Von Düne zu Düne: Küstenwanderung von Bolonia nach Valdevaqueros – Costa de la Luz
Tourencharakter
Küstenwandern an der Costa de la Luz in Andalusien
Man wandert von Düne zu Düne – von der mächtigen Duna de Bolonia bis zur windgeformten Duna de Valdevaqueros. Dazwischen entfaltet sich eine der eindrucksvollsten Küstenlandschaften Andalusiens. Diese Küstenwanderung im Naturpark del Estrecho verbindet die Ursprünglichkeit der Costa de la Luz mit gewaltigen Dünen, zerklüfteten Flysch- und Felsformationen und dem intensiven Blau des Atlantiks.
Unterwegs begegnet man spektakulären Gezeitenplattformen im Flysch von Gibraltar sowie unberührten Buchten und lichten Pinienwäldern. Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg zeugen von vergangenen Zeiten. Man findet Schiffswracks, die verstreut entlang dieser wilden Küstenlinie liegen.
Charakteristisch für die rund 9 km lange Wanderung ist der stetige Wechsel zwischen feinem Sand, felsigem Untergrund und schmalen Küstenpfaden. Bei klarer Sicht reicht der Blick über die Straße von Gibraltar bis zur marokkanischen Küste – ein stiller Begleiter beim Wandern in Südspanien.
Höhenprofil
Routenbeschreibung
Von Bolonia zur Düne von Valdevaqueros: Start am Strand von Bolonia
Die Wanderung beginnt am Strand von Bolonia, nahe dem kleinen Ort El Lentiscal. Man folgt zunächst dem Meeresufer, passiert alte Bunkeranlagen und erreicht die Punta de la Morena de Puertobajo. Hinter der Landzunge liegen mächtige Felsbrocken am Strand, geformt von Brandung und Gezeiten.
Rechts begleitet einen der türkisfarbene Atlantik, links öffnet sich der Blick zum Pinienwald und zu den Höhen der Sierra de San Bartolomé. Hinter der Bucht von Bolonia erheben sich die Düne von Bolonia und die Bergzüge der Sierra de la Plata.
Baños de Claudia – Naturpools im Flyschgestein
Entlang des Strandes erreicht man die Baños de Claudia, eines der Highlights dieser Küstenwanderung. In den natürlichen Pools sammelt sich Meerwasser zwischen parallelen Felsgraten. Regenbogenfarben schimmernde, linienförmig strukturierte Brandungsplattformen werden sanft von den Wellen überspült.
Kapriziöse, voneinander getrennte Felsreihen bilden kristallklare Wasserbecken – ein faszinierendes Zusammenspiel von Geologie und Meer, das sich eindrucksvoll bei Ebbe betrachten lässt.
Küstenpfade, Pinienwald und Cala Picacho
Nach den Baños de Claudia führt der Weg kurz in den Pinienwald hinein, um einen besonders wilden und zerklüfteten Küstenabschnitt zu umgehen. Der Aufstieg eröffnet neue Perspektiven entlang der Küstenlinie.
Ab der Cala Picacho wechselt die Route erneut zwischen Stränden und felsigen Passagen, die teilweise über schmale Küstenpfade umgangen werden.
Begleitet wird man von typischer mediterraner Vegetation: Wacholder, Kiefern, Eukalyptusbäume, Mastixsträucher und Zwergpalmen säumen den Weg.
Mit etwas Glück entdeckt man Kormorane oder beobachtet Löffelreiher und Sanderlinge. Auf den sandigen Böden fühlt sich auch der Europäische Fransenfinger wohl, der gelegentlich flink über den Weg huscht.
Isleta Grande, Punta Paloma und Valdevaqueros
Man erreicht die Isleta Grande unterhalb der kleinen Siedlung Las Palomas. Hier leuchten die Brandungsplattformen im Gezeitenbereich durch darauf wachsende Algen intensiv grün. Je nach Gezeitenstand empfiehlt sich eine Umgehung oberhalb der Klippen.
Die Route führt weiter zur Punta Macotilla und zum südlichen Ende der Punta Paloma.
Dieser Abschnitt ist besonders eindrucksvoll: Die nahezu unbebaute Küste, der Pinienwald und die markanten Felsformationen sind einzigartig. Der Weg führt durch den Sand noch einmal in eine höher gelegene, mit Sträuchern bewachsene Zone.
Von der Playa de Punta Paloma folgt man der Küste bis zur Bucht von Valdevaqueros, wo die Mündung des Río del Valle eine Lagune bildet. Dort erhebt sich die Düne von Valdevaqueros, die kleinere Schwester der Düne von Bolonia. Der Blick reicht bis Tarifa, auf der gegenüberliegenden Seite der Meerenge erhebt sich der Berg Jbel Musa in Marokko.
Ziel der Wanderung: Strand von Valdevaqueros
Am Fuß der gewaltigen Sanddüne führt der Weg zum Parkplatz am Strand von Valdevaqueros, dem Ziel der Wanderung. In der weiten Bucht lassen sich oft zahlreiche Kitesurfer beobachten, die den stetigen Wind der Costa de la Luz nutzen.
Hinweise + Tipps
- Die Wanderung bei Ebbe unternehmen, um die Brandungsplattformen sicher zu erleben
- Sicherheit:Vorsicht auf nassen und rutschigen Felsen in der Gezeitenzone. Die Küstenpfade können an einigen Stellen schmal und felsig sein, daher ist Trittsicherheit wichtig.
- Ausrüstung: Festes Schuhwerk für sandige und felsige Abschnitte, Sonnenschutz und ausreichend Wasser sollte man mitnehmen.
- Nicht bei großer Hitze gehen – wenig Schatten entlang der Küste
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