Wandern auf den Kanarischen Inseln: Alle 8 Inseln, GPS-Tracks & die schönsten Touren im Überblick

Die Kanarischen Inseln sind eines der faszinierendsten Wanderziele Europas – und eines der am meisten unterschätzten. Wer bei „Kanaren" nur an Strandurlaub denkt, hat das Beste noch nicht gesehen: steile Vulkankrater, uralte Lorbeerwälder, Schluchten die bis zum Meer hinabstürzen, und Wege die durch Landschaften führen, die sich auf engstem Raum vollständig verwandeln. Auf sunhikes.com findest du GPS-Tracks für alle 8 Inseln – kostenlos, sofort startklar.

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Küstenwanderungen im Anaga-Gebirge auf Teneriffa | © Sunhikes
traumhafte Küstenwanderungen im Anaga-Gebirge auf Teneriffa

Warum die Kanaren das perfekte Wanderziel sind

Die Kanarischen Inseln liegen vor der Küste Nordafrikas, gehören aber zu Spanien – und damit zur EU. Was sie als Wanderziel so besonders macht, ist die außergewöhnliche Kombination aus Erreichbarkeit, Klimavielfalt und landschaftlicher Dramatik. Auf wenigen Quadratkilometern wechseln sich tropische Wälder, Mondlandschaften aus erkalteter Lava, subtropische Küsten und schneebedeckte Gipfel ab.

Das Klima ist das wohl überzeugendste Argument: Mit Durchschnittstemperaturen zwischen 18 und 26 Grad das ganze Jahr über gibt es keinen schlechten Monat zum Wandern. Während in Mitteleuropa die Wege im Winter verschneit oder schlammig sind, blüht auf den Kanaren die Natur. Die beste Wandersaison liegt zwischen Oktober und April – genau dann, wenn der Sommer in der Heimat längst vorbei ist.

Jede der acht Inseln hat einen völlig eigenen Charakter. Sie sind nicht einfach Variationen desselben Themas, sondern eigenständige Welten – mit eigener Geologie, eigener Flora, eigenem Lebensgefühl. Das macht die Kanaren zu einem Ziel, das man immer wieder besuchen kann, ohne sich zu wiederholen.

Teneriffa – Die Insel der Gegensätze

Teneriffa ist die größte und bekannteste der Kanarischen Inseln – und bietet auch das vielfältigste Wanderangebot. Im Süden trockene Lavalandschaften, im Norden üppige Lorbeerwälder, im Zentrum der Teide: mit 3.715 Metern der höchste Berg Spaniens und eines der eindrucksvollsten Wanderziele überhaupt.

Wandern im Teide Nationalpark | © Sunhikes
Wandern im Teide Nationalpark mit faszinierenden Ausblicken

Der Teide-Aufstieg

Der Aufstieg zum Gipfel des Teide ist die Königstour der Kanaren. Der Weg führt durch erkaltete Lavafelder, vorbei an bizarren Felsformationen und durch eine Mondlandschaft, die man auf keiner anderen Insel findet. Für den letzten Abschnitt zum Gipfelkrater ist eine gebührenpflichtige Genehmigung erforderlich, die man vorab online beantragen muss. Der Ausblick auf die umliegenden Inseln, der in klaren Nächten bis Madeira reicht, ist von einer Einzigartigkeit, die sich kaum in Worte fassen lässt.

Panorama vom Pico del Teide | © Sunhikes
Panorama vom Pico del Teide

Masca-Schlucht

Die Schlucht von Masca im Nordwesten Teneriffas gilt als eine der schönsten Wanderungen der gesamten Inselgruppe. Der Weg führt durch ein enges, dramatisch eingeschnittenes Tal bis zum Meer. Wer den Abstieg schafft, kann mit dem Boot nach Los Gigantes zurückfahren. Die Kombination aus Schlucht, Meeresblick und Vulkangestein ist unvergesslich.

Wandern durch die tief eingeschnittene Masca-Schlucht  | © Sunhikes
Wandern durch die tief eingeschnittene Masca-Schlucht zur Küste

Anaga-Gebirge

Das Anaga-Gebirge im Nordosten Teneriffas ist ein UNESCO-Biosphärenreservat und beherbergt einen der ältesten Lorbeerwälder der Welt. Die Wege hier sind oft schmal, feucht und von dichter Vegetation gesäumt – ein vollständiger Kontrast zur Mondlandschaft rund um den Teide. Besonders der Weg von Cruz del Carmen nach Taborno mit Blick auf das Meer und die tief eingeschnittenen Täler zählt zu den eindrucksvollsten auf der Insel.

Wege durch den Lorbeerwald im Anaga-Gebirge | © Sunhikes
verwunschene Wege durch den Lorbeerwald im Anaga-Gebirge

Gran Canaria – Der Miniaturkontinent

Gran Canaria wird oft als „Miniaturkontinent" bezeichnet – und das aus gutem Grund. Auf einer Fläche kleiner als das Saarland finden sich Sandwüsten, subtropische Wälder, Hochebenen und eine zerklüftete Bergwelt, die an die Rocky Mountains erinnert. Die Insel ist kreisförmig und steigt vom Meer zum zentralen Gipfel Pico de las Nieves (1.949 m) auf – was kurze, aber abwechslungsreiche Wege ermöglicht.

die zerklüftete Bergwelt Gran Canarias vom Monumento Natural de Tauro | © Sunhikes
Blick auf die zerklüftete Bergwelt Gran Canarias vom Monumento Natural de Tauro

Roque Nublo

Das Roque Nublo ist das Wahrzeichen Gran Canarias: ein 80 Meter hoher Felsmonolith, der aus einem Plateau aufragt und weithin sichtbar ist. Der Weg zum Fuß des Felsens ist vergleichsweise kurz und auch für Einsteiger geeignet – der Ausblick über die Insel und bei klarem Wetter auf Teneriffa und den Teide gehört zu den besten Panoramen der Kanaren.

Roque Nublo und Rana auf Gran Canaria | © Sunhikes
die Felsmonolithen Roque Nublo und Rana auf Gran Canaria

Playa de Güigüi

Der Playa de Güigüi gilt als einer der schönsten und abgelegensten Strände Gran Canarias – und der Weg dorthin ist Teil des Erlebnisses. Fünf Stunden Fußmarsch über steile, teils rutschige Geröllwege durch eine erodierte Vulkanlandschaft trennen den Strand von der Zivilisation. Wer durchhält, wird belohnt: dunkler Sand, eingerahmt von steilen Felsklippen, unberührte Natur und an klaren Tagen ein freier Blick hinüber zum Teide. Im Sommer füllt feiner vulkanischer Sand den Strand – im Winter kann er nahezu verschwinden.

Playa de Güigüi auf Gran Canaria | © Sunhikes
Playa de Güigüi im Naturschutzgebiet Reserva Natural Especial de Güigüí auf Gran Canaria

Lanzarote – Mondlandschaft und Feuerberge

Lanzarote ist die vulkanischste der Kanarischen Inseln – und die, die am stärksten durch ihre Geologie geprägt ist. Der Timanfaya-Nationalpark, wo die Erde stellenweise noch immer glüht, ist das dramatischste Naturschauspiel der gesamten Inselgruppe. Wer Lanzarote wandert, wandert durch eine Welt aus erkalteter Lava, in der das Leben langsam, aber unaufhaltsam zurückgekehrt ist.

die Wanderung auf die Caldera Blanca belohnt mit Panoramablick auf den Atlantik | © Sunhikes
die Wanderung auf die Caldera Blanca belohnt mit einem spektakulären Panoramablick auf den Atlantik

Timanfaya und Umgebung

Innerhalb des Nationalparks ist das Wandern stark eingeschränkt – geführte Touren sind Pflicht. Die Umgebung des Parks jedoch bietet spektakuläre, frei zugängliche Wege durch Lavafelder, die in ihrer Einzigartigkeit weltweit kaum ihresgleichen haben. Die Kombination aus schwarzer Lava, grünen Flechten und dem blauen Atlantik ist ein Farbenspiel, das sich in keine andere Kategorie einordnen lässt.

Montañas del Fuego im Herzen des Nationalparks Timanfaya | © Sunhikes
Montañas del Fuego – zerklüftete Vulkane im Herzen des Nationalparks Timanfaya

Los Hervideros und die Küstenrouten

Die Küstenrouten im Südwesten Lanzarotes führen durch eine Welt aus Lavatunneln, Brandungsgrotten und Steilküsten. Bei Los Hervideros, wo die Wellen in die unterirdischen Lavatunnel drücken und das Wasser tosend herausschießt, erlebt man die Kraft des Atlantiks in einer seiner eindrucksvollsten Formen.

die wilde Küste Los Hervideros auf Lanzarote | © Sunhikes
die wilde Küste Los Hervideros, wo das Meer auf zerklüftetes Lavagestein trifft

La Graciosa – Die achte Insel

La Graciosa ist die größte Insel des Chinijo-Archipels – seit 2018 offiziell als achte Kanarische Insel anerkannt und vollständig unter Naturschutz. Nur einen Kilometer trennt sie an der schmalsten Stelle von Lanzarote – dazwischen liegt die Meerenge El Río, auf deren anderer Seite die Klippen des Famara-Massivs aufragen. Die hat keine asphaltierten Straßen und kaum 700 Einwohner. Was hier reichlich vorhanden ist: Sand, Wind, Stille und eine Küste, an der sich atemberaubende Strände, schwarze Basaltfelsen und Natursteinbögen abwechseln. 

La Graciosas Vulkanen eröffnen Ausblicke auf die Inseln des Chinijo-Archipels | © Sunhikes
von La Graciosas Vulkanen eröffnen sich weite Ausblicke auf die Inseln des Chinijo-Archipels

Montaña Amarilla

An der südwestlichen Spitze der Insel erhebt sich der Montaña Amarilla – der Gelbe Berg. Sein ockerfarbendes Tuffgestein leuchtet weithin sichtbar gegen das Tiefblau des Atlantiks, die Südflanke fällt steil zur kleinen Bucht hinab, an deren Fuß der schmale Sandstrand Playa de la Cocina liegt. Ein Pfad windet sich auf den 175 Meter hohen Gipfel – von dort schweift der Blick über die gesamte Insel, hinüber zum Famara-Gebirge auf Lanzarote und bis zum Nationalpark Timanfaya.

vom Montaña Amarilla bietet sich ein Panorama auf die Klippen des Famara-Massivs | © Sunhikes
vom Montaña Amarilla bietet sich ein grandioses Panorama auf die imposanten Klippen des Famara-Massivs

Playa de las Conchas

Die Playa de las Conchas im Norden gilt als einer der schönsten Strände der gesamten Kanarischen Inseln. Der Weg dorthin führt durch das stille Inselinnere, über Sand und erkaltete Lava, bis der Strand plötzlich auftaucht: heller feiner Sand, türkisgrünes Wasser, schwarzes Lavagestein auf beiden Seiten. Gegenüber ragt die Vulkaninsel Montaña Clara aus dem Ozean, dahinter Alegranza. Über allem thront der rote Kegel der Montaña Bermeja. Baden ist wegen starker Strömungen nur etwas für geübte Schwimmer – aber wer hierher kommt, kommt ohnehin nicht nur wegen des Wassers.

die Playa de las Conchas ist ein Höhepunkt der nördlichen Inselrundwanderung auf La Graciosa | © Sunhikes
Playa de las Conchas – ein strahlender Höhepunkt der nördlichen Inselrundwanderung auf La Graciosa

Fuerteventura – Weite, Wind und wilde Küsten

Fuerteventura ist die zweitgrößte und älteste der Kanarischen Inseln – geologisch gesehen fast doppelt so alt wie Teneriffa. Diese Verwitterung hat die Insel zu einer offenen, windgepeitschten Hochebene geformt, die von tiefen Barrancos (Schluchten) durchzogen wird und an manchen Stellen an die Sahara erinnert. Wandern auf Fuerteventura bedeutet: weite Horizonte, ursprüngliche Natur, kaum andere Menschen auf dem Weg.

Wandern auf dem West-Coast-Trail auf Fuerteventura | © Sunhikes
Wandern auf dem West-Coast-Trail auf Fuerteventura – spektakuläre, wilde Küstenlandschaft soweit das Auge reicht

Pico de la Zarza

Der Pico de la Zarza (807 m) ist der höchste Punkt Fuerteventuras und das Ziel der anspruchsvollsten Wanderung der Insel. Der Weg führt von Morro Jable durch Ginsterfelder und offenes Gebirgsgelände zum Gipfel, von dem man bei guter Sicht das gesamte Südzipfel der Insel und die vorgelagerten Inselchen überblickt.

der Pico de la Zarza ist ein Wander-Klassiker auf Fuerteventura | © Sunhikes
auf den Pico de la Zarza – ein wahrer Wander-Klassiker auf Fuerteventura

Cofete und der wilde Süden

Die Halbinsel Jandia im Süden Fuerteventuras ist einer der ursprünglichsten Landstriche der Kanaren. Der Strand von Cofete, zu dem man nur über eine schlechte Piste oder zu Fuß gelangt, ist von einer rauen, melancholischen Schönheit, die sich von den belebten Stränden der Insel vollständig unterscheidet.

eine Wanderung zur El Islote belohnt mit Ausblicken auf das Jandía-Gebirge und die Strände Barlovento und Cofete | © Sunhikes
eine Wanderung zur Halbinsel El Islote belohnt mit atemberaubenden Ausblicken auf das Jandía-Gebirge und die einsamen Strände Barlovento und Cofete

La Palma – Die grüne Insel

La Palma trägt den Beinamen „La Isla Bonita" – die schöne Insel – und hat ihn verdient. Mit einer Fläche von knapp 700 Quadratkilometern ist sie die steilste Insel der Welt in Relation zu ihrer Fläche. Wasser, das vom Passat mitgebracht wird, staut sich an den Nordhängen und nährt eine üppige Vegetation, die in ihrer Dichte und Artenvielfalt an einen tropischen Regenwald erinnert.

auf schmalen Pfaden durch den Lorbeerwald La Palmas | © Sunhikes
Erinnerungen, die bleiben – auf schmalen Pfaden durch den geheimnisvollen Lorbeerwald La Palmas

Ruta de los Volcanes

Die Ruta de los Volcanes ist die berühmteste Wanderroute La Palmas – und eine der schönsten der gesamten Kanaren. Sie folgt dem Kamm der Cumbre Vieja, einem aktiven Vulkangrat, und bietet dabei unvergleichliche Blicke auf Lavaseen, Krater und das Meer auf beiden Seiten der Insel. Der Weg ist lang, anspruchsvoll und unvergesslich.

die Ruta de los Volcanes ist ein Must-Do auf La Palma | © Sunhikes
die Ruta de los Volcanes – ein absolutes Must-Do auf La Palma

Caldera de Taburiente

Die Caldera de Taburiente ist eine riesige Einsturzstruktur im Herzen La Palmas – kein Vulkankrater, sondern das Ergebnis enormer Erosionskräfte. Der Nationalpark, der die Caldera schützt, bietet Wanderwege durch Lorbeerwälder und Kiefernbestände zu Wasserfällen und Aussichtspunkten, die zu den eindrucksvollsten der Insel zählen.

 Wanderung von Los Brecitos durch die Caldera de Taburiente | © Sunhikes
nicht verpassen: die Wanderung von Los Brecitos durch die beeindruckende Caldera de Taburiente

La Gomera – Urwald und Stille

La Gomera ist die zweitzugänglichste der westlichen Inseln und zugleich die am wenigsten von Massentourismus geprägte. Das Herz der Insel ist der Garajonay-Nationalpark – UNESCO-Weltnaturerbe und einer der letzten großen Lorbeerwälder der Erde. Wer die feuchten, nebelverhangenen Wege durch diesen Urwald geht, betritt eine Welt, die sich seit Millionen von Jahren kaum verändert hat.

Wanderrouten um den Roque de Agando – Wahrzeichen La Gomeras | © Sunhikes
traumhafte Wanderrouten um den Roque de Agando – ein markantes Wahrzeichen La Gomeras

Garajonay-Nationalpark

Die Wege durch den Garajonay-Nationalpark sind von einer atmosphärischen Dichte, die sich kaum beschreiben lässt. Moosbedeckte Bäume, geisterhafte Nebelschleier, das Tropfen des Wassers von den Blättern – dieser Wald hat etwas Archaisches. Der höchste Punkt, der Garajonay-Gipfel (1.487 m), ist mit einem kurzen Weg erreichbar und bietet bei klarem Wetter Rundblicke auf die Nachbarinseln.

Touren durch den Barranco del Cedro im Garajonay-Nationalpark auf La Gomera | © Sunhikes
zauberhafte Touren durch den Barranco del Cedro – im Garajonay-Nationalpark, dem grünen Herzen La Gomeras

Barrancos und Küstenwege

Abseits des Nationalparks durchziehen tiefe Barrancos die Insel, die früher die einzigen Verbindungswege zwischen den Dörfern waren. Viele dieser alten Caminos Reales sind noch erhalten und führen durch eine Landschaft, die von Terrassenkulturen, wilden Felswänden und kleinen Ortschaften geprägt ist.

einsame Pfade auf La Gomera – über terrassierte Felder, durch tiefe Schluchten, bis hin zum Atlantik | © Sunhikes
einsame Pfade auf La Gomera – über terrassierte Felder, durch tiefe Schluchten, bis hin zum Atlantik

El Hierro – Das Ende der Welt

El Hierro ist die kleinste, westlichste und einsamste der Kanarischen Inseln. Bis zur Entdeckung Amerikas galt der Meridian, der durch El Hierro läuft, als Nullmeridian der damals bekannten Welt – die Insel war buchstäblich der Rand der Erde. Dieses Gefühl der Abgelegenheit ist noch immer spürbar. El Hierro ist UNESCO-Biosphärenreservat, hat kaum Massentourismus und bietet Wanderwege von einer Ursprünglichkeit, die auf keiner anderen Insel zu finden ist.

Leuchtturm Faro de Orchilla am ehemaligen Nullmeridian auf El Hierro | © Sunhikes
der Leuchtturm Faro de Orchilla – gelegen am ehemaligen Nullmeridian auf El Hierro

El Sabinar

Der El Sabinar ist ein Wacholderwald im Nordwesten der Insel, dessen Bäume durch die ständigen Passatwinde in bizarre, horizontale Formen gezwungen wurden. Diese natürliche Skulpturenlandschaft ist eines der faszinierendsten Naturphänomene der Kanaren und ein Wanderziel, das sich in keine Kategorie einordnen lässt.

El Sabinar – windgebeugte Wacholderbäume als Zeugen der Zeit auf El Hierro | © Sunhikes
El Sabinar – windgebeugte Wacholderbäume als stumme Zeugen der Zeit auf El Hierro

Risco de los Herreños und Küstenrouten

Die Steilküsten El Hierros zählen zu den dramatischsten der Kanaren. Der Weg entlang des Risco de los Herreños bietet Ausblicke auf senkrechte Felswände, die direkt aus dem Atlantik aufragen, und auf eine Küstenlinie, die in ihrer Wildheit kaum zu überbieten ist.

Panoramablick auf die Küstenlinie des Valle de El Golfo  | © Sunhikes
Panoramablick auf die raue Küstenlinie des Valle de El Golfo – El Hierro pur

Die beste Reisezeit für die Kanaren

Die Kanarischen Inseln lassen sich das ganze Jahr über wandern – das ist einer ihrer größten Vorteile. Die Hochsaison für Wanderer liegt zwischen Oktober und April, wenn die Temperaturen angenehm mild sind, die Vegetation nach den ersten Herbstregen aufgelebt hat und die Tage lang genug für ausgedehnte Touren sind.

Im Sommer – von Juni bis September – sind die Temperaturen besonders im Süden der Inseln hoch, und Wanderungen sollten in den frühen Morgenstunden oder am Abend unternommen werden. Die Nordseiten der Inseln und höhere Lagen bleiben auch im Sommer angenehm kühl.

Monat Temperatur Eignung
Oktober–April 18–24 °C ⭐⭐⭐⭐⭐ Beste Wanderzeit
Mai–Juni 22–26 °C ⭐⭐⭐⭐ Sehr gut (früh starten)
Juli–September 25–30 °C ⭐⭐⭐ Gut für Nord/Hochlagen
Sonnenuntergang auf Gran Canaria | © Sunhikes
Sonnenuntergang über den Schluchten Gran Canarias

Ausrüstung & praktische Tipps

Schuhwerk: Festes Wanderschuhwerk mit Knöchelstütze ist auf allen Inseln empfehlenswert. Viele Wege führen über Lavagestein, das rutschig und uneben sein kann.

Wasser: Das Wichtigste auf den Kanaren. Wasserquellen sind auf Wanderwegen selten – mindestens 2 Liter pro Person und Tour einplanen, bei Hitze mehr.

Sonnenschutz: Der UV-Index ist auf den Kanaren das ganze Jahr über hoch. Sonnencreme, Sonnenbrille und Kopfbedeckung sind keine Option, sondern Pflicht.

Navigation: GPS-Tracks von sunhikes.com auf das Smartphone oder GPS-Gerät laden. Viele Wege sind gut beschildert, aber in abgelegeneren Gebieten kann die Ausschilderung lückenhaft sein.

Genehmigungen: Genehmigungen: Für einige Wanderungen in Nationalparks und Naturschutzgebieten – darunter der Teide-Gipfel und der Timanfaya-Nationalpark – sind Genehmigungen oder geführte Touren vorgeschrieben, teils kostenpflichtig. Alle Genehmigungen lassen sich vorab online beantragen.

Karte der Kanarischen Inseln | © Sunhikes
Karte der Kanarischen Inseln mit ihren Provinzen

GPS-Tracks für alle 8 Kanarischen Inseln – kostenlos auf sunhikes.com

Alle auf sunhikes.com verfügbaren Touren der Kanarischen Inseln lassen sich als GPS-Track kostenlos herunterladen – kompatibel mit Garmin, Suunto, iPhone und Android. Wer seine Route selbst zusammenstellen möchte, kann den kostenlosen 3D-Routenplaner nutzen und einen eigenen GPS-Track für die nächste Wanderung erstellen.

 

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