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Aussichtspunkt Quinta do Furão – Nordküste Madeira Panorama

Santana
, Madeira , Portugal
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Die Nordküste Madeiras offenbart sich am Aussichtspunkt Quinta do Furão in ihrer ganzen Pracht: Mächtige Berge, bedeckt mit dichtem, grünem Wald, kontrastieren mit dem tiefblauen Atlantik. Auf der Klippe Achada do Gramacho gelegen, bietet dieser Aussichtspunkt einen atemberaubenden Blick auf die zerklüftete Küstenlinie der Nordostküste. 

Einzigartige Landschaft und botanisches Erbe 

Im Fokus des Panoramas steht die kleine Insel Ilhéu da Viúva mit einer Höhe von 94 Metern. Sie beherbergt ein wertvolles botanisches Erbe mit Pflanzenarten, die ausschließlich auf dem Madeira-Archipel vorkommen. Die Region gehört zum europäischen Schutzgebiet Natura 2000 und ist Teil des Naturschutzgebiets Rocha do Navio

Quinta do Furão – Hotel und Umgebung in Harmonie mit der Natur 

Der Aussichtspunkt befindet sich auf dem Gelände des Hotels Quinta do Furão, das in die Felsen integriert ist und mit seinen lebendigen Gärten und traditionellen Weinbergen eine perfekte Kulisse für die Betrachtung der Landschaft bietet. Die Kombination aus unberührter Natur und gepflegter Hotelanlage schafft eine einzigartige Atmosphäre. 

Die Nordküste Madeiras – Tradition und unberührte Natur 

Die Nordküste gilt als der prächtigste Teil der Insel, wo die lokale Bevölkerung ihre Bräuche und Traditionen pflegt. Hier zeigt sich die wahre Identität Madeiras – eine Region mit unberührter Natur, beeindruckenden Klippen und einer reichen Kultur, die Besucher in ihren Bann zieht.

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Levada do Rei Madeira – Wanderung durch Lorbeerwald & Naturzauber

Santana
, Madeira , Portugal
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Die Levada do Rei zählt zu den schönsten und eindrucksvollsten Levada-Wanderungen auf Madeira. Wie ein stilles Band zieht sich der Wasserlauf seit den 1920er-Jahren durch das grüne Herz der Insel – den Lorbeerwald von São Jorge, ein Teil des UNESCO-Weltnaturerbes Laurisilva. Entlang des sanft plätschernden Wassers öffnet sich eine Welt aus Moos, Farn und Nebellicht, in der Madeira seine ursprüngliche Seele zeigt. 

Startpunkt Quebradas – Der Weg in die grüne Wildnis 

Der Einstieg liegt am Waldrand des kleinen Weilers Quebradas bei São Jorge
Von hier führt ein kurzer Anstieg über gestufte Treppen hinauf zum schmalen Pfad entlang der Levada do Rei, die auf etwa 535 Metern Höhe beginnt. Der Weg ist als PR 18 markiert und gut begehbar; an ausgesetzten Stellen sorgen Drahtseile für Sicherheit. 

Schon zu Beginn begleitet das leise Rauschen des Wassers jeden Schritt – ein beruhigender Klang, der durch die feuchte, klare Luft des Nordens hallt. 

Geschichte und Bedeutung der Levada do Rei 

Die heutige Trasse der Levada do Rei wurde in den 1920er-Jahren angelegt, ihre Wurzeln reichen jedoch bis ins 18. Jahrhundert zurück. 
Ursprünglich zur Bewässerung der Felder von São Jorge und Arco de São Jorge gebaut, versorgt sie bis heute die Region mit Wasser – ein Meisterwerk traditioneller Ingenieurskunst, das Wasser aus den Bergen über viele Kilometer verteilt. 

An ihrem Lauf erkennt man die Bedeutung der Levadas für die Insel: Sie sind Lebensadern, die Natur und Kultur seit Jahrhunderten verbinden. 

Durch den Lorbeerwald – Madeira im ursprünglichen Kleid 

Nach wenigen Minuten taucht der Weg in den Laurisilva-Wald ein – einen der letzten seiner Art in Europa. Hier wachsen Madeira-Lorbeer (Ocotea foetens), Kanarischer Lorbeer (Laurus novocanariensis), Madeira-Mahagoni (Persea indica) und Baumheide (Erica arborea). Farne, Moose und rankende Pflanzen bedecken Felsen und Äste, während das Sonnenlicht in feinen Strahlen durch das dichte Blätterdach fällt. 

Es riecht nach feuchter Erde und Harz, das Zwitschern von Buchfink und Sommergoldhähnchen mischt sich mit dem stetigen Murmeln der Levada. 

Wasserfälle, Tunnel & das Tal des Ribeiro Bonito 

Entlang der Strecke stürzen kleine Wasserfälle in den Kanal, und immer wieder öffnet sich der Blick auf den Ribeiro Bonito – den „Schönen Fluss“, der als Quellgebiet der Levada gilt. Das klare Wasser fließt über moosbewachsene Steine, Nebel hängt in der Luft, und das grüne Tal wirkt fast märchenhaft. 

Ein besonders eindrucksvoller Moment erwartet Wanderer am Wasserfall-Tunnel: Hier führt der Pfad hinter einem Wasserfall hindurch, bevor man das abgeschiedene Tal des Ribeiro Bonito erreicht – einen Ort voll Ruhe und urwüchsiger Schönheit. 

Sägemühle & Picknickplatz – Zeugnisse alter Nutzung 

Am Anfang der Route befindet sich ein kleiner Picknickplatz, ideal für eine Rast im Schatten hoher Bäume. Nur wenige Schritte entfernt liegt die alte Sägemühle von São Jorge, ein geschütztes Kulturgut. Sie erinnert an die Zeit, als das Wasser der Levada nicht nur Felder bewässerte, sondern auch Mühlräder und Werkzeuge antrieb – ein Stück lebendige Inselgeschichte. 

 Wanderinfos zur Levada do Rei

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Ruínas de São Jorge Madeira: Historische Zuckerrohrmühlen & Naturidyll

Santana
, Madeira , Portugal
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An der Nordostküste Madeiras, zwischen den Dörfern São Jorge und Santana, öffnet sich eine kleine, abgelegene Welt. Die Ruínas de São Jorge liegen an einem versteckten Küstenabschnitt, wo Geschichte auf Natur trifft. Das Gelände mit Kieselstrand, einer kleinen Süßwasserlagune und den Überresten alter Zuckerrohrmühlen lädt zum Verweilen, Staunen und Fotografieren ein. 

Natürliche Umgebung – Kieselstrand und grüne Hügel 

Der Calhau de São Jorge erstreckt sich entlang einer ruhigen Küste, umrahmt von sanften grünen Hügeln. Das Rauschen des Atlantiks mischt sich mit dem Plätschern der Süßwasserlagune im Flussbett der Ribeira de São Jorge. Die Landschaft bietet eine friedliche Kulisse, ideal für Spaziergänge, Fotografie oder einfach nur zum Entspannen. 

Die Kombination aus Kieselstrand, Süßwasserlagune und umgebender Natur macht diesen Ort zu einem versteckten Juwel an der Nordküste Madeiras. 

Historische Bedeutung – Zuckerrohrmühlen der Nordküste 

Seit dem 15. Jahrhundert prägte der Zuckerrohranbau die Insel Madeira. Die Ruínas de São Jorge erzählen diese Geschichte. Die alten Zuckerrohrmühlen, deren Überreste noch sichtbar sind, gehörten zu den ersten Anlagen der Inselbesiedlung. 

Besonders auffällig ist das gut erhaltene steinerne Eingangstor, das heute ein beliebtes Fotomotiv darstellt. Es vermittelt einen Eindruck davon, wie die Zuckerrohrproduktion einst das Leben und die Wirtschaft in dieser Region bestimmte. 

Seit 2003 sind die Ruinen als Denkmal von kommunalem Interesse geschützt und gelten als bedeutendes Kulturerbe der Nordküste Madeiras. 

Aktivitäten und Tipps für Besucher 

  • Lage: Nordostküste Madeiras, nahe São Jorge und Santana 

  • Fahrtzeit von Funchal: ca. 50 Minuten 

  • Zugang: Einfacher Zugang zum Gelände und Kieselstrand 

  • Besonderheiten: Fotogener Torbogen, historische Ruinen, Süßwasserlagune 

Ein Besuch der Ruínas de São Jorge bietet die seltene Möglichkeit, Madeiras Geschichte und Natur in einem Moment zu erleben. Abseits der großen Touristenströme kann man hier Ruhe finden, die Küste erkunden und in die frühe Besiedlungsgeschichte der Insel eintauchen.