Talsperre Kleine Kinzig bei Reinerzau | © Sunhikes Tannenwald und Wiesenflächen im Mittleren Schwarzwald | © Sunhikes Burgbachwasserfall bei Bad Rippoldsau-Schapbach | © Sunhikes

Die besten Highlights im Mittleren Schwarzwald

Der Mittlere Schwarzwald bietet eine Reihe von Aussichtspunkten mit Panoramablicken über die Rheinebene bis hin zu den Vogesen. Vom Brenturm bei Furtwangen blickt man sogar bis zum Hochfirst, Feldberg, Belchen, Schauinsland und Kandel.

Ein echtes Kleinod des Mittleren Schwarzwalds sind die Zweribach-Wasserfälle im Simonswäldertal. Nicht weniger beeindruckend ist der Burgbach-Wasserfall bei Bad Rippoldsau-Schapbach. In unmittelbarer Nähe liegt der Glaswaldsee, einer von zwölf erhaltenen Karseen im Schwarzwald.

Inmitten der Berge und Täler des Mittleren Schwarzwaldes gibt es viel zu entdecken: Neben den Naturschönheiten warten historische Ortschaften, traditionelle Schwarzwaldhöfe und kulinarische Genüsse auf die Besucher.

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Die Zweribach-Wasserfälle im Simonswäldertal

Mittlerer Schwarzwald
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Die Wasserfälle liegen im Naturschutzgebiet Zweribach. An den Zweribachfällen stürzt der Zweribach aus einer Höhe von ca. 40 m in das Simonswälder Tal, wo er in die Wilde Gutach mündet. Neben den direkten Wanderwegen führt auch der Weitwanderweg ZweiTälerSteig zu den Wasserfällen.

Etwa 20 Kilometer östlich von Freiburg im Hochschwarzwald liegen die Zweribach-Wasserfälle. Die Zweribachfälle liegen mitten im Naturschutzgebiet Zweribach. Das Bannwaldgebiet Zweribach wurde erstmals 1970 im Forstbezirk St. Märgen ausgewiesen. Damit ist das Naturschutzgebiet Zweribach eines der ältesten Naturwaldreservate Deutschlands. 

Die starke eiszeitliche Vergletscherung hat an der 300 bis 700 m abfallenden Westflanke des Simonswäldertales sehr steile Karwände entstehen lassen. Die oberhalb in flachen Hangtälern verlaufenden Bäche Zweribach und Hirschbach stürzen sich über Wasserfälle in das bis zu 300 m tiefe Kar.

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Glaswaldsee im Schwarzwald

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Der Glaswaldsee ist einer von zwölf erhaltenen Karseen im Schwarzwald. Er liegt bei Bad Rippoldsau-Schapbach in einem am steilen Osthang der Lettstädter Höhe eingeschnittenen Kar. Der See ist Teil des gleichnamigen Naturschutzgebietes, das 1960 ausgewiesen wurde. Ein Gletscher hat den See während der letzten Eiszeiten aus dem Buntsandstein herausgeschliffen. Steile Ufer säumen den bis zu 11 m tiefen See. Die Fläche beträgt ca. 3 ha. Der Durchmesser schwankt zwischen 170 und 220 Metern. Gespeist wird der Glaswaldsee durch unterirdische Wasserzuflüsse.

Früher als Wilder See bezeichnet, geht der heutige Name auf die Glasflaschenherstellung in den angrenzenden Ortschaften zurück. Noch heute ist der Wasserspiegel des Glaswaldsees durch eine Sandsteinmauer angehoben, was früher die Flößerei im Wolftal ermöglichte. Aufgrund der früheren Nutzung für die Flößerei, die ein häufiges Aufstauen und Ablassen des Wassers erforderte, konnten sich im Glaswaldsee kaum Verlandungszonen ausbilden. 

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Blindensee Hochmoor und Naturschutzgebiet

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In der Nähe der Gemeinde Schönwald im Schwarzwald liegt der Blindensee, ein Hochmoorsee. Der kleine Hochmoorsee ist nach dem gleichnamigen Hof benannt. Er ist nur über einen Bohlensteg zu erreichen und stellt eine Oase der Ruhe dar. Charakteristisch ist, dass der See weder einen Zu- noch einen Abfluss hat. Die sumpfigen und feuchten Flächen rund um den fast kreisrunden, tintenschwarzen See sind mit Krüppelkiefern und seltenen Pflanzen wie Wollgras, Binsen, Moosbeere, Fieberklee, Fettkraut, Erika und Sonnentau bewachsen. Das dunkle Wasser scheint fast unendlich tief zu sein. 

Ein Hochmoorsee zeichnet sich dadurch aus, dass er weder einen Zu- noch einen Abfluss hat. Wie ein Auge liegt er in der Mitte des Hochmoores und wird deshalb auch Moorauge genannt. Schon in 60 cm Tiefe beginnt eine erste Schlammschicht, ohne dass man danach festen Grund erreicht. 

Mitten durch das Naturschutzgebiet verläuft der Westweg. Der Weg führt im direkten Bereich des Sees über Holzstege und entlang des Weges laden Ruhebänke zum Ausruhen und Verweilen in der Natur ein.

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Westweg-Portal Schonach Wilhelmshöhe

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Auf der Wilhelmshöhe passiert der Wanderer das mächtige Findlingsportal. Am Wolfbauernhof mit dem Longinuskreuz vorbei führt der Westweg zum Blindensee. Das Portal des Westweges in Schonach Wilhelmshöhe ist der Beginn der 8. Etappe des Westweges in Richtung der Kalten Herberge.

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Aussichtsberg Brend mit Turm am Westweg

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Schöne Aussichten genießt man auf dem Westweg vom Aussichtsturm Brend. Vom Brenturm aus genießt man einen weiten Blick in die Umgebung. Bis zum Hochfirst, Feldberg, Belchen, Schauinsland und Kandel erstreckt sich der Rundblick. An klaren Tagen kann man sogar bis in die Rheinebene und zu den Vogesen sehen. Vom Aussichtsturm auf dem Furtwanger Hausberg hat man bei guter Sicht sogar einen Rundblick mit herrlichem Alpenpanorama. 

Der Brendturm befindet sich auf dem Gipfel des Berges Brend, der im mittleren Schwarzwald liegt. Mit einer Höhe von 1.149 m über dem Meeresspiegel befindet sich der Turm auf der höchsten Erhebung der Stadt Furtwangen. 

Entdecke die schönsten Wanderungen und Rundwanderwege rund um den Aussichtsturm Brend im Schwarzwald. Plane deine eigene Wanderung.

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Burgbachwasserfall und Burgbachfelsen bei Bad Rippoldsau-Schapbach im Schwarzwald

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Versteckt im Wald des Wolftals bildet kleine Burgbach einen wildromantischen Wasserfall, der über Sandstein und Granitfelsen hinabstürzt. Der idyllische Burgbachwasserfall beeindruckt mit einer Gesamthöhe von 32 Metern, wovon 15 Meter frei fallen, und zählt somit zu den höchsten natürlichen Wasserfällen Deutschlands. Er wird vom südlichen Quellast des Burgbachs gespeist, der anschließend mit starkem Gefälle talabwärts fließt. Nachdem er sich mit dem nördlichen Quellast vereinigt hat, mündet der Burgbach in die Wolf.

Nahe des Burgbachwasserfalls liegt sich der Burgbachfelsen. Man erreicht ihn über einen schmalen Zickzackpfad durch den Wald. Vom Aussichtspavillon auf dem Felsplateau bietet sich ein wunderschöner Panoramablick ins malerische Wolftal.

Vom Wanderparkplatz an der Wolftalstraße ist der Burgbachwasserfall in knapp 800 Metern bequem zu erreichen. Es bieten sich aber auch schöne Rundwanderwege über den Burgbachwasserfall und den Burgbachfelsen sowie die etwas längere Klösterleschleife mit ca. 8,4 Kilometern als Wanderrouten im Wolftal an.

Der Ausflug zum Burgbachwasserfall lässt sich gut mit einem Besuch im Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald verbinden. Dort leben Bären, Wölfe und Luchse, die aus ehemals schlechten Haltungsbedingungen stammen, in verhaltensgerechten Freigehegen. 

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Triberger Wasserfälle Schwarzwald – 163 m Naturkraft erleben

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Lage der Triberger Wasserfälle – Im Herzen des Schwarzwalds 

Die Triberger Wasserfälle befinden sich mitten im malerischen Städtchen Triberg, eingebettet in die tiefgrünen Wälder des Hochschwarzwalds. Umgeben von moosbedeckten Steinen und uralten Bäumen, spürt man hier die Kraft und Ruhe der Natur. Über bequeme Wanderwege öffnet sich hier ein Naturparadies, das zum Verweilen und Staunen einlädt.  

Hoch über der Stadt stürzt die Gutach über mächtige Granitstufen, sieben Hauptfälle, insgesamt 163 Meter Fallhöhe, hinab. Man sieht die oberen drei Kaskaden, die sich sanfter neigen, über einen steilen Sturzbach gelangt man zu den sieben spektakulären Hauptstufen – ein Wechsel von Geräusch, Sprühregen und Licht.  

Die Wasserfälle sind leicht erreichbar und ziehen Besucher aus aller Welt an. 

Geschichte und Bedeutung der Triberger Wasserfälle 

Schon im 19. Jahrhundert entdeckten Besucher die Faszination der Triberger Wasserfälle. Man kann sich vorstellen, wie die ersten Touristen staunend vor diesem Naturschauspiel standen und die Kraft des Wassers bewunderten. Heute sind die Wasserfälle ein Symbol für die wilde Schönheit des Schwarzwalds und ein geschütztes Naturdenkmal, das mit Wanderwegen und Aussichtsplattformen liebevoll erschlossen wurde. 

Bereits 1805 wurden Wege gesichert, damit Menschen die Fälle gefahrlos erkunden konnten. Mit dem Bau der Schwarzwaldbahn Mitte des 19. Jahrhunderts nahm der Tourismus Fahrt auf — die Triberger Wasserfälle wurden zu einem der bekanntesten Naturdenkmäler Deutschlands.

Und mehr: 1884 nutzte Triberg die Wasserkraft der Gutach, um als eine der ersten Städte Deutschlands elektrische Straßenbeleuchtung einzuführen.  

Eine einzigartige Atmosphäre! 

Man hört das Grollen und spürt die Gischt im Gesicht. Eichhörnchen huschen über die Wege und abends, wenn die Wasserfälle bis 22 Uhr beleuchtet werden, verwandelt sich der Ort in ein märchenhaftes Schauspiel aus Wasser und Licht. Im Winter frieren Teile der Fälle zu und werden zu glitzernden Eisgebilden – ein Zauber, der bleibt! 

Es gibt drei verschiedene Wanderwege: Naturweg, Kulturweg, Kaskadenweg – jeder mit eigenen Ausblicken, Informationstafeln zu Pflanzen und Tieren.  

Anreise & Zugang 

Mit dem Auto: Triberg liegt im Schwarzwald, erreichbar über die B 33 durchs Kinzigtal. Parkplätze sind nahe beim Stadtzentrum, Hauptstraße / Ludwigsstraße (Haupteingang) sowie bei Bergsee, Scheffelplatz und Adelheid.  

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Die Schwarzwaldbahn bringt einen nach Triberg; auch Buslinien verbinden umliegende Orte. Vom Bahnhof oder Marktplatz sind es wenige Gehminuten zum Haupteingang der Wasserfälle.  

Zu Fuß & Wandernd: Wer gerne wandert, wählt den Naturweg oder Kulturweg, startet beim Haupteingang oder einem der anderen vier Zugänge – Bergsee, Scheffelplatz, Adelheid oder hinter der Asklepios-Klinik. 

Öffnungszeiten und Eintrittspreise  

(Stand April 2026)  

Die Triberger Wasserfälle sind ganzjährig täglich geöffnet.  
Der Eingang bei der Asklepios Klinik wurde barrierefrei für Rollstuhlfahrer gestaltet. Der Weg bis zur ersten Plattform ist eben. 
Im Wasserfallgelände sind Hunde an der Leine erlaubt. Weitere Informationen unter: triberg.de 

Eintrittspreise im Sommer: 
Triberg-Inklusiv-Karte (Zugang zum Wasserfall und Schwarzwaldmuseum, sowie Triberg-Fantasy und Triberg-Land)    

Erwachsene: 9,00 €
Ermäßigte Preise: 8,50 €  

  • Kinder im Alter von 6 bis 17 Jahren 

  • Personen mit einer Behinderung von mindestens 50 % (mit Nachweis) 

  • Studierende     

Familienkarte: 20,00 € 
Gruppen ab 20 Personen: 8,00 € 
Freier Eintritt für Kinder unter 6 Jahren.  
0,50 € Nachlass mit Gästekarte. 

Winter: 
Im Winter ist nur der untere Teil der Wasserfälle begehbar. Die Wege dort werden geräumt und gestreut. Der Einlass erfolgt über die Hauptkasse. 

Häufige Fragen zu den Triberger Wasserfällen 

Warum sind die Triberger Wasserfälle so bekannt?  Mit einer Fallhöhe von 163 Metern gehören die Triberger Wasserfälle zu den höchsten Wasserfällen Deutschlands. Sie liegen mitten im Schwarzwald und sind seit Jahrhunderten ein beliebtes Naturdenkmal – ein Ort, an dem sich die Kraft des Wassers mit dem Zauber des Waldes verbindet. 

Wie viele Kaskaden haben die Triberger Wasserfälle? 

Die Wasserfälle bestehen aus sieben Hauptfällen, die sich stufenweise über Granitfelsen in die Tiefe stürzen. Auf den Wegen rundherum kann man jeden Abschnitt aus nächster Nähe erleben. 

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch? 

Im Frühjahr, wenn die Schneeschmelze die Gutach anschwellen lässt, zeigt sich die volle Wucht des Wassers. Aber auch im Sommer bleibt die Schlucht angenehm kühl. Besonders eindrucksvoll ist ein Besuch am Abend, wenn die Wasserfälle kunstvoll beleuchtet sind. 

Wie lange dauert ein Rundgang? 

Je nach Route – Naturweg, Kulturweg oder Kaskadenweg – kann man die Wasserfälle in 30 bis 90 Minuten erleben. Wer sich Zeit nimmt, findet unterwegs Rastplätze, Informationstafeln und Fotomotive in Hülle und Fülle. 

Gibt es Eintrittsgebühren? 

Ja, die Triberger Wasserfälle sind eintrittspflichtig, um die Pflege der Wege, die Sicherheit und den Schutz der Natur zu gewährleisten. Kinder, Familien und Gruppen profitieren von vergünstigten Tarifen. 

Wie erreicht man die Triberger Wasserfälle am besten? 

  • Mit dem Auto: Parkplätze nahe am Haupteingang sowie an Bergsee, Scheffelplatz und Adelheid. 

  • Mit der Bahn: Über die Schwarzwaldbahn direkt bis Triberg, von dort wenige Minuten zu Fuß. 

  • Zu Fuß: Mehrere Zugänge führen durch den Wald zum Wasserfall – ideal für Wanderer. 

Kann man die Wasserfälle im Winter besuchen? 

Ja, auch im Winter sind die Triberger Wasserfälle zugänglich. Dann verwandelt sich das Wasser oft in bizarre Eisformationen, die wie Kristalle im Sonnenlicht glitzern. Ein Anblick, den man nicht so schnell vergisst.

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Renchtalhütte Bad Peterstal-Griesbach – Wo der Schwarzwald sein Herz zeigt

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Irgendwo zwischen dem Rauschen der Tannen und dem weichen Licht eines Spätnachmittags liegt sie, als hätte man sie schon immer hier vermutet: die Renchtalhütte in Bad Peterstal-Griesbach, mitten im mittleren Schwarzwald, auf rund 800 Metern Höhe, mit einem Panoramablick, der die Gedanken weit werden lässt. Eine urige Schwarzwälder Berghütte, die mehr ist als eine bloße Einkehr – sie ist ein Ort, an dem man verweilt, atmet und für einen Moment vergisst, dass es eine Welt jenseits der dunkelgrünen Hügel gibt. 

Die Renchtalhütte gehört als Dependance zum renommierten 5-Sterne-Hotel Dollenberg und verbindet auf bemerkenswerte Weise den Charme des rustikalen Schwarzwalderbes mit dem Anspruch gehobener Gastlichkeit. Wer hier ankommt – ob nach einer ausgedehnten Wanderung oder einfach auf der Suche nach einem besonderen Ausflugsziel im Schwarzwald – spürt sofort: Hier stimmt etwas. 

200 Jahre altes Scheunenholz – Atmosphäre zum Anfassen 

Man tritt ein und der Raum empfängt einen mit der warmen Wucht vergangener Jahrzehnte. 200 Jahre altes Scheunenholz trägt die Decken und Wände, der Kachelofen strahlt eine Wärme aus, die sich tief in die Knochen legt – jene wohltuende Art von Wärme, die man aus Kindheitserinnerungen kennt. Die Balken erzählen Geschichten, die kein Reiseführer je vollständig wiedergeben könnte. 

Draußen, auf der großen Aussichtsterrasse, öffnet sich das Renchtal in seiner ganzen Weite. Man sitzt, hält die Kaffeetasse in beiden Händen und schaut über die Täler des mittleren Schwarzwaldes – ein Panorama, das keine Kamera wirklich einzufangen vermag. Es ist einer jener Momente, für die man reist. 

Schwarzwälder Küche auf höchstem Niveau 

Die Küche der Renchtalhütte ist ein Bekenntnis zur Region – ehrlich, aromatisch und mit jenem Eigensinn, den gute Schwarzwälder Küche verdient. Die Speisekarte bewegt sich zwischen rustikaler Schwarzwälder Vesper und elsässischen Einflüssen, zwischen traditionellen Hausrezepten und gehobenen Hüttengerichten. 

Wer die hausgemachten Maultaschen mit Kartoffelsalat bestellt, bekommt genau das, was er sich erhofft hat: eine Portion Heimat auf dem Teller. Der Wurstsalat, hier oft mit frischen Tomaten serviert, ist von jener unkomplizierten Güte, die man in der Stadt so selten findet. Und der Bibeleskäse – jener cremige Schwarzwälder Kräuterquark – erinnert daran, dass wahre Genüsse manchmal die einfachsten sind. 

Wer es herzhafter mag, findet im Elsässer Bäckeoffe (ca. 16 €) einen wärmenden Eintopf, der mit seinen zarten Fleisch- und Gemüseschichten die Seele tröstet wie ein alter Freund. Das Rumpsteak vom Brett (ca. 23 €) überzeugt durch Qualität, das Holzfällersteak vom Schwein (ca. 18 €) durch Charakter. Tagesgerichte wechseln regelmäßig und halten die Karte lebendig – meist um die 24,50 €. 

Schwarzwälder Kirschtorte – Eine Legende in Kuchenform 

Kein Besuch der Renchtalhütte wäre vollständig ohne ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte. Unter Kennern gilt sie als eine der besten der gesamten Region – und wer einmal in diese schmelzende Schichtung aus Biskuit, Sahne, Kirschen und Kirschwasser gebissen hat, versteht, warum. Dazu ein Espresso oder ein cremiger Latte Macchiato – und die Welt hat wieder Ordnung. 

Die Kuchenauswahl ist groß, die Kaffeespezialitäten vielfältig, und wer einen badischen Qualitätswein zum Abschluss wünscht, findet in der exzellenten Weinkarte – dem Erbe des Hotel Dollenberg – beste Gesellschaft. Auch Sekt und Champagner stehen bereit für jene Momente, die nach Feier verlangen. 

Raclette & Fondue – Wenn die Hütte zum Erlebnis wird 

Es gibt Gerichte, die mehr sind als Essen – sie sind Ritual. In der Renchtalhütte gehören Raclette und Fondue dazu. Das Raclette à volonté, serviert mit herzhaftem Schwarzwälder Rauchfleisch, kostet ca. 33,00 € pro Person und wird tischweise ab mindestens zwei Personen angeboten. Man schmilzt, wartet, redet – und genießt in einem Tempo, das der Schwarzwald selbst vorgibt: besonnen und ohne Hast. 

Das Fondue Bourguignonne – klassisch in Öl oder Brühe, begleitet von verschiedenen Saucen, Pommes Frites und einem frischen Salatteller – ist ebenfalls ab zwei Personen erhältlich, meist auf Vorbestellung. Wer plant, plant gut: Eine frühzeitige Reservierung wird empfohlen, besonders an Wochenenden und zu besonderen Abenden. 

Hüttenabend mit Musik – Mittwochs lebt die Hütte auf 

Jeden Mittwoch ab 19:00 Uhr verwandelt sich die Renchtalhütte in einen Ort echter Gemeinschaft: Der Hüttenabend lockt mit Live-Musik und einem Rahmenprogramm, das an vergangene Zeiten erinnert, ohne kitschig zu wirken. Fondue und Raclette sind an diesen Abenden oft zentrale Bestandteile des Menüs. Wer einmal dabei war, kommt wieder. 

Die Öffnungszeiten der Renchtalhütte sind großzügig: täglich von 11:00 bis 22:00 Uhr, durchgehend warme Küche – ein Segen für alle, die nach einer langen Wanderung auch außerhalb der klassischen Mittagszeit Hunger verspüren. 

Wandern rund um die Renchtalhütte – Premiumwege im mittleren Schwarzwald 

Die Renchtalhütte ist nicht nur Ziel, sie ist Ausgangspunkt. Direkt an der Hütte kreuzen einige der schönsten Premiumwanderwege des Schwarzwaldes, und wer einmal die gut markierten Pfade durch das Renchtal beschritten hat, versteht, warum diese Region immer mehr Wanderfreunde aus ganz Deutschland und dem benachbarten Elsass anzieht. 

Buchkopfturm – 360-Grad-Aussicht in 2 km Entfernung 

Kaum zwei Kilometer von der Hütte entfernt erhebt sich der Buchkopfturm – und wer den kurzen Anstieg auf sich nimmt, wird mit einer 360-Grad-Aussicht belohnt, die den Atem verschlägt. Das gesamte mittlere Schwarzwaldpanorama liegt zu Füßen, bei klarer Sicht reicht der Blick bis zu den Vogesen. Ein Pflichtprogramm für jeden Besucher. 

Rundwanderung: Von der Zuflucht zum Buchkopfturm & Renchtalhütte 

Auf dem Wanderportal Sunhikes wird diese Tour als eine der attraktivsten der Region gelistet. Die Rundwanderung führt vom Hochplateau der Zuflucht über den Buchkopfturm zur Renchtalhütte – eine aussichtsreiche, naturnahe Route mit folgenden Eckdaten: 

  • Distanz: ca. 8,0 km 

  • Dauer: ca. 2,5 – 3 Stunden 

  • Höhenmeter: ca. 250 hm im Auf- und Abstieg 

  • Schwierigkeit: Leicht bis moderat 

Für GPS-Geräte und Smartphones können auf Sunhikes GPX-Dateien direkt heruntergeladen werden – eine echte Erleichterung auf den teils verzweigten Waldpfaden. → Informationen zur Tour

Schwarzwälder Genießerpfade – Preisgekrönte Wege direkt an der Hütte 

Wer länger bleiben oder tiefer in den Schwarzwald eintauchen möchte, findet rund um die Renchtalhütte gleich mehrere ausgezeichnete Schwarzwälder Genießerpfade

  • Wiesensteig (11 km): Naturbelassene Pfade, weite Aussichten über das obere Renchtal – Wandern im Schwarzwald in seiner schönsten Form.  → Informationen zur Tour

  • Himmelssteig (10 km): Steilere Anstiege, die sich lohnen – mit der „Himmelsbank" und dem „Himmelsfelsen" als besondere Highlights. 
    → Informationen zur Tour

  • Schwarzwaldsteig (ca. 11 km): Für geologisch Neugierige – der sogenannte „Ibacher Schliff" zeigt Spuren der Eiszeit in Fels und Landschaft. → Informationen zur Tour

  • Renchtalsteig, Etappe 4 (ca. 23 km): Für ambitionierte Fernwanderer führt die Strecke von der Alexanderschanze über die Renchtalhütte bis zu den stimmungsvollen Klosterruinen Allerheiligen – ein Weg, der Geschichte atmet. 

Familienausflug in den Schwarzwald – Auch für die Kleinen ein Erlebnis 

Die Renchtalhütte ist kein Ort nur für Erwachsene. Direkt an der Hütte gibt es einen Abenteuerspielplatz, der Kinderherzen höherschlagen lässt, und einen Streichelzoo mit Ziegen, bei dem selbst die Kleinsten sofort auftauen. Ein Familienausflug in den Schwarzwald führt hier zu einem Ort, an dem jeder – vom Kleinkind bis zum Großelternteil – seinen Platz findet. 

Hunde sind übrigens herzlich willkommen, solange sie an der Leine bleiben. Auch das ist Schwarzwald: unkompliziert, naturnah und gastfreundlich. 

Anreise & Praktisches – So erreicht man die Renchtalhütte 

Die Renchtalhütte liegt auf ca. 800 Metern Höhe oberhalb von Bad Peterstal-Griesbach im Ortenaukreis. Die Anreise ist auf mehreren Wegen möglich: 

  • Zu Fuß: Wer im Hotel Dollenberg logiert, erreicht die Hütte in rund einer Stunde auf ausgeschilderten Wanderwegen – ein perfekter Morgenspaziergang. 

  • Mit dem PKW: Eine asphaltierte Straße führt direkt zur Hütte. Ein Wanderparkplatz befindet sich ca. 100 Meter hinter der Hütte. 

Wichtig zu wissen: Eine Übernachtung direkt in der Renchtalhütte ist nicht möglich. Wer länger verweilen möchte, bucht am besten im nahegelegenen Hotel Dollenberg – einem der renommiertesten Häuser der Region. 

Fazit – Die Renchtalhütte: Ein Stück echter Schwarzwald 

Es gibt Orte, die man nicht erklärt, sondern erlebt. Die Renchtalhütte in Bad Peterstal-Griesbach ist so ein Ort. Eine urige Schwarzwälder Berghütte auf 800 Metern, mit allem, was das Herz begehrt: hervorragende regionale Küche, ehrliches Ambiente, unvergessliche Wanderwege im Schwarzwald und jene besondere Stille, die man nur in den Bergen findet. 

Ob als Ziel einer Rundwanderung über den Buchkopfturm, als Kulisse für einen unvergesslichen Hüttenabend mit Musik, als Familienausflug mit Kindern und Hund oder einfach als Ort zum Innehalten – die Renchtalhütte hält, was der Schwarzwald verspricht. Und manchmal sogar ein bisschen mehr. 

Reservierung empfohlen – besonders für Raclette, Fondue und Hüttenabende. 

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Abseits des Trubels: die Talsperre Kleine Kinzig bei Alpirsbach-Reinerzau

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Kein Handyempfang. Keine Liegestühle. Kein Softeis-Stand. Und trotzdem – oder genau deswegen – einer der schönsten Orte im ganzen Schwarzwald. Die Talsperre Kleine Kinzig bei Alpirsbach-Reinerzau ist das Gegenprogramm zur übertouristischen Schwarzwald-Postkarte: ursprünglich, ruhig, echt. 

Wer hier ankommt, schaltet runter. Nicht weil er muss – sondern weil der Ort es einem einfach macht. 

Und ja, dieser Stausee im Schwarzwald ist gleichzeitig die einzige Trinkwassertalsperre in Baden-Württemberg. Stilles Wasser mit großer Verantwortung. 

Kein Baden, kein Lärm – und das ist der Punkt 

Das Wasser hier ist Trinkwasser. Zukünftiges Leitungswasser für eine ganze Region. Deshalb gilt: kein Baden, kein Bootfahren, kein Angeln – und auch Hunde bleiben bitte aus dem Wasser raus. 

Was erstmal nach Einschränkung klingt, ist in Wahrheit das Beste an diesem Ort. Denn genau dieser Schutzstatus hält den Trubel fern. Keine Jetskis. Keine Campingstühle am Ufer. Nur Wald, Wasser, Wind. 

Für alle, die Natur nicht konsumieren, sondern wirklich erleben wollen – genau richtig. 

Wandern an der Talsperre: einfach, schön, unaufgeregt 

Der Rundwanderweg Kleine Kinzig ist rund 12 bis 13 Kilometer lang, breit, gut befestigt und größtenteils kinderwagentauglich. Drei bis vier Stunden sollte man einplanen – weniger wegen der Anstrengung, mehr wegen der Pausen, die man unweigerlich einlegen wird. 

Wer kürzer unterwegs sein will: Die 450 Meter lange Staumauer bietet eine direkte Abkürzung auf 5 bis 6 Kilometer. Und den besten Blick auf den gesamten See gleich dazu. Panorama pur, ohne großen Aufwand. 

Wasserpfad Reinerzau – Naturerlebnis für die ganze Familie 

Für Familien mit Kindern ist der Wasserpfad Reinerzau ein echtes Highlight. Der lehrreiche Pfad startet am Wanderparkplatz und führt direkt zur Talsperre – mit Stationen, die Wasser nicht erklären, sondern erfahrbar machen. 

Kein Museum. Kein Erklärfilm. Einfach draußen sein und verstehen. 

E-Bike oder Fahrrad – die Runde läuft auch auf zwei Rädern 

Die Strecke rund um den Stausee Kleine Kinzig ist nicht nur für Wanderer gemacht. Breite, befestigte Wege machen den Rundkurs auch für Fahrräder und E-Bikes richtig gut befahrbar. Entspanntes Radeln, frische Luft, kein Gegenverkehr – das ist Schwarzwald, wie er sein sollte. 

Unter dem See: Führungen, die man nicht vergisst 

Hier wird's richtig besonders. Der Zweckverband Wasserversorgung Kleine Kinzig bietet Führungen durch die technischen Anlagen an – und die haben es in sich: Man läuft unter dem Stausee hindurch und steigt in den 70 Meter hohen Entnahmeturm auf. 

Oben angekommen, schaut man auf stilles Wasser, dichten Wald und eine Mauer, die alles zusammenhält. Ein Moment, der sitzt. Und der zeigt, was passiert, wenn Ingenieurskunst und Naturschutz an einem Strang ziehen. 

Praktisches – kurz & knapp 

Parken: Wanderparkplatz Kleine Kinzig, Berneckstraße 16 (Oberes Dörfle), Reinerzau. Von dort ca. 2 km Fußweg zur Staumauer – eine gute Einstimmung. 

Essen & Trinken: Keine Gastronomie direkt an der Talsperre Alpirsbach-Reinerzau. Rucksack packen, Thermoskanne mitnehmen. Einkehrmöglichkeiten gibt's in Alpirsbach oder Reinerzau

Bester Aussichtspunkt: Die Staumauer. Auf dem Rundweg versteckt sich der See oft hinter Bäumen – was die Waldstimmung aber eher noch besser macht. 

Tipp: Burgbachwasserfall direkt dazu kombinieren 

Wer noch nicht genug hat: Der Burgbachwasserfall liegt nur rund 15 Minuten Fahrzeit entfernt und zählt zu den höchsten freifallenden Wasserfällen im Schwarzwald. Stiller Stausee am Vormittag, tosender Wasserfall am Nachmittag – ein perfekter Kontrast für einen vollen Ausflugstag. 

Fazit: Nicht für jeden – aber für die Richtigen 

Die Talsperre Kleine Kinzig bei Alpirsbach-Reinerzau ist kein überlaufener Fotomotiv-Hotspot. Sie ist ein Ort für Menschen, die Ruhe nicht suchen, weil es gerade Trend ist – sondern weil sie sie wirklich brauchen. 

Man kommt einmal. Und kommt wieder. Garantiert. 

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Der Harkhof am Westweg – Rast mit echtem Schwarzwald-Feeling

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Beine, die brennen. Ein Rucksack, der schwerer wird mit jeder Kurve. Und dann – auf 700 Metern, irgendwo zwischen Baumkronen und Bergrücken – taucht er auf: der Harkhof. Kein Instagram-Filter nötig, kein Konzept. Nur echter Schwarzwald, direkt an der 6. Etappe des Westwegs bei Oberharmersbach

Wer hier ankommt, bleibt länger als geplant. Meistens. 

Wo der Harkhof liegt – und warum das zählt 

Der Harkhof liegt nicht zufällig genau hier. Er markiert einen der schönsten Rastpunkte zwischen der Littweger Höhe und dem Brandenkopf – und das gleich an zwei Wegen: dem Fernwanderweg Westweg und dem Harmersbacher Vesperweg, einem der beliebtesten Premiumwanderwege im Schwarzwald. 

Mit dem Auto kommt man über eine steile, asphaltierte Straße von Oberharmersbach aus hoch. Aber ehrlich gesagt – zu Fuß ist besser. Dann weiß man, was man sich verdient hat. 

Die Vesperstube: hausgemacht, ehrlich, gut 

Die Vesperstube am Harkhof funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Was auf den Tisch kommt, kommt vom Hof. Keine langen Karten, keine Fusion-Küche. Dafür Schwarzwälder Vesper in Reinform. 

Das gibt's: 

  • Hausmacher Wurstplatten & Speckvesper – deftig, sättigend, genau richtig 

  • Bibeleskäse mit frischen Kräutern und selbstgebackenem Holzofenbrot 

  • Bauernbratwürste mit Zwiebeln & Kartoffelsalat – der Klassiker unter den warmen Gerichten 

  • Flädlesuppe – besonders nach einer langen Etappe ein echter Seelenwärmer 

  • Hausgemachter Käsekuchen und Schwarzwälder Kirsch zum Abschluss 

Die Küche ist bis ca. 20:30 Uhr geöffnet – was für Wanderer kein unwichtiges Detail ist. 

Hofeigene Brennerei & Apfelmost – kein Supermarkt, sondern Hof 

Was viele unterschätzen: Der Harkhof hat eine eigene Schwarzwälder Brennerei. Die hofeigenen Schnäpse haben Charakter – den man schmeckt. Dazu gibt es frischen Apfelmost, der nach genau dem schmeckt, wonach er klingt: nach Apfel, nach Hof, nach Schwarzwald. 

Preise? Fair. Bezahlung? Bar – also Scheine mitnehmen. 

Öffnungszeiten auf einen Blick 

  • Di–So ab 10:00 Uhr geöffnet 

  • Warme Küche bis ca. 20:30 Uhr 

  • Montag Ruhetag 

  • Übernachtung möglich: Gästezimmer & Mehrbettschlafräume für Wanderer 

Wer die nächste Westweg-Etappe ausgeruht angehen will, schläft hier – und frühstückt vermutlich besser als zuhause. 

Das Highlight: Drei riesige Holzstühle mit Weitblick 

Direkt oberhalb des Hofes stehen drei überdimensionale Holzstühle – und ja, man klettert rauf. Das Fotomotiv ist das eine. Der Blick das andere: Bei klarem Wetter schweift er weit über die Schwarzwälder Hügelketten bis ins Rheintal. Eine Aussicht, die man sich gemerkt hat – lange nach der Wanderung. 

Fazit: Der Harkhof ist kein Geheimtipp mehr – aber ein Muss 

Der Harkhof bei Oberharmersbach ist das Gegenteil von austauschbar. Bodenständig, gastfreundlich, mit Substanz. Ob als Wanderrast auf dem Westweg, Tagesausflug oder Übernachtung mit Programm – hier trifft man Schwarzwald so, wie er sein sollte. 

Tipp: Nur Barzahlung. Kein Kartenterminal, dafür alles andere, was zählt. 

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Hausach – Das Kinzigtal von seiner besten Seite

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Man steigt aus dem Zug – und der Schwarzwald trifft einen sofort. Frische Tannenluft, das Rauschen der Kinzig, und hoch über den Dächern: die Silhouette von Burg Husen. Hausach, das „Herz im Kinzigtal", ist kein Ort, der laut nach Aufmerksamkeit ruft. Aber wer eine Nacht bleibt, kommt selten am nächsten Morgen los. 

Burg Husen: Kurzer Aufstieg, großes Panorama 

Der Weg nach oben dauert nicht lange – aber er verändert die Perspektive. Durch lichten Mischwald, vorbei an moosbedeckten Felsen, dann plötzlich: Weite. Der Blick vom Aussichtspunkt Burg Husen reicht weit ins Kinzigtal und Gutachtal hinein. Man begreift sofort, warum hier oben einst eine Burg stand. 

Die Ruine Burg Husen ist das Wahrzeichen der Stadt – und einer der schönsten Aussichtspunkte im Schwarzwald überhaupt. Familien mit Kindern, Paare, Solo-Wanderer: Hier oben findet jeder seinen Moment. 

Abenteuerpfad Einbach: Wo Kinder (und Erwachsene) ausrasten dürfen 

Vom Burgberg runter, Richtung Einbach – und schon beginnt das nächste Kapitel. Der Abenteuerpfad Hausach ist kein gewöhnlicher Wanderweg. Auf rund 3 Kilometern warten 20 Mitmach-Stationen zum Klettern, Balancieren und Entdecken. 

Man sieht Kinder, die mit vollem Körpereinsatz über Baumstämme balancieren – und Eltern, die leise mitfiebern (und insgeheim selbst ausprobieren wollen). Der Erlebnispfad Einbach ist genau das, was ein Familienausflug in den Schwarzwald sein sollte: draußen, aktiv, ungeplant gut. Dazwischen: typische Schwarzwaldhöfe, die das Tal so aussehen lassen, als hätte die Zeit hier einen anderen Rhythmus. 

Wandern in Hausach: Westweg, Bergsteig & Spitzfelsen 

Hausach ist ein echter Etappenort am Westweg – dem Klassiker unter den deutschen Fernwanderwegen. Die Westweg-Etappe 6 führt vom Harkhof hinab ins Kinzigtal: 15,6 Kilometer, ein steiler Abstieg, und Ausblicke, die man nicht so schnell vergisst. 

Wer es ruhiger mag: Der Hausacher Bergsteig ist ein zertifizierter Genießerpfad Schwarzwald auf der sonnigen Talseite – mit cleveren Ideen am Wegrand und einem Abschnitt über den Abenteuerpfad. Etwas sportlicher wird's am Spitzfelsen, einem markanten Aussichtspunkt, der in viele Rundtouren ab Hausach eingebunden ist. Und wer den inneren Pilger spürt: Der Kinzigtäler Jakobusweg führt direkt durch die Stadt. 

Bergbau, Badefreuden & mehr 

Hausach hat auch eine Tiefe, die man nicht sofort sieht. Das Freilichtmuseum Erzhof erzählt von einer Zeit, als hier Silber und Blei aus dem Berg geholt wurden. Wer noch tiefer will: Das Besucherbergwerk Grube Segen Gottes im benachbarten Haslach-Schnellingen beeindruckt mit riesigen Kristallformationen. 

Nach dem letzten Anstieg wartet das Kinzigtalbad Hausach – Freibad, Hallenbad, wohlverdiente Abkühlung. Kein schlechter Abschluss für einen Tag im Schwarzwald

Fazit: Hausach lohnt sich – wirklich 

Hausach ist kein Instagram-Hotspot. Keine überlaufene Sehenswürdigkeit, kein Selfie-Pflichtprogramm. Es ist ein Ort, der einfach funktioniert: Burg Husen, Abenteuerpfad Einbach, Westweg, Bergbaugeschichte, Schwarzwaldluft. Wer einmal anhält, kommt auf den Geschmack – und plant beim Abfahren schon die Rückkehr. 

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Wo die Donau wirklich beginnt

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Vergiss die Postkarten. Vergiss den Schlosspark in Donaueschingen. Wer den echten Ursprung der Donau sucht, der verlässt die ausgetretenen Pfade – und folgt einem schmalen Waldweg hinauf auf 1.078 Meter. Dort oben, am Kolmenhof bei Furtwangen im Schwarzwald, tritt Wasser still aus dem Boden. Unspektakulär. Leise. Und doch: Das hier ist der Anfang von allem. 

Die Bregquelle beim Kolmenhof gilt geografisch und hydrologisch als die wahre Donauquelle – und wer einmal hier gestanden hat, versteht warum. 

Der Quell, der Europa verändert 

Ein Rinnsal. Mehr ist es nicht, was man sieht. Und doch trägt dieses Wasser eine Reise vor sich, die erst am Schwarzen Meer endet – über 2.800 Kilometer entfernt. Die Breg, Quellfluss der Donau, entspringt genau hier, direkt hinter dem Kolmenhof. Eine schlichte Bronzetafel markiert die Stelle, als wolle man dem Wasser sagen: Ja. Du bist gemeint. 

Was viele nicht wissen: Es gibt zwei Quellflüsse der Donau – die Brigach und die Breg. Beide treffen sich in Donaueschingen. Der alte Merksatz kennt das jeder: „Brigach und Breg bringen die Donau zuweg."  

Doch welcher Fluss ist der eigentliche Ursprung? 

Die Hydrologie ist eindeutig: Die Breg ist mit 46 Kilometern der längere und wasserreichere der beiden. Ihre Quelle liegt weiter vom Meer entfernt als die der Brigach. Damit ist die Bregquelle – hydrologisch korrekt – der eigentliche Donauursprung. Kein Schlosspark. Kein Brunnen mit Skulptur. Sondern dieser stille Fleck im Schwarzwald. 

Ein Regentropfen, zwei Weltmeere 

Was diesen Ort noch surrealer macht: Nur wenige Schritte vom Kolmenhof entfernt verläuft die Europäische Hauptwasserscheide zwischen Rhein und Donau. Wer hier einen Stein ins Gras wirft, entscheidet über Weltmeere. Links – Nordsee. Rechts – Schwarzes Meer

Rund 200 Meter entfernt steht die historische Martinskapelle, exakt auf dieser Wasserscheide. Eine Dachhälfte entwässert gen Norden, die andere gen Südosten. Selten ist Geografie so spürbar wie an diesem Ort. Man steht buchstäblich auf der Kippe zwischen zwei Kontinentalabflüssen – und merkt: Natur hat eine ziemlich gute Dramaturgie. 

Kolmenhof: Ankommen, essen, bleiben 

So ein Ort verdient eine gute Einkehr. Und die gibt es. Der Kolmenhof ist kein Museum – er ist ein lebendiges Berggasthaus mit Seele. Rustikal, herzlich, direkt. Die Küche läuft durchgehend: Schwarzwälder Vesper, hausgemachter Kuchen, Wildspezialitäten. Dazu eine Sonnenterrasse, die den Blick in den Schwarzwald freigibt wie eine ruhige Hand, die einen Vorhang beiseite schiebt. 

Für Westweg-Wanderer ist der Kolmenhof ohnehin Pflichtprogramm – er liegt direkt auf Etappe 8 (Wilhelmshöhe → Kalte Herberge). Gästezimmer in Einzel- und Doppelbelegung sowie ein Wanderlager sorgen dafür, dass man nicht weitermuss, wenn man nicht will. Und meistens will man nicht. 

Raus in den Schwarzwald – Was noch wartet 

Die Bregquelle ist kein Endpunkt. Sie ist ein Aufbruch. Wer hier oben ankommt, hat noch viel vor sich – im besten Sinne. 

Günterfelsen: Rund 30 Gehminuten entfernt ragen mächtige Granitformationen aus dem Wald. Riesige Felsblöcke, bemooste Oberflächen, Stille. Ein Ausflug, der sich für jeden lohnt – ob Gelegenheitswanderer oder Ausdauerläufer. 

Westweg: Wer den Schwarzwald-Fernwanderweg in seiner ganzen Länge begehen will, kommt am Kolmenhof sowieso vorbei. Hier tankt man auf – kulinarisch und emotional. 

Winter im Hochschwarzwald: Auf knapp 1.100 Metern Höhe ist Schnee keine Überraschung, sondern Programm. Das Loipennetz Schonach–Belchen verläuft direkt am Haus. Stille, Weiß, Winterluft – und danach ein heißer Kaffee im Gasthaus. So geht Schwarzwald. 

Der Anfang eines Stroms – und einer Reise 

Es gibt Orte, die man kennt, weil alle davon reden. Und es gibt Orte, die man kennt, weil man selbst dort war. Die Bregquelle am Kolmenhof gehört zur zweiten Kategorie. 

Kein Gedränge. Kein Touristenrummel. Nur ein kleiner Quell, ein altes Gasthaus, dunkle Tannen und das leise Wissen: Hier beginnt die Donau. Wirklich. Hier – und nirgendwo sonst.

Praktische Infos 

Adresse: Kolmenhof, Martinskapelle, Furtwangen im Schwarzwald Höhe: 1.078 m ü. NHN Wanderweg: Westweg, Etappe 8 Gastronomie: Durchgehend warme Küche, Vesper, Kuchen, Wildspezialitäten Übernachtung: Gästezimmer (EZ/DZ) & Wanderlager Winter: Loipennetz Schonach–Belchen direkt am Haus In der Nähe: Martinskapelle (200 m), Günterfelsen (30 min), Europäische Wasserscheide 

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Griesbacher Wasserfälle – wo der Schwarzwald sein stilles Herz zeigt

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Wer dem Rauschen des Alltags entfliehen will, muss nicht weit fahren. Tief im bewaldeten Seitental von Bad Peterstal-Griesbach warten die Griesbacher Wasserfälle – ein Naturschauspiel, das man nicht laut ankündigt, sondern leise entdeckt. Über mehr als 30 Meter Fallhöhe stürzt das Wasser in mehreren Kaskaden und Felsstufen in die Tiefe, umrahmt von Moos, Fels und dem unverwechselbaren Duft des Schwarzwaldes

Ein Wasserfall, der Geheimtipp geblieben ist 

Während andere Schwarzwald-Wasserfälle von Besuchermassen belagert werden, gehören die Griesbacher Wasserfälle noch immer zu den stillen Entdeckungen der Region. Man steht hier nicht in der Schlange – man steht im Rauschen. Treppen und Holzstege führen direkt entlang der Schlucht nach oben und ermöglichen Ausblicke, die man sonst nur von Postkarten kennt: schäumendes Wasser, moosbedeckter Fels, ein Lichtspiel, das durch die Baumkronen bricht. 

Dieser Kaskadenwasserfall im Schwarzwald ist kein Spektakel für die große Bühne – er ist eines für alle, die genau hinschauen. 

Wandern zu den Griesbacher Wasserfällen – drei Wege, ein Ziel 

→ Teufelskanzelsteig – der direkteste Weg ins Herz der Schlucht 

Rund 7 Kilometer misst dieser Premiumwanderweg, der an der Kreuzkopfschanze beginnt und schnurstracks zum Wasserfall führt. Auf moosbewachsenen Steinstufen und über Holztreppen arbeitet man sich am tosenden Wasser empor – jeder Schritt ein kleines Abenteuer. Für alle, die wandern rund um Bad Peterstal-Griesbach neu entdecken wollen, ist dies die erste Wahl. 

→ Wiesensteig – Genuss auf 13,5 Kilometern 

Wer es etwas ausgedehnter mag, wählt den Wiesensteig – ein rund 13,5 km langer Genießerpfad, der Abschnitte entlang der Wilden Rench und kleiner Bachläufe einbindet. Hier wandert man durch eine Landschaft, die sich wie ein Bilderbuch liest. 

→ Renchtalsteig – der große Bogen durch das Tal 

Auf der Etappe zwischen Kurhaus Bad Peterstal und der Alexanderschanze ist der Wasserfall ein fester Orientierungspunkt des Renchtalsteigs. Wer diese Route wählt, erlebt das gesamte Renchtalpanorama – und bekommt den Wasserfall gleichsam als Belohnung serviert. 

Besucherinfos – das sollte man vor dem Besuch wissen 

Der ideale Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz an der Kreuzkopfschanze in Bad Griesbach. Von dort führt ein weitgehend ebener Forstweg in etwa 1,5 Kilometern direkt zum Wasserfall Bad Peterstal-Griesbach. Der Eintritt ist kostenlos, der Zugang ganzjährig rund um die Uhr möglich. 

Besonders eindrucksvoll zeigt sich der Wasserfall nach starken Regenfällen oder zur Schneeschmelze – dann entfaltet er seine volle Wucht. In trockenen Sommerperioden hingegen kann die Wassermenge spürbar nachlassen. Das Gelände ist oft feucht und moosbedeckt: trittsicheres Schuhwerk ist kein Luxus, sondern Pflicht. 

Tipp: Aussichtspunkt Marienruhe kombinieren 

Wer den Ausflug abrunden möchte, kombiniert den Wasserfall mit dem Aussichtspunkt Marienruhe auf rund 900 Metern Höhe. Von dort öffnet sich ein Panoramablick über das Renchtal, der nach dem Aufstieg durch die Schlucht wie eine Belohnung wirkt – weit, still und atemraubend schön.

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Burg Husen in Hausach – 800 Jahre Geschichte, eine verdammt gute Aussicht und kein Eintritt

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Steil. Steinalt. Atemberaubend. Die Burgruine Husen thront seit dem 13. Jahrhundert auf dem Schlossberg über Hausach – und macht dabei noch immer eine richtig gute Figur. Zinnengekrönt, von Jahrhunderten geformt, ist sie das unübersehbare Wahrzeichen von Hausach und einer der coolsten Aussichtspunkte im ganzen Schwarzwald. Das Beste? Kostenlos. 

Gegründet von Zähringern, geliebt von allen – die Ursprünge der Burg Husen 

Um 1220 ließen die Zähringer hier oben bauen – nicht für die Optik, sondern aus knallhartem Kalkül: Die Silbergruben rund um Hausach waren bares Geld wert, und wer sie schützte, hatte die Macht. Die erste urkundliche Erwähnung als „castrum husen" stammt aus dem Jahr 1246 – die Burg war also schon ein Begriff, als anderswo noch Schlammpfade als Straßen galten. 

1303 wechselte sie auf romantischem Weg den Besitzer: Gräfin Verena von Freiburg brachte die Burg als Mitgift in ihre Ehe mit Graf Heinrich II. von Fürstenberg – ein Hochzeitsgeschenk, das über 500 Jahre Bestand hatte. Zwischen 1453 und 1477 erlebte die Anlage dann ihre Glanzzeit: Graf Heinrich VI. ließ großzügig ausbauen, und so entstanden Palas, Halsgraben und Bergfried in der Form, die man heute noch sehen kann. 

Krieg, Feuer, Ruine – und trotzdem noch da 

Das 17. Jahrhundert war kein Spaß. 1632 brannte die Burg nieder – ein harter Schlag, der zunächst noch überwunden wurde. Doch 1643 kamen die Weimarischen Truppen und machten kurzen Prozess: Die Festung Husen wurde endgültig zerstört. Ein Wiederaufbau? Kam nicht mehr. Was blieb, waren dicke Mauern, trotzige Steine – und eine Ruine mit Charakter. 

Interessantes Detail am Rande: Nach dem Krieg war die Ruine noch lange nicht aus dem Spiel. Sie wurde in ein militärisches Verteidigungssystem eingebunden – ein Netz aus Schanzen, das sich quer durchs Kinzigtal zog, um feindliche Truppen aufzuhalten. Selbst als Wrack hatte Burg Husen noch strategischen Wert. Respekt. 

Was heute noch steht – und beeindruckt 

Wer die Burgruine Hausach besucht, erlebt mehr als Steine und Moos. Der Bergfried mit seiner markanten Zinnenkrone – die 1896 den ursprünglichen Turmhelm ablöste – dominiert die Silhouette und ist aus dem Kinzigtal weithin sichtbar. Dazu: Reste des Palas und der gut erhaltene Halsgraben, einst die letzte Hürde für jeden Angreifer. 

1968 kaufte die Stadt Hausach die Ruine von der Familie zu Fürstenberg. Von 1985 bis 1989 wurde saniert, gesichert und fit für Besucher gemacht. Heute kann man frei durch die Anlage laufen – ohne Kassenhäuschen, ohne Wartezeit, ohne schlechtes Gewissen. 

Die Aussicht? Ein echtes Highlight 

Der Aufstieg ist kurz und steil – der Blick oben oben macht ihn mehr als wett. Von der Burgruine Husen aus öffnet sich ein weites Panorama über Hausach, das Kinzigtal, das Einbachtal und bis hin zum Brandenkopf. An klaren Tagen wirkt die Welt von hier oben erstaunlich ruhig – ein schöner Kontrast zur bewegten Geschichte des Ortes. 

BURGerLEBEN – wenn die Ruine wieder lebendig wird 

Von Mai bis Oktober passiert hier jeden ersten Sonntag etwas Besonderes: Beim „BURGerLEBEN" erwacht die Burg zum Mittelalterspektakel. Handwerk, Vorführungen, Lagerfeuer-Atmosphäre – und endlich ist auch der Aussichtsturm im Bergfried offen, der ein kleines Museum beherbergt und sonst geschlossen bleibt. Für Familien, Geschichtsnerds und alle, die einfach mal Lust auf etwas anderes haben: ein echter Tipp. 

So kommt man hin 

Zu Fuß: Von der Hausacher Innenstadt oder dem Bahnhof geht es in rund 20 Minuten bergauf zur Ruine – steil, aber machbar. Wer lieber eine schönere Route wählt: Der 3 km lange Abenteuerpfad Hausach führt direkt an der Burg vorbei und macht auch mit Kindern Spaß. 

Mit dem Auto: Aus Richtung Offenburg am Ortseingang der Beschilderung zum Waldparkplatz folgen – von dort ist es nur ein kurzer Spaziergang. 

Eintritt: Kostenlos. Das Gelände ist frei zugänglich und das ganze Jahr über offen. 

Fazit: Einfach hingehen. 

Man verlässt die Burgruine Husen in Hausach mit dem Gefühl, dass manche Orte keine große Inszenierung brauchen. Keine Eintrittskasse, kein Audioguide, kein Rummel. Nur 800 Jahre Geschichte, ein fantastischer Blick übers Kinzigtal – und Mauern, die schon einiges gesehen haben und offensichtlich noch lange nicht fertig sind. 

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Hotel & Restaurant Schöne Aussicht – Aussicht auf alles, was zählt

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Es gibt Orte, die man nicht googelt – die man irgendwann einfach findet. Das Hotel & Restaurant Schöne Aussicht auf dem Rensberg zwischen Schonach und Hornberg ist so ein Ort. Panoramalage, Familienbetrieb, echter Schwarzwald – kein Filter nötig. Die Familie Duffner hat hier etwas gebaut, das selten geworden ist: ein Haus mit Haltung, direkt am Westweg, mit Blick auf alles, was man im Alltag vermisst. 

Karlstein – 968 Meter pure Dramatik 

Bevor man sich ins Hotel fallen lässt, lohnt sich der Abstecher. Nur 10 bis 15 Minuten zu Fuß vom Hotel entfernt schiebt sich der Karlstein (968 m) aus dem Waldboden – ein gewaltiges Ensemble aus Granitblöcken, geformt durch Millionen Jahre Wollsackverwitterung. Oben angekommen: Panorama über den Mittleren Schwarzwald, das Gutachtal, und bei klarer Sicht bis zu den Vogesen. Das ist kein Aussichtspunkt. Das ist ein Argument. 

Der Karlstein markiert die Grenze zwischen Hornberg, Triberg und Schonach – und trägt eine Gedenktafel für den Besuch von Großherzog Karl von Baden im Jahr 1814. Geschichte inklusive, ohne Eintritt. 

Für Westweg-Wanderer hat der Felsen eine besondere Bedeutung: Er liegt am Ende der anspruchsvollen 7. Etappe von Hausach zur Wilhelmshöhe – nach rund 700 Höhenmetern Aufstieg aus dem Kinzigtal ist er die stille Belohnung kurz vor dem Ziel. Da das benachbarte Gasthaus Karlstein häufig geschlossen bleibt, ist das Hotel Schöne Aussicht die verlässliche Anlaufstelle. Der „Finisher-Kaffee" hier oben trifft anders. 

Küche, die nicht erklärt werden muss 

Man tritt ein – und versteht sofort. Das Restaurant Schöne Aussicht serviert gehobene gutbürgerliche Schwarzwälder Küche, täglich und ohne Ruhetag. Keine Ausreden, keine Schließtage. Dafür echte Zutaten, klare Handschrift und Gerichte, die man am nächsten Tag noch kennt. 

Öffnungszeiten: 

  • Frühstück: 07:30 – 10:00 Uhr 

  • Mittagessen: 12:00 – 14:00 Uhr 

  • Kaffee & Kuchen: 14:30 – 17:00 Uhr 

  • Warme Küche: 18:00 – 20:30 Uhr 

Highlight am Nachmittag: die Schwarzwälder Kirschtorte. Kein Klischee – sondern genau das Richtige nach einem langen Wandertag. 

Was auf den Tisch kommt 

Die Speisekarte ist ehrlich und treffsicher: regionale Zutaten, klassische Technik, gelegentlich ein moderner Dreh. Das Wiener Schnitzel vom Kalb mit Petersilienkartoffeln (ca. 30 €) ist Handwerk in Bestform – wer es günstiger mag, greift zur Schweinsvariante (ca. 19 €). Der Rostbraten mit Püree und Speckbohnen (ca. 30 €) ist das, was Schwarzwald schmeckt. Die Spanferkelstelze mit Krautsalat macht keine Kompromisse. Und der Kaiserschmarrn mit Zwetschkenröster (ca. 14 €) ist kein Dessert – er ist der Schlusspunkt, auf den man hinarbeitet. 

Wichtig: Reservierung wird dringend empfohlen. Hunde sind im Restaurant nicht gestattet. 

Zimmer mit Aussicht – und das wörtlich 

48 Zimmer, viele davon mit Balkon und direktem Blick in die Schwarzwaldberge. Man öffnet morgens die Tür, und der Tag fängt schon gut an – Tanne, Stille, Weitblick. Das ist kein Hotelprospekt-Versprechen, das ist Realität auf dem Rensberg. Für Wanderurlaub im Schwarzwald direkt am Westweg gibt es kaum eine bessere Basis. 

1.000 m² Wellness – weil man sich das verdient hat 

Nach der 6. Etappe Westweg oder einem ausgedehnten Tag in den Schwarzwaldbergen wartet ein 1.000 m² großer Spa-Bereich – exklusiv für Hotelgäste. Schwimmbad, Whirlpool, mehrere Saunen: Das ist kein Bonus, das ist der Plan. 

Preise 2026: Übernachtung mit Halbpension ab ca. 107 € bis 116 € pro Person – je nach Saison und Zimmerlage. Für Panorama, Küche und Wellness in Kombination ein fairer Deal. 

Kurz gesagt 

Das Hotel & Restaurant Schöne Aussicht auf dem Rensberg ist kein Zwischenstopp. Es ist das Ziel. Für Wanderer am Westweg, für Schwarzwald-Entdecker, für alle, die wissen wollen, wie es sich anfühlt, wenn Lage, Küche und Gastfreundschaft auf einmal stimmen. Die Familie Duffner hat dem Haus einen Namen gegeben, der hält, was er verspricht. 

Schöne Aussicht. In jede Richtung. 

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Wolf- und Bärenpark Schwarzwald: Wo wilde Seelen Frieden finden

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Tief im Schwarzwald, wo das Wolftal sich zwischen dunklen Tannen und moosbewachsenen Felsen in die Stille faltet, beginnt eine Welt, die man nicht so schnell vergisst. In Bad Rippoldsau-Schapbach, nur etwa 15 bis 20 Autominuten von der Talsperre Kleine Kinzig entfernt, liegt der Alternative Wolf- und Bärenpark Schwarzwald – ein Ort, der weit mehr ist als eine Sehenswürdigkeit. Er ist ein Versprechen. 

Kein Zoo – ein Refugium für verlorene Tiere 

Wer hier eintritt, betritt kein gewöhnliches Gelände. Der Alternative Bärenpark Schwarzwald ist ein Tierschutzprojekt der Stiftung für Bären – gegründet für jene Tiere, die in Zirkussen misshandelt, in Betonkäfigen gehalten oder anderweitig aus der Wildnis gerissen wurden. Auf rund 10 Hektar naturnaher Schwarzwälder Landschaft finden Bären, Wölfe und Luchse ein Leben, das ihrem Wesen wieder gerecht wird. 

Man könnte sagen: Hier beginnt für viele Tiere die Geschichte neu. 

Jurka – die Mutter des berühmten Problembären Bruno 

Wer den Namen Bruno kennt – jenen Braunbären, der 2006 als erster wilder Bär seit über 170 Jahren deutschen Boden betrat und schließlich erschossen wurde –, der wird hier innehalten. Denn Jurka, Brunos Mutter, lebt im Wolftal-Bärenpark in Sicherheit. Sie ist kein Exponat. Sie ist eine Überlebende. Ihr Anblick, wenn man ihn erhascht, ist einer jener Momente, die schweigend machen. 

Der Rundweg: 2,5 Kilometer durch bewaldete Freigehege 

Der Weg durch den Park ist selbst schon ein Erlebnis. Auf einem ca. 2,5 km langen Rundweg schlängelt man sich durch bewaldete Freigehege, die den Tieren echte Rückzugsmöglichkeiten bieten. Das ist gewollt. Hier wird nicht zur Schau gestellt – hier wird geschützt. 

Das bedeutet: Geduld ist gefragt. Ein Fernglas im Gepäck ist keine schlechte Idee. Wer wartet, wer still ist, wer lauscht, der wird belohnt – mit dem Rascheln im Unterholz, dem schweren Tritt eines Bären, dem wachen Blick eines Schwarzwald-Wolfes zwischen den Stämmen. 

Der Forscher-Pfad: Geschichten, die man kennen sollte 

Entlang des Weges erzählen Infotafeln auf dem Forscher-Pfad die oft erschütternden Schicksale der Parkbewohner. Man liest von Bären aus osteuropäischen Stiefelhaltungen, von Wölfen aus illegalen Privathaltungen, von Luchsen, die nie gelernt haben, frei zu sein. Das Wissen über Wildtiere kommt hier nicht trocken daher – es kommt mit Gesicht. 

Wer den Luchspark Schwarzwald oder den Wolfspark Schwarzwald bisher nur vom Hörensagen kannte, begreift hier, warum solche Projekte existieren müssen. 

Bär-Mobil: Barrierefreiheit im Wildnispark 

Der Alternative Bärenpark Bad Rippoldsau denkt auch an Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Nach Voranmeldung steht das Bär-Mobil – ein Elektro-Fahrzeug – für eine komfortable Rundfahrt durch den Park bereit. Der Schwarzwald gehört allen, die ihn erleben möchten. 

Blockhaus Bärenblick: Pause mit Aussicht 

Nach dem Rundgang – oder auch mittendrin – lädt das Blockhaus Bärenblick zur Rast. Mit Speisen und Getränken, direktem Blick auf die Gehege und dem unverkennbaren Geruch von Tannenholz und frischer Bergluft ist es einer jener Orte, an denen man länger bleibt als geplant. Ein Kaffee, ein Stück Kuchen, und draußen bewegt sich vielleicht ein Schatten durchs Gehege. 

Öffnungszeiten & Eintritt – alle Infos auf einen Blick 

Der Wolf- und Bärenpark Schwarzwald hat das ganze Jahr geöffnet: 

  • März bis Oktober: täglich 10:00 – 18:00 Uhr 

  • November bis Februar: täglich 10:00 – 16:00 Uhr 

Der Eintritt beträgt für Erwachsene ca. 10,00 € bis 12,00 €. Inhaber der Schwarzwald Plus Karte oder der SchwarzwaldCard erhalten häufig freien Eintritt oder Rabatte – ein lohnender Grund, die Karte griffbereit zu haben. 

Hunde sind herzlich willkommen – an der kurzen Leine. 

Praktische Tipps für den Besuch 

  • Festes Schuhwerk ist Pflicht – der Weg ist teils steil und naturbelassen. 

  • Ein Fernglas erhöht die Chancen auf echte Tierbeobachtungen erheblich. 

  • Wer das Bär-Mobil nutzen möchte, sollte es vorab anmelden

  • Der Park liegt eingebettet in die Natur des Schwarzwald-Wolftals – eine Anreise über die malerische Schwarzwaldhochstraße lohnt sich. 

  • Kombinierbar mit einem Ausflug zur Talsperre Kleine Kinzig, nur wenige Autominuten entfernt. 

Ein Ort, der bleibt 

Der Alternative Wolf- und Bärenpark im Schwarzwald ist kein Ort für schnelle Selfies. Er ist ein Ort zum Verweilen, zum Nachdenken, zum Staunen. Man verlässt ihn anders, als man ihn betritt – mit einem tieferen Verständnis für das, was Wildtiere brauchen, und einem leisen Respekt vor jenen, die dafür sorgen, dass Tiere wie Jurka, wie die Wölfe und Luchse im Wolftal, eine zweite Chance bekommen. 

Das Wolftal wartet. Die Tiere auch.