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Der Pavillon am Burgbachfelsen – wo das Wolftal den Atem anhält

Mittlerer Schwarzwald
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Es gibt Orte, die man nicht sucht – die einen finden. Der Pavillon am Burgbachfelsen bei Bad Rippoldsau-Schapbach ist so ein Ort. Hoch oben auf einem steil aufragenden Felsmassiv thront er über dem Burgbachtal, während wenige Meter darunter das Wasser in die Tiefe stürzt – frei, tosend, ungebändigt. Denn direkt zu seinen Füßen liegt der Burgbachwasserfall, einer der höchsten frei fallenden Wasserfälle Deutschlands. 

Ein Aussichtspunkt mit Weitblick – und Geschichte 

Wer den Aufstieg wagt, wird belohnt. Der Blick, der sich vom Aussichtspavillon Burgbachfelsen aus öffnet, reicht weit ins untere Burgbachtal hinein – und hinüber zum Bärleichkopf, der sich auf 872 Metern erhebt. Ein Panorama im Schwarzwald, das man so schnell nicht vergisst. 

Doch der Felsen hat mehr zu erzählen als nur Aussichten. Schon im Mittelalter soll an diesem strategisch klug gewählten Punkt eine Wehranlage gestanden haben – ein Ort der Kontrolle, des Schutzes, der Macht. Heute ist es ein Ort der Stille. Wer hier oben sitzt, versteht, warum Menschen diesen Felsen seit Jahrhunderten nicht loslässt. 

Direkt neben dem Abgrund: Rast mit Panorama 

Neben dem Pavillon laden ein großer Tisch und Bänke zur Pause ein – ideal für ein Picknick im Wolftal oder ein rustikales Vesper mit Schwarzwaldblick. Die Kombination aus wilder Natur, historischem Flair und der Ruhe hier oben macht diesen Rastplatz am Burgbachfelsen zu einem der schönsten Pausen-Momente auf jeder Schwarzwald-Wanderung. 

Wandern zum Pavillon – drei Wege, ein Ziel 

Der Pavillon am Burgbachfelsen ist ein zentrales Etappenziel auf mehreren Routen im Wolftal:

Klösterle-Schleife – der zertifizierte Premiumwanderweg führt auf rund 8,5 Kilometern sowohl am Burgbachwasserfall als auch am Pavillon vorbei. Eine der schönsten Wanderungen bei Bad Rippoldsau-Schapbach. 

Direkter Aufstieg – vom Wasserfall aus schlängelt sich ein steiler Pfad in engen Serpentinen bergauf, bis eine markante Treppe aus Buntsandsteinen den letzten Anstieg zum Felsen markiert. Nicht für schwache Nerven – aber für starke Eindrücke. 

Rundwanderung Wolftal – eine moderate Rundtour von circa 5 bis 6 Kilometern, die im Wolftal startet, den Wasserfall passiert und schließlich hinauf zum Pavillon führt. Ein klassischer Halbtagsausflug mit großem Erlebnisfaktor. 

Gut vorbereitet in den Schwarzwald 

Der Weg ist steil und schmal – Kinderwägen und Rollstühle kommen hier nicht weiter. Wer sich danach nach einer Einkehr im Wolftal sehnt, findet im Gasthof Klösterlehof oder im Café zum Schlüssel (rund 4,5 Kilometer Wanderdistanz) genau das Richtige. Der ideale Startpunkt für die Wanderung zum Burgbachfelsen ist der Wanderparkplatz an der Burgbachstraße. 

Der Pavillon am Burgbachfelsen ist kein Ausflugsziel für mal eben zwischendurch. Er ist eines für Menschen, die den Schwarzwald wirklich spüren wollen – mit jedem Schritt bergauf, mit jedem Blick in die Weite.

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Karlstein am Hauenstein – Gipfelfels am Westweg

Mittlerer Schwarzwald
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Wer den Westweg zwischen Pforzheim und Basel entlangwandert, stößt auf knapp 1.000 Metern Höhe auf einen Felsen, der sich schweigend über den Mittleren Schwarzwald erhebt: den Karlstein am Hauenstein. Granitblöcke, rau und verwittert, schichten sich hier zu einer Kuppe auf 968,9 Metern – einem der markantesten Aussichtspunkte am Westweg. Die Ostseite fällt etwa 20 Meter steil ab – ein jäher Rand, der die Wucht des Felsens erst spürbar macht.

Der Blick öffnet sich weit nach Osten und Süden. Waldhügel, Täler, Stille. Nach Norden und Westen schiebt sich dichter Wald vor den Horizont – der westliche Bergrücken läuft fast auf gleicher Höhe, ein stummer Gegenüber.

Der Karlstein: Ein Fürstenname für einen Gipfel

Ursprünglich trug der Felsen denselben Namen wie der Berg selbst: Hauenstein. Das änderte sich am 23. Juli 1770, als Herzog Carl Eugen von Württemberg den Gipfel bestieg. Zu seiner Zeit galt der Stein als höchster Punkt im Herzogtum – ein kurzer Ruhm, denn mit der Rheinbundakte von 1806 übernahm der Schwarze Grat diesen Rang. Der wahre Höhepunkt Württembergs lag ohnehin woanders: am Dreifürstenstein unterhalb des Hornisgrinde.

Der Name Carl Eugens blieb. Am 7. Juli 1991 betrat Carl Herzog von Württemberg denselben Fels und stiftete eine Metalltafel – ein Echo über Jahrhunderte, das die verwitterte Inschrift des alten Gedenksteins bewahrt.

Vierländereck: wo Grenzen sich trafen

Bis 1805 war der Karlstein mehr als ein Aussichtspunkt – er war ein politischer Kreuzungspunkt. Hier berührten sich die Territorien der Markgrafschaft Baden, Altwürttembergs, des Fürstentums Fürstenberg und Vorderösterreichs. 

Der Pressburger Frieden vom 26. Dezember 1805 löste die österreichischen und fürstenbergischen Anteile auf; sie fielen an Baden. Der Grenzvertrag vom 2. Oktober 1810 zwischen Württemberg und dem Großherzogtum Baden machte schließlich Hornberg – und mit ihm den württembergischen Teil des Karlsteins – badisch.

Geologie: Wollsäcke aus der Tiefe der Zeit

Der Granitfels zeigt, was Jahrmillionen Erosion aus hartem Gestein formen: gerundete Blöcke, die sogenannte Wollsackverwitterung. Der Karlstein steht als Geotop und Naturdenkmal unter besonderem Schutz – ein Stück geologisches Gedächtnis des Schwarzwalds.

Schalensteine: Rätsel aus der Jungsteinzeit

Im Granit sind schüsselförmige Vertiefungen zu erkennen – Schalensteine, wie sie im Volksmund heißen. In rund 200 Metern Umkreis wurden Steinwerkzeuge gefunden, was auf eine Nutzung in der Jungsteinzeit (Neolithikum) hindeutet: möglicherweise eine Kultstätte, vielleicht ein Siedlungsplatz. Doch die Forschung ist sich nicht einig – natürliche Erosion könnte dieselben Mulden geformt haben. Das Rätsel bleibt offen.

Wanderhinweis: Karlstein am Westweg

Der Karlstein liegt unmittelbar am Westweg (Etappe 7: Hausach nach Wilhelmshöhe) im Ortsteil Niederwasser der Gemeinde Hornberg. Wer den Fernwanderweg geht, passiert ihn zwangsläufig – und sollte hier innehalten. 

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Der Rappenschliff – wo der Schwarzwald seine Tiefe zeigt

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Wer einmal am Rand einer fast 100 Meter tief abfallenden Steilrinne aus rotem Buntsandstein gestanden hat, weiß: Der Rappenschliff bei Bad Peterstal-Griesbach ist kein gewöhnlicher Aussichtspunkt. Es ist eine der dramatischsten Naturformationen im oberen Renchtal – ein Ort, der einem den Atem verschlägt, bevor man überhaupt einen Schritt nach vorne wagt. 

Rotes Gestein, steile Wände, tiefe Geschichte 

Die Felsen sprechen hier eine alte Sprache. Der charakteristische Buntsandstein, der das Renchtal und weite Teile des nördlichen Schwarzwalds prägt, hat sich über Jahrmillionen zu dieser gewaltigen Felsschlucht geformt. Markante Abbrüche, scharfe Kanten, Wände, die senkrecht in die Tiefe stürzen – der Rappenschliff gilt zu Recht als eines der bedeutendsten geologischen Highlights im Schwarzwald. 

Ein Wasserfall, der in die Tiefe springt 

Direkt neben der Steilrinne gibt es ein weiteres Naturschauspiel: Ein Wasserfall, der ungezähmt in die Tiefe der Schlucht fällt. Das Rauschen des Wassers mischt sich mit dem Wind, der durch die Felsspalten zieht – ein sinnliches Erlebnis, das Besucher noch lange nach der Wanderung begleitet. 

Brutplatz der Vögel – Natur im Verborgenen 

Was für Menschen unzugänglich ist, ist für die Tierwelt ein Rückzugsort. Die steilen Felswände des Rappenschliffs bieten zahlreichen Vogelarten einen geschützten Brutplatz fernab jeder Störung. Wer aufmerksam lauscht, hört sie – sieht sie vielleicht sogar kreisen, hoch über der Schlucht. 

Wanderwege am Rappenschliff – Premium pur 

Der Rappenschliff liegt an gleich mehreren prämierten Wanderrouten im Schwarzwald: 

→ Teufelskanzelsteig – Auf diesem Premiumwanderweg führt der Abstieg direkt am Rappenschliff vorbei. Dramatische Ausblicke inklusive. 

Renchtalsteig, 3. Etappe – Von Bad Peterstal zur Alexanderschanze: Wanderer passieren die Steilrinne und steigen dann auf schmalen Pfaden hinauf zur Sexauer Hütte – ein Abschnitt, der konditionell fordert und landschaftlich belohnt. 

Anreise & Ausgangspunkt 

Ein idealer Startpunkt für die Wanderung zum Rappenschliff ist der Wanderparkplatz an der Kreuzkopfschanze in Bad Griesbach. Von dort lassen sich verschiedene Routen kombinieren – je nach Lust, Laune und Kondition. 

Gut zu wissen

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Teufelskanzel Bad Peterstal-Griesbach – Wo der Schwarzwald seine wilde Seite zeigt

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Manche Orte haben eine Energie, die man nicht erklären kann. Die Teufelskanzel bei Bad Peterstal-Griesbach ist so ein Ort. Hoch über dem oberen Renchtal ragt eine markante Felsformation aus Buntsandstein steil in den Schwarzwaldhimmel – schroffe Kanten, tiefe Stille, und das leise Gefühl, dass hier mehr in der Luft liegt als nur Harzduft und Tannennadeln.

Kurz zusammengefasst: Die Teufelskanzel ist eine Felsplattform aus Buntsandstein im oberen Renchtal bei Bad Peterstal-Griesbach mit Blick bis in die Rheinebene. Erreichbar ist sie über den Teufelskanzelsteig ab der Kreuzkopfschanze in rund 45 bis 60 Minuten, vorbei an den Griesbacher Wasserfällen und der Sexauer Hütte.

Ein Fels mit Geschichte – und einem dunklen Namen

Der Name kommt nicht von ungefähr. Der Legende nach soll der Teufel persönlich auf diesem Felsen gestanden und Predigten gehalten haben – verführerisch, eindringlich, direkt an die Waldbewohner gerichtet. Ob man daran glaubt oder nicht: Auf der Aussichtsplattform Teufelskanzel, das Tal unter sich und den Wind im Gesicht, versteht man, warum dieser Ort Geschichten gebiert.

Das Panorama: Schwarzwaldhöhen, Dorf und Rheinebene

Der Blick von der Felskanzel ist eine Belohnung, die man sich erarbeiten muss. Bad Griesbach liegt wie hingeworfen im Tal, die Schwarzwaldhöhen ziehen sich in Wellen bis zum Horizont – und bei klarer Luft schweift der Blick weit hinaus in die Rheinebene. Kein Baum stört, kein Dach versperrt. Ein Geländer sichert die Plattform am Steilhang – die Natur bleibt trotzdem rau und ungezähmt.

Wandern zur Teufelskanzel: Der Teufelskanzelsteig

Der Weg dorthin ist Teil des Erlebnisses. Der Teufelskanzelsteig gilt als Premiumwanderweg im Schwarzwald – und er hält, was der Name verspricht. Start und Ziel: der Wanderparkplatz an der Kreuzkopfschanze in Bad Griesbach. Von dort führt der Pfad steil bergauf, durch dichten Mischwald, zunächst vorbei an den Griesbacher Wasserfällen und der gemütlichen Sexauer Hütte als Raststation auf halber Strecke – und erst danach weiter hinauf zum Felsen.

Schmal, naturbelassen, teils anspruchsvoll: Wer trittsicher ist und ein gutes Schuhwerk mitbringt, erreicht die Teufelskanzel in rund 45 bis 60 Minuten. Ein knackiger Aufstieg – aber einer, der sich lohnt.

Die Sexauer Hütte als Raststation

Auf halbem Weg zwischen der Kreuzkopfschanze und der Teufelskanzel, nach den Griesbacher Wasserfällen, liegt die Sexauer Hütte – ein idealer Rastplatz vor dem letzten, steileren Anstieg zum Felsen. Viele Wanderer legen hier eine Pause ein, bevor sie sich der Teufelskanzel und im Anschluss der weiterführenden Route zur Marienruhe zuwenden.

Gut zu wissen

Fazit: Mystik trifft Schwarzwald-Panorama

Die Teufelskanzel bei Bad Peterstal-Griesbach ist kein gewöhnlicher Aussichtspunkt. Sie ist ein Ort, der Geschichten erzählt – von Buntsandstein, von Legenden und weiten Blicken. Wer den Schwarzwald abseits der üblichen Routen erleben will, findet hier Wildheit, Stille und ein Panorama, das im Gedächtnis bleibt.