Über den Bermersbacher Grat zur Badener Höhe – Sportliche Felsenrunde
Tourencharakter
Die sportliche Rundwanderung beginnt im Tal der Murg in Forbach. Über den schmalen Ziegenpfad schlängelt sich der Weg entlang des Sersbachs durch offene Weideflächen, in denen Ziegen weiden. Historische Heuhütten, rund 30 an der Zahl, wurden von engagierten Ziegenfreunden restauriert oder originalgetreu neu errichtet und prägen das Landschaftsbild des Murgtals vom 16. bis ins 20. Jahrhundert.
Steile Pfade über Bermersbach und Pavillon Höfelskopf
Oberhalb des idyllischen Bergdorfs Bermersbach führt der Pfad teils steil, aber landschaftlich äußerst reizvoll, vorbei am aussichtsreichen Pavillon am Höfelskopf. Der Weg folgt dem schmalen Bermersbacher Grat, vorbei am Riedkopf und weiter zum Eierkuchenberg, immer mit herrlichen Blicken über die Wald- und Talregionen des Nordschwarzwalds.
Badener Höhe und Friedrichsturm
Die Badener Höhe bildet mit 1.002 m den nördlichsten Eintausender des Schwarzwalds und den höchsten Punkt des Baden-Badener Stadtgebiets. Hier steht der Friedrichsturm, ein 30 m hoher Aussichtsturm aus Buntsandstein, 1890 von Anton Klein erbaut und 1891 vom Großherzog Friedrich I. von Baden eingeweiht. Vom Turm eröffnet sich ein beeindruckender Panoramablick über den Schwarzwald, der die Anstrengung des Aufstiegs reichlich belohnt. Eine Schutzhütte lädt zur Rast ein.
Rückweg über Westweg und Schwarzenbachtalsperre
Der Rückweg folgt dem Westweg, vorbei am Seekopf zur Schwarzenbachtalsperre. Teilweise anspruchsvolle und steile Wege führen zurück nach Forbach, vorbei an herrlichen Waldpassagen und offenen Aussichtspunkten.
Kultureller Abstecher in Forbach
Besonders lohnenswert ist ein Abstecher zur katholischen Pfarrkirche St. Johannes Baptista, auch bekannt als Murgtaldom, die das Ortsbild von Forbach prägt.
Höhenprofil
Routenbeschreibung
Start am Bahnhof Forbach und Pfarrkirche St. Johannes Baptista
Die Rundwanderung beginnt am Bahnhof Forbach (305 m ü. NHN). Nach der Überquerung der Stadtbrücke über die Murg führt der Aufstieg am Kriegerdenkmal vorbei über Treppen zum Schulhof. Oben angekommen lohnt ein Besuch der neoromanischen Pfarrkirche St. Johannes Baptista, auch bekannt als „Dom des Murgtals“.
Ziegenpfad entlang des Sersbachs
Vor der Kirche rechts in die Hauptstraße und abwärts zur Friedrichstraße, dann links in den Ziegenpfad. Dieser idyllische Weg schlängelt sich auf schmalen Pfaden entlang des Sersbachs (Scheerbach) durch offene Weideflächen mit Ziegen. Historische Heuhütten prägen hier das Landschaftsbild und vermitteln ein Stück Murgtaler Geschichte.
Aufstieg nach Bermersbach
Am Ende des Ziegenpfads führt der Mühlweg hinauf nach Bermersbach, der „Sonnenterrasse des Murgtals“. Nach einem Abschnitt auf dem Glücksweg geht es über den Riedkopfrundweg und einen schmalen Treppenpfad zwischen den Häusern hinauf. Ein Wiesenweg bringt zum Pavillon am Höfelskopf, einer Himmelsliege mit herrlichem Blick auf Forbach.
Bermersbacher Grat und Eierkuchenberg
Weiter über den Bermersbacher Grat mit roter Markierung, vorbei an alten Grenzsteinen über Höfelskopf und Riedkopf. Über den breiten Forstweg zur Sitzbank „Margarethen-Ruhe“, dann links weiter. Über den Heiligenwaldweg bis zum Fuß des Eierkuchenbergs (845 m). Pico’s Pavillon lädt hier zu einer kurzen Rast ein, bevor der Aufstieg zur Badener Höhe beginnt.
Aufstieg und Aussicht von der Badener Höhe
Über den blauen Höhenweg zum Badener Sattel und weiter zur Badener Höhe (1002,5 m ü. NHN), dem nördlichsten Tausender des Schwarzwalds. Oben steht der Friedrichsturm mit 168 Stufen, benannt nach Großherzog Friedrich von Baden. Vom Turm reicht die Aussicht weit über den Nordschwarzwald hinaus. Am Fuß stehen Schutzhütte, Bänke und Tische für eine Rast bereit.
Rückweg über Westweg und Schwarzenbachtalsperre
Der historische Westweg führt weiter zum Gedenkstein für Philipp Bussemer, danach steil über felsige Pfade hinab zum Zweiseenblick, mit Blick auf die Schwarzenbachtalsperre (der Herrenwieser See ist naturschutzbedingt eingezäunt). Weiter am nördlichen Ufer der Talsperre entlang bis zur Wegscheidhütte (745 m), unterwegs besteht die Möglichkeit, am Trinkwasserbrunnen Sankt Johannes Wasser nachzufüllen.
Abstieg nach Forbach
Schließlich serpentinenartig hinab nach Forbach, wenige Einkehrmöglichkeiten unterwegs. Über die historische Holzbrücke über die Murg zurück zum Bahnhof, dem Ausgangspunkt dieser abwechslungsreichen und aussichtsreichen Rundwanderung.
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