Die besten Highlights in der Region Güímar auf Teneriffa

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Güímar

Güímar
, Teneriffa , Spanien
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Güímar zählt zu den ältesten Gemeinden Teneriffas und hat dementsprechend einige historische Gebäude zu bieten. Neben traditionellen Bürgerhäusern sind vor allem die beiden aus dem 17. Jahrhundert stammenden Kirchen Iglesia Santo Domingo de Guzmán und Iglesia de San Pedro sehenswert.

Die Iglesia de San Pedro Apóstol steht unter Denkmalschutz. Ihr barockes Portal aus Quadersteinen wird von einer schön gefertigten Haupttür aus Riga-Holz (Kiefer) geziert. Im Inneren befinden sich ein Hochaltar aus ziseliertem Silber und eine Figur des heiligen Petrus aus dem 18. Jahrhundert.

Einer der letzten erhaltenen Teile des 1649 erbauten Dominikanerklosters ist die Iglesia Santo Domingo de Guzmán. Sie beherbergt Heiligenfiguren aus dem 17. Jahrhundert.

Auch das Rathaus ist in einem Gebäude des ehemaligen Klosters untergebracht. Im Innenhof befindet sich ein Kreuzgang mit Holzschnitzereien. Schön anzusehen ist der Rathausvorplatz von Güímar. Dort plätschert ein vierstufiger Brunnen im Schatten alter Lorbeerbäume.

Die Gemeinde liegt im gleichnamigen Tal »Valle de Güímar«. An der Küste erstreckt sich das Naturschutzgebiet »Malpaís de Güímar«, in das der Montaña Grande seine riesigen Lava­massen zum Meer hin ergossen hat. Weiter oben erstrecken sich der Naturpark Corona Forestal und das landwirtschaftlich geprägte Naturschutzgebiet Siete Lomas.
 

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Pirámides de Güímar

Güímar
, Teneriffa , Spanien
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Pyramiden von Güímar: Auf den Spuren von Thor Heyerdahl

Mitten auf Teneriffa wartet ein ungewöhnlicher Ort auf neugierige Besucher: der Ethnografische Park von Güímar. Im Mittelpunkt stehen sechs Stufenpyramiden aus Lavastein, die lange für Rätsel und Diskussionen sorgten.

Besonders eng ist der Park mit dem norwegischen Forscher Thor Heyerdahl verbunden. Er gründete den Park 1998, nachdem er auf die ungewöhnlichen Bauwerke aufmerksam geworden war. Seine Beschäftigung mit den Pyramiden machte Güímar schließlich zu einem Ort, an dem sich Archäologie, kanarische Kultur und Natur miteinander verbinden.

Die rätselhaften Pyramiden von Güímar

Die sechs Pyramiden sind aus Lavasteinen errichtet und besitzen mehrere Stufen. Schon ihr ungewöhnliches Erscheinungsbild wirft Fragen auf. Woher stammen die Bauwerke? Wer hat sie errichtet und welchem Zweck dienten sie?

Lange wurde darüber diskutiert, ob die Pyramiden möglicherweise aus der Zeit der Guanchen, der vorspanischen Bevölkerung Teneriffas, stammen könnten. Genau diese Vorstellung machte die Pyramiden weit über die Insel hinaus bekannt.

Archäologische Untersuchungen zeichnen allerdings ein anderes Bild. Die Bauwerke werden heute dem 19. Jahrhundert zugeordnet. Damit gehören sie nicht in die vorspanische Zeit Teneriffas.

Ganz verschwunden ist das Rätsel damit trotzdem nicht. Denn auch wenn die Entstehungszeit eingegrenzt werden konnte, bleibt die ursprüngliche Funktion der Pyramiden ein interessantes Detail ihrer Geschichte.

Mehr als nur Pyramiden

Wer den Park besucht, findet deshalb nicht nur die ungewöhnlichen Steinbauwerke. Das weitläufige Gelände beschäftigt sich mit verschiedenen Facetten der kanarischen Kultur und Natur.

Thematische Rundgänge führen unter anderem durch Bereiche, die sich mit der Geschichte und Kultur der Kanaren, der Pflanzenwelt sowie dem Vulkanismus beschäftigen. So geht es nicht nur um die Frage, warum in Güímar Pyramiden stehen, sondern auch um die Landschaft und Kultur, in der sie entstanden sind.

Kanarische Kultur entdecken

Ein Rundgang widmet sich der kanarischen Kultur und Geschichte. Landwirtschaft, Viehzucht, Fischerei und Handwerk gehören ebenso zu den Themen wie traditionelle Bräuche und die Geschichte der Inseln.

Damit entsteht ein etwas anderes Bild von Teneriffa als das, was sich bei einem klassischen Ausflug zu den bekannten Aussichtspunkten und Stränden zeigt. Der Blick richtet sich stärker auf die Menschen, ihre Geschichte und die Entwicklung der Inselgesellschaft.

Vulkane als prägende Kraft

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Vulkanismus der Kanaren. Kaum ein Thema passt besser zu Teneriffa, denn die Landschaft der Insel ist eng mit ihrer vulkanischen Entstehung verbunden.

Lava, Vulkangestein und geologische Prozesse begegnen Besuchern dabei nicht nur als abstrakte Themen. Sie gehören ganz selbstverständlich zum Landschaftsbild der Insel – und auch die Pyramiden selbst bestehen aus dem Gestein der vulkanisch geprägten Umgebung.

Auf den Spuren von Thor Heyerdahl

Thor Heyerdahl hat den Ort wie kaum ein anderer geprägt. Der norwegische Forscher beschäftigte sich intensiv mit den Pyramiden und sah in ihnen einen möglichen Hinweis auf kulturelle Verbindungen zwischen verschiedenen Teilen der Welt.

Heute erinnert der Park an Heyerdahl und seine Forschungsreisen. Seine Geschichte gehört damit ebenso zum Besuch wie die Pyramiden selbst.

Ein ungewöhnlicher Ausflug auf Teneriffa

Die Pyramiden von Güímar sind kein klassischer archäologischer Ort mit einer eindeutig erklärten Geschichte. Gerade das macht den Besuch interessant.

Zwischen Lavasteinen, Gärten und den Stufenpyramiden geht es um Fragen, auf die es nicht immer eine einfache Antwort gibt. Gleichzeitig bietet der Park Einblicke in die kanarische Kultur, Botanik und den Vulkanismus.

Wer Teneriffa einmal abseits der großen Strände und bekannten Vulkanlandschaften kennenlernen möchte, findet in Güímar einen ungewöhnlichen Ort, an dem sich Natur, Geschichte und ein Stück Forschungsgeschichte miteinander verbinden.
 

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Reserva Natural del Malpaís de Güímar

Güímar
, Teneriffa , Spanien
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Das Malpaís de Güímar (schlechtes Land von Güímar) besteht aus einem Vulkankegel, Nebenkegeln und mehreren basaltischen Lavaströmen. Der große Vulkankegel wird Montaña Grande (Großer Berg) genannt und erreicht eine Höhe von 276 Metern. Sein Krater, in dem einst Getreide angebaut wurde, hat einen Durchmesser von etwa 300 Metern und eine Tiefe von 50 Metern. Das 1987 ins Leben gerufene Schutzgebiet »Reserva Natural del Malpaís de Güímar« erstreckt sich über eine Gesamtfläche von etwa 290 Hektar. Das Malpaís de Güímar entstand durch eine Reihe von Vulkanausbrüchen, von denen der jüngste und bedeutendste vor weniger als 10.000 Jahren durch Spalten in der Seite des Kegels der Montaña Grande ausgelöst wurde. Zwei Gipfel früherer Eruptionen erheben sich über der Lavaebene, der rötlich gefärbte Montaña de la Mar (Berg des Meeres) und Las Morras del Corcho (Korkfelsen). Zusätzlich zu den Lavaströmen gab es pyroklastische Eruptionen von Asche und vulkanischen Bomben, die verschiedene Kegel bildeten.

Die Uferlinie des Malpaís ist erodiert, an einigen Stellen haben sich Strände gebildet.

In der Vulkanlandschaft sind Lavaröhren freigelegt worden. Bemerkenswert ist die Cueva Honda (Tiefe Höhle), auch als Cueva de los Burros bekannt, die teilweise eine Höhe von bis zu 5 Metern aufweist. Sie soll durch eine große Gasblase in einer Lavaröhre entstanden sein.

Aufgrund des speziellen Klimas, das hier herrscht, konnten sich zahlreiche endemische Arten auf besondere Weise entwickeln. Die Vegetation ist an die hohe Sonneneinstrahlung und den geringen Niederschlag angepasst. Besonders häufig sind Kanaren-Wolfsmilch, die Tabaiba und andere Wolfsmilcharten vertreten. In der Küstenregion herrschen Lattichgewächse und Kammförmiger Strandflieder vor und in sandigen Gebieten gedeihen Ginster und Süßgräser. Über 60 Flechtenarten sind zudem auf dem Gebiet des Malpaís zu finden.

Das Malpaís de Güímar wurde in früheren Zeiten auch landwirtschaftlich genutzt. An den Hängen des Montaña Grande und am Rande des Malpaís findet man verfallene Terrassenfelder, Brunnen und Wasserkanäle. An der Küste gibt es Überreste von Salinen zur Salzgewinnung.