GR 130 La Palma Etappe 4: Santo Domingo de Garafía – Puntagorda – Tijarafe
Tourencharakter
Die vierte Etappe des GR 130 La Palma führt auf knapp 25 Kilometern von Santo Domingo de Garafía über Puntagorda nach Tijarafe durch den zerklüfteten Nordwesten der Insel. Ein kontinuierlicher, aber angenehmer Aufstieg prägt diesen Abschnitt, der durch ländliche Landschaften, tiefe Schluchten und ausgedehnte Pinienwälder verläuft. Entlang der Route prägen Drachenbäume (Dracaena draco), traditionelle Ackerflächen und zahlreiche ethnografische Zeugnisse wie alte Mühlen, Wasserzisternen und Dreschplätze das Bild.
Ausgangspunkt ist die Plaza Baltasar Martín neben der Kirche Nuestra Señora de la Luz in Garafía. Der Weg folgt zunächst dem historischen Camino Real, überquert mehrere Schluchten und führt durch Gebiete wie Buracas, wo ein kurzer Abstecher zu alten Drachenbäumen möglich ist. Bei Las Tricias liegt das Gofio-Interpretationsmuseum MIGO, ein kultureller Höhepunkt der Etappe. In der Nähe von Puntagorda lädt das Erholungsgebiet El Fayal mit kanarischen Kiefern und Baumheiden zum Verweilen ein. Über weitere Schluchten und aussichtsreiche Passagen endet die Etappe im Pueblo de Tijarafe, neben der Kirche Nuestra Señora de la Candelaria.
Höhenprofil
Hintergrundinformationen
Highlights der Etappe 4 des GR 130 auf La Palma
- Schluchten: Barranco del Atajo, Briesta, La Mejera, Corchete, Garome
- Natur: Drachenbäume, Pinienwälder, Meerblick
- Ethnografisches Erbe: Höhlen von Buracas, alte Mühlen, Wasserzisternen, Dreschplätze
- Tradition: Gofio-Museum (MIGO), restaurierte Weinpressen
- Aussichtspunkte: Naturzentrum La Rosa, Schlucht Garome
Routenbeschreibung
Start in Santo Domingo de Garafía
Die Etappe beginnt direkt an der Plaza Baltasar Martín neben der Kirche Nuestra Señora de la Luz, die mit ihrer zweischiffigen Bauweise und der kunstvollen Mudejar-Kassettendecke einzigartig auf La Palma ist.
Die ersten Kilometer verlaufen auf der LP-114, die dem historischen Camino Real folgt. Hier ist Vorsicht geboten, da enge Kurven und wechselnde Gefälle die Sicht einschränken.
Durch Schluchten und historische Pfade
Die Route überquert die Schlucht Fernando Porto und führt über asphaltierten Wege zum Gebiet Cueva de Agua, bevor der Abstieg in die Schlucht Barranco del Atajo beginnt. Danach folgt ein steiler Anstieg zum Lomo de Briesta, begleitet von Kanarischen Kiefern.
Die Schlucht Briesta zählt zu den größten der Etappe, bevor der Weg wieder auf Asphalt trifft und durch verstreute Häuser und Ackerflächen führt. Entlang der Strecke befinden sich beeindruckende Drachenbäume und die Höhlen von Buracas, ein archäologisch und ethnografisch wertvolles Gebiet mit Petroglyphen und Nekropolen.
Ethnografisches Highlight: MIGO
Die Route passiert Las Tricias, wo das Gofio-Interpretationsmuseum (MIGO) liegt. Hier erfahren Wanderer alles über Gofio, ein traditionelles kanarisches Mehl aus geröstetem Getreide, das seine Wurzeln in der Kultur der Ureinwohner hat.
Puntagorda und Panoramablicke
Der Weg führt durch die Schluchten La Mejera und Corchete, vorbei an Pinienwäldern, bis zum Naturzentrum La Rosa. Von dort bietet ein Aussichtspunkt einen spektakulären Blick auf die Schlucht Garome und den Atlantik.
In Puntagorda verläuft die Route parallel zur LP-1 und passiert eine traditionelle Mühle, Obstgärten und verstreute Häuser, bevor sie weiter zur Gemeinde Tijarafe führt.
Ziel der vierten Etappe des GR 130: Tijarafe
Die Etappe endet im Pueblo de Tijarafe, neben der Kirche Nuestra Señora de la Candelaria, direkt an einem restaurierten Weinpressenplatz. Die letzten Kilometer führen abwechselnd über Kopfsteinpflaster und Asphalt, vorbei an Obstgärten und mehreren Schluchten wie Pinillo, Cueva Grande und Aserradero.
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