Küstenwandern bei Tarifa: Traumrunde von Punta Paloma nach Bolonia

Parque Natural del Estrecho Andalusien Spanien
Schwierigkeit
moderat
Routentyp
Rundwanderung
Distanz
16,0 km
Höhenmeter Aufstieg
182 hm
Höhenmeter Abstieg
182 hm
höchster Punkt
63 m
niedrigster Punkt
0 m
ca. Dauer
5:30 – 6:30 h
hundefreundlich, gute Grundkondition, streckenweise weglos
Wegmarkierung
Camino de Santiago del Estrecho
Proviant, Wasser, festes Schuhwerk, Sonnenschutz
Auslastung
moderat

Tourencharakter

Küstenwandern bei Tarifa zwischen Natur & Geschichte

Eine Rundwanderung an der wilden Costa de la Luz nahe Tarifa, dort, wo Andalusien vom Atlantik geformt wird. Die knapp 16 km lange Küstenwanderung verbindet alles, was das Wandern in Südspanien so besonders macht: Wind und Weite, Sand und Fels, Stille und Bewegung.

Die Tour verläuft im Parque Natural del Estrecho zwischen Punta Paloma und Bolonia und folgt streckenweise dem historischen Hirtenpfad Vereda de la Reginosa, auch als Vía del Estrecho bekannt. 

Man wandert durch eine Region, die reich ist an Naturhighlights: die Duna de Valdevaqueros, die wilde Atlantikküste rund um Punta Paloma, die Baños de Claudia und schließlich die weitläufigen Strände von Bolonia mit der imposanten Duna de Bolonia.

Unterwegs begegnet man römische Ruinen, Bunkern aus dem Zweiten Weltkrieg und sogar Schiffswracks liegen verstreut entlang dieser eindrucksvollen Küstenlinie.

Strände wechseln sich mit felsigen Abschnitten ab, schmale Küstenpfade umgehen das Gestein. Besonders bei Ebbe offenbaren sich spektakuläre Brandungsplattformen und Meeresfelsen – ein echtes Highlight beim Küstenwandern bei Tarifa.

Höhenprofil

Kartenansicht + Höhenprofil

Tourencharakter

Küstenwandern bei Tarifa zwischen Natur & Geschichte

Eine Rundwanderung an der wilden Costa de la Luz nahe Tarifa, dort, wo Andalusien vom Atlantik geformt wird. Die knapp 16 km lange Küstenwanderung verbindet alles, was das Wandern in Südspanien so besonders macht: Wind und Weite, Sand und Fels, Stille und Bewegung.

Die Tour verläuft im Parque Natural del Estrecho zwischen Punta Paloma und Bolonia und folgt streckenweise dem historischen Hirtenpfad Vereda de la Reginosa, auch als Vía del Estrecho bekannt. 

Man wandert durch eine Region, die reich ist an Naturhighlights: die Duna de Valdevaqueros, die wilde Atlantikküste rund um Punta Paloma, die Baños de Claudia und schließlich die weitläufigen Strände von Bolonia mit der imposanten Duna de Bolonia.

Unterwegs begegnet man römische Ruinen, Bunkern aus dem Zweiten Weltkrieg und sogar Schiffswracks liegen verstreut entlang dieser eindrucksvollen Küstenlinie.

Strände wechseln sich mit felsigen Abschnitten ab, schmale Küstenpfade umgehen das Gestein. Besonders bei Ebbe offenbaren sich spektakuläre Brandungsplattformen und Meeresfelsen – ein echtes Highlight beim Küstenwandern bei Tarifa.

Routenbeschreibung

Von Punta Paloma über Baños de Claudia nach Bolonia: Start am Leuchtturm von Punta Paloma

Die Wanderung beginnt am neuen Leuchtturm von Punta Paloma, der 2020 nach dem Vorbild seines historischen Vorgängers von 1895 errichtet wurde. Mit seiner gedrehten, achteckigen Form wirkt er modern und markant – ein Orientierungspunkt zwischen Mittelmeer und Atlantik.

Vom Parkplatz am Faro de Punta Paloma folgt man zunächst einer schmalen, wenig befahrenen Straße bis zur Duna de Valdevaqueros.

Über die Düne von Valdevaqueros zum Atlantik

Man überquert die mächtige Düne in südöstlicher Richtung. Sand und Wind formen ständig neue Linien, während sich beim Abstieg weite Blicke öffnen: auf die Bucht von Valdevaqueros, die Sierra de Enmedio, entlang der Playa de los Lances bis nach Tarifa.

Über sandige Hänge gelangt man hinab in eine kleine Schlucht und schließlich an den Atlantikstrand.

Küstenweg entlang der Punta Paloma

Die Route folgt vom westlichen Ende des Strandes von Valdevaqueros aus der Küste, teils über Felsen, zur Punta Macotilla und weiter zur Punta Paloma. Durch den Sand geht es in eine höher gelegene, mit Sträuchern bewachsene Zone. Von oben breitet sich die Landschaft aus: Die Meerenge von Gibraltar, das offene Meer und – an klaren Tagen – die Küste Afrikas.

Strände, Buchten und mediterrane Flora & Fauna

Von der Punta Paloma wechselt der Weg immer wieder zwischen Sandstränden und felsigen Küstenabschnitten, die auf schmalen Pfaden umgangen werden.

Typische mediterrane Vegetation Andalusiens begleitet die Strecke: Wacholder, Kiefern, Eukalyptus, Mastixsträucher und Zwergpalmen. Mit etwas Glück beobachtet man Kormorane, die auf den Felsen sitzend ihr Gefieder trocknen, oder Löffelreiher, Sanderlinge und den Europäischen Fransenfinger, der flink über den warmen Sand huscht. 

Die Route führt über die Playa de las Palomas, die Cala Picacho und schließlich zu den Baños de Claudia, bevor man den weiten Strand der Playa de Bolonia erreicht.

Highlight Baños de Claudia – Naturbecken im Flyschgestein

Die Baños de Claudia zählen zu den besonderen Höhepunkten dieser Wanderung. Bei Ebbe füllen sich natürliche Meerwasserbecken mit klarem Atlantikwasser und laden zu einer erfrischenden Pause ein.

Ebenso faszinierend sind die farbigen, linienförmigen Brandungsplattformen im Flysch von Gibraltar. Durch tektonische Bewegungen und Erosion entstanden hier charakteristische Strukturen: Weicher Mergel wird ausgewaschen, während widerstandsfähiger Sandstein langgestreckte, parallele Rippen bildet.

Bolonia, Düne und römisches Erbe

Nach den Baños de Claudia folgt man dem türkisgrünen Atlantik entlang des Strandes von Bolonia bis nach El Lentiscal. Hier bietet sich eine Pause mit einer Stärkung in einem Strandrestaurant an – begleitet vom Rauschen des Meeres.

Der Blick schweift zur gewaltigen Duna de Bolonia, zu den Bergen der Sierra de la Plata, zu den Ruinen der römischen Stadt Baelo Claudia und zum Cerro de San Bartolomé – ein Panorama aus Natur und Geschichte.

Rückweg über Vereda de la Reginosa & Vía del Estrecho

Von El Lentiscal führt der Rückweg in südöstlicher Richtung über die Vereda de la Reginosa, auch Vía del Estrecho genannt. Der ausgebaute Rad- und Wanderweg ist Teil des EuroVelo-Netzes und des Europäischen Atlantik-Wanderwegs.

Man überquert den Arroyo del Conejo über eine Holzbrücke. Am Rand der stehenden Wasserstellen lassen sich mit Glück Schildkröten beim Sonnenbaden beobachten.

Der breite, angenehm zu gehende Weg Colada de la Reginosa schlängelt sich nun durch Pinienhaine, über hölzerne Stege und sandige Abschnitte, stets begleitet von mediterraner Vegetation.

Römische Spuren entlang der Vía del Estrecho

Auf der Wanderung durch den Pinienwald öffnen sich immer wieder Ausblicke auf die Sierra de San Bartolomé. Nahe Paloma Baja stößt man auf römische Relikte: einen Brunnen, Teile des Aquädukts von Punta Paloma und Säulentrommeln.

Das Aquädukt war einst fast sechs Kilometer lang und eines von drei Leitungssystemen zur Wasserversorgung der römischen Stadt Baelo Claudia. Über mit Mörtel abgedichtete Kanäle, fünf Brücken und sechs Wasserleitern überwand es beachtliche Höhenunterschiede. Über einen kurzen Abstecher in den Pinienwald erreicht man einen kleinen freigelegten Teil eines Wasserkanals. 

Las Palomas 

Die Wanderung führt weiter nach Paloma Baja. Dort befinden sich weitere Bunkerruinen, die in den 1940er-Jahren als Teil der Verteidigungslinie der Meerenge errichtet wurden. Über dem Ort liegt eine Höhle im Felsen mit Zeugnissen historischer Nutzung. 

Der Weg führt schließlich durch den idyllischen Ort Paloma Baja, vorbei an malerischen Häusern mit Blick aufs Meer. In Paloma Baja laden zwei Restaurants zur Einkehr ein, bevor man an verlassenen, mit Graffiti bedeckten Militäranlagen vorbeikommt und den Leuchtturm von Punta Paloma erreicht.

Hinweise + Tipps

  • Ebbe einplanen, um die Brandungsplattformen und Baños de Claudia zu erleben
  • Sicherheit:Vorsicht auf nassen und rutschigen Felsen in der Gezeitenzone. Die Küstenpfade können an einigen Stellen schmal und felsig sein, daher ist Trittsicherheit wichtig.
  • Ausrüstung: Festes Schuhwerk für sandige und felsige Abschnitte, Sonnenschutz und ausreichend Wasser sollte man mitnehmen.
  • Die Wanderung nicht bei starker Hitze unternehmen

Einkehrmöglichkeiten

El Lentiscal (Bolonia) sowie saisonal in Paloma Baja

Ein Beitrag von
Sunhikes
Redaktions-Team
Schwierigkeit
moderat
Routentyp
Rundwanderung
Distanz
16,0 km
Höhenmeter Aufstieg
182 hm
Höhenmeter Abstieg
182 hm
höchster Punkt
63 m
niedrigster Punkt
0 m
ca. Dauer
5:30 – 6:30 h
hundefreundlich, gute Grundkondition, streckenweise weglos
Wegmarkierung
Camino de Santiago del Estrecho
Proviant, Wasser, festes Schuhwerk, Sonnenschutz
Auslastung
moderat