuß: Der Aufstieg startet meist in Oberstdorf, von wo aus gut markierte Wanderwege und Steige zum Gipfel führen. 
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Der Gaisalpbach im Allgäu - Rauschen und Tobellandschaft

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Der Gaisalpbach ist ein wilder, naturnaher Gebirgsbach im bayerischen Allgäu, der seinen Ursprung oberhalb des Unteren Gaisalpsees in den Allgäuer Alpen hat. Von dort stürzt er in zahlreichen Kaskaden durch das beeindruckende Gaisalptobel hinab Richtung Reichenbach, einem Ortsteil von Oberstdorf. Der Bach schlängelt sich durch enge Felsschluchten, vorbei an moosbedeckten Felsen, kleinen Wasserfällen und schattigen Waldpassagen – ein landschaftliches Highlight in der Region.

Sein Wasser stammt größtenteils aus dem Gaisalpsee sowie weiteren kleinen Quellen der Umgebung und wird vom Schmelz- und Regenwasser gespeist. Der Gaisalpbach prägt das Tal landschaftlich wie akustisch – sein Rauschen begleitet Wanderer auf dem Weg zur Gaisalpe und weiter hinauf zum See oder zur Nebelhornkette.

Das Gaisalptobel mit dem Bach ist besonders bei Wanderern und Naturliebhabern beliebt, aber auch geologisch interessant: Die Bacherosion hat über Jahrtausende eine eindrucksvolle Tobellandschaft geformt. Wegen seiner steilen, stellenweise ausgesetzten Wege und schmalen Stege ist der Bereich jedoch nur für trittsichere Wanderer geeignet.

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Allgäuer Alpen: Der Untere Gaisalpsee als Wanderziel

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Der Der Untere Gaisalpsee liegt auf 1.508 m Höhe nordöstlich des markanten Rubihorns (1.957 m) und ist eingebettet im Naturschutzgebiet der Allgäuer Hochalpen. Mit einer Fläche von 3,5 Hektar bietet der Hochgebirgssee eine beeindruckende Kulisse, die besonders Naturliebhaber und Wanderer begeistert. Das klare Wasser entwässert über den Gaisalpbach zur Iller und fügt sich harmonisch in die alpine Landschaft ein. 

Die Wanderung zum Unteren Gaisalpsee startet am Wanderparkplatz in Reichenbach bei Oberstdorf. Von hier aus folgt man dem gut ausgeschilderten Weg durch das malerische Gaisalptobel, das mit seiner vielfältigen Flora und Fauna begeistert. Der Weg führt über die historische Gaisalpe, die bereits im Jahr 1486 als hochstiftliches Lehen erwähnt wurde und im 19. Jahrhundert durch den aufkommenden Fremdenverkehr an Bedeutung gewann. 

Unterwegs eröffnen sich immer wieder herrliche Ausblicke auf die umliegenden Gipfel und das Naturschutzgebiet, das durch seine unberührte Natur besticht. Die Route ist gut begehbar und bietet sowohl erfahrenen Wanderern als auch Einsteigern ein lohnendes Ziel. Am See angekommen, lädt die ruhige Atmosphäre zum Verweilen und Genießen ein. 

Der Untere Gaisalpsee ist somit ein perfektes Ausflugsziel für alle, die die Schönheit der Allgäuer Alpen entdecken und dabei sicher und entspannt unterwegs sein möchten. Die Kombination aus beeindruckender Natur, historischer Bedeutung und gut zugänglichen Wegen macht diese Wanderung zu einem besonderen Erlebnis. 

Anreise zum Unteren Gaisalpsee – Startpunkt Reichenbach bei Oberstdorf 

Der ideale Ausgangspunkt für die Wanderung zum Unteren Gaisalpsee ist der Ortsteil Reichenbach bei Oberstdorf im Allgäu. 

Anfahrt mit dem Auto: Ob von Süden oder Norden – über die Bundesstraße B19 erreichen Sie Sonthofen. Dort folgen Sie der Beschilderung Richtung Oberstdorf. Kurz vor Oberstdorf nehmen Sie die Abfahrt nach Reichenbach. Im Ortsteil stehen Parkplätze zur Verfügung, vor allem am Wanderparkplatz Gaisalpe, der gut erreichbar ist. 

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Von Oberstdorf aus bringt Sie die Buslinie 44 oder 42 bequem nach Reichenbach. Von dort sind es etwa 3 bis 4 Kilometer zu Fuß über die Gaisalpe bis zum Unteren Gaisalpsee. 

Der Wanderweg führt durch das idyllische Gaisalptobel, vorbei an der bewirtschafteten Gaisalpe, bevor Sie den malerischen Bergsee erreichen. Die Route ist gut ausgeschildert und zählt zu den beliebtesten Touren im Allgäu – ideal für alle, die Natur und Bergidylle genießen möchten.  liegt auf 1.508 m Höhe nordöstlich des markanten Rubihorns (1.957 m) und ist eingebettet im Naturschutzgebiet der Allgäuer Hochalpen. Mit einer Fläche von 3,5 Hektar bietet der Hochgebirgssee eine beeindruckende Kulisse, die besonders Naturliebhaber und Wanderer begeistert. Das klare Wasser entwässert über den Gaisalpbach zur Iller und fügt sich harmonisch in die alpine Landschaft ein.

Die Wanderung zum Unteren Gaisalpsee startet am Wanderparkplatz in Reichenbach bei Oberstdorf. Von hier aus folgt man dem gut ausgeschilderten Weg durch das malerische Gaisalptobel, das mit seiner vielfältigen Flora und Fauna begeistert. Der Weg führt über die historische Gaisalpe, die bereits im Jahr 1486 als hochstiftliches Lehen erwähnt wurde und im 19. Jahrhundert durch den aufkommenden Fremdenverkehr an Bedeutung gewann.

Unterwegs eröffnen sich immer wieder herrliche Ausblicke auf die umliegenden Gipfel und das Naturschutzgebiet, das durch seine unberührte Natur besticht. Die Route ist gut begehbar und bietet sowohl erfahrenen Wanderern als auch Einsteigern ein lohnendes Ziel. Am See angekommen, lädt die ruhige Atmosphäre zum Verweilen und Genießen ein.

Der Untere Gaisalpsee ist somit ein perfektes Ausflugsziel für alle, die die Schönheit der Allgäuer Alpen entdecken und dabei sicher und entspannt unterwegs sein möchten. Die Kombination aus beeindruckender Natur, historischer Bedeutung und gut zugänglichen Wegen macht diese Wanderung zu einem besonderen Erlebnis.

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Schloss Neuschwanstein: Märchenschloss in Bayerischen Alpen

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Hoch über dem idyllischen Hohenschwangau, eingebettet in die majestätischen Alpen, erhebt sich Schloss Neuschwanstein – ein Symbol für Romantik, Kunst und die Sehnsucht nach vergangener Zeit. Dieses märchenhafte Schloss zieht jährlich über 1,7 Millionen Besucher an und wurde 2025 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Es gilt als eines der bekanntesten Schlösser Deutschlands

Geschichte: Ein König und sein Traum 

Die Geschichte von Schloss Neuschwanstein beginnt mit König Ludwig II. von Bayern, der 1868 den Bau eines Schlosses in Auftrag gab, das seine Liebe zur mittelalterlichen Kultur und zu den Opern Richard Wagners widerspiegeln sollte. 

Der Bau des Schlosses begann 1869, inspiriert von Wagners Opern wie Lohengrin und Tristan und Isolde. Es sollte ein Ort sein, der die Ideale des Mittelalters verkörpert. Trotz des unvollendeten Baus, da Ludwig 1886 unter mysteriösen Umständen starb, beeindruckt das Schloss heute mit seiner Architektur und den kunstvollen Details. 

Lage: Ein Ort der Träume 

Schloss Neuschwanstein befindet sich in Schwangau, südlich von Füssen im Allgäu, Bayern. Hoch über dem Alpsee gelegen, eröffnet sich ein atemberaubender Blick auf die umliegenden Berge und Wälder. Die malerische Umgebung macht das Schloss zu einem Magneten für Fotografen, Wanderer und Geschichtsinteressierte

Wandertipp: Die Drei-Schlösser-Runde im Allgäu – Natur und Geschichte rund um Füssen 

Man folgt den Pfaden durch das Herz des Allgäus und entdeckt auf der Drei-Schlösser-Runde Füssen eine perfekte Verbindung aus Natur und Geschichte. Diese Rundwanderung führt zu den legendären Schlössern Neuschwanstein, Hohenschwangau und Schloss Falkenstein. Wer hier unterwegs ist, spürt die Magie vergangener Zeiten zwischen duftenden Wäldern, sanften Hügeln und glitzernden Seen. 

Tourbeschreibung 

Man startet in Füssen und wandert entlang gut ausgeschilderter Wege. Mal führt der Pfad durch dichte Wälder, mal öffnet sich das Tal zu weiten Ausblicken auf die Bayerischen Alpen und den Alpsee. Die Strecke ist abwechslungsreich: befestigte Wege wechseln sich mit naturbelassenen Abschnitten ab, die das Herz jedes Wanderers höherschlagen lassen. 

Highlights der Wanderung 

  • Schloss Neuschwanstein: Ein Märchenschloss wie aus einer anderen Welt. Die Türme und Zinnen, die König Ludwig II. errichten ließ, ziehen Besucher in ihren Bann. 

  • Schloss Hohenschwangau: Die Sommerresidenz der bayerischen Könige beeindruckt mit neugotischer Architektur und kunstvoll gestalteten Innenräumen. 

  • Schloss Falkenstein: Abseits gelegen, vermittelt die Burgruine mittelalterliches Flair und eine friedliche, fast mystische Atmosphäre. 

Praktische Tipps 

  • Dauer: Rund 15 Kilometer, etwa 4 bis 5 Stunden je nach Tempo und Pausen. 

  • Schwierigkeitsgrad: Mittel, für geübte Wanderer und Familien mit älteren Kindern geeignet. 

  • Ausrüstung: Festes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung und ausreichend Wasser sind ein Muss. 

  • Anreise: Füssen ist gut mit dem Zug erreichbar, Parkplätze stehen in der Stadt zur Verfügung. 

  • Einkehr: Zahlreiche Gasthäuser und Cafés entlang der Route laden zu einer erholsamen Pause ein. 

Man verlässt die Drei-Schlösser-Runde mit der Erinnerung an imposante Schlösser, sanfte Allgäuer Hügel und glitzernde Seen. Geschichte, Kultur und Natur verschmelzen hier zu einem unvergesslichen Erlebnis. Ob man die prächtigen Schlösser bewundert oder einfach die Landschaft genießt – diese Wanderung bleibt lange im Gedächtnis. 

Anreise: Wege zum Schloss 

Mit dem Auto 

Von München aus führt die Route über die A7 Richtung Füssen, anschließend über die B17 nach Schwangau und Hohenschwangau. Die direkte Auffahrt zum Schloss ist nicht gestattet; Parkmöglichkeiten bestehen in Hohenschwangau. 

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln 

Züge vom Münchener Hauptbahnhof bringen nach Füssen. Dort stehen die Buslinien 73 und 78 zur Haltestelle „Hohenschwangau Schloss“ bereit. Ab der Haltestelle gelangt man zu Fuß, per Shuttlebus oder Pferdekutsche zum Schloss. 

Sehenswertes im Schloss 

Obwohl Schloss Neuschwanstein nie vollständig fertiggestellt wurde, vermittelt es beeindruckende Einblicke in die Visionen Ludwigs II.: 

  • Thronsaal: Ein prachtvoller Raum in byzantinischem Stil, der das Zentrum des Schlosses bildet. 

  • Sängerhalle: Festsaal im Stil mittelalterlicher Ritterhallen, geschmückt mit Wandgemälden aus Wagners Opern. 

  • Königszimmer: Privater Rückzugsraum des Königs mit kunstvollen Möbeln und Wandmalereien. 

  • Balkone und Türme: Spektakuläre Aussichten auf den Alpsee und die Bayerischen Alpen. 

Historische Bedeutung 

Nach Ludwigs Tod 1886 wurde das Schloss für die Öffentlichkeit zugänglich. Es entwickelte sich rasch zu einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands, überstand beide Weltkriege nahezu unbeschadet und diente als Lager für Kunstschätze, die vor Kriegsschäden geschützt werden sollten. 

UNESCO-Welterbe 

2025 wurde Schloss Neuschwanstein gemeinsam mit Schloss Linderhof, dem Königshaus am Schachen und Schloss Herrenchiemsee in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Die Auszeichnung würdigt die herausragende Architektur und die kulturelle Bedeutung dieser königlichen Bauwerke. 

Tipps für den Besuch 

  • Tickets: Führungen nur mit Online-Reservierung, da die Plätze begrenzt sind. 

  • Beste Besuchszeit: Mai bis Oktober bietet die optimale Jahreszeit für Panoramablicke; im Winter kann Schnee den Zugang erschweren. 

  • Wandern: Zahlreiche Wanderwege rund um das Schloss eröffnen spektakuläre Aussichten auf den Alpsee und die Alpen. 

Fazit 

Schloss Neuschwanstein ist mehr als ein Bauwerk – es ist ein Märchen aus Stein, eine Vision eines Königs, eingebettet in die eindrucksvolle Landschaft der Bayerischen Alpen. Der Besuch eröffnet Einblicke in eine andere Zeit und verbindet Geschichte, Architektur und Natur zu einem unvergesslichen Erlebnis. 

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Schloss Hohenschwangau: Historisches Märchenschloss in den Alpen

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Man steigt die sanften Hügel des Allgäus hinauf, und plötzlich liegt es vor einem: Schloss Hohenschwangau, hoch über dem glitzernden Alpsee. Die Mauern scheinen Geschichten zu flüstern, von Prinzen und Königen, von Sommerfrische und festlicher Pracht. Hier verschmelzen Natur, Geschichte und Architektur zu einer Einheit, die man nicht vergisst. Das neugotische Schloss, im 19. Jahrhundert aufwendig restauriert, war einst Sommerresidenz der bayerischen Königsfamilie – und heute ein kulturelles Kleinod, das Besucher in seinen Bann zieht. 

Die Drei-Schlösser-Runde im Allgäu – Natur, Geschichte und Wanderlust 

Wer gerne wandert, lässt die Seele auf der Drei-Schlösser-Runde Füssen baumeln. Man folgt den Wegen durch Wälder, über Hügel und entlang stiller Täler, während sich majestätische Ausblicke auf die Bayerischen Alpen und den Alpsee eröffnen. Diese Wanderung verbindet die imposanten Schlösser Neuschwanstein, Hohenschwangau und Falkenstein mit den stillen Schönheiten der Allgäuer Natur. 

Tourbeschreibung 

Man startet in Füssen, tritt auf gut ausgeschilderte Wanderwege und verliert sich zwischen dichten Wäldern und sanften Hügeln. Die Route führt über befestigte Pfade und naturbelassene Abschnitte, die immer wieder atemberaubende Panoramen auf die Schlösser und Seen freigeben. 

Highlights der Wanderung 

  • Schloss Neuschwanstein: Das weltberühmte Märchenschloss, ein Traum aus Türmen und Zinnen, der König Ludwig II. zu verdanken ist. 

  • Schloss Hohenschwangau: Die ehemalige Sommerresidenz der bayerischen Könige, prunkvoll neugotisch, mit liebevoll gestalteten Innenräumen. 

  • Schloss Falkenstein: Eine abgelegene Burgruine, die mittelalterliche Geschichte spürbar macht – still und geheimnisvoll. 

Praktische Tipps für Wanderer 

  • Distanz & Dauer: Rund 15 Kilometer, 4–5 Stunden je nach Tempo und Pausen. 

  • Schwierigkeitsgrad: Mittel, geeignet für Familien mit älteren Kindern und geübte Wanderer. 

  • Ausrüstung: Festes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung und genügend Wasser sind ein Muss. 

  • Anreise: Füssen ist gut mit dem Zug erreichbar; Parkplätze sind vor Ort vorhanden. 

  • Einkehrmöglichkeiten: Gasthäuser und Cafés entlang der Route laden zu Pausen ein. 

Geschichte von Schloss Hohenschwangau 

Man kann sich vorstellen, wie die Burg Schwanstein im 12. Jahrhundert hier thronte, im Laufe der Jahrhunderte wechselnde Besitzer hatte und im 16. Jahrhundert von den Rittern von Schwangau erworben wurde. Schäden aus den Napoleonischen Kriegen ließen sie verfallen, bis der bayerische Kronprinz Maximilian 1832 die Ruine kaufte und von 1832 bis 1836 im neugotischen Stil restaurieren ließ. 

Unter Architekt Domenico Quaglio entstand ein Schloss, das das Mittelalter romantisch idealisierte. Man spürt den Geist des jungen Ludwig II., der hier aufwuchs. Seine Kindheit im Schloss, umgeben von prächtigen Wandmalereien und idyllischer Natur, inspirierte ihn später zum Bau von Schloss Neuschwanstein

Nach dem Tod Maximilians II. 1864 blieb das Schloss königlicher Wohnsitz. Ludwig II. veränderte sein Schlafzimmer: eine Felsengruppe mit Wasserfall, ein künstlicher Regenbogen und ein Nachthimmel aus Spiegeln – kleine Wunder seiner Vorstellungskraft. Nach seinem Tod 1886 wurde das Zimmer wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt. Seit 1923 gehört das Schloss dem Wittelsbacher Ausgleichsfonds und dient als Museum, wobei Mitglieder der Familie Wittelsbach gelegentlich Aufenthalte genießen. 

Lage und Umgebung von Schloss Hohenschwangau 

Man findet das Schloss im Ortsteil Hohenschwangau, südlich von Füssen, zwischen den funkelnden Seen Alpsee und Schwansee, eingerahmt von den Gipfeln des Säuling-Massivs. Die Umgebung lädt zu Spaziergängen ein, durch dichte Wälder und entlang klarer Seen. 

Nur einen Steinwurf entfernt liegt das Museum der Bayerischen Könige, das tief in die Geschichte der bayerischen Monarchie eintauchen lässt. Vom Pindarplatz eröffnet sich ein Panorama, das Schloss und Alpenlandschaft in ein magisches Licht taucht. 

Anreise nach Schloss Hohenschwangau 

Mit dem Auto: Von München über die A7 Richtung Füssen, weiter auf der B17 nach Schwangau, dann rechts ab Richtung Schloss. Parkplätze vor Ort. 

Mit dem Zug: Bayerische Oberlandbahn (BOB) bis Füssen, Buslinien 73 und 78 bringen einen zur Haltestelle „Hohenschwangau Schloss“. 

Zu Fuß: Vom Ticket Center Hohenschwangau sind es 20–30 Minuten bis zum Schloss – schon der Weg eröffnet erste atemberaubende Ausblicke. 

Sehenswürdigkeiten im Schloss Hohenschwangau 

Man durchschreitet Räume, in denen Geschichte lebendig wird: 

  • Das Schlafzimmer von Ludwig II.: Ein Hauch königlicher Fantasie spürbar. 

  • Wandmalereien: Rittergeschichten und mittelalterliche Szenen schmücken die Wände. 

  • Rittersaal: Hier wird die Bedeutung des Rittertums in der bayerischen Geschichte greifbar. 

Jedes Zimmer erzählt Geschichten der bayerischen Königsfamilie, lässt Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen. 

Fazit 

Man verlässt Schloss Hohenschwangau mit dem Gefühl, Geschichte zu berühren. Architektur, Natur und königliche Eleganz verschmelzen hier zu einem Erlebnis, das sich tief ins Gedächtnis einprägt. Ob man die Räume besichtigt oder um die umliegenden Seen spaziert – jeder Schritt ist ein Schritt in die märchenhafte Welt der bayerischen Monarchie. 

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Alpsee bei Füssen: Wandern, Baden & Drei-Schlösser-Runde

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Man steht am Ufer des Alpsees bei Füssen, wo das glasklare Wasser sanft in der Sonne glitzert. Eingebettet in eine sanfte, bewaldete Berglandschaft liegt der See auf 814 Metern Höhe, direkt am Fuß des majestätischen Säuling. Mit einer Fläche von 88 Hektar und einem Umfang von 4,7 Kilometern zieht der Alpsee Allgäu Besucher aus aller Welt an – nicht zuletzt wegen der Nähe zu den berühmten Königsschlössern Hohenschwangau und Neuschwanstein

Die Natur und Geschichte des Alpsees 

Man wandert entlang des Alpsee Rundwegs und entdeckt die Geschichte dieses faszinierenden Gewässers. Erstmals 1523 als „Albsee“ erwähnt, leitet sich der Name vom althochdeutschen Wort alba für „hochgelegener Weideplatz“ ab. Seine Hohlform entstand durch die Auslaugung der „Raiblergipse“. Unterirdische Quellen speisen den See und verbinden ihn mit dem benachbarten Schwansee, nur wenige hundert Meter entfernt. 

Umgeben von eiszeitlich geformten Waldbergen wie dem Schwarzenberg und dem Kitzberg, bietet der Alpsee Landschaften, die sowohl Ruhe als auch Abenteuer versprechen. Als einer der saubersten Seen Deutschlands lädt er im Sommer zum Baden ein – das Alpseebad am Südufer öffnet von Mai bis Oktober seine Tore. Wer das Wasser lieber erkundet, leiht sich ein Ruder- oder Tretboot am Bootshaus aus. Im Winter verwandelt sich der See bei Frost in eine glitzernde Eisfläche zum Schlittschuhlaufen. 

Alpsee Rundwanderweg – Naturerlebnis für die ganze Familie 

Man folgt dem etwa 5,2 Kilometer langen Alpsee Rundweg, der in rund 1,5 Stunden einmal idyllisch um den See führt. Der Weg ist leicht begehbar, ideal für Familien und Wanderfreunde, die die Ruhe der Natur genießen möchten. Zahlreiche Sitzbänke laden zum Verweilen ein und bieten immer wieder herrliche Ausblicke auf den klaren See und die malerischen Königsschlösser Füssen

Der Rundweg ist zwar nicht kinderwagentauglich, doch seine sanften Pfade und die abwechslungsreiche Landschaft machen ihn zu einem beliebten Ausflugsziel. Zum Abschluss lockt ein erfrischendes Bad im Alpseebad oder eine entspannte Bootsfahrt über das stille Wasser des Alpsees. 

Kultur und Aussicht – Museum und Pindarplatz 

Direkt am Alpsee liegt das Museum der Bayerischen Könige, das spannende Einblicke in die Geschichte der bayerischen Monarchie bietet. Nur wenige Schritte entfernt erhebt sich der Pindarplatz, ein Felsvorsprung mit atemberaubendem Panorama über den See und die umliegenden Berge – ein perfekter Ort für einen Moment der Stille und des Staunens. 

Wandertipp: Die Drei-Schlösser-Runde im Allgäu 

Man folgt den Pfaden durch das Herz des Allgäus und entdeckt auf der Drei-Schlösser-Runde Füssen eine perfekte Verbindung aus Natur, Wandern und Geschichte. Diese Rundwanderung führt zu den legendären Schlössern Neuschwanstein, Hohenschwangau und Schloss Falkenstein. Wer hier unterwegs ist, spürt die Magie vergangener Zeiten zwischen duftenden Wäldern, sanften Hügeln und glitzernden Seen. 

Tourbeschreibung 

Man startet in Füssen und wandert entlang gut ausgeschilderter Wege. Mal führt der Pfad durch dichte Wälder, mal öffnet sich das Tal zu weiten Ausblicken auf die Bayerischen Alpen und den Alpsee. Die Strecke ist abwechslungsreich: befestigte Wege wechseln sich mit naturbelassenen Abschnitten ab, die das Herz jedes Wanderers höherschlagen lassen. 

Highlights der Wanderung 

  • Schloss Neuschwanstein: Ein Märchenschloss wie aus einer anderen Welt. Die Türme und Zinnen, die König Ludwig II. errichten ließ, ziehen Besucher in ihren Bann. 

  • Schloss Hohenschwangau: Die Sommerresidenz der bayerischen Könige beeindruckt mit neugotischer Architektur und kunstvoll gestalteten Innenräumen. 

  • Schloss Falkenstein: Abseits gelegen, vermittelt die Burgruine mittelalterliches Flair und eine friedliche, fast mystische Atmosphäre. 

Praktische Tipps 

  • Dauer: Rund 15 Kilometer, etwa 4–5 Stunden je nach Tempo und Pausen. 

  • Schwierigkeitsgrad: Mittel, geeignet für geübte Wanderer und Familien mit älteren Kindern. 

  • Ausrüstung: Festes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung und ausreichend Wasser sind ein Muss. 

  • Anreise: Füssen ist gut mit dem Zug erreichbar, Parkplätze stehen in der Stadt zur Verfügung. 

  • Einkehr: Zahlreiche Gasthäuser und Cafés entlang der Route laden zu einer erholsamen Pause ein. 

Anreise zum Alpsee bei Füssen – Bequem und unkompliziert 

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: 
Von Füssen aus erreicht man den Alpsee bequem mit dem Bus. Die Linie fährt bis zur Haltestelle „Hohenschwangau“ – von dort sind es nur wenige Gehminuten bis zum See und den umliegenden Sehenswürdigkeiten. Fahrpläne auf www.bahn.de 

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Nebelhorn Allgäu – Panorama-Gipfel mit Blick auf 400 Berge

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Man steht oben, spürt den Wind und merkt schnell: Das hier ist mehr als nur ein Gipfel. Das Nebelhorn in den Allgäuer Alpen erhebt sich auf 2.224 Metern über dem Alltag und öffnet einen Blick, der fast unwirklich wirkt. Über 400 Gipfel liegen ausgebreitet vor den Augen – Deutschland, Österreich und die Schweiz scheinen ineinanderzufließen. Tief unten wirkt Oberstdorf wie ein Modell aus einer anderen Welt. 

Viele Berge versprechen Aussicht. Doch kaum einer hält dieses Versprechen so kompromisslos wie das Nebelhorn. Bei klarer Sicht reicht der Blick vom Säntis über die Berner Alpen mit Eiger, Mönch und Jungfrau bis hin zu den Dolomiten – und an ganz besonderen Tagen sogar bis zum Bodensee. 

Lage & Charakter – zwischen Kalk und Flysch 

Man befindet sich hier auf einem Nebengipfel des Westlichen Wengenkopfs in der Daumengruppe. Geologisch erzählt der Berg seine eigene Geschichte: Oben prägt Hauptdolomit der Nördlichen Kalkalpen das Bild, darunter folgen weichere Flyschschichten. Diese Mischung verleiht dem Nebelhorn im Allgäu seine markante Form – schroff, aber nicht abweisend. 

Der Bergrücken zieht sich vom Geißfuß über die Wengenköpfe bis zum Großen und Kleinen Daumen. Alles wirkt offen, weit, fast grenzenlos. 

Aufstieg oder Seilbahn – zwei Wege nach oben 

Man kann sich den Gipfel erarbeiten oder bequem erreichen. Die Nebelhornbahn bringt einen in zwei Sektionen von Oberstdorf hinauf bis ganz nach oben. Von der Seealpe zur Station Höfatsblick und weiter zur Gipfelstation dauert die Fahrt keine halbe Stunde – genug Zeit, um zuzusehen, wie das Tal immer kleiner wird. 

Oben angekommen, überrascht kein uriges Holzhaus, sondern ein modernes Gebäude mit Restaurant und geschützter Sonnenterrasse. Man sitzt windgeschützt, trinkt einen Kaffee und schaut hinaus in die Weite – Luxus, der hier oben durchaus seinen Platz hat. 

Hindelanger Klettersteig – Gratwanderung mit Respekt 

Direkt vom Gipfelbereich startet der Hindelanger Klettersteig, einer der bekanntesten Klettersteige im Allgäu. Er führt über den Westgrat des Westlichen Wengenkopfs, über den Großen Daumen bis Richtung Breitenberg. Ausgebaut wurde er von der Sektion Allgäu-Immenstadt des Deutscher Alpenverein. 

Man bewegt sich hier im Bereich B/C, teils ungesichert, mit großer Länge und enormer Ausgesetztheit. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und vollständige Ausrüstung sind Pflicht. Wer sich darauf einlässt, erlebt eine der eindrucksvollsten Gratüberschreitungen der Allgäuer Alpen. 

Edmund-Probst-Haus – Geschichte am Berg 

Unterhalb des Gipfelaufschwungs liegt das Edmund-Probst-Haus, benannt nach einem frühen Alpenvereinsvorsitzenden. Seit 1890 steht die Hütte in lawinensicherer Lage und ist Sommer wie Winter bewirtschaftet. Man kehrt hier ein, wärmt sich, hört Geschichten – und spürt, dass dieser Berg schon lange Menschen anzieht. 

Barrierefreiheit – Panorama für alle 

Das Nebelhorn ist einer der wenigen Hochalpengipfel, die konsequent auf Barrierefreiheit setzen. An der Station Höfatsblick und an der Gipfelstation gibt es barrierefreie Restaurants, Panoramawege und sanitäre Anlagen. Auch der Nordwandsteig ist rollstuhltaugig. So wird das Panorama der Allgäuer Alpen für viele Menschen erlebbar. 

Beste Zeit & klare Sicht 

Man lernt schnell: Der Name ist Programm. Nebel gehört dazu. Die besten Chancen auf Fernsicht bieten Herbst und Winter, besonders nach Kaltfronten. Früh morgens ist die Luft oft klarer als am Nachmittag. Im Sommer kann Dunst die Fernsicht begrenzen – beeindruckend bleibt sie trotzdem. 

Warme Kleidung gehört immer ins Gepäck. Wind, UV-Strahlung und Temperaturschwankungen darf man nicht unterschätzen. 

Oft wird das Nebelhorn unterschätzt  

Es ist nicht der höchste Berg, nicht der berühmteste, nicht der fotogenste. Und vielleicht liegt genau darin seine Stärke. Das Nebelhorn braucht keine Superlative – es überzeugt durch Offenheit, Weite und eine Aussicht, die ihresgleichen sucht. 

Man fährt wieder hinunter, mit müden Beinen oder entspannt von der Seilbahn. Doch der Blick von oben bleibt. Und mit ihm das Gefühl, einen der besten Aussichtsberge der Alpen erlebt zu haben.

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Fischen im Allgäu – Heilklimatischer Kurort & Naturidylle

Allgäuer Alpen
, Zentralalpen Deutschland , Deutschland
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Man fährt durch das obere Illertal, spürt den Duft der Wiesen und das leise Murmeln der Iller, und plötzlich liegt er da: der heilklimatische Kurort Fischen im Allgäu, eingebettet zwischen Allgäuer Alpen und sanften Hügeln. Hier offenbart sich das Allgäu von seiner schönsten Seite – ein Ort, an dem Panoramagenießer und Naturliebhaber gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. 

Die Gemeinde, amtlich Fischen i.Allgäu, liegt nur 5,5 Kilometer nördlich von Oberstdorf, und doch scheint sie wie eine eigene Welt, in der die Zeit langsamer vergeht. Zwischen sonnigen Hanglagen, schmalen Tobeln und stillen Uferwegen spürt man, wie Natur und Dorfleben harmonisch ineinanderfließen. 

Geografische Lage – Bergflüsse, Täler und Hörnerdörfer 

Man wandert am Fluss entlang: Hier vereinen sich Breitach, Trettach und Stillach, um gemeinsam die Iller zu bilden – ein kraftvoller Gebirgsfluss, der sein Wasser nach Ulm in die Donau trägt. Die Iller bei Fischen zieht weite Blickachsen, gesäumt von Gras- und Waldbergen. 

Die Gemeinde Fischen besteht aus zwölf Ortsteilen und Weiler: Au, Berg, Burgegg, Hof, Höldersberg, Jägersberg, Kreben, Langenwang, Maderhalm, Oberthalhofen, Unterthalhofen und Weiler. Jeder Ortsteil hat seinen eigenen Charakter, aber alle teilen die Ruhe und Schönheit des oberen Illertals

Dorfkern & Kultur – Kirche, Wallfahrtskapelle und Heimathaus 

Das Herz des Ortes bildet die Pfarrkirche Sankt Verena, deren spätgotischer Turm weit in den Himmel ragt. Daneben steht die Wallfahrtskapelle Unser Lieben Frau von den sieben Schmerzen, ein Kunstjuwel mit besonderer Atmosphäre. Nicht weit entfernt befindet sich das Heimathaus samt FIS-Skimuseum, das Einblicke in die regionale Kultur, Tradition und den Wintersport bietet. 

Man setzt sich auf einen Platz im Dorf, hört Musik aus dem Pavillon oder dem Kurhaus Fiskina, und spürt die Verbindung von Tradition und Moderne. Kurze Wege, gepflegte Plätze und ein lebendiges Vereinswesen machen das Dorf charmant und lebendig. 

Heilklimatischer Kurort – Natur und Gesundheit 

Man atmet tief ein: die Luft von Fischen ist heilklimatisch, klar und frisch. Spazierwege entlang der Iller, der Auwaldsee als ruhige Naturoase, Kurpark und Kneippgarten laden zum Verweilen ein. Seit 2002 ist Fischen als heilklimatischer Kurort „Premium Class“ anerkannt – ein Qualitätsmerkmal für Gesundheit, Erholung und Wohlbefinden. 

Ob Sommer oder Winter, der Ort bietet aktive Bewegung an der frischen Luft: Loipen im Winter, kleine ortsnahe Skihänge, im Sommer über 200 km gepflegte Wander- und Bergwege in die Hörnergruppe

Bergpanorama & Wanderungen – Hörnergruppe und Oberstdorf 

Von Fischen aus öffnet sich das Panorama der Allgäuer Alpen: die Hörnergruppe im Nordwesten, die Daumengruppe östlich, die Gipfel schimmern im Licht, während man über sanfte Höhenrücken wandert. Der Blick reicht zu den Gras- und Waldbergen des Oberallgäus, bis hin zu Oberstdorf, und bei klarer Sicht sogar zu den Schweizer Alpen und dem Bodensee. 

Man folgt stillromantischen Genusswegen entlang der Iller, durch Auwälder, über Wiesen und Hügelplateaus – teilweise barrierefrei. Ein perfekter Ort, um Natur, Bewegung und Entspannung miteinander zu verbinden. 

Familienfreundlichkeit & Infrastruktur 

Fischen im Allgäu ist familienfreundlich: Drei Spielplätze in Fischen, Au und Langenwang, Erlebnis- und Familienbad für warme Tage, ortsnahe Loipen für Winterspaß. Die Gastronomie reicht von Cafés bis zu Gasthöfen, Eisdielen laden zum Bummeln ein. Wer möchte, kann sich in Ferienwohnungen, Pensionen, Hotels oder auf dem Bauernhof einquartieren – Wohnmobile sind willkommen. 

Wege sind kurz, der Bahnhof an der Illertalstrecke, die B19 als Talachse und Linienbusse erleichtern die Erreichbarkeit. Wer nach Oberstdorf oder ins Kleinwalsertal will, ist in wenigen Minuten da. 

Fazit – Fischen als perfekter Ausgangspunkt 

Man verlässt Fischen mit dem Gefühl, einen Ort erlebt zu haben, der Natur, Bergpanorama und heilklimatische Erholung perfekt kombiniert. Ein Dorf, in dem kurze Wege, klare Luft und die majestätische Bergkulisse der Allgäuer Alpen zusammenkommen. Ob Wandern, Skifahren, Familienurlaub oder stille Genusswege – Fischen im Allgäu bietet Ruhe, Bewegung und Erlebnis zugleich.

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Breitachklamm Oberstdorf – Deutschlands tiefste Felsenschlucht

Allgäuer Alpen
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Betritt man die Schlucht umfängt einen sofort die rohe Kraft der Natur. Das rauschende Wasser der Breitach donnert über Felsbänke, gurgelt durch tiefe Gumpen, spritzt als feiner Nebel gegen die Felsen und fängt das Licht in funkelnden Tropfen ein. Über 2,5 Kilometer und bis zu 150 Meter tief hat sich die Breitachklamm bei Oberstdorf in das harte Gestein gefräst und ist damit die tiefste Felsenschlucht Mitteleuropas – ein Erlebnis, das einem den Atem raubt. 

Schon die alten Namen zeugen von ihrer Macht: der Zwing, der große Zwing, ein Ort, an dem Naturgewalten spürbar sind. Sonnenstrahlen treffen auf kühle Felsen, Eiskristalle glitzern im Winter, Schneegestöber tanzt durch die engen Passagen. Licht und Schatten wechseln sich ab, immer begleitet vom ewigen Fluss der Breitach. 

Entstehung – die Kraft der Gletscher und der Breitach 

Die Breitachklamm entstand während der Gletscherschmelze am Ende der letzten Eiszeit, vor etwa 10.000 bis 15.000 Jahren. Während die Gletscher weiches Gestein abrissen, blieb das harte stehen, und die Breitach schnitt sich unaufhörlich ein. Heute arbeitet der Fluss täglich noch am Gestein – nur um einen millionsten Millimeter. 

Die Schlucht entstand am Ende eines Hängetals, in dem die Kräfte des Hauptgletschers stärker wirkten als die der Seitengletscher. So formte sich eine Klamm, wie sie extremer kaum sein könnte. Heute kann man auf gesicherten Wegen wandern und diese gewaltige Naturkraft erleben, ohne selbst in Gefahr zu geraten. 

Historische Erschließung – der Mut der Tiefenbacher 

Stellt man sich vor, wie die Menschen Anfang des 20. Jahrhunderts hier standen, beeindruckt und eingeschüchtert zugleich. 1904 öffneten mutige Bewohner Tiefenbachs den Wanderweg durch die Klamm, angeführt vom Pfarrer Johannes Schiebel. Seit 1905 ist die Breitachklamm erschlossen – ein Meisterwerk menschlicher Beharrlichkeit, das den Respekt vor der Natur nicht mindert. 

Die Klamm beeindruckt mit senkrechten und überhängenden Wänden, an manchen Stellen fast hundert Meter hoch. Moose und Farne kleben an den feuchten Felsen, vereinzelte Fichten trotzen mutig der Schwerkraft. Jeder Schritt, jeder Blick ist ein Abenteuer. 

Naturwunder 2025 – Auszeichnung und Faszination 

Die Breitachklamm wurde 2025 zum Naturwunder des Jahres gewählt. Menschen stimmten in einer Aktion der Heinz Sielmann Stiftung und des Deutschen Wanderverbands ab – und die Klamm setzte sich gegen acht weitere Naturschönheiten durch. Wer hier wandert, versteht sofort, warum: Es ist ein Ort, an dem Wasser, Felsen und Licht eine atemberaubende Inszenierung liefern. 

Man kann die Klamm zu jeder Jahreszeit besuchen. Im Sommer erfrischt der kühle Wassernebel, im Herbst glitzern die Blätter im Sonnenlicht, und im Winter verwandeln sich Wasserfälle in glitzernde Eisvorhänge. 

Wanderwege – Rundwege und Erkundungen 

Auf den Rundwanderwegen der Breitachklamm, über den Zwingsteg und zur Alpe Dornach, wird man immer begleitet von tosenden Wassern, steilen Felsen und überraschenden Ausblicken auf die Oberstdorfer Berge. Für alle Sinne wird gesorgt: das Gurgeln des Wassers, die frische Luft, die grün schimmernden Moose und das Gefühl von Wildnis. 

Von Tiefenbach aus erreicht man den Haupteingang am Parkplatz P1, gut ausgeschildert von der B19. Alternativ fährt man bequem mit dem Bus vom Oberstdorfer Busbahnhof bis zur Klamm. Wer möchte, kann nach der Durchquerung direkt mit dem Bus zurück nach Oberstdorf fahren oder den ca. 1,5-stündigen Rundweg wählen. 

Breitachklamm im Winter – Märchen aus Eis 

Man betritt die Schlucht im Winter und ist sofort verzaubert. Glitzernde Eiszapfen, mächtige Eisvorhänge, erstarrte Wasserfälle und geheimnisvolle Höhlen verwandeln die Klamm in eine märchenhafte Winterlandschaft. Jeder Schritt knirscht im Schnee, jede Kurve eröffnet neue Perspektiven – ein Winterwandern-Erlebnis wie kein anderes. 

Fazit – das Naturerlebnis Breitachklamm 

Die Breitachklamm bei Oberstdorf ist mehr als ein Wanderziel: Sie ist ein Naturwunder, ein Abenteuer, eine Lehrstunde über die Kraft von Wasser, Eis und Zeit. Wer hier war, nimmt Erinnerungen mit, die nicht verblassen – von den tosenden Wassern über die schroffen Felsen bis hin zu den geheimnisvollen Moosen und Fichten.

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Christlessee Oberstdorf – Geheimtipp der Allgäuer Alpen

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Betritt man das Trettachtal, nimmt man den Duft von feuchtem Moos und frischem Gras wahr. Plötzlich liegt er vor einem: der Christlessee in Oberstdorf, ein kleines, verborgenes Paradies inmitten der Allgäuer Alpen. Das Wasser glitzert, blau bis grün, so klar, dass man den Grund sehen kann. Kein Wunder, dass er auch „Spiegel der Berge“ genannt wird. Selbst bei Minus 30 Grad friert der Christlessee nicht zu – eine Besonderheit, die ihn unvergleichlich macht. 

Die Karstquellen des Christlessees, direkt südlich, speisen ihn unaufhörlich mit kristallklarem Trinkwasser. Sommer wie Winter hält das Wasser eine Temperatur von vier bis sechs Grad – zu kalt zum Baden, aber perfekt, um die Natur in ihrer reinsten Form zu genießen. Die umliegenden Wiesen sind heute ein Wasserschutzgebiet, frei von Beweidung und bewohnten Häusern, nur drei nicht dauerhaft bewohnte Bauernhäuser stehen dort. 

Lage & Zugänglichkeit – verstecktes Naturjuwel 

Der See ist über das Trettachtal erreichbar, entweder über die gesperrte Fahrstraße bis zum Renksteg oder zu Fuß auf dem Wanderweg von Oberstdorf über Gruben nach Gottenried. In Gottenried angekommen, öffnet sich der Blick auf den See – eingebettet zwischen Wäldern und sanften Bergflanken. Nur 100 Meter entfernt lädt das Café Christlessee zu einer Rast ein, perfekt für eine kleine Pause mit Aussicht. 

Auf einer Höhe von 916 Metern ü. NN liegt der Gebirgssee Oberstdorf idyllisch im Südosten der Stadt, gegenüber des Weilers Gottenried. Sein Quellwasser wurde vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als Geotop von nationaler Bedeutung klassifiziert (Geotop-Nummer 780Q001). 

Wanderung ins Trettachtal – Naturgenuss pur 

Auf dem Wanderweg von der Mühlenbrücke taucht man in das facettenreiche Trettachtal ein. Sonnige Lichtungen wechseln sich ab mit schattigen Alleen, die sich im Herbst in ein wahres Farbenmeer verwandeln. Auf der Strecke passiert man idyllische Ansiedlungen wie Dietersberg und Mumme, wo sich kleine Entdeckungen am Wegesrand bieten. 

Die letzten Meter von Gottenried nach Spielmannsau führen durch dichten Wald, vorbei am Fuße des Kegelkopfes. Hier öffnet sich ein atemberaubendes Panorama auf die wilden Felsformationen der Trettach und des Kratzers. Wer mag, kann die Wanderung noch verlängern: ein Abstecher ins Traufbachtal oder ein Besuch der Alpe Oberau lohnen sich immer. 

Alpenetappe des E5 – Startpunkt für Weitwanderer 

Man kann vom Christlessee Oberstdorf die Sommerwanderung auf der Alpenetappe des europäischen Fernwanderwegs E5 beginnen. Die Route führt zu den Höhen der Allgäuer Alpen und ist für Wanderer aller Erfahrungsstufen geeignet. Hier erlebt man die Berge hautnah, während die glasklaren Wasser des Christlessees im Hintergrund glitzern. 

Die abwechslungsreiche Strecke bietet Naturmomente für alle Sinne: das Rauschen der Trettach, Vogelgesang, die Ruhe der Wälder und das Panorama der Allgäuer Bergketten. Ein Ort, an dem man bewusst durchatmen und den Alltag hinter sich lassen kann. 

Geheimtipp & Erholung – Natur pur 

Wenn man am Ufer des Sees sitzt und die Füße ins Wasser hängen lässt, kann man zusehen, wie die Sonnenstrahlen auf der Wasseroberfläche tanzen. Die Stille wird nur vom leisen Plätschern der Quellen unterbrochen. Christlessee Oberstdorf ist kein touristischer Hotspot, sondern ein Ort der Ruhe, ein verstecktes Juwel, das zu jeder Jahreszeit seine Reize zeigt. 

Ob für einen kurzen Spaziergang, eine ausgedehnte Wanderung ins Trettachtal oder als Ausgangspunkt für längere Bergtouren – der See der niemals gefriert bleibt stets ein Naturparadies in den Allgäuer Alpen

Fazit – glasklare Schönheit im Trettachtal 

Man verlässt den Christlessee, das Herz voller Ruhe, die Sinne erfüllt von klarer Bergluft, Wasser und Grün. Der See ist ein Ort der Besinnung, ein Naturjuwel der Allgäuer Alpen, eingebettet in das Trettachtal bei Oberstdorf, das man einfach erleben muss. 

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Grundbach Fischen im Allgäu – Natur, Wanderung & Angelsport

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Der Grundbach schlängelt sich sanft durch Fischen im Allgäu und prägt das Bild des heilklimatischen Kurorts. Über eine Länge von 4,9 km fließt er als linkes Nebengewässer der Iller und verbindet Natur, Freizeit und Ortsleben auf harmonische Weise. 

Entlang des Grundbachwegs öffnen sich Aussichten auf den klaren Bach, der den Kurpark berührt und Wanderer auf Teilstrecken des Rundwegs oder des Themenwegs „Wasserwege – dem Ursprung entgegen“ begleitet. Die leisen Plätschertöne vermitteln Ruhe, während die umgebenden Wiesen und Bäume die Landschaft wie einen lebendigen Rahmen umschließen. 

Freizeit und Angelsport am Grundbach 

Für Angler ist der Grundbach Fischen im Allgäu ein beliebtes Revier, besonders zum Fliegenfischen. Die klaren Wasserläufe und ruhigen Buchten machen das Gewässer ideal, um die Natur zu beobachten und die Technik des Angelsports zu genießen. 

Gleichzeitig lädt der Bach Spaziergänger und Wanderer ein, die frische Luft, die Nähe zum Wasser und das Panorama der Allgäuer Berge zu genießen. Ein Besuch am Grundbach verbindet Naturerlebnis, sportliche Aktivität und Erholung in einem. 

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Judenkirche am Ochsenberg Oberstdorf – Naturdenkmal & Aussicht

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Hoch über Oberstdorf ragt die Judenkirche am Ochsenberg empor, ein Felsbogen, der die Fantasie beflügelt und an die Ruine einer romanischen Kirche denken lässt. Die Natur hat hier ein Kunstwerk geschaffen: Kalkstein, subhorizontal gebankt, formt einen Hohlraum wie ein Chor, durch den der Blick weit über den Oberstdorfer Talkessel reicht. 

Der Name „Judenkirche“ ist ein sprachliches Rätsel. Vermutlich geht er auf ein Missverständnis zurück: „In der Kirche“ könnte fälschlich als „Judenkirche“ übersetzt worden sein. Trotz seines verwirrenden Namens ist die Judenkirche kein religiöses Bauwerk, sondern ein geologisches Naturdenkmal, das seit Juni 2007 geschützt ist. Der Felsbogen misst etwa 15 Meter in der Breite, 5 Meter in der Höhe und ist 1 bis 2 Meter dick. Der Dachbereich ist gesperrt, da Einsturzgefahr besteht. 

Ein geologisches Meisterwerk 

Die Judenkirche ist eine Naturbrücke in Form einer Einsturz-Doline. Durch den Einbruch eines Höhlendaches entstand der Hohlraum, während der obere Felsbalken erhalten blieb. Risse an der talseitigen Flanke und die nachträgliche Abtragung lockerten die Gesteinsmassen, sodass ein kathedralenartiger Raum entstand. Das Bayerische Landesamt für Umwelt klassifiziert die Formation als wertvolles Geotop (Geotop-Nummer 780A025). 

Die freigelegten Bäume am Bogen erlauben heute einen ungehinderten Ausblick auf die umliegenden Berge und Täler. Wer hier steht, spürt die Jahrtausende der Erdgeschichte unter den Füßen, die Kraft der Natur und die Ruhe der Allgäuer Alpen zugleich. 

Mystik und Geschichte 

Um die Judenkirche ranken sich Legenden. Manche erzählen, dass sich hier einst Juden vor Verfolgung versteckten. Historisch belegt ist dies nicht, doch die Geschichten verleihen dem Ort eine geheimnisvolle Aura. Seit Jahrhunderten zieht die Felsformation Wanderer, Naturfreunde und Fotografen an. Nur wenige Pfade führen hierher, was die Judenkirche zu einem echten Geheimtipp im Allgäu macht. 

Der Weg führt durch dichte Wälder und offene Wiesen, vorbei an kleinen Bächen, bis die markante Felsbrücke auftaucht. Die Aussicht über Oberstdorf, die Allgäuer Alpen und das Kleinwalsertal ist beeindruckend – ein Ort, der Natur, Geologie und Geschichte in einem Blick vereint. 

Wandern und Naturschutz 

Die Judenkirche Wanderung ist sowohl kurzweilig als auch faszinierend. Aufgrund der Einsturzgefahr bleibt der Bogen selbst gesperrt, doch die Umgebung lädt zum Staunen ein. Das Naturdenkmal verbindet Abenteuer, Geologie und Panoramen in einer unvergleichlichen Kulisse. 

Wer die Allgäuer Alpen liebt, erlebt hier ein Stück Naturgeschichte hautnah: den Felsbogen Judenkirche, das Ochsenberg-Plateau, den Blick auf Oberstdorf und die Magie eines Ortes, den die Natur selbst gestaltet hat.

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Malerwinkel bei Hinang – Aussicht & Wanderidylle im Allgäu

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Man verlässt den Parkplatz, der Wald schließt sich langsam, und mit jedem Schritt wird der Alltag leiser. Der Malerwinkel bei Hinang macht seinem Namen alle Ehre. Oben angekommen öffnet sich der Blick – weit, ruhig, fast ehrfürchtig. Man steht über Altstädten und schaut hinaus ins Oberallgäu, bis der Alpenrand bei Oberstdorf den Horizont zeichnet. 

Ein Spaziergang voller Bilder 

Man geht durch Buchenwald, hört Laub unter den Schuhen, besonders im Herbst ein leises Versprechen von Ruhe. Auf halbem Weg bleibt man stehen. Der Blick auf Altstädten entschädigt für den sanften Anstieg. Der Aussichtspunkt Malerwinkel liegt auf einer Anhöhe, lichtdurchflutet, offen – ein Platz, an dem man länger verweilt als geplant. 

Fabelhafter Ausblick über das Oberallgäu 

Man sieht Hügel, Wälder, Dächer. Das Panorama Oberallgäu wirkt wie gemalt. Kein Wunder, dass dieser Ort seit jeher inspiriert. Der Malerwinkel Aussichtspunkt bietet einen Rundumblick, der sich mit jedem Licht verändert – morgens klar, abends weich. 

Wanderwege & Trimm-Dich-Pfad 

Man folgt einem der vielen Wanderwege am Malerwinkel. Der Wald ist von Rundwegen durchzogen, geeignet für Sommer wie Winter. Wer Bewegung sucht, nutzt den Trimm-Dich-Pfad, der über einen Rundparcours zurückführt oder bis nach Altstädten reicht. Besonders schön ist die Runde von Au-Thalhofen über den Malerwinkel, zurück entlang der Iller

Aktivitäten & Erholung 

Man wandert, atmet, lässt los. Der Heilklima-Wanderweg Malerwinkel lädt zu bewussten Schritten ein, ebenso Routen, die den Hinanger Wasserfall einbeziehen. Der Ort eignet sich für Spaziergänge, leichte Wanderungen und stille Pausen. 

Anfahrt & Parken 

Man erreicht den Malerwinkel Hinang direkt vom Wanderparkplatz an der Hinanger Steige (Ortsausgang Altstädten, Kreisstraße OA4). Der Parkplatz liegt an der Verbindungsstraße zwischen Hinang und Altstädten und ist gebührenpflichtig: 2 € pro Stunde oder 6 € pro Tag, zahlbar mit Münzen oder der Parkster App. Von hier führt ein Forstweg direkt in den Wald – und in eine andere Stimmung.