Vier-Seen-Wanderung am Vogesenkamm: Lac Blanc, Lac Noir, Lac Vert & Lac du Forlet

Hochvogesen Vogesen Frankreich
Schwierigkeit
schwer
Routentyp
Rundwanderung
Distanz
15,6 km
Höhenmeter Aufstieg
623 hm
Höhenmeter Abstieg
623 hm
höchster Punkt
1.303 m
niedrigster Punkt
1.057 m
ca. Dauer
5:45 – 6:30 h
trittsicher, vorwiegend Pfade, gute Grundkondition, alpines Gelände
Wegmarkierung
GR 5 rotes Rechteck oder rot- weiß-rotes Rechteck
Proviant, Wasser, festes Schuhwerk, Sonnenschutz, Regenschutz, Windschutz
Auslastung
moderat

Tourencharakter

Die rund 15,6 Kilometer lange Wanderung führt durch eine außergewöhnlich abwechslungsreiche Landschaft der Hochvogesen. Offene Hochflächen wechseln mit felsigen Pfaden, Bergwäldern, Moorlandschaften und Uferwegen an den Bergseen Lac Vert, Lac du Forlet und Lac Blanc.

Vor allem am Le Tanet und auf den felsigen Abschnitten des Hochplateaus vermittelt die Tour einen alpinen Charakter. Der Untergrund ist teilweise steinig und uneben, weshalb Trittsicherheit erforderlich ist. Mit rund 1.250 Höhenmetern summieren sich die Auf- und Abstiege zu einer anspruchsvollen Bergwanderung, für die eine gute Grundkondition notwendig ist.

Kartenansicht + Höhenprofil

Tourencharakter

Die rund 15,6 Kilometer lange Wanderung führt durch eine außergewöhnlich abwechslungsreiche Landschaft der Hochvogesen. Offene Hochflächen wechseln mit felsigen Pfaden, Bergwäldern, Moorlandschaften und Uferwegen an den Bergseen Lac Vert, Lac du Forlet und Lac Blanc.

Vor allem am Le Tanet und auf den felsigen Abschnitten des Hochplateaus vermittelt die Tour einen alpinen Charakter. Der Untergrund ist teilweise steinig und uneben, weshalb Trittsicherheit erforderlich ist. Mit rund 1.250 Höhenmetern summieren sich die Auf- und Abstiege zu einer anspruchsvollen Bergwanderung, für die eine gute Grundkondition notwendig ist.

Hintergrundinformationen

Eiszeitlandschaft am Vogesenkamm

Die vier Bergseen entlang der Wanderung – Lac Blanc, Lac Noir, Lac Vert und Lac du Forlet – sind eng mit der Eiszeitgeschichte der Vogesen verbunden. Während der letzten Eiszeiten formten Gletscher Mulden und Kare in die Hochlagen des Gebirges, in denen sich später Wasser sammelte. Der Lac Blanc liegt beispielsweise in einem solchen eindrucksvollen glazialen Bergkessel, umgeben von steilen Felsflanken, bewaldeten Hängen und offenen Hochflächen.

Hautes Chaumes: die Hochflächen am Vogesenkamm

Am Vogesenkamm wird der eiszeitlich geprägte Landschaftswechsel besonders deutlich. Auf den offenen Hochflächen, den sogenannten Hautes Chaumes, wachsen Heide und Gräser. Die tieferen Lagen sind dagegen von Bergwäldern bedeckt. Die Hautes Chaumes sind durch jahrhundertelange Weidewirtschaft geprägt und gelten daher sowohl als Natur- als auch als Kulturlandschaft.

Naturschutz zwischen Tanet und Gazon du Faing

Der Bereich zwischen Tanet und Gazon du Faing gehört zu den geschützten Landschaften der Vogesen und liegt im Parc naturel régional des Ballons des Vosges. Die Naturschutzgebiete entlang der Kammlinie bewahren empfindliche Lebensräume wie Hochmoore, Bergheiden, Hochweiden und Bergwälder. Durch die Hochmoore am Gazon du Faing führen Holzbohlenwege, die eine Wanderung ermöglichen, ohne den empfindlichen Moorboden zu belasten.

Die vier Bergseen im Überblick

  • Lac du Forlet (Lac des Truites): liegt idyllisch in einem von Wald und Felsen umgebenen Talkessel.
  • Lac Vert: liegt auf rund 1.053 Metern Höhe; sein Name geht auf das Spiegelbild der umgebenden Tannen sowie eine im Sommer auftretende Alge zurück.
  • Lac Noir: liegt tiefer in bewaldeter Landschaft und ist über ein Pumpspeichersystem mit dem Lac Blanc verbunden.
  • Lac Blanc: mit rund 29 Hektar Fläche und 72 Metern maximaler Tiefe einer der markantesten Bergseen der Vogesen. Der Name geht nicht auf eine weiße Wasseroberfläche zurück, sondern auf den hellen, kristallinen Seegrund. Oberhalb des Sees erhebt sich der Rocher Hans, einer der bekanntesten Aussichtspunkte der Region.

Häufige Fragen zu den Bergseen am Vogesenkamm

Wie tief ist der Lac Blanc?
Der Lac Blanc hat eine maximale Tiefe von 72 Metern und eine Fläche von rund 29 Hektar – damit zählt er zu den markantesten Bergseen der Vogesen.

Warum heißt der Lac Blanc "weißer See", wenn das Wasser nicht weiß ist?
Der Name geht nicht auf eine weiße Wasseroberfläche zurück, sondern auf den hellen, kristallinen Seegrund des Sees.

Wie sind Lac Blanc und Lac Noir miteinander verbunden?
Die beiden Seen bilden ein ungewöhnliches Paar: Sie sind über ein Pumpspeichersystem miteinander verbunden, wobei der Lac Blanc höher liegt als der tiefer in bewaldeter Landschaft gelegene Lac Noir.

Zusammengefasst lässt sich die Landschaft entlang der Wanderung wie eine Reise durch die Entstehungsgeschichte der Hochvogesen lesen: Gletscher formten die Bergseen und Felsmulden, Wasser prägt bis heute die Hochmoore, Wälder bedecken die tieferen Hänge, und auf den offenen Höhen haben Weidewirtschaft und Klima eine eigenständige Heidelandschaft geschaffen.

Routenbeschreibung

1. Von der Auberge du Gazon du Faing über die Hochweiden

An der Auberge du Gazon du Faing beginnt die Wanderung auf den offenen Hochflächen der Vogesen. Kuhweiden, Heideflächen und einzelne Felsblöcke prägen das Landschaftsbild. Schon auf den ersten Metern zeigt sich der besondere Charakter der Hautes Chaumes: wenig Wald, niedrige Vegetation und weite Blicke über die Vogesenkämme.

Der zunächst gut erkennbare Weg führt über die Hochweiden und wird bald felsiger. Zwischen Gras und Heide liegen große Granitblöcke, während der Blick über die umliegenden Bergrücken schweift. In Richtung Ringbuhlkopf zeigt sich die typische Landschaft der Hochvogesen mit bewaldeten Hängen und tief eingeschnittenen Tälern.

2. Über den Vogesenkamm zum Tanet

Mit zunehmender Entfernung vom Ausgangspunkt wird der Weg ursprünglicher und steiniger. Der Höhenweg verläuft über offene Flächen und felsige Passagen, immer wieder begleitet von weiten Ausblicken. Tief unterhalb liegt der Lac du Forlet, eingebettet zwischen bewaldeten Hängen und steilen Felsflanken.

Auch der Lac Vert kommt aus der Höhe in den Blick. Der Bergsee liegt ruhig zwischen den Wäldern und bildet einen reizvollen Kontrast zu den offenen Hochflächen. Der Wechsel von Heide, Gras, Granit und Wald macht diesen Abschnitt besonders abwechslungsreich.

3. Le Tanet und seine Granitfelsen

Der Le Tanet präsentiert sich mit einer markanten Felsklippe und einem zunehmend alpinen Wegcharakter. Der felsige Pfad führt durch eine Landschaft aus Granitblöcken und niedriger Vegetation. Am Gipfelbereich des rund 1.292 Meter hohen Tanet liegen mächtige Felsformationen, zwischen denen sich immer wieder freie Blicke über die Hochvogesen öffnen.

Gerade auf diesem Abschnitt zeigt sich, weshalb Trittsicherheit für die Tour wichtig ist. Der Untergrund ist teilweise steinig und uneben, während die Felsen bei feuchter Witterung rutschig sein können.

4. Durch Wald und über den Holzbohlenweg zum Lac Vert

Nach den offenen und felsigen Höhen führt der Weg wieder in bewaldetes Gelände. Buchenwälder sorgen für Schatten und bilden einen deutlichen Kontrast zur zuvor offenen Hochfläche. Zwischendurch öffnen sich kleine Lichtungen mit Blicken auf die umliegenden Berge.

Am Seestaedtle führt ein Holzbohlenweg durch einen feuchteren Landschaftsbereich. Anschließend erreicht der Weg den Lac Vert, dessen Ufer von Wald und felsigen Hängen eingerahmt wird. Der stille Bergsee gehört zu den charakteristischen Seen der Vogesen und bildet einen besonders schönen Ruhepunkt der Wanderung.

5. Lac du Forlet und Ferme Auberge

Von den Waldwegen geht es weiter zum Lac du Forlet. Der idyllische Bergsee liegt in einem von Felsen, Wäldern und steilen Berghängen umgebenen Talkessel. Je nach Licht verändert sich das Erscheinungsbild des Sees ständig – von tiefem Grün bis zu dunklen Blau- und Grautönen.

Direkt am See liegt die Ferme Auberge du Lac du Forlet. Der traditionelle Berggasthof fügt sich harmonisch in die Landschaft ein und bietet – abhängig von den Öffnungszeiten – eine Möglichkeit für eine Rast. Danach beginnt der nächste längere Anstieg zurück auf die Hochflächen.

6. Vom Lac du Forlet in Richtung Soultzeren Eck

Der Weg steigt vom Lac du Forlet wieder bergauf. Zunächst verläuft die Route durch Wald, bevor sich die Landschaft nahe dem Soultzeren Eck wieder öffnet. Mit zunehmender Höhe werden die Blicke weiter und die Vegetation niedriger.

Heideflächen, Gräser und einzelne Granitblöcke bestimmen nun erneut das Bild. Die offenen Kammflächen vermitteln einen guten Eindruck von der ursprünglichen Landschaft der Hochvogesen. Der Blick reicht über die bewaldeten Bergrücken und zu den tief liegenden Bergseen.

7. Lac Noir und Observatoire Belmont

Auf dem weiteren Höhenweg ergeben sich immer wieder neue Perspektiven auf die Seenlandschaft. Besonders eindrucksvoll ist der Blick auf den Lac Noir, der tief zwischen bewaldeten Hängen liegt und von oben beinahe verborgen wirkt.

Am Observatoire Belmont öffnet sich anschließend ein besonders weitreichendes Panorama. Der Aussichtspunkt gehört zu den schönsten Stellen der Tour und zeigt die Hochvogesen in ihrer ganzen landschaftlichen Vielfalt: dunkle Bergseen, ausgedehnte Wälder, Felsrücken und offene Hochflächen.

8. Lac Blanc und Rocher Hans

Nun rückt der Lac Blanc in den Mittelpunkt. Der See liegt deutlich unterhalb des Höhenwegs und wird von steilen Felswänden und bewaldeten Hängen eingerahmt. Besonders markant ist der Rocher Hans, ein freistehender Felsturm, der über dem Lac Blanc aufragt.

Von der Quelle des Lac Blanc bietet sich nochmals ein eindrucksvoller Blick über den See und auf den Rocher Hans. Der felsige Charakter der Landschaft vermittelt hier einen deutlich alpinen Eindruck. Zwischen Granitfelsen und Wald führt der Weg durch einen der spektakulärsten Bereiche der Wanderung.

9. Über das Hochmoor zurück zum Gazon du Faing

Nach den Ausblicken auf den Lac Blanc geht es wieder hinauf auf die offene Hochfläche. Im Hochmoor des Gazon du Faing verändert sich die Landschaft erneut. Niedrige Heide, Gräser, feuchte Flächen und einzelne Felsen begleiten den Weg.

Eine Aussichtsplattform ermöglicht nochmals einen weiten Blick über die Hochvogesen. Bei klarer Sicht reicht das Panorama weit über die Berglandschaft; unter günstigen Bedingungen können am Horizont sogar die Berner Alpen sichtbar werden.

Der letzte Abschnitt führt über einen offenen Wanderweg zurück zur Auberge du Gazon du Faing. Heideflächen und Hochweiden begleiten den Weg bis zum Ausgangspunkt. Damit schließt sich eine abwechslungsreiche Runde durch die Hochvogesen, die Granitfelsen, Bergseen, Wälder, Hochmoore und offene Kammflächen miteinander verbindet.

Hinweise + Tipps

Was braucht man?

  • festes Schuhwerk mit gutem Profil
  • ausreichend Wasser
  • Proviant, da nicht alle Einkehrmöglichkeiten geöffnet sein müssen
  • Sonnenschutz für die offenen Hochflächen
  • Regenschutz
  • Windschutz, besonders auf dem Hochplateau
  • gute Trittsicherheit für die felsigen und teilweise steilen Passagen

Besonders wichtig: Auf den offenen Hochflächen kann das Wetter deutlich rauer sein als in den Tälern. Auch bei sonnigem Wetter sollten Wind- und Regenschutz im Rucksack liegen.

Author Sunhikes | © Sunhikes
Ein Beitrag von
Sunhikes
Redaktions-Team
Schwierigkeit
schwer
Routentyp
Rundwanderung
Distanz
15,6 km
Höhenmeter Aufstieg
623 hm
Höhenmeter Abstieg
623 hm
höchster Punkt
1.303 m
niedrigster Punkt
1.057 m
ca. Dauer
5:45 – 6:30 h
trittsicher, vorwiegend Pfade, gute Grundkondition, alpines Gelände
Wegmarkierung
GR 5 rotes Rechteck oder rot- weiß-rotes Rechteck
Proviant, Wasser, festes Schuhwerk, Sonnenschutz, Regenschutz, Windschutz
Auslastung
moderat