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Der Karlsruher Grat ist ein Klettersteig bei Ottenhöfen

Nördlicher Schwarzwald
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Der Karlsruher Grat ist ein etwa 400 Meter langer Felsgrat bei Ottenhöfen im Schwarzwald. Über den Grat führt eine alpine Kletterroute, die auch als einziger Klettersteig im Nordschwarzwald bezeichnet wird.

Es gibt weder abgesicherte Seilpassagen noch Leitern. Um den Grat zu überwinden, braucht man nur gutes Schuhwerk, vor allem aber Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Dafür wird man mit einem Panoramablick belohnt. Der Klettersteig selbst sollte nur bei trockener Witterung in Angriff genommen werden. Voraussetzung für die Begehung sind gutes Schuhwerk und Trittsicherheit.

Das Naturschutzgebiet Gottschlägtal-Karlsruher Grat liegt östlich von Ottenhöfen und südlich der Hornisgrinde im Nordschwarzwald. Es erstreckt sich an den Westabstürzen von Melkerei- und Vogelskopf von 400 Meter Höhe im Westen bis auf 830 Meter Höhe im Osten. An dieser Stelle markiert die Kreisstraße 5370, die von Oppenau über Kloster Allerheiligen zur Schwarzwaldhochstraße führt, die Grenze zwischen dem Nationalpark Schwarzwald und dem Naturschutzgebiet Schliffkopf. Der Kamm verläuft in einer Höhe von ca. 750 m über dem Gottschlägtal.

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Lautenfelsen

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Die Lautenfelsen sind ein Naturschutzgebiet der Region. Das Naturschutzgebiet "Lautenfelsen" zeichnet sich durch eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt auf engstem Raum aus. Die markanten Felsen, nach denen das Gebiet benannt ist, liegen südöstlich von Gernsbach am Ortsrand von Lautenbach im Bergwald.

Ein Wanderweg führt um die imposanten Lautenfelsen, die oberhalb von Lautenbach liegen. Verschiedene Wanderwege führen in ihrem Verlauf an den Felsen vorbei. Der Aufstieg zu den Felsen wird mit einem atemberaubenden Blick über Lautenbach und das Murgtal belohnt. Das fast 100 Meter hohe Felsmassiv besteht hauptsächlich aus Granitgestein.

Die Felswände sind mit Flechten und verschiedenen Moosarten bewachsen, einige Flechten schmücken die Wände in schwefelgelber Farbe. In der Umgebung des Felsmassivs kann man Mauereidechsen, Heuschrecken und Kolkraben beobachten. Zwischen den Felsspalten haben sich Waldkiefern und Eichen angesiedelt, darunter blühende Feuchtwiesen. Auch Schmetterlingsarten wie Kaisermantel, Schwalbenschwanz und Schillerfalter sind hier heimisch.

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Die Rockertfelsen sind eine unter Naturschutz stehende Felsgruppe

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Die Rockertfelsen sind eine unter Naturschutz stehende Felsgruppe und ein Naturdenkmal. Es handelt sich um eine mächtige Felsgruppe aus Granit vom Typ des Forbacher Granits.

Hoch über dem Gernsbacher Stadtteil Reichental thronen die beiden markanten Felsformationen. Am Rockertfelsen verlaufen die beiden Wanderwege Murgleiter und Gernsbacher Runde. Über die Murgleiter kommt man auch am Dachsstein vorbei.

Die schönsten Wanderungen und Rundwanderwege rund um die Rockertfelsen bei Gernsbach und Forbach. Plane deine eigene Wanderung.

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Eulenstein ein Geotop im Bühlertal

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Eine Rundwanderung von Bühlertal über die Gertelbachfälle führt am Eulenstein vorbei.  

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Falkenfelsen nahe der Bühlerhöhe im Nordschwarzwald

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Oberhalb des Wiedenbachtals in der Gemeinde Bühlertal ragen eine ganze Serie von Granitfelsen gut sichtbar in die Höhe. Bei den Falkenfelsen handelt es sich um eine etwa 60 m hohe Granitfelsformation im Nordschwarzwald. Vom Aussichtspunkt auf dem Wiedenfelsen bei den Gertelbachfällen sind die Felsen sehr schön zu betrachten. Die als Naturdenkmal ausgewiesenen Falkenfelsen sind von Bannwald umgeben. Der Felsen bei der Hertahütte ist auch als Aussichtspunkt mit einem Geländer gesichert. Ein Weg führt von dort zu den Brockenfelsen. Von der dortigen Plattform hat man einen Blick über den Nordschwarzwald mit den Wiedenfelsen und der Hornisgrinde im Süden, der Bühlerhöhe im Nordosten und in die Rheinebene.

Diese als Falkenfelsen bezeichneten Granitfelsen sind am leichtesten vom Parkplatz beim ehemaligen Hotel Oberer Plättig an der Schwarzwaldhochstraße zu erreichen. Zwei Wanderwege führen von Plättig an der Schwarzwaldhochstraße durch die Felsformation. Beide Wanderwege führen zur Hertahütte, die nach der Erbauerin der Bühlerhöhe, Hertha Isenbart, benannt ist. 

Aber auch vom Bühlertaler Ortsteil Obertal sowie von der Straßenkreuzung Sand führt der Falkenfelsenweg und vom Wiedenfelsen der Paradiesweg dorthin. Darüber hinaus gibt es mehrere Rundwanderwege. Mehrere Kletterrouten in den Schwierigkeitsgraden III-IX befinden sich am Falkenstein.

Entdecke die schönsten Wanderungen und Rundwanderwege rund um das Bühlertal und die Falkenfelsen. Plane deine eigene Wanderung.

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Die Felsen Hohe Schaar sind im Murgtal nahe Forbach

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Einer der schönsten Aussichtspunkte im Murgtal mit traumhafter Aussicht. Am Osthang des Murgtals gelegen, eröffnet die Hohe Schaar auf einer Höhe von 711 m herrliche Ausblicke in das Murgtal und darüber hinaus. Dort steht auch ein kleiner Aussichtspavillon. Neben der Aussicht sind auch die schroffen Granitfelsen der Hohen Schaar ein beeindruckendes Landschaftselement.

Die Felsen und der Aussichtspunkt sind leider nicht Teil der Murgleiter. Eine Integration der Felsen in den Verlauf der Murgleiter lohnt sich bei einer eigenen Planung.

Der Sunhikes-Routenplaner ermöglicht eine schnelle Einbindung. Einfach eine Etappe der Murgleiter auswählen und herunterladen. Die Datei im Planer öffnen und die Route nach Wunsch anpassen. 

Die schönsten Wanderungen und Rundwanderwege rund um die Felsen Hohe Schaar bei Forbach, Gernsbach und Bad Wildbad. Plane deine eigene Wanderung.

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Die Latschigfelsen sind ein Naturdenkmal

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Der als Naturdenkmal ausgewiesene Latschigfelsen ist eine nach Westen ausgerichtete Felsgruppe aus Granit mit einer Höhe von 710 Metern über dem Meeresspiegel. Rund 400 Meter überragt er die Gemeinde Forbach im Murgtal. Das Panorama vom Aussichtspavillon auf dem Felsvorsprung ist überwältigend.  Der Unterstand ist ein schöner Rastpunkt und ideal für eine kleine Pause.

Ein schmaler Pfad führt zu einem der Höhepunkte der Murgleiter-Etappe 2. Einen atemberaubenden Blick ins Murgtal bietet der 724 Meter hohe Latschigfelsen mit seinem Aussichtspavillon. Der Zugang zum Pavillon auf dem oberen Latschigfelsen ist beidseitig mit einem Geländer gesichert.

Ein paar Meter vor dem Pavillon auf dem Latschigfelsen zweigt der Fußweg nach links ab. Rund 170 Meter weiter weist ein Wegweiser nach rechts zum Aussichtspunkt auf dem kleinen Latschigfelsen. Der Zugang zum Gipfel mit dem Gipfelkreuz auf dem Gipfel ist etwas schwieriger.

Wanderungen und Rundwanderwege rund um den Latschigfelsen bei Forbach, Gernsbach und Kaltenbronn selbst planen.

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Battertfelsen bei Baden-Baden

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Mächtig erheben sich die Battertfelsen und warten darauf, von Abenteurern erobert zu werden. Ein eindrucksvolles Naturschauspiel im Schwarzwald wartet auf dem Oberen Felsenweg. Die Felsen liegen in der Nähe des alten Schlosses Hohenbaden. Der Battert ist ein 568,6 Meter hoher Berg am Westrand des Nordschwarzwalds nördlich von Baden-Baden. Auf seinem Westhang liegt die Ruine der Burg Hohenbaden (Altes Schloss). Die Battertfelsen, zugleich das größte Klettergebiet im Schwarzwald, befinden sich am Südhang.

Ebenfalls am Südhang des Battert liegt das Naturschutzgebiet Battertfelsen beim Alten Schloss Hohenbaden. Auf der östlichen Seite liegt der Baden-Badener Höhenstadtteil Ebersteinburg.

Die Battertfelsen sind aus geologischer Sicht ein außergewöhnliches und spannendes Zeugnis vergangener Zeiten und erdgeschichtlicher Prozesse. Umgeben von einem Naturschutzgebiet beherbergen die Felsen eine vielfältige Flora und Fauna, darunter Wanderfalken und seltene Pflanzen. 

Der Bereich der Battertfelsen hat eine lange und faszinierende Geschichte, die bis in die Zeit des Alten Schlosses Hohenbaden zurückreicht. In den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts, zur Zeit der Dichter der Romantik, wurde die romantische Felsenwelt des Battert durch Wege erschlossen. Alexander Graf Broussel schuf 1839 das Wegesystem mit den Felsentreppen. Die Felsentreppen sind noch heute in Betrieb. Ein Aufstieg durch die Battertfelsen ist nach wie vor ein faszinierendes Erlebnis. Vom Plateau der Battertfelsen bietet sich ein überwältigendes Panorama über die malerische Schwarzwaldlandschaft. Der Blick über die benachbarten Schwarzwaldgipfel reicht von Baden-Baden bis zur 1.164 Meter hohen Hornisgrinde und im Westen bis ins Rheintal, ins Elsass und zu den Vogesen. 

Das Klettergebiet Battert zählt zu den abwechslungsreichsten Klettergebieten im Nordschwarzwald. Die ersten Kletterrouten am Battert wurden im Frühsommer 1887 erschlossen, heute gibt es eine Vielzahl von leichten bis schweren Routen (II bis X). 

Zu den Battertfelsen, durch sie hindurch und um sie herum gibt es verschiedene Wanderwege, wie z.B. den Ebersteinburg-Rundweg mit Battertfelsen oder den Oberen und Unteren Felsenweg.

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Ottenhöfener Felsenweg: Katzenschrofen – Felsen & Hexensagen

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Kein Aussichtspunkt, keine Tafel, kein Trubel. Riesige Granitblöcke, abgerundet von Millionen Jahren Erosion, stapeln sich wie übergroße Kissen aufeinander. Moos und Flechten überziehen das Gestein in satten Grüntönen.

Was ist der Katzenschrofen?

Der Katzenschrofen ist eine markante Felsformation bei Ottenhöfen im Schwarzwald – geografisch bereits auf der Gemarkung von Kappelrodeck gelegen. Das Gestein besteht aus dem sogenannten Oberkirch-Granit, einem für die Region typischen Hartgestein. Seine charakteristische Form verdankt er der Wollsackverwitterung: Erosion über erdgeschichtliche Zeiträume rundete die Kanten ab, sodass die Blöcke heute fast organisch wirken – gedrungen, bucklig, ein kleines Labyrinth aus Stein.

Ein schmaler Pfad schlängelt sich direkt zwischen den Felsblöcken hindurch. Kein Panorama, kein Aussichtspunkt – nur Wald, Stein, Stille.

Wandern am Katzenschrofen: Felsenweg & Hexensteig

Der Katzenschrofen ist fester Bestandteil zweier bekannter Wanderwege im Achertal:

  • Ottenhöfener Felsenweg (ca. 15 km): Premiumwanderweg mit mehreren markanten Felsformationen – Sesselfelsen, Rappenschrofen, Stierfelsen. Der Katzenschrofen gehört zu den eindrucksvollsten Stationen.
  • Kappelrodecker Hexensteig (ca. 18 km): Qualitätswanderweg, der ebenfalls direkt an der Formation vorbeiführt. In unmittelbarer Nähe liegt das Hexenhäuschen, ein Rastplatz für Wanderer.

Der Pfad durch den Katzenschrofen ist felsig, steil und bei Nässe rutschig. Festes Schuhwerk und gute Trittsicherheit sind Pflicht.

Kein Fernblick – dafür alles andere

Im Gegensatz zu den nahegelegenen Palmfelsen oder dem Sesselfelsen bietet der Katzenschrofen selbst kaum Fernsicht. Er liegt tief im Wald, direkt an der Gemeindegrenze zwischen Ottenhöfen (Ortsteil Lauenbach) und Kappelrodeck – im Waldgebiet Richtung Waldulm/Blaubronn. Sein Reiz ist ein anderer: die Nahansicht der Gesteinsblöcke, das Licht, das durch das Blätterdach fällt, Farne und Bäume, die auf den Felsen balancieren, das Moos unter den Händen, wenn man sich zwischen den Felsen hindurcharbeitet.

Tipp: Wer den Felsenweg geht, sollte den kurzen Abstecher zum Bürstenstein nicht auslassen. Von dort reicht der Blick über das Achertal bis zur Rheinebene und zu den Vogesen.

Was steckt hinter dem Namen Katzenschrofen?

Der Name erklärt sich auf zwei Ebenen.

„Schrofen" bezeichnet im süddeutschen Raum steil aufragende, zerklüftete Felsen – unwegsames, karges Gelände. Das Wort ist in den Alpen und im Schwarzwald weit verbreitet.

„Katzen" verweist weniger auf die Hauskatze als auf die Wildkatze, die in den Felsspalten des Nordschwarzwalds ideale Verstecke fand. Es gibt aber noch eine andere Lesart: Im Volksglauben des Achertals nahmen Hexen die Gestalt von Katzen an. Felsen wie der Katzenschrofen galten als ihre Versammlungsorte.

Mit viel Fantasie sieht man in der Silhouette der Granitblöcke die Form eines Katzenkopfes oder eines gekrümmten Katzenbuckels – was zur Namensgebung beigetragen haben könnte.

Katzenschrofen am Ottenhöfener Felsenweg – Praktische Infos im Überblick

  • Lage: Gemeindegrenze Ottenhöfen/Kappelrodeck, Waldgebiet Richtung Waldulm/Blaubronn
  • Eingebunden in: Ottenhöfener Felsenweg (ca. 15 km) & Kappelrodecker Hexensteig (ca. 18 km)
  • Schwierigkeit: Mittelschwer, Trittsicherheit erforderlich
  • Besonderheit: Wollsackverwitterung, Hexensagen, urwüchsige Waldatmosphäre
  • Kombinierbar mit: Bürstenstein (Aussicht über Achertal und Rheinebene)
  • Beste Bedingungen: Stabiles Wetter, trockene Pfade
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Palmfelsen Ottenhöfen – Aussichtspunkt am Felsenweg Schwarzwald

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Weiter Himmel, sanfte Hügel, blauer Horizont. Der Palmfelsen gehört zu den eindrucksvollsten Stationen des Ottenhöfener Felsenwegs – und belohnt den Aufstieg mit einem Panorama, das weit über den Schwarzwald hinausreicht.

Was ist der Palmfelsen?

Der Palmfelsen bei Ottenhöfen ist einer der spektakulärsten Aussichtspunkte im Nordschwarzwald. Von hier blickt man über das Achertal, in die Rheinebene und bis hin zu den Vogesen – an klaren Tagen ein Panorama, das kaum ein anderer Punkt des Felsenwegs bietet. Er liegt direkt am Schwarzwälder Genießerpfad, dem ca. 15 km langen Premiumwanderweg, der an insgesamt neun markanten Felsformationen vorbeiführt.

Geologie hautnah: Granit statt Porphyr

Während viele Felsen im Nordschwarzwald aus Porphyr bestehen, ist der Palmfelsen ein Paradebeispiel für Granit. Drei Verwitterungsprozesse haben den Fels über Millionen von Jahren geformt.

Wollsackverwitterung – Wasser und Frost greifen die Kanten der massiven Granitblöcke gleichmäßig an und runden sie ab. Das Ergebnis: Blöcke, die wie übereinandergestapelte Kissen wirken.

Absanden – Der Granit des Palmfelsens ist so homogen, dass er nicht in groben Schutt zerfällt. Stattdessen lösen sich einzelne Kristalle aus dem Gestein. Der entstehende Grus sammelt sich am Fuß des Felsens – Gestein auf dem langsamen Weg zu Sand.

Kalifeldspat-Einsprenglinge – Das markanteste Merkmal: große, oft rechteckige Kristalle, die zentimeterweit aus der Felswand herausragen. Härter als das umgebende Gestein, trotzen sie der Verwitterung – während der Rest des Felsens langsam absandet.

Der Boden rund um den Palmfelsen ist sandig-grobkörnig, kaum matschig – ein direktes Ergebnis dieser physikalischen, nicht chemischen Verwitterung.

Wandern am Palmfelsen: Tipps & Hinweise

Der Ottenhöfener Felsenweg ist ca. 15 km lang und verbindet neun markante Felsformationen miteinander – darunter Sesselfelsen, Katzenschrofen, Rappenschrofen und Stierfelsen. Der Palmfelsen gehört zu den Highlights.

Der Pfad im Felsbereich ist teils steil und felsig. Trittsicherheit und festes Schuhwerk sind erforderlich.

Tipp: In direkter Nachbarschaft liegt der Bürstenstein – ein weiterer Aussichtspunkt mit ähnlich beeindruckendem Blick über das Achertal bis zur Rheinebene.

Was steckt hinter dem Namen Palmfelsen?

Der Name hat nichts mit Palmen zu tun – er ist das Ergebnis eines sprachlichen Wandels über Jahrhunderte.

Die wahrscheinlichste Erklärung führt auf das alte Wort „Balm" zurück, das im süddeutschen und schweizerischen Raum einen Felsüberhang, eine flache Höhle oder eine schützende Felswand bezeichnet. Aus dem dialektal gesprochenen „Balmen" wurde im offiziellen Sprachgebrauch schlicht „Palmfelsen" – das Wort wurde an einen bekannteren Begriff angepasst, den man zu kennen glaubte.

Ein kleiner sprachlicher Irrtum, der sich bis heute hält.

Palmfelsen Ottenhöfen – Praktische Infos im Überblick

  • Lage: Am Ottenhöfener Felsenweg, Nordschwarzwald
  • Highlight: Panorama über Achertal & Vogesen
  • Geologie: Granit, Wollsackverwitterung, Kalifeldspat-Einsprenglinge
  • Schwierigkeit: Mittelschwer, Trittsicherheit erforderlich
  • Weglänge: Ottenhöfener Felsenweg ca. 15 km, 9 Felsformationen
  • Kombinierbar mit: Bürstenstein, Katzenschrofen, Sesselfelsen
  • Beste Bedingungen: Stabiles Wetter, trockene Pfade
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Bürstenstein Ottenhöfen – Panorama & Geologie am Felsenweg

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Weiter Himmel, freier Blick, stille Größe. Der Bürstenstein ist einer der eindrucksvollsten Aussichtspunkte im Nordschwarzwald – und für viele das stille Highlight des Ottenhöfener Felsenwegs.

Bürstenstein am Felsenweg Ottenhöfen – Panorama, Geologie & Wandertipps

Der Bürstenstein bei Ottenhöfen liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Palmfelsen und bildet zusammen mit diesem das Filetstück der Wanderung. Der Fels ist nach Westen ausgerichtet – direkt in Richtung Rheinebene, Straßburger Münster und Vogesen. Bei klarer Sicht ein Panorama, das seinesgleichen sucht.

Unter Wanderern gilt er als einer der besten Orte für Sonnenuntergangsfotos auf der gesamten Tour.

Aussicht: Schwarzwald trifft Rheinebene

Von der exponierten Felskante blickt man weit über die Weinberge von Waldulm und das Achertal. Bei guter Fernsicht reicht der Blick über die gesamte Oberrheinebene bis zum Straßburger Münster und zu den Vogesen in Frankreich.

Während viele Wanderer am bekannten Palmfelsen rasten, bietet der Bürstenstein durch seine Ausrichtung den noch freieren Blick in die Ebene.

Geologie: Der Rand einer Katastrophe

Der Bürstenstein steht auf dem festen Rand des Rheingrabens – und wer hier oben steht, blickt auf eines der gewaltigsten geologischen Ereignisse Europas.

Das Gestein unter den Füßen ist der Kappelrodecker Granit, eine lokale Ausprägung des Oberkirch-Granits. Auch hier lässt sich die Wollsackverwitterung beobachten: Die Felsen sind stark zerklüftet und bilden markante Rippen und Schroffen, die aus dem Waldboden ragen.

Der Rheingraben in drei Sätzen

Vor etwa 50 Millionen Jahren begann die Erdkruste hier zu reißen. Schwarzwald und Vogesen bildeten ursprünglich eine zusammenhängende Gebirgsplatte – durch die Dehnung der Kruste drifteten sie auseinander, das Mittelstück sank bis zu 3.000 Meter tief ab. Was heute als friedliche Rheinebene liegt, ist das aufgefüllte Innere dieses gewaltigen Einbruchs.

Die Vogesen drüben sind das Spiegelbild: gleiches Gestein, gleiche Geschichte, einst ein Gebirge.

Was steckt hinter dem Namen Bürstenstein?

Der Name ist eine treffende Beschreibung – und hat gleich mehrere mögliche Wurzeln.

Die wahrscheinlichste Erklärung ist eine visuelle: Durch das Absanden des Granits ragen harte Kalifeldspat-Kristalle und Quarze spitz und kantig aus dem Gestein heraus. Die Oberfläche wirkt rau, borstig – wie eine grobe Bürste. Im Volksmund hieß es: der Fels sei „bürstig".

Eine zweite Theorie verweist auf altes Forstarbeiterwissen: Dichte Büschel von Heidekraut und Ginster wurden früher als „Bürsten" bezeichnet. Felskanzeln mit struppigem Bewuchs auf nährstoffarmem Boden trugen diesen Namen oft.

Eine dritte Deutung führt auf das Wort „bersten" zurück – brechen, reißen. Direkt an der tektonischen Bruchkante gelegen, könnte der Bürstenstein ursprünglich der „geborstene Stein" gewesen sein.

Wandern am Bürstenstein: Tipps & Anreise

Der Bürstenstein liegt auf dem Ottenhöfener Felsenweg. Der Zugang erfolgt über schmale, wurzelige Pfade – Trittsicherheit ist erforderlich. Eine Holzaussichtsplattform ermöglicht den freien Blick über die Rheinebene.

Kurztour ab Blaubronn: Wer nicht die gesamte Runde gehen möchte, startet am Wanderparkplatz Grillplatz Blaubronn. Eine kleine Schleife von ca. 3–4 km verbindet Bürstenstein und Palmfelsen in etwa einer Stunde – ohne langen Aufstieg aus dem Tal.

Anfahrt: Von Ottenhöfen Richtung Blaubronn (K5371), kurvenreich bergauf bis zum Waldrand. Navi: „Blaubronn, 77833 Ottenhöfen" oder Koordinaten ca. 48.560, 8.138.

Bürstenstein Ottenhöfen – Praktische Infos im Überblick

  • Lage: Ottenhöfener Felsenweg, Nordschwarzwald, westlicher Rand
  • Highlight: Panorama über Achertal, Rheinebene, Straßburger Münster & Vogesen
  • Geologie: Kappelrodecker Granit, Wollsackverwitterung, Rheingraben-Tektonik
  • Schwierigkeit: Mittelschwer, Trittsicherheit erforderlich
  • Kurztour: Ca. 3–4 km ab Wanderparkplatz Blaubronn
  • Kombinierbar mit: Palmfelsen, Katzenschrofen, Sesselfelsen
  • Beste Zeit: Spätnachmittag für Sonnenuntergang
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Breitfelsen Ottenhöfen – Aussichtspunkt & Porphyr am Felsenweg

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Massiv, rötlich-grau, fast trotzig. Der Breitfelsen ragt als markante Felsnase aus dem bewaldeten Hang – ein stiller Aussichtspunkt mit ganz eigener Atmosphäre. Im Vergleich zu den bekannteren Stationen wie Sesselfelsen oder Bürstenstein wirkt er auf den ersten Blick unscheinbarer – der Weg führt direkt über den Fels, Aussicht inklusive.

Breitfelsen am Ottenhöfener Felsenweg – Aussicht, Geologie & Wandertipps

Der Breitfelsen bei Ottenhöfen ist einer der charakteristischen Wegpunkte auf dem Ottenhöfener Felsenweg, dem zertifizierten Genießerpfad im Nordschwarzwald. Der Fels liegt im westlichen Teil des Achertals, von der Seite betrachtet wie eine massive Felsnase direkt am Pfad.

Aussicht: Achertal, Simmersbach & Hornisgrinde

Vom Breitfelsen blickt man über das obere Achertal und die Seitentäler von Ottenhöfen und Seebach. Bei klarer Sicht reicht das Panorama bis zur Hornisgrinde – dem höchsten Gipfel des Nordschwarzwalds – und über dichte Schwarzwaldtäler bis zum Horizont – Schwarzwald pur.

Der Aufstieg führt über eine Felsrinne – bei feuchtem Wetter rutschig. Trittsicherheit ist Pflicht.

Geologie: 270 Millionen Jahre in Stein

Während die Felsen rund um Palmfelsen und Bürstenstein aus Granit bestehen, ist der Breitfelsen aus Porphyr, in der Fachsprache auch Rhyolith genannt. Ein geologisch seltenes Nebeneinander auf engem Raum.

Dieses Gestein entstand vor etwa 270 bis 300 Millionen Jahren durch vulkanische Aktivität – zu einer Zeit, als die ersten Saurier begannen, das Festland zu besiedeln. Die glutflüssige Masse schob sich zwischen ältere Sedimentschichten, erstarrte und blieb als harter Riegel zurück – während die weicheren Gesteine ringsum längst abgetragen wurden.

Porphyr vs. Granit – der Unterschied auf einen Blick

Der Quarzporphyr des Breitfelsens ist kantig und schroff – kein abgerundetes Wollsack-Gestein wie beim Granit, sondern scharfe Kanten, rötlich-graue Färbung, eine feinkörnige Grundmasse mit größeren Einsprenglingen aus Quarz und Feldspat. Genau diese Struktur gibt dem Felsenweg seinen alpinen Charakter – und unterscheidet ihn deutlich von den sanfteren Granit-Rundungen anderer Schwarzwaldgipfel.

Der Porphyr-Zug zieht sich entlang des gesamten Westrandes des Schwarzwalds – von Baden-Baden im Norden bis Badenweiler im Süden.

Was steckt hinter dem Namen Breitfelsen?

Der Name ist Programm. „Breit" beschreibt die markante horizontale Ausdehnung der Formation – keine spitze Nadel, kein schmaler Grat, sondern ein massiv gelagerter Gesteinsriegel.

Solche beschreibenden Namen wurden in der Region von Landwirten, Waldarbeitern und Hirten geprägt – lange vor dem Tourismus. Sie dienten als Orientierung im Gelände, als Grenzmarken für Waldstücke. Im lokalen alemannischen Dialekt heißt er schlicht „Breitfels".

Wandern am Breitfelsen: Tipps & Hinweise

Der Breitfelsen liegt auf dem Felsenweg Ottenhöfen. In unmittelbarer Nähe befinden sich der Rappenschrofen, der Pfennigfelsen und der Spitzfelsen.

Wer eine Pause einlegen möchte: Nur ca. 1–2 km entfernt liegt die Bergvesperstube „Zum Fiesemichel" – eine der beliebtesten Einkehrmöglichkeiten auf der gesamten Tour.

Beste Jahreszeit: Im Herbst, wenn Nebel im Tal liegt und die Felsen darüber herausragen. Im Frühling, wenn die frischen Wiesen des Achertals für leuchtende Kontraste sorgen.

Breitfelsen Ottenhöfen – Praktische Infos im Überblick

  • Lage: Ottenhöfener Felsenweg, westliches Achertal, Nordschwarzwald
  • Gestein: Quarzporphyr (Rhyolith), ca. 270–300 Mio. Jahre alt
  • Aussicht: Achertal, Simmersbach, Hornisgrinde, Schwarzwald
  • Schwierigkeit: Mittelschwer, Felsrinne, Trittsicherheit erforderlich
  • Nachbarn: Rappenschrofen, Pfennigfelsen, Spitzfelsen
  • Einkehr: Bergvesperstube Zum Fiesemichel (ca. 1–2 km)
  • Beste Zeit: Herbst & Frühling
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Rappenschrofen Ottenhöfen – Wilder Porphyrfels am Felsenweg

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Schroff und urgewaltig. Der Rappenschrofen ist der wildeste Punkt des Ottenhöfener Felsenwegs – eine aufragende Porphyrwand mit einem Blockmeer zu Füßen, das von jahrtausendealten Felsstürzen erzählt. Er gilt als „große Bruder" des Breitfelsens – verwandtes Gestein, aber wilder, zerklüfteter, alpiner. Der Rappenschrofen ist kein Aussichtspunkt mit Geländer und Plattform – der Fels fällt steil und unvermittelt ab. Vorsicht ist geboten, vor allem mit Kindern.

Rappenschrofen am Ottenhöfener Felsenweg – Porphyrwand, Blockmeer & Panorama

Der Rappenschrofen bei Ottenhöfen gilt als einer der spektakulärsten Aussichtspunkte des Felsenwegs im Nordschwarzwald. Mit ca. 667 m ü. NHN ist er einer der höchsten Punkte der Tour. Der Pfad führt direkt an die Kante – der Blick öffnet sich unvermittelt über das obere Achertal und die Gemeinde Ottenhöfen.

Aussicht: Achertal, Simmersbach & Hornisgrinde

Von der Felskante blickt man weit über das obere Achertal, die Dächer von Ottenhöfen und die umliegenden Schwarzwaldtäler. Bei guter Sicht reicht der Blick bis in den Ortsteil Simmersbach, tief in die bewaldeten Schwarzwaldtäler und hinauf zur Hornisgrinde (1.164 m) – dem höchsten Gipfel des Nordschwarzwalds.

Geologie: Härtling aus Quarzporphyr

Wie der Breitfelsen besteht der Rappenschrofen aus Quarzporphyr (Rhyolith) – vulkanisches Ergussgestein, etwa 260 bis 280 Millionen Jahre alt. Er widerstand der Erosion, während das weichere Gestein ringsum längst abgetragen wurde. Was blieb, ist ein sogenannter Härtling – der harte Kern, den die Zeit nicht bezwingen konnte.

Das Blockmeer – Zeugen vergangener Felsstürze

Das markanteste Merkmal des Rappenschrofens liegt nicht oben, sondern unten: Ein gewaltiges Blockmeer aus riesigen Porphyr-Brocken bedeckt den Hang unterhalb der Wand. Über Jahrtausende sprengten Frost, Wurzeln und Temperaturschwankungen den Fels Stück für Stück auf – die Trümmer blieben liegen.

Drei Kräfte arbeiten unaufhörlich am Gestein: Frostsprengung – Wasser gefriert in Klüften und dehnt sich um neun Prozent aus. Wurzelsprengung – Baumwurzeln wirken wie biologische Keile. Wärmedehnung – Sonne und Kälte erzeugen Spannungen im Gefüge.

Das Blockmeer ist das Ergebnis – wild, urzeitlich, unberührt. Es liegt unterhalb des Felsens – aus der Vogelperspektive erahnbar, wild und urzeitlich.

Was steckt hinter dem Namen Rappenschrofen?

Der Name trägt sein Wesen im Wort.

„Rappen" verweist auf Schwarz – wie das schwarze Pferd, wie der Kolkrabe. Der Porphyr des Rappenschrofens wirkt feucht und im Schatten fast schwarz. Solche dunklen, exponierten Felswände waren im Schwarzwald klassische Nistplätze für Kolkraben – und wurden entsprechend benannt.

„Schrofen" bezeichnet im süddeutschen Raum eine steil abfallende, zerklüftete Felswand – wilder und brüchiger als ein glatter „Fels". Kein kompakter Block, sondern ein von Rissen, Spalten und vorstehenden Kanten durchzogenes Gestein.

Der Rappenschrofen ist also der schwarze, zerklüftete Felsabsturz – und selten hat ein Name einen Ort so treffend beschrieben.

Wandern am Rappenschrofen: Tipps & Hinweise

Der Rappenschrofen liegt auf dem Ottenhöfener Felsenweg, nahe dem Breitfelsen. Die Abfolge in diesem Abschnitt: Sesselfelsen – Spitzfelsen – Breitfelsen – Rappenschrofen. Der Fels ist deutlich alpiner als andere Stationen des Weges – festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind Pflicht. Mit Kindern besondere Vorsicht.

Rappenschrofen Ottenhöfen – Praktische Infos im Überblick

  • Lage: Ottenhöfener Felsenweg, Nordschwarzwald, ca. 667 m ü. NHN
  • Gestein: Quarzporphyr (Rhyolith), ca. 260–280 Mio. Jahre alt
  • Aussicht: Oberes Achertal, Ottenhöfen, Simmersbach, Hornisgrinde (1.164 m)
  • Besonderheit: Blockmeer, Fließstrukturen, Härtling
  • Schwierigkeit: Anspruchsvoll, kein Geländer
  • Abfolge: Sesselfelsen – Spitzfelsen – Breitfelsen – Rappenschrofen
  • Beste Zeit: Herbst & Frühjahr
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Spitzfelsen Ottenhöfen – Markanter Porphyrfels am Felsenweg

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Scharf, steil, versteckt. Der Spitzfelsen ragt wie ein steinerner Zahn aus dem bewaldeten Hang – markanter Wegpunkt und geologisches Fenster in eine feurige Vergangenheit. Schon im 19. Jahrhundert sollen Holzhauer die markante Spitze zur Orientierung im Gelände genutzt haben.

Spitzfelsen am Ottenhöfener Felsenweg – Porphyr, Vulkangeschichte & Aussicht

Der Spitzfelsen bei Ottenhöfen ist eine der charakteristischsten Stationen auf dem Ottenhöfener Felsenweg. Sein Name ist Programm: Während der Breitfelsen massig und lagernd wirkt, tritt der Spitzfelsen steil und scharfkantig aus dem Hang – eine fast senkrechte Felskante. 

Aussicht: Ottenhöfen & die Seitentäler

Ein schmaler Pfad führt durch den Wald zum Fels. Der Aufstieg über bemooste Steine endet in einer markanten Einsattelung – einer natürlichen Kerbe im Porphyr. Vom Spitzfelsen öffnet sich dann der Blick über das Dorf Ottenhöfen und die umliegenden Seitentäler – exponiert, kein breites Plateau, sondern eine schmale, luftige Kante.

Geologie: Ein versiegelter Vulkan

Der Spitzfelsen besteht wie seine Nachbarn aus Quarzporphyr – vulkanischem Ergussgestein, etwa 260 Millionen Jahre alt. Doch hinter seiner Form steckt eine geologische Geschichte.

Der gesamte Abschnitt vom Sesselfelsen bis zum Rappenschrofen war einst ein gigantischer Vulkanschlot – die Hauptröhre, durch die Magma direkt aus dem Erdinneren aufstieg.

Das geologische Drama in zwei Akten

Erst erstarrte das Magma am Rand des Schlots langsam zu einem zähflüssigen Pfropfen – die feinen Schlieren und Bänderungen, die man heute im Gestein sieht, sind Überreste dieser Fließtextur. Dann baute sich unter dem Pfropfen ein gewaltiger Gasdruck auf. Die Folge: eine Explosion, die den Schlot sprengte. Trümmer des alten Gesteins vermischten sich mit frischer Schmelze – das Ergebnis ist die sogenannte Schlotbrekzie: ein natürlicher Verbundwerkstoff aus Bruchstücken und erstarrter Lava, hart wie kein anderes Gestein der Region.

Wer genau hinsieht, erkennt am Fels noch heute die eckigen Gesteinsfragmente, die wie eingemauert in der jüngeren Schmelze stecken.

Warum der Spitzfelsen so steil aufragt

Die fast senkrechten Klüfte im Gestein entstanden beim Erstarren der Lava. Diese vertikale Struktur lässt den Fels in die Höhe wachsen statt in die Breite – und gibt ihm seine unverwechselbare, zackige Silhouette. Das weichere Gestein ringsum wurde längst abgetragen. Der Härtling blieb.

Wandern am Spitzfelsen: Tipps & Hinweise

Der Spitzfelsen liegt auf dem Ottenhöfener Felsenweg, zwischen Sesselfelsen und Breitfelsen. Der Anstieg führt über steile, wurzelige Pfade – eine der Passagen, auf denen der Felsenweg seinen Ruf als anspruchsvoller Premiumwanderweg verdient.

Festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind Pflicht - kein Geländer. Wer hier oben steht und in die Tiefe blickt, versteht: Der Nordschwarzwald kann sich alpin anfühlen.

Spitzfelsen Ottenhöfen – Praktische Infos im Überblick

  • Lage: Ottenhöfener Felsenweg, Nordschwarzwald
  • Gestein: Quarzporphyr, Schlotbrekzie, ca. 260 Mio. Jahre alt
  • Aussicht: Ottenhöfen, Seitentäler, exponierte Felskante
  • Besonderheit: Vulkanschlot, Fließtextur, Einsattelung im Fels
  • Schwierigkeit: Anspruchsvoll, steile wurzelige Pfade, Trittsicherheit erforderlich
  • Abfolge: Sesselfelsen – Spitzfelsen – Breitfelsen – Rappenschrofen
  • Beste Zeit: Herbst & Frühling
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Sesselfelsen Ottenhöfen – Erstes Highlight am Felsenweg Schwarzwald

Nördlicher Schwarzwald
, Schwarzwald , Deutschland
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Rast, Aussicht, Aufbruch. Der Sesselfelsen empfängt jeden, der den Ottenhöfener Felsenweg in klassischer Richtung beginnt – und setzt das Thema für die gesamte Tour. Der Sesselfelsen bei Ottenhöfen liegt auf ca. 560 m ü. NHN und ist meist die erste große Felsformation, der man auf dem Felsenweg im Nordschwarzwald begegnet. 

Sesselfelsen am Ottenhöfener Felsenweg – Felsplattform, Aussicht & Vulkangeschichte

Die großzügige Felsplattform des Sesselfelsens lädt zum Verweilen ein – Raum zum Bewegen, Sitzen, Innehalten. Eine Aussichtsbank und ein markantes Holzkreuz prägen das Bild. Eines der beliebtesten Fotomotive am Felsenweg.

Von der Felskanzel blickt man auf Ottenhöfen, bekannt als das „Dorf der sieben Mühlen" – gepflegte Schwarzwaldhöfe, steile Wiesenflanken, das weite Achertal bis zur Hornisgrinde. Ein Blick, der die Mühe des Aufstiegs sofort vergessen lässt.

Direkt am Fels wachsen knorrige Kiefern, Farne und Ginsterbüsche, die in den Klüften des Gesteins Halt finden – lebendige Beispiele der Wurzelsprengung, die den Porphyr über Jahrtausende langsam aufbricht. An warmen Tagen sonnen sich Eidechsen auf dem Felsplateau.

Geologie: Wo der Vulkanschlot beginnt

Der Sesselfelsen bildet den südwestlichen Beginn einer Kette von Felsformationen, die alle aus demselben urzeitlichen Vulkanschlot entstanden – von hier über Spitzfelsen, Breitfelsen bis zum Rappenschrofen. Das Magma stieg durch diese Röhre aus dem Erdinneren, erstarrte, explodierte, und hinterließ das harte Gestein, das wir heute sehen.

Am Sesselfelsen lässt sich die Schlotbrekzie erkennen: eckige Gesteinsfragmente, eingebettet in eine feinere, einst glutflüssige Masse – der steingewordene Beweis einer gewaltigen Explosion vor 260 Millionen Jahren.

Was der Fels erzählt – Geologie zum Anfassen

Wer genau hinsieht, liest am Sesselfelsen die Geschichte eines Lavastroms.

Fließtextur – Schlieren und Linien im Gestein, fast wie Holzmaserung. Die zähflüssige Lava erstarrte mitten in der Bewegung. 
Einsprenglinge – Kleine, helle Feldspat-Kristalle, oft parallel ausgerichtet – Kompassnadeln, die noch heute die Fließrichtung des Lavastroms anzeigen. 
Entglasung – Was heute als matter Porphyr erscheint, war einst schwarzes Vulkanglas. Über Jahrmillionen wuchsen darin winzige Kristalle: Punkte und Flecken im Stein.

Wandern am Sesselfelsen: Tipps & Hinweise

Der Sesselfelsen markiert den Übergang von sanften Waldwegen hin zum schroffen, pfadigen Abschnitt des Ottenhöfener Felsenwegs. Die Abfolge der Felsen: Sesselfelsen – SpitzfelsenBreitfelsenRappenschrofen.

Festes Schuhwerk ist notwendig, sobald der Pfad felsiger wird.

Sesselfelsen Ottenhöfen – Praktische Infos im Überblick

  • Lage: Ottenhöfener Felsenweg, Nordschwarzwald, ca. 560 m ü. NHN
  • Gestein: Quarzporphyr, Schlotbrekzie, ca. 260 Mio. Jahre alt
  • Aussicht: Ottenhöfen, Achertal, Schwarzwaldhöfe
  • Besonderheit: Felsplattform, Aussichtsbank, Holzkreuz, Fließtextur
  • Schwierigkeit: Moderat, erster Einstieg in den Felsenweg
  • Abfolge: Sesselfelsen – Spitzfelsen – Breitfelsen – Rappenschrofen
  • Beste Zeit: Ganzjährig, besonders schön im Frühling & Herbst