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Highlights Walliser Alpen

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Rimpfischhorn in den Walliser Alpen
das 4.199 Meter hohe Rimpfischhorn
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Rimpfischhorn 4.199 m – Hochtour zwischen Eis und Fels

Walliser Alpen
, Zentralalpen Schweiz , Schweiz
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Man steht nicht davor. Man ahnt ihn. Das Rimpfischhorn entzieht sich dem schnellen Blick. Obwohl es stolze 4.199 Meter erreicht, zeigt es sich weder von Zermatt noch von Saas-Fee aus. Und gerade darin liegt seine besondere Kraft. Zwischen Mischabelgruppe und Monte-Rosa-Massiv, eingebettet in die Walliser Alpen, erhebt sich dieser Berg als mehrzackiger Felskamm zwischen Mellichgletscher und Allalingletscher – rau, eigenständig, unverwechselbar. 

Der Gipfel liegt genau dort, wo sich die Grenzen der Gemeinden Täsch, Zermatt und Saas-Almagell berühren. Ein schmaler Punkt, kaum Platz für einen Menschen. Wer hier oben steht, steht allein – mit dem Wind, dem Eis und der Weite. 

Charakter & Gestalt des Rimpfischhorns 

Ein Berg mit vielen Gesichtern. Im Westen und Norden breiten sich weite Gletscherfelder aus, hell und ruhig. Im Süden und Osten jedoch fällt eine dunkle, fast bedrohliche Wand über 600 Meter steil zum Allalingletscher ab. Diese Gegensätze verleihen dem Rimpfischhorn seinen düsteren, fast archaischen Charakter. 

Der ausgesetzte Gipfelkamm ist flach, doch von Gendarmen durchzogen. Er wirkt wie der gepanzerte Rücken eines urzeitlichen Wesens. Ganz anders als das sanfte, gleichmässige Strahlhorn, das ihm gegenüberliegt. Abgegrenzt wird das Rimpfischhorn durch zwei hohe Übergänge: den Adlerpass im Süden und den Allalinpass im Norden. 

Geografie zwischen Mattertal und Saastal 

Dieser stark vergletscherte Gebirgskamm trennt das Mattertal vom Saastal.Keine drei Kilometer nördlich erhebt sich das Allalinhorn, südöstlich das Strahlhorn. Die nächste Ortschaft, Täsch, liegt fast zehn Kilometer entfernt. 

Vom Hauptgipfel ziehen Grate in alle Richtungen: ein Nordgrat zum Grossen Gendarm (4.107 m), eine Südostrippe zum Adlerpass, ein Westgrat zur Pfulwe. Westlich liegt ein namenloser Firnbuckel, getrennt durch den Rimpfischsattel (3.988 m). Um den Berg schmiegen sich mächtige Gletscher: Allalingletscher, Mellichgletscher, Adlergletscher und Längfluegletscher. Das Rimpfischhorn markiert zugleich den höchsten Punkt der Gemeinde Saas-Almagell. 

Alpinismus & Geschichte am Rimpfischhorn 

Man blickt zurück ins Jahr 1859. Am 9. September erreichten Sir Leslie Stephen und Robert Liveing gemeinsam mit den Bergführern Melchior Anderegg und Johann Zumtaugwald erstmals den Gipfel – über den Südwestgrat. 

Bis heute gilt die Hochtour Rimpfischhorn als klassisch. Im Sommer führt der Weg meist von der Britanniahütte oder vom Berghaus Fluhalp hinauf. Ausgangsorte sind Saas-Fee oder Zermatt. Die rund siebenstündigen Anstiege werden auf der SAC-Hochtourenskala mit WS bewertet. Im Winter ist das Rimpfischhorn eine anspruchsvolle Skitour, je nach Route mit WS+ oder ZS+. 

Besonders eindrücklich bleibt die Besteigung von Albert Siebenmorgen, der 1971 im Alter von 77 Jahren den Gipfel erreichte – ein stilles Zeichen dafür, dass dieser Berg weniger Kraft als Haltung verlangt. 

Routen & Aufstieg – Schritt für Schritt zum Gipfel 

Vom Berggasthaus Fluhalp zieht sich der Weg über Moränenseen zum Pfulwe-Sattel (3.155 m). Man quert die Nordostflanke zum Längfluejoch, folgt dem Firnrücken über den Westgipfel zum Rimpfischsattel. Über Bänder, eine Wandeinbuchtung und kurze Kletterstellen erreicht man schliesslich den schmalen Gipfelgrat – luftig, klar, eindrücklich. 

Alternativ führen Anstiege von der Täschhütte oder der Britanniahütte über Allalinpass und Mellichgletscher hinauf. Immer bleibt das Gefühl: Dieser Berg lässt sich erarbeiten, nicht erobern.

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Gipfel des Strahlhorns in den Walliser Alpen
Felsflanke des Strahlhorns
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Strahlhorn 4.190 m – stiller Viertausender bei Saas-Fee

Walliser Alpen
, Zentralalpen Schweiz , Schweiz
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Auf der Terrasse der Britanniahütte schweift der Blick über ein endloses Meer aus Eis, und plötzlich ist er da. Still. Klar. Vollständig. Das Strahlhorn zeigt sich hier in seiner ganzen Schönheit. Ein Berg, der nichts beweisen muss und doch alles erzählt. 

Mit 4.190 Metern erhebt sich das Strahlhorn hoch über Saas-Fee in den Walliser Alpen. Nur wenige Kilometer trennen seinen Gipfel von der italienischen Grenze. Eingebettet zwischen Mischabelgruppe und Monte-Rosa-Massiv gehört er zur Allalingruppe und ist deren dritthöchster Gipfel. Sein Name erinnert an die Form eines Seesterns – ein passendes Bild für diesen Berg, der seine Grate in alle Richtungen ausstreckt. 

Ein „Einstiegsviertausender“ mit Anspruch 

Unter Kennern gilt das Strahlhorn als Einstiegsviertausender. Technisch mag das stimmen. Doch man merkt schnell: Dieser Berg fordert Ausdauer. Der lange Auf- und Abstieg verlangt eine sehr gute Kondition. Der Weg beginnt meist an der Britanniahütte und führt über Hohlaubgletscher und Allalingletscher hinauf zum Adlerpass, bevor sich der Gipfel auf 4.190 m ü. M. öffnet. 

Man bewegt sich stundenlang durch eine hochalpine Welt aus Eis und Weite. Spalten, Schnee und Wind begleiten jeden Schritt. Der Gipfel belohnt nicht mit Dramatik, sondern mit Ruhe – und einem Panorama, das sich tief einprägt. 

Geografie zwischen Mattertal und Saastal 

Das Strahlhorn markiert den südlichsten Viertausender einer stark vergletscherten Gebirgskette, die Mattertal und Saastal voneinander trennt. Unmittelbar nordwestlich erhebt sich das Rimpfischhorn, verbunden über den Adlerpass (3.786 m). Nördlich liegt das Allalinhorn, südlich das Schwarzberghorn an der italienischen Grenze. Zermatt und Saas-Fee liegen rund elf Kilometer entfernt. 

Vom Gipfel ziehen mehrere markante Grate: ein Südwestgrat über das Adlerhorn zum Findelgletscher, ein Grat über das Fluchthorn Richtung Mattmarksee, sowie ein Südgrat zum Schwarzberg Weisstor. Der Berg liegt – einem Seestern gleich – mitten im Eismeer von Findel- und Allalingletscher. 

Eis, Grate und Gegensätze 

Die Vielschichtigkeit dieses Berges wird schnell erkennbar. Im Norden reichen sanft geneigte Kämme fast bis an den Gipfel. Im Westen und Nordosten gleiten Grate elegant zu seinen Trabanten Adlerhorn und Fluchthorn. Im Süden bricht der Berg abrupt über Felswände auf ein einsames Gletscherplateau ab. Besonders eindrücklich ist die Ostwand, die steil zum Schwarzberggletscher abfällt. 

Fast der gesamte Berg ist vergletschert. Nur die obersten Meter des Gipfels sind eisfrei. Gerade bei diffuser Sicht kann die Orientierung schwierig werden – Respekt vor dem Gletscher ist hier unerlässlich. 

Hochtouren & Skitouren am Strahlhorn 

Die Hochtour Strahlhorn gehört zu den klassischeren Unternehmungen der Region. Die Normalroute von der Britanniahütte über den Adlerpass und den WNW-Grat wird mit WS bewertet. Eine sehr lange, selten begangene Route führt vom Mattmarksee über das Fluchthorn. Von Westen erreicht man den Gipfel vom Berghaus Fluhalp oberhalb von Zermatt. 

Im Winter zeigt sich das Strahlhorn besonders beliebt als Skitour. Der weite, vergletscherte Charakter macht den Berg zu einem idealen Ziel für erfahrene Skitourengeher. 

Geschichte eines stillen Gipfels 

Man blickt zurück in die goldene Zeit des Alpinismus. Am 15. August 1854 erreichten Christopher Smyth, Edmund J. Grenville sowie die Schweizer Bergführer Ulrich Lauener und Franz Joseph Andenmatten erstmals den Gipfel. 

Seitdem hat sich wenig verändert. Das Strahlhorn bleibt ein Berg für jene, die Weite suchen – und Stille. 

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