Rundwanderung Colada de la Costa – auf dem historischen Küstenweg entlang der Straße von Gibraltar
Tourencharakter
Ein Weg, der mehr ist als nur eine Wanderung an der küste Andalusiens. Die Colada de la Costa führt durch die sanft geschwungene Hügellandschaft des Naturparks del Estrecho bei Tarifa, wo sich Erdgeschichte Schicht um Schicht offenbart. Kalkstein, Sandstein, Mergel und Ton erzählen mit Schichtgestein von uralten Meeresböden. Bei Ebbe offenbaren sich in der Gezeitenzone beeindruckende, vom Ozean glattgeschliffene Brandungsplattformen.
Immer wieder öffnet sich der Blick auf die Straße von Gibraltar. Hier verschmelzen Land, Meer und Himmel zu einer Landschaft von rauer, ursprünglicher Schönheit. Man wandert durch Geschichte: vorbei an den Ruinen von Francos Artillerieposten, an Bunkern, Geschütztürmen und Schützengräben, die still in der Landschaft liegen.
Auf dem historischen Viehtriebweg zwischen Tarifa und Algeciras begegnet man rostroten Rinderherden. Afrika liegt am Horizont – fast greifbar nah. Im Frühling verwandelt sich der Weg in ein leuchtendes Band aus Blütenpracht, Farben und Duft.
Höhenprofil
Routenbeschreibung
Wandern zwischen Klippen, Geschichte und Meer
Der Startpunkt der Wanderung liegt nahe Tarifa am »Observatorio de Aves Planeadoras Punta Camorro«, einem Beobachtungspunkt für Zugvögel. Schon hier schweift der Blick über die Isla de Tarifa, die Straße von Gibraltar und bis nach Afrika.
Ein schmaler Pfad führt in Serpentinen steil hinab zur Küste, wo man auf den Sendero Colada de la Costa trifft. Man macht einen Abstecher ans Wasser, betrachtet die skurril gefalteten Gesteinsschichtungen und die vom Meer geschliffenen Felsen der Gezeitenzone. Durch eine kleine Schlucht steigt man wieder hinauf; ein alter Bunker dient als perfekte Aussichtsplattform.
Man folgt dem Sendero Colada de la Costa nun oberhalb der Klippen, wo sich traumhafte Ausblicke auf die Brandungsplattformen im glitzernden Meer bieten. Tief eingeschnittene Schluchten unterbrechen den Pfad, das Land fällt steil zum Meer ab. Kurz führt der Weg landeinwärts durch die Hügel- und Weidelandschaft des Naturparks, durch enge Viehgatter und vorbei an und grasenden Rindern zwischen Artillerieruinen.
In sanftem Auf und Ab verläuft der Wanderweg durch die Landschaft des Naturparks del Estrecho. Immer wieder laden Panoramablicke entlang der Küste und auf Afrika zum Verweilen ein. Ein weiterer Abstecher führt zu spektakulären Felsformationen an den Gezeitenstränden, wo man je nach Sonnenstand schattige Rastplätze findet.
Zurück auf dem Hauptweg rückt der der Torre de Guadalmesí ins Blickfeld. Über einen Trampelpfad wechselt man auf den etwas höher gelegenen Camino de Santiago del Estrecho.
Auf dem breiten, teils grob gepflasterten Weg kehrt man schließlich zum Ausgangspunkt am »Observatorio de Aves Planeadoras Punta Camorro« zurück – begleitet vom Blick auf die Straße von Gibraltar, die Berge Afrikas und passiert einsame Landhäuser sowie einen Eukalypushain.
Hinweise + Tipps
Um die beeindruckenden Brandungsplattformen sehen zu können, sollte die Wanderung bei Ebbe unternommen werden. Es lohnt sich immer wieder, kurze Abstiege zur Küste zu machen, um die Felsformationen aus der Nähe zu betrachten. Beim Betreten der Gezeitenplattformen ist besondere Vorsicht geboten. Die Felsen sind sehr rutschig und bei einsetzender Flut können einzelne Wellen höher sein als gedacht.
Ausrüstung
Auf dem rauen Küstenpfad sollte man geeignetes Schuhwerk tragen. Auch die Felsen in der Gezeitenzone können sehr rutschig sein. Außerdem ist es wichtig, unterwegs ausreichend Wasser und Sonnenschutz mitzunehmen, da es dort keinen Schatten gibt.
Anfahrt:
Von Tarifa kommend, zweigt man von der N-340 (die zweite Straße rechts) auf eine einspurige Straße ab. Diese schlängelt sich einige Kilometer lang bergauf und bergab, bevor sie zum Parkplatz am Vogelbeobachtungspunkt führt.
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