Rundwanderweg El Puerto - La Aldea de San Nicolás, Gran Canaria

La Aldea de San Nicolás Gran Canaria Spanien
Schwierigkeit
moderat
Routentyp
Rundwanderung
Distanz
6,3 km
Höhenmeter Aufstieg
208 hm
Höhenmeter Abstieg
208 hm
höchster Punkt
197 m
niedrigster Punkt
9 m
ca. Dauer
2:00 – 2:45 h
trittsicher, leicht zu folgen
Wegmarkierung
Ruta Circular Playa de El Puerto
Proviant, Wasser, festes Schuhwerk, Sonnenschutz
Auslastung
moderat

Tourencharakter

Ganz im Westen Gran Canarias, dort wo die Insel am wildesten und am wenigsten besucht ist, liegt La Aldea de San Nicolás – die abgelegenste Gemeinde der Insel. Wer den kurvenreichen Weg von der Hauptstadt hierher auf sich nimmt, wird mit Panoramablicken über die Klippen von Andén Verde belohnt, lange bevor er den Ort überhaupt erreicht.

6,3 Kilometer, rund 208 Höhenmeter – eine kompakte Rundwanderung mit einigen steileren und teils rutschigen Abschnitten, die aber insgesamt gut zu bewältigen bleibt. Wer diese Küstenwanderung an der Westküste Gran Canarias wählt, bekommt auf kurzer Strecke viel geboten: schroffe Klippen, einen versteckten schwarzen Sandstrand, historische Fundstätten und die salzige Weite des Atlantiks.

Kartenansicht + Höhenprofil

Tourencharakter

Ganz im Westen Gran Canarias, dort wo die Insel am wildesten und am wenigsten besucht ist, liegt La Aldea de San Nicolás – die abgelegenste Gemeinde der Insel. Wer den kurvenreichen Weg von der Hauptstadt hierher auf sich nimmt, wird mit Panoramablicken über die Klippen von Andén Verde belohnt, lange bevor er den Ort überhaupt erreicht.

6,3 Kilometer, rund 208 Höhenmeter – eine kompakte Rundwanderung mit einigen steileren und teils rutschigen Abschnitten, die aber insgesamt gut zu bewältigen bleibt. Wer diese Küstenwanderung an der Westküste Gran Canarias wählt, bekommt auf kurzer Strecke viel geboten: schroffe Klippen, einen versteckten schwarzen Sandstrand, historische Fundstätten und die salzige Weite des Atlantiks.

Hintergrundinformationen

La Aldea de San Nicolás gilt als eine der ältesten menschlichen Siedlungen Gran Canarias. Die archäologische Stätte Los Caserones erzählt davon: Forscher berichteten im 19. Jahrhundert von einer erstaunlich großen und dicht bebauten Siedlung mit 800 bis 1.000 Häusern, den sogenannten „Goros" – für damalige Verhältnisse fast schon eine kleine Stadt. Die ältesten Datierungen aus der Siedlung reichen bis ins Jahr 60 nach Christus zurück – damit zählt sie zu den ältesten Fundorten menschlicher Überreste auf der Insel.

Entlang der Route reihen sich weitere historische Spuren aneinander: die ethnografische Stätte El Charco de La Aldea, eine ehemalige Rum-Brennerei sowie die Kapelle El Charco, die vermutlich an der Stelle steht, an der einst die dem heiligen Nikolaus gewidmete Ursprungskapelle stand.

Ein weiterer, jüngerer geschichtlicher Punkt findet sich am Wegesrand: die Reste eines Beobachtungspostens aus dem Zweiten Weltkrieg (1940–1942), von dem aus mittels Heliostaten – Spiegeln zur Übermittlung von Morsecode per Sonnenlicht – Kontakt zu Puerto de Agaete und der Montaña de La Atalaya gehalten wurde.

Der Playa de El Puerto selbst, eine kleine Bucht mit schwarzem Sand, ist selbst vielen Inselbewohnern kaum bekannt. Bis 1900 diente er sogar als erster Naturhafen der Insel – heute liegt er still und abgeschieden zwischen den Klippen.

Routenbeschreibung

Hinauf zu den Klippen von Andén Verde

Am Beginn der Calle Lomo del Carmen führt ein Zebrastreifen zum Start: Ein steiler Anstieg über die asphaltierte Straße bringt einen hinauf zu einer Wohnsiedlung und vorbei an der archäologischen Stätte Los Caserones, rechter Hand hinter einem Metallzaun geschützt.

Wo der Asphalt endet, übernimmt ein Feldweg nach Norden. Links öffnet sich der Blick auf Playa de La Aldea und El Charco, während der Pfad sanft ansteigt. Nach rund 500 Metern erreicht man einen alten Steinbruch am Rand der Klippe, von wo der Weg zur Schlucht El Perchel abbiegt.

An zwei aufeinanderfolgenden Weggabelungen hält man sich zunächst rechts, dann links. Wer die Degollada de Las Conchas und den vollen Blick über Andén Verde sehen möchte, nimmt den steinigeren, steileren Abstecher hinauf – begleitet vom Ruf der Küstenvögel, die die zerklüfteten Mulden dieses Abschnitts als Nistplatz nutzen.

Der Weg flacht wieder ab, eine weitere kleine Schlucht mit beeindruckender Aussicht kommt in Sicht. Nur noch 1,4 Kilometer trennen einen von La Punta de La Aldea, dem Endpunkt dieses ersten Abschnitts – vorbei an einer alten Trockenmauer, Ruinen und einem Wachposten aus dem Zweiten Weltkrieg. An der Klippenkante gilt: Abstand halten.

Hinunter zum Strand

Statt denselben Weg zurückzugehen, führt ein steiler, von niedrigen Steinmauern gesäumter Pfad hinab zum Playa de El Puerto. Auf dem gut einen Kilometer langen Abstieg duftet es nach Tabaiba-Pflanzen, während sich der Weg an kleinen Schluchten und staubigen Hügeln vorbeischlängelt.

Am schwarzen Sandstrand lohnt eine Rast im Schatten der Felsvorsprünge, bevor es flussaufwärts entlang des Schluchtbetts zurückgeht – bis rechter Hand ein Feldweg zurück zum bereits bekannten Hauptwanderweg führt. Rechts abbiegend erreicht man erneut den alten Steinbruch; dieser dritte Abschnitt misst etwa einen Kilometer, davon 400 Meter Anstieg aus der Schlucht heraus.

Zurück über den Fischereihafen

Vom Steinbruch aus führt ein rutschiger Schotter- und Steinweg als Abkürzung zum Fischereihafen hinunter. Wer möchte, besucht dort den kleinen Kiesstrand und durchquert bei Ebbe sogar den Tunnel, um die Runde zum Ausgangspunkt zu schließen.

Hinweise + Tipps

Anreise

La Aldea de San Nicolás liegt an der Westküste Gran Canarias, rund 69 kurvenreiche Kilometer von der Inselhauptstadt entfernt. Von Norden kommend führt die Strecke über die eindrucksvollen Klippen von Andén Verde, von Süden über die bergige Landschaft rund um Mogán. Ausgangspunkt der Wanderung ist der Beginn der Calle Lomo del Carmen im Ort.

Tipps

  • Festes Schuhwerk ist wichtig: Teile der Route verlaufen über Schotter, lose Steine und rutschigen Untergrund, besonders am Abstieg zum Fischereihafen.
  • An den Klippen von Andén Verde und der Degollada de Las Conchas gilt erhöhte Vorsicht – der Rand der Steilküste sollte grundsätzlich gemieden werden.
  • Genug Zeit für die Rast am Playa de El Puerto einplanen – der schwarze Sandstrand mit seinen schattigen Felsvorsprüngen ist einer der stillsten Orte der gesamten Route.
  • Der Besuch der archäologischen Stätte Los Caserones lohnt sich als kurzer Abstecher gleich zu Beginn der Wanderung.
  • Nach der Tour bietet sich eine Rast im Park „Rubén Díaz" oder in einem der Restaurants an der Strandpromenade von La Aldea an.
Author Sunhikes | © Sunhikes
Ein Beitrag von
Sunhikes
Redaktions-Team
Schwierigkeit
moderat
Routentyp
Rundwanderung
Distanz
6,3 km
Höhenmeter Aufstieg
208 hm
Höhenmeter Abstieg
208 hm
höchster Punkt
197 m
niedrigster Punkt
9 m
ca. Dauer
2:00 – 2:45 h
trittsicher, leicht zu folgen
Wegmarkierung
Ruta Circular Playa de El Puerto
Proviant, Wasser, festes Schuhwerk, Sonnenschutz
Auslastung
moderat