Wanderung durch die Marismas de Barbate – Vogelroute an der Costa de la Luz

Parque Natural de la Breña y Marismas del Barbate Andalusien Spanien
Schwierigkeit
leicht
Routentyp
Rundwanderung
Distanz
7,7 km
Höhenmeter Aufstieg
26 hm
Höhenmeter Abstieg
26 hm
höchster Punkt
6 m
niedrigster Punkt
0 m
ca. Dauer
2:15 – 2:45 h
kinderfreundlich
Wegmarkierung
Wasser, Sonnenschutz
Auslastung
gering

Tourencharakter

Die Wanderung führt durch eine offene, weite Landschaft, in der der Himmel tief hängt und das Wasser das Land formt. Diese Wanderung durch die Marismas de Barbate an der Costa de la Luz ist leicht, weitgehend eben und ideal für Naturgenießer, Vogelbeobachter und ruhige Entdecker. Der Weg folgt Dämmen, Holzstegen und Brücken durch Marschlandschaften, Schilfgürtel und Lagunen, immer begleitet vom Ruf der Vögel und dem Wechselspiel der Gezeiten.

Die Route verbindet ornithologische Beobachtung, landschaftliche Weite und stille Momente – ein Weg, auf dem man langsamer geht und genauer hinsieht.

Höhenprofil

Kartenansicht + Höhenprofil

Tourencharakter

Die Wanderung führt durch eine offene, weite Landschaft, in der der Himmel tief hängt und das Wasser das Land formt. Diese Wanderung durch die Marismas de Barbate an der Costa de la Luz ist leicht, weitgehend eben und ideal für Naturgenießer, Vogelbeobachter und ruhige Entdecker. Der Weg folgt Dämmen, Holzstegen und Brücken durch Marschlandschaften, Schilfgürtel und Lagunen, immer begleitet vom Ruf der Vögel und dem Wechselspiel der Gezeiten.

Die Route verbindet ornithologische Beobachtung, landschaftliche Weite und stille Momente – ein Weg, auf dem man langsamer geht und genauer hinsieht.

Hintergrundinformationen

Die Marismas de Barbate – wo Land und Meer sich mischen

Man bewegt sich hier durch eines der bemerkenswertesten Ökosysteme des Naturparks Breña y Marismas del Barbate. Die Marschlandschaften liegen am Río Barbate, dessen gewundenes Flussbett ein Labyrinth aus Kanälen, Wasserläufen und Flussmündungen geschaffen hat. Ebbe und Flut bestimmen den Rhythmus, Überflutung und Rückzug des Wassers formen Lebensräume von außergewöhnlicher Vielfalt.

In den 1960er-Jahren wurden große Teile der Marismas für die Landwirtschaft trockengelegt. Heute sind sie wieder geflutet: permanente Lagunen, Gezeitenseen und Salzwiesen sind entstanden. Diese Renaturierung macht das Gebiet zu einem strategisch wichtigen Rastplatz auf den Vogelzugrouten zwischen Europa und Afrika.

Vogelwelt der Marismas de Barbate an der Costa de la Luz

Man befindet sich auf einer der bedeutendsten Vogelrouten Andalusiens. Besonders häufig begegnet man Möwen, Seeschwalben, Watvögeln und Rallenvögeln. Herausragend sind die Brutkolonien von Fischadler und Löffler, die sich in unmittelbarer Nähe angesiedelt haben.

Je nach Jahreszeit lassen sich beobachten:

  • Graureiher, Seidenreiher und Kormorane entlang der Wasserläufe
  • Strandläufer, Schwarzschwanz-Seeschwalben und Möwen in den flachen Zonen
  • Flamingos, Stelzenläufer, Stockenten, Blässhühner und Löffelenten auf den überschwemmten Weiden
  • Wiesenweihe und Seeregenpfeifer auf den höher gelegenen, trockenen Flächen
  • Steppenläufer in den salzigen Steppenbereichen

Bis zu 20.000 Zugvögel nutzen die Marismas als Rast-, Futter- und Brutgebiet.

Besonderheit: Der Waldrapp an der andalusischen Küste

Das Naturschutzgebiet La Breña y Marismas del Barbate beherbergt auch eine Population des seltenen Waldrapps. Die Region wurde gezielt für ein Wiederansiedlungsprogramm ausgewählt, das nach Jahrhunderten des Verschwindens erfolgreich ist.

Im Frühjahr und Frühsommer beobachtet man die Waldrappen besonders gut an den Klippen von La Barca de Vejer. Häufig sind sie auch auf den Weiden entlang der Küstenstraße A-2231 Richtung Zahara de los Atunes zu sehen.

Routenbeschreibung

Der Ausgangspunkt liegt an einer Schotterpiste beim Restaurante kCurro an der Küstenstraße A-2231, die Zahara de los Atunes mit Barbate verbindet.

Man folgt den Dämmen durch die Marismas, passiert Schilfzonen, Lagunen und landwirtschaftlich genutzte Flächen. Holzstege und kleine Brücken verbinden die einzelnen Abschnitte. Immer wieder laden Vogelbeobachtungsstationen und Bänke dazu ein, stehen zu bleiben, zu lauschen und die Szenerie wirken zu lassen.

Es lässt sich deutlich erkennen, wie stark die Vegetation vom Salzgehalt und den Gezeiten beeinflusst wird. Dort, wo das Wasser regelmäßig über die Flächen zieht, dominieren halophile Pflanzen – Arten, die an hohe Salzkonzentrationen angepasst sind. Typisch sind Salzwiesen-Gräser und Skorpionkraut, die den Marschen ihre gedämpften Farben und ihre besondere Struktur verleihen. 

Die Marschlandschaften dienen darüber hinaus zahlreichen Wasserlebewesen wie Fischen, Krebstieren und Weichtieren als natürlicher Lebensraum. Unterwegs kann man außerdem zahlreiche Libellen bewundern.

Der Rückweg führt entlang des breiten Sandstrandes Playa del Cañadillo an der Punta de Levante bis zur Mündung des Río Barbate. Der Blick öffnet sich auf das Meer und auf den Ort Barbate – ein stiller Abschluss zwischen Wasser, Wind und Weite.

Warum diese Wanderung an der Costa de la Luz besonders ist

Diese Route verbindet die stille Weite der andalusischen Marschlandschaften mit der Nähe zum Atlantik. Kaum eine andere Wanderung an der Costa de la Luz vereint Vogelbeobachtung, Küstenlandschaft und renaturierte Feuchtgebiete auf so engem Raum.

Hinweise + Tipps

  • Hunde müssen angeleint werden
  • Mückenschutz, Sonnencreme, Kopfbedeckung und ausreichend Wasser mitnehmen
  • Auf der Strecke gibt es kaum Schatten
  • Fernglas empfohlen – besonders für Vogelbeobachtungen
Ein Beitrag von
Sunhikes
Redaktions-Team
Schwierigkeit
leicht
Routentyp
Rundwanderung
Distanz
7,7 km
Höhenmeter Aufstieg
26 hm
Höhenmeter Abstieg
26 hm
höchster Punkt
6 m
niedrigster Punkt
0 m
ca. Dauer
2:15 – 2:45 h
kinderfreundlich
Wegmarkierung
Wasser, Sonnenschutz
Auslastung
gering