Wanderung vom Mirador de la Cumbrecita auf den Pico Bejenado
Fakten
Tourencharakter
Die Wanderung führt über wunderbare Serpentinenpfade, begleitet von spektakulären Ausblicken auf die Caldera de Taburiente zum Gipfel des Pico Bejenado. Auf der etwa 9 km langen Tour sind rund 750 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zu bewältigen.
Höhenprofil
Routenbeschreibung
Ausgangspunkt der Wanderung ist der untere der beiden Parkplätze am Mirador de la Cumbrecita. Von der Cumbrecita folgt man zunächst der breiten Piste Richtung Mirador Lomo de las Chozas. An der Abzweigung zum Aufstieg weist eine Wandertafel auf den nach links abzweigenden Weg zum Pico Bejenado hin.
Nun beginnt der Aufstieg über zahlreiche Serpentinen, sodass man schnell an Höhe gewinnt. Entlang des Weges kann man die wunderbare Aussicht auf die Caldera und die Cumbrecita genießen.
Weiter oben erreicht man über einige Treppen einen Felsvorsprung. Dahinter beginnt ein kurzer, schmaler Wegabschnitt, der mit Ketten gesichert ist. Der Pfad führt durch lichten Kiefernwald weiter bergauf. Schließlich wendet sich der Weg zur rechten Kammseite und verläuft in den Hang eingebettet. Dabei bieten sich großartige Ausblicke über die Caldera.
Über stetiges Auf und Ab überwindet man den steilen Hang, gefolgt von einem kurzen Abstieg um einen Felsvorsprung. Dann beginnt der letzte Wegabschnitt im Zickzack zum Höhenkamm. Zuletzt durchläuft man schmale Rinne mit Stufen. Vom Berggrat erblickt man die imposante steile Abbruchkante des Pico Bejenado zur Caldera.
Der Wanderweg zum Gipfel führt nach rechts leicht auf- und absteigend über den Höhenkamm. Entlang des Weges genießt man immer wieder neue Ausblicke über die Caldera und den Pico Bejenado. Schließlich erreicht die Felsformation El Rodeo.
Erneut schlängelt sich der Weg in Serpentinen aufwärts zum Gipfel des Pico Bejenado. Vom erhabenen 1.854 Meter hohen Pico Bejenado aus bietet sich ein wunderschöner Rundumblick über den Nationalpark Caldera de Taburiente. Man erkennt den majestätischen, halbkreisförmigen Gebirgskamm der Caldera mit dem Roque de los Muchachos. Tief unten liegen die Playa de Taburiente und der Barranco de las Angustias. Bei optimalen Wetterbedingungen sind sogar die Inseln El Hierro, La Gomera und Teneriffa am Horizont zu sehen.
Auf dem Rückweg lohnt sich ein kurzer Abstecher zum Roque de Los Cuervos, der am anderen Ende des Höhenkamms oberhalb La Cumbrecita liegt. Der Roque de Los Cuervos liegt ca. 500 Meter vom Abstiegspfad zur Cumbrecita entfernt. Von dort bieten sich traumhafte Ausblicke auf die Felsformationen der Roques de la Cumbrecita und die gegenüberliegenden Gipfel der Punta de los Roques und nach rechts über das Riachuelo-Tal.
Hinweise + Tipps
Ausgangs- und Endpunkt: Parkplatz an der Cumbrecita, Anfahrt über die Landstraße LP 302
Anreise
Mit dem Mietwagen: Von El Paso im Aridanetal zweigt am Besucherzentrum des Nationalparks (Centro de Visitantes) die LP-302 ab und führt in Serpentinen zur Schranke vor der Cumbrecita (ca. 15 bis 20 Minuten). HINWEIS: Tagsüber ist die Zufahrt mit dem Privat-Pkw nur mit einer kostenlosen Parkplatzreservierung für ein festes Zeitfenster möglich. Da oben nur wenige Stellplätze zur Verfügung stehen, sollte man einige Tage im Voraus über das Portal reservasparquesnacionales.es oder im Besucherzentrum buchen. Früh morgens und am späten Nachmittag ist die Zufahrt frei. Die kostenlose Reservierung für ein bestimmtes Zeitintervall kann im Besucherzentrum des Nationalparks in El Paso oder online durchgeführt werden.
Ohne Reservierung: Taxis aus El Paso dürfen die Schranke passieren und holen Wanderer nach Absprache wieder ab. Alternativ erreicht man die Cumbrecita zu Fuß, etwa von der Ermita de la Virgen del Pino.
Beste Wanderzeit
Die schönsten Bedingungen für die Wanderung auf den Pico Bejenado bieten Frühling und Herbst mit angenehmen Temperaturen und klarer Sicht. Im Herbst ist das Wetter oft tagelang stabil, der Blick reicht dann über die gesamte Caldera bis zu den Nachbarinseln. Im Winter kann es auf 1.300 bis 1.850 m empfindlich kalt werden, Wolken und Nebel verhüllen häufig den Kessel, und schattige Passagen können vereisen. Im Sommer brennt die Sonne auf den offenen Serpentinen.
Ein Start zwischen 8:30 und 10 Uhr bietet die besten Chancen auf freie Sicht, bevor im Tagesverlauf Wolken aufsteigen. Der späte Nachmittag eignet sich eher für einen kurzen Spaziergang an der Cumbrecita als für den Gipfelaufstieg.
Ausrüstung
Feste Wanderschuhe mit gutem Profil sind auf dem steinigen, teils schottrigen Pfad Pflicht, zumal ein kurzer, schmaler Abschnitt mit Ketten gesichert ist. Nach dem Zwiebelprinzip gehören Funktionsshirt, eine leichte Isolationsjacke und eine wind- und regendichte Jacke ins Gepäck, am Grat weht oft ein kühler Wind. Sonnenhut, Sonnenbrille und Sonnencreme schützen auf den offenen Abschnitten. Da es an der Cumbrecita keine Versorgung gibt, sollte man 1,5 bis 2 Liter Wasser und Proviant mitnehmen.
Praktische Informationen
Ausgangs- und Endpunkt ist der untere Parkplatz an der Cumbrecita. Ein Stopp im Besucherzentrum in El Paso lohnt sich vor oder nach der Tour. Mehr über Entstehung, Schluchten und Wasserfälle des Kraterkessels bietet der Beitrag Wanderparadies Caldera de Taburiente. Weitere Touren im Schutzgebiet versammelt die Übersicht Wanderungen im Nationalpark Caldera de Taburiente.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Wanderung vom Mirador de la Cumbrecita auf den Pico Bejenado
Wo beginnt die Wanderung?
Ausgangspunkt ist der untere der beiden Parkplätze am Mirador de la Cumbrecita, erreichbar über die Landstraße LP 302.
Braucht man eine Genehmigung für die Anfahrt mit dem eigenen Auto?
Ja, für die Anfahrt mit einem privaten Pkw ist ein Permit erforderlich. Die kostenlose Reservierung für ein bestimmtes Zeitintervall kann im Besucherzentrum des Nationalparks in El Paso oder online vorgenommen werden.
Gibt es besonders anspruchsvolle Wegabschnitte?
Ja, ein kurzer, schmaler Wegabschnitt hinter einem Felsvorsprung ist mit Ketten gesichert; danach führt der Pfad weiter durch lichten Kiefernwald bergauf.
Wie lang und anspruchsvoll ist die Tour?
Die Tour ist etwa 9 km lang, wobei rund 750 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zu bewältigen sind.
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