Rundwanderung Roques de García
Fakten
Tourencharakter
Die Rundwanderung Roques de García ist eine leichte, 3,9 km lange Tour im Teide-Nationalpark auf Teneriffa. Auf dem markierten Sendero 3 umrundet man in 1:15 bis 2:15 Stunden die bekannteste Felsgruppe der Caldera de Las Cañadas. Start und Ziel ist der Mirador de La Ruleta an der TF-21, der Höhenunterschied beträgt 234 m auf 2.020 bis 2.175 m Höhe.
Die Route führt durch eine Landschaft aus erstarrter Lava, Felstürmen und farbigen Gesteinsschichten. Zu den Höhepunkten zählen der Roque Cinchado, die weiße Torre Blanca, der Vulkandom La Catedral und der Blick über die weite Llano de Ucanca. Über allem thront der Pico del Teide. Rau, farbig, urtümlich.
Die Wege sind gut zu verfolgen. Ein kurzer steiler Abstieg und der rutschige Schlussanstieg erfordern Trittsicherheit. Damit ist die Wanderung um die Roques de García eine kompakte Einsteigertour, die auf kleinem Raum die vulkanische Vielfalt des Nationalparks zeigt.
Höhenprofil
Hintergrundinformationen
Nach neueren Erkenntnissen entstand die Gesteinsgruppe der Roques de García lange vor der heutigen Caldera. Es wird vermutet, dass es sich bei den bizarr geformten Vulkandämmen und Felstürmen größtenteils um Intrusivkörper handelt, die beim Eindringen von Ergussgestein oder Sedimenten in Hohlräume (z. B. Gänge, Spalten oder Schlote) älterer Gesteinsverbände entstanden. Das Alter der vorhandenen Gesteine wird auf bis zu 1,7 Mio. Jahre geschätzt.
Routenbeschreibung
Ausgangspunkt der Rundwanderung ist der Mirador de la Ruleta, gegenüber des Hotels Parador. Vom Aussichtspunkt eröffnet sich der Blick über die Ucanca-Ebene mit der markanten Felsformation La Catedral, deren Form tatsächlich an die einer Kathedrale erinnert. Im Norden blickt auf den Roque Cinchado, der auch unter dem Namen »Finger Gottes« bekannt ist.
Ein anfangs mit Absperrseil und Holzplanken eingefasster Weg, führt im nordwestlich Richtung Teide. Immer die Felsgruppe der Roques zur Linken steigt der Weg leicht an und wird allmählich etwas schmaler und holpriger.
Man passiert rechter Hand erstarrte Lavafiguren, darunter auch Stricklava-Formationen. Glatte Lavaflüsse bilden eine natürliche Treppe zur Überwindung eines kleinen Höhenunterschieds.
Nach der Umrundung der hohen weißen Felsformation Torre Blanca offenbart sich ein großartiger Blick entlang der Roques und auf die Sedimentebene Llano de Ucanca, der größten Cañada des Nationalparks.
Nun folgt ein recht steiler Abstieg in den westlichen Teil der Caldera. Links befindet sich ein beeindruckender Lavastrom, der beim Überfließen des Höhenunterschieds erstarrt ist.
Der Pfad führt am Fuß der Felsgruppe entlang. Zwischen den Gesteinsformationen haben sich vereinzelt Kiefern und kanarische Zedern angesiedelt. Die Vegetation der Ebene wird vorwiegend von Ginsterbüschen bestimmt. Hier kann man blaukehlige Eidechsen beim Sonnenbad beobachten.
Bald erreicht man den imposanten Vulkandom La Catedral, von dem durch Erosion riesige Felsbrocken zu Boden gefallen sind. Hinter dem Vulkandom beginnt der Aufstieg auf den Bergsattel zum Mirador de la Ruleta. Das letzte Wegstück führt auf recht rutschigem Untergrund steil zum Aussichtspunkt zurück.
Hinweise + Tipps
Am Mirador de la Ruleta und dem Roque Cinchado bewegen sich oft zahlreiche Touristen. Die Menschenmengen verlaufen sich jedoch schnell, da nur wenige die komplette Wanderung gehen.
Einkehrmöglichkeit in der Cafeteria des Parador Nacional, gegenüber dem Aussichtspunkt.
Anreise
Mit dem Mietwagen: Geparkt wird direkt am Mirador de La Ruleta an der TF-21, gegenüber dem Hotel Parador. Von Puerto de la Cruz führt die TF-21 über La Orotava in die Caldera (ca. 1 Std. 20 Min.), von Santa Cruz de Tenerife und La Laguna die TF-24 über El Portillo (ca. 1 Std. 15 Min. bis 1 Std. 30 Min.). Aus dem Süden fährt man über Vilaflor oder über Chío und die TF-38 (ca. 1 Std. bis 1 Std. 15 Min.). Der Parkplatz ist oft ab 9 Uhr voll, freie Plätze findet man meist vor 8:30 Uhr oder ab ca. 15:30 Uhr.
Mit dem Bus: Die TITSA-Linien 348 ab Puerto de la Cruz und 342 ab Los Cristianos/Costa Adeje halten an der Haltestelle »Parador« am Ausgangspunkt. Beide fahren vormittags hin und am Nachmittag zurück, meist nur einmal täglich. Den aktuellen Fahrplan sollte man vorab prüfen.
Beste Wanderzeit
Die schönsten Bedingungen bieten Frühling und Herbst: angenehme Temperaturen, stabiles Wetter und im späten Frühjahr der blühende Teide-Natternkopf. Der Sommer ist sonnig, in der Höhe aber heiß und stark besucht. Im Winter locken klare Tage und mitunter Schnee auf dem Teide, dann ist jedoch mit Frost und zeitweise gesperrten Zufahrtsstraßen zu rechnen.
Tageszeitlich lohnt ein Start vor 9 Uhr oder ab ca. 15:30 Uhr, wenn der Andrang nachlässt und warmes Licht die Roques de García leuchten lässt. Die Mittagsstunden sind wegen Hitze, starker UV-Strahlung und kaum Schatten besser zu meiden.
Weitere lohnende Touren rund um die Caldera versammelt die Übersicht Die 30 schönsten Wanderungen im Teide-Nationalpark. Hintergründe zu Entstehung, Landschaft und Pflanzenwelt des Schutzgebiets liefert der Magazinbeitrag Teide-Nationalpark. Welche Vorschriften vor Ort gelten, fasst der Beitrag Regeln im Teide-Nationalpark: Zugangsbeschränkungen und Ausrüstungspflicht zusammen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Rundwanderung Roques de García
Wo beginnt die Wanderung?
Was ist entlang der Route zu sehen?
Wie lang und anspruchsvoll ist die Tour?
Gibt es eine Einkehrmöglichkeit?
Wann ist die beste Zeit für die Wanderung?
Braucht man für die Tour eine Genehmigung?
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