Pico del Teide – mit 3.718 Metern der höchste Punkt Spaniens
Im Herzen des Parque Nacional del Teide erhebt sich der Berggigant Pico del Teide, sein kegelförmiger Gipfel ist mit 3.718 Metern der höchste Punkt Spaniens. Der Gipfelkegel des Teide, auch El Pitón oder Pan de Azúcar (dt.: Zuckerhut) genannt, hat eine Höhe von ungefähr 200 Metern. Den Abschluss bildet ein kleiner Krater mit einem Durchmesser von ca. 80 Metern.
Der Vulkan Teide gilt als nicht erloschen. Dies spürt man besonders, wenn man in der Gipfelzone des Berges an verschiedenen Stellen den schwefelhaltigen Dämpfen aus dem Inneren des Vulkans entgegentritt. Die Temperaturen in den Fumarolen (Austritt von Wasserdampf und vulkanischen Gasen) und Solfataren (Austritt von Gasen, die Schwefelwasserstoff, Kohlenstoffdioxid und Wasserdampf enthalten) sind mit etwa 86 °C extrem hoch.
Wer sich entscheidet, den Weg bis nach ganz oben zu machen, benötigt eine kostenpflichtige Genehmigung. Die Erlaubnis gilt für ein Zeitfenster von zwei Stunden. Allerdings ist es ratsam, sie frühzeitig zu reservieren.
Wer auf der Suche nach einem atemberaubenden Ausblick ohne eine strapazierende Aufwanderung ist, dem sei die Teide-Seilbahn ans Herz gelegt. In nur 8-10 Minuten gelangt man von der Talstation auf 2.356 Metern Höhe bis hinauf zur Endstation La Rambleta, welche bei 3.555 Metern Höhe liegt. Von hier aus führt der Weg Telesforo bravo weiter bis zum Gipfel des Vulkans.
Der übliche Weg zur Erwanderung des Teide führt über den Montaña Blanca. Auf dieser Tour befindet sich unterhalb des Gipfels die Berghütte Altavista (3.250 Meter). Wer in der Hütte übernachtet, kann ohne weitere Genehmigung auch den Gipfel des Teide besteigen. Beachten Sie jedoch, dass die Übernachtung vorab reserviert werden muss und die Besteigung des Gipfels bis 9 Uhr morgens abgeschlossen sein muss.
Auch im Sommer kann das Wetter in dieser Höhe wechselhaft und kühl sein; daher an warme Kleidung denken und festes Schuhwerk tragen.
TIPP: Aktuelle Informationen zu den genehmigungs- bzw. kostenpflichtigen Wanderwegen am Teide im Sunhikes Magazin:
Regeln Teide-Nationalpark: Zugangsbeschränkungen und Ausrüstungspflicht →
Informationen zu Preisen, Buchungsmöglichkeiten und Wandergebühren im Teide-Nationalpark im Sunhikes-Magazin →
Informationen zu geführten Wanderungen am Vulkan Teide findet man unter: Wandern auf Teneriffa: Eigenständig oder mit Guide?
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Pico del Teide
Brauche ich eine Genehmigung für den Gipfel des Pico del Teide?
Ja, für den Aufstieg zum Gipfelkegel des Pico del Teide (El Pitón) auf 3.718 Meter ist eine kostenlose Gipfelgenehmigung Pflicht. Diese muss vorab online über reservasparquesnacionales.es reserviert werden. Das Tageskontingent ist begrenzt – frühzeitige Buchung wird empfohlen.
Wie lange dauert die Besteigung des Pico del Teide?
Mit der Teide-Seilbahn zur Bergstation (3.555 m) und anschließend zu Fuß über den Sendero 10 beträgt die Gipfelzeit rund 30–45 Minuten. Wer komplett zu Fuß aufsteigt – z.B. über den Sendero 7 ab dem Parador – sollte 5–7 Stunden für den Gesamtaufstieg einplanen.
Wann ist die beste Jahreszeit für den Aufstieg auf den Pico del Teide?
Ideale Bedingungen herrschen in den frühen Morgenstunden bei klarem Himmel. In den Wintermonaten (Dezember bis März) ist die Fernsicht oft am besten, allerdings können Schnee und Eis den Zugang erschweren. Im Sommer empfiehlt sich ein sehr früher Start, um der Mittagshitze zu entgehen.
Ist der Pico del Teide ein aktiver Vulkan?
Ja, der Teide-Komplex gilt als aktiver Vulkan. Der letzte historische Ausbruch im Gesamtmassiv ereignete sich 1909 am Chinyero im Nordwesten des Massivs; die jüngsten Eruptionen in der Caldera selbst fanden 1798 an den Narices del Teide (Pico Viejo) statt. An den Fumarolen des Gipfelkegels steigen bis heute Wasserdampf und Schwefelgase auf. Das System wird wissenschaftlich streng überwacht.
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