GR 130 La Palma Etappe 2: Puntallana – Barlovento erleben
Tourencharakter
Die zweite Etappe des GR 130 La Palma führt von San Juan de Puntallana nach Barlovento und zählt zu den anspruchsvolleren Abschnitten des Camino Real de la Costa y Medianías. Über rund 1.100 Meter kumuliertes Gefälle durchquert der Weg fünf tiefe Schluchten und verläuft durch einige der fruchtbarsten landwirtschaftlichen Regionen der Insel. Bananenplantagen, Weinberge und traditionelle Felder prägen das Landschaftsbild.
Ausgangspunkt ist die Kirche von Puntallana, von wo aus der Weg steil bergab durch das Ortsgebiet und vorbei an historischen Stätten in die Natur führt. Ein Höhepunkt ist das imposante Barranco Hondo de Nogales mit seinem markanten Ab- und Aufstieg sowie der Legende des Salto del Enamorado. Weitere kulturelle Stationen sind San Andrés mit seinem historischen Ortskern, die Küstenlandschaft bei La Galga sowie Aussichtspunkte oberhalb von Los Sauces. Nach dem Durchqueren der letzten Schlucht erreicht die Route schließlich Barlovento, wo diese abwechslungsreiche und fordernde Etappe endet.
Höhenprofil
Hintergrundinformationen
Highlights der Etappe 2 GR 130
- Tiefe Schluchten: Barranco Hondo de Nogales, Herradura/Barata
- Historische Dörfer: San Andrés, Los Sauces, San Juan de Puntallana
- Natur: Bananenplantagen, Weinberge, Küstenvegetation, Monteverde-Wälder
- Legenden: Salto del Enamorado
- Kultur: Kapellen, Friedhöfe, traditionelle kanarische Architektur
Routenbeschreibung
Die zweite Etappe des GR 130 La Palma führt von der Kirche San Juan de Puntallana bis nach Barlovento im Norden der Insel. Auf etwa 1.110 Metern Höhenunterschied über fünf tiefe Schluchten durchwandern Sie einige der fruchtbarsten Landschaften La Palmas – Bananenplantagen, Weinberge und traditionelle Felder, durchzogen von altertümlichen Pfaden, die Geschichten und Legenden der Insel erzählen.
Startpunkt und erste Schluchten
Die Route beginnt an der Calle Procesiones direkt hinter der Kirche von Puntallana. Schon hier bietet sich ein erster Panoramablick auf die ländliche Umgebung, die Klippen und den Atlantik, die die Wanderung bis zum Meer begleiten werden.
Zunächst geht es steil bergab durch das Stadtgebiet auf 410 Metern Höhe, vorbei an traditionellen Häusern und Sehenswürdigkeiten wie dem Ethnografischen Museum Casa Luján, der Fuente de San Juan und einer Jugendherberge. Über die Calle Martín Luis erreicht man die Straße LP-102, bevor ein Feldweg die asphaltierte Straße verlässt und in die Natur führt – vorbei an Bananenplantagen, Weinbergen und alten Bauernhöfen.
Barranco Hondo de Nogales: eine große Herausforderung
Nach etwa 1,5 km durch Schluchten und alte Lavaströme aus der Entstehungszeit der Insel erreicht die Route das imposante Barranco Hondo de Nogales. Hier fällt der Weg fast 100 Meter ab, bevor er auf einem Zickzackpfad wieder auf 230 Meter ansteigt. Dieser Abschnitt ist berühmt für den Salto del Enamorado, die Legende vom „Sprung der Verliebten“.
Die Route führt anschließend durch die Küstenvegetation, Bananenstauden, Weinberge und kleine Gemüsegärten, vorbei an der Punta de La Galga und deren Schlucht, bevor sie den Garachico-Weg erreicht.
Historische und kulturelle Höhepunkte
Ein sanfter Aufstieg führt zum Friedhof von San Andrés, einem idealen Aussichtspunkt auf die Schlucht. Weiter geht es durch Bananenplantagen nach San Sebastián, vorbei an der Kapelle El Pilar y San Sebastián. Das malerische Küstendorf San Andrés begeistert mit seinen gepflasterten Straßen, der Kirche San Andrés Apóstol und einem alten Kalkofen am Meer – ein Ort, an dem die Zeit stillzustehen scheint.
Die Route folgt den Straßen von La Cruz Grande und La Calzada und beginnt einen etwa 1,5 km langen Anstieg nach Los Sauces auf 270 Metern Höhe, wo sich die Plaza de Monserrat und der Antonio Herrera-Park befinden.
Letzte Schluchten und Aufstieg nach Barlovento
Nach Los Sauces führt die Route über die Calle Ciro González und die Calle Abraham Martín zum Aussichtspunkt Cruz de La Loma. Von hier beginnt der Abstieg durch die letzte große Schlucht der Etappe, die Schlucht Herradura oder Barata, bevor die Route nach einem steilen, gut gesicherten Aufstieg über Zickzackpfade und gepflasterte Stufen Barlovento erreicht.
Auf dem letzten Abschnitt wechseln sich fruchtbare Böden, Höhlen und Schluchtwände ab, auf denen sich typische Pflanzen wie Wolfsmilch, Herkuleskeule, Kanarische Kiefer, Feuerbaum und Cistus-Arten halten. Der Weg führt durch kleine landwirtschaftliche Parzellen, Obstgärten und malerische Weiler bis zur Straße LP-1, wo eine Informationstafel das Ende dieser anspruchsvollen, aber lohnenden Etappe markiert.
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