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Tannegger Wasserfall in der Wutachschlucht

Südlicher Schwarzwald
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Der Tannegger Wasserfall in der Wutachschlucht stürzt über eine Felsformation. Dieser Wasserfall ist wohl der bekannteste Wasserfall in der Wutachschlucht. 

Der Tannegger Wasserfall in der Wutachschlucht stürzt etwa 15 m über eine Wand des Oberen Muschelkalks in die Tiefe. Bizarre Kalktuffablagerungen bilden sich. Seinen Ursprung hat das Wasser im Tannegger Bach, der nach der Burg Alt-Tannegg benannt ist.

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Dietfurter Wasserfall in der Wutachschlucht

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Der Dietfurter Wasserfall an der Schelmenhalde ist ein besonderer Wasserfall in der Wutachschlucht. Über stark bemooste Felsen ergießt sich ein Bach, dessen Wasser wie ein Vorhang herabrieselt. Man bezeichnet dieses Phänomen als Schleierwasserfall. Der Dietfurter Wasserfall in Löffingen liegt direkt am Wanderweg durch die Wutachschlucht.

Wunderschön und romantisch ist es, wenn sich das Sonnenlicht in den Wassertropfen des Dietfurter Wasserfalls bricht. Der Wasservorhang streicht über die bemoosten Felsen. An heißen Sommertagen kann man hier wunderbar eintauchen, um den Kreislauf ein wenig abzukühlen. Kleiner, aber feiner und mehr als idyllisch - so lässt sich der Dietfurter Wasserfall auf einen Nenner bringen.

Der Besuch des Wasserfalls kann in verschiedene Wanderrouten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden von leicht bis anspruchsvoll eingebunden werden. Ob Schluchtensteig oder ein Runde um Bad Boll. 

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Windbergwasserfall: Die schönsten Wanderwege

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Das Windbergbächle ist ein kleiner Bach, der oberhalb von St. Blasien durch das gleichnamige Tal fließt. So unscheinbar der Bach aussieht, so gewaltig ist seine Kraft. Aus einer Höhe von bis zu 6 Metern stürzt das Wasser des Windbergbächle am östlichen Ortsrand von St. Blasien in die Windbergschlucht. Der Windbergwasserfall ist ein schöner Wasserfall, der sehr gut zu Fuß zu erreichen ist.

Am besten wandert man zum Wasserfall durch die wilde Windbergschlucht, vorbei an vielen Kaskaden und über Brücken. Auf dem Rückweg führt ein kleiner Pfad entlang des idyllischen Windbergbächle direkt zurück in die Stadt. Dieses Gebiet ist ein sogenannter Bannwald und somit ein Schutzgebiet, so dass der Wald von menschlicher Nutzung verschont und sich selbst überlassen bleibt - was dem Wald, dem Wasserfall und der Schlucht einen ganz besonderen Reiz verleiht.

Für eine größere Runde folgt man dem Windbergpfad durch das gleichnamige Tal. Alternativ kann man auch gleich auf dem Schluchtensteig wandern, dessen vierte Etappe von St. Blasien nach Schluchsee durch die Windbergschlucht führt. Gutes Schuhwerk ist hier unerlässlich, die Wege sind steinig und bei Nässe rutschig.

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Schleifenbachwasserfälle bei der Wutachschlucht

Südlicher Schwarzwald
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Am westlichen Rand von Blumberg im südlichen Baden-Württemberg liegen die Schleifenbachwasserfälle. An den Wasserfällen führt der Fernwanderweg Schluchtensteig vorbei. Der eigentliche Schleifenbach ist nicht nur schmal, sondern auch recht kurz. Er mündet nach kurzer Zeit in die Wutach und bildet die Wutachschlucht. Über eine 8 m lange steile Treppe gelangt man in die kleine Schlucht des Schleifenbaches, der in drei Kaskaden 20 Meter in die Tiefe stürzt.

Die Schleifenbach-Kaskaden entstanden als Folge einer Umlenkung der Wutach. Dadurch entstanden drei hintereinander liegende Wasserfälle. Entgegen der Fließrichtung der ehemaligen Feldberg-Donau fließt der Schleifenbach von Ost nach West. Auf seinem kurzen Lauf bis zur Mündung in die Wutach durchstößt er Schichten des Braunen und Schwarzen Jura.

Die 2. Etappe des Schulchtensteigs führt an den Schleifenbachfällen vorbei. Entdecke die schönsten Wanderungen und Rundwanderwege rund um die Schleifenbachwasserfälle . Plane deine eigene Wanderung mit Sunhikes.

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Menzenschwander Wasserfälle – Schwarzwald Naturwunder

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Eindrucksvolle Wasserfälle im Gletschertal – Naturerlebnis hautnah 

Am nördlichen Ende des Menzenschwander Gletschertrogtals offenbart sich ein beeindruckendes Schauspiel: die Menzenschwander Wasserfälle. Während und nach der Eiszeit formten vom Feldberg kommende Wasserfluten hier eine Schlucht mit bis zu 30 Meter hohen Felswänden. In der wildromantischen Schlucht fallen die Menzenschwander Wasserfälle fallen mehreren Stufen die in die Tiefe.  

Die Menzenschwander Alb bahnt sich hier ihren Weg, mal wild, mal sanft. Im unteren Bereich leitet ein künstlich angelegter Wassersturz das Wasser zurück in den Fluss – harmonisch eingebettet in das felsige Panorama. Ein gut begehbarer Pfad führt durch die enge Klamm, über Natursteintreppen und schmale Brücken. Von den Aussichtspunkten zwischen bemoosten Felswänden blickt man direkt in das tosende Herz der Wasserfälle. 

Wer die Schlucht betritt, spürt die Kraft des Wassers, hört das Tosen und nimmt die frische Kühle in der Luft wahr. Ein Ort, der Abenteuerlust und Staunen vereint. 

Beleuchtung der Menzenschwander Wasserfälle 

Ein besonderer Tipp sind die beleuchteten Wasserfälle: Von Mai bis Oktober erstrahlt die Klamm an Mittwoch-, Samstag- und Sonntagabenden in romantischem Licht. Im Mai bis September von 20:30–22:30 Uhr, im Oktober von 19:00–21:00 Uhr. Dann verwandelt sich das Naturdenkmal in eine stimmungsvolle Kulisse. 

Beliebte Wanderwege rund um die Menzenschwander Wasserfälle 

Genießerpfad Menzenschwander Geissenpfad

Ein zertifizierter Premiumwanderweg führt rund 11 Kilometer durch die urige Landschaft des Schwarzwaldes. Der Geissenpfad verbindet Naturerlebnis mit Kulturgeschichte: Auf schmalen Pfaden geht es durch die Menzenschwander Klamm, vorbei an Weiden, Wasserläufen und den imposanten Menzenschwander Wasserfällen. Zahlreiche Aussichtspunkte eröffnen weite Blicke über das Tal bis hin zum Feldberg.  

Familienwanderung zu den Menzenschwander Wasserfällen 

Eine leichte und kinderfreundliche Route macht die Wasserfälle in Menzenschwand auch für Familien erlebbar. Über gut ausgebaute Wege führt der knapp 3 Kilometer lange Rundweg direkt zur Schlucht und den rauschenden Kaskaden. Stege, Treppen und kleine Brücken sorgen für Abwechslung, während die Nähe zum Wasser für Spannung bei den Kleinsten sorgt. 

Von Menzenschwand zum Herzogenhorn 

Wer es sportlicher mag, wählt die Tour vom Menzenschwander Tal hinauf zum Herzogenhorn. Auf rund 14 Kilometern und über 800 Höhenmetern gelangt man zum zweithöchsten Gipfel des Schwarzwaldes. Oben erwartet einen ein grandioses Panorama über Feldberg, Titisee und die weite Berglandschaft. Unterwegs säumen Wälder, Alpwiesen und die Aussicht auf die Wasserfall-Schlucht den Weg. 

Beste Besuchszeit und Sicherheit 

Die Menzenschwander Wasserfälle im Schwarzwald sind ganzjährig zugänglich. Bei Schnee und Eis ist jedoch Vorsicht geboten – der Besuch erfolgt auf eigene Gefahr. 

Anreise zu den Wasserfällen  
  • Mit dem Auto: Über die B500 von Waldshut-Tiengen Richtung Titisee-Neustadt, in Häusern auf die L149 Richtung St. Blasien abbiegen, dann rechts auf die L146 nach Menzenschwand. Vor dem Ort zweigt die K5622 zum Wanderparkplatz ab. Der Parkplatz am Wasserfall ist gebührenpflichtig. 

  • Mit Bus & Bahn: Öffentliche Verkehrsmittel bringen Besucher bis Menzenschwand-Hinterdorf. Von dort ist der Weg zu den Wasserfällen ausgeschildert.

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Der Sackpfeiferdobel – wo der Wald zu flüstern beginnt

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Es gibt Orte, die man nicht einfach besucht – man taucht in sie ein. Der Sackpfeiferdobel ist so ein Ort. Eine tief eingeschnittene, wildromantische Schlucht in den Wutachflühen, direkt benachbart zum Sturzdobel, empfängt einen mit kühler Luft, feuchtem Moos und dem leisen Rauschen von Wasser über altem Stein. 

Was ist eigentlich ein Dobel? 

Im süddeutschen Sprachraum – vor allem im Schwarzwald und in Schwaben – nennt man ein tief eingeschnittenes, enges Waldtal einen Dobel. Steile, bewaldete Hänge, ein schmaler Talgrund, ein Bach, der sich über Jahrtausende ins Gestein gefressen hat: Das ist das Wesen dieser Orte. In einem Dobel herrscht ein eigenes Klima – schattig, feucht, kühl. Farne wachsen hier, wo anderswo längst die Sonne regiert. Moose überziehen die Felsen wie grüner Samt. 

Bekannte Beispiele finden sich gleich in der Nachbarschaft: das Monbachtal bei Bad Liebenzell, das Gaistal rund um Bad Herrenalb – und natürlich Sackpfeifer- und Sturzdobel als wilde Doppelnatur in den Wutachflühen. 

Muschelkalk und Jahrmillionen Geduld 

Geologisch gesehen ist der Sackpfeiferdobel ein Zeugnis stiller Beharrlichkeit: Das Wasser hat sich hier durch den oberen Muschelkalk gearbeitet – hart, grau, unnachgiebig. Und doch liegt die Schlucht heute offen vor einem, als hätte die Erde tief Luft geholt. Der Fels erzählt, wer länger atmet. 

Der Schluchtensteig führt mittendurch 

Wer die Wutachflühen erwandern will, kommt am Sackpfeiferdobel nicht vorbei – im wörtlichsten Sinne. Die erste Etappe des Schluchtensteigs führt auf schmalen, teils ausgesetzten Pfaden genau durch diesen Abschnitt. Es ist einer der schattigsten, urwaldartigsten Momente der gesamten Wanderung. Der Weg zwischen dem Wanderparkplatz Fützen und dem Bahnhof Weizen passiert den Dobel zwischen dem Mannheimer Felsen und dem Sturzdobel – eine Passage, die man so schnell nicht vergisst. 

Trittsicherheit ist Pflicht. Bei feuchtem Wetter werden die kalkhaltigen Steine und freiliegenden Wurzeln zur rutschigen Herausforderung. 

Märzenbecher, Farne und ein Hauch Urwald 

Im Frühjahr, wenn der März sich in den April schiebt, explodiert der Dobel in zartem Weiß: Märzenbecher bedecken den Boden in dichten Beständen – ein Schauspiel, das nur wenige Wochen währt. Die hohe Luftfeuchtigkeit im Dobel sorgt dafür, dass seltene Farne und Moose an den Felswänden gedeihen, die andernorts längst verschwunden wären. 

Warum heißt er eigentlich Sackpfeiferdobel? 

„Sackpfeifer" ist ein alter Begriff für Dudelsackspieler. Ob eine lokale Legende diesen Namen geprägt hat oder ob es der Wind war, der durch die engen Felsspalten pfeift wie ein altes Instrument – man weiß es nicht genau. Aber wer still genug steht und lauscht, kann es vielleicht selbst hören. 

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Sturzdobel inmitten der Wutachflühen – wo der Schwarzwald seine Zähne zeigt

Südlicher Schwarzwald
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Es gibt Orte, die man nicht besucht – die man erlebt. Der Sturzdobel ist so ein Ort. Tief eingeschnitten in die Wutachflühen, umgeben von bis zu hundert Meter hohen Muschelkalkwänden und dem Rauschen des Sturzdobel-Wasserfalls, öffnet sich hier eine Welt, die sich anfühlt, als hätte sie auf den Menschen nie gewartet – und gerade deshalb so unwiderstehlich ist. 

Was ist der Sturzdobel – und warum lohnt er sich? 

Der Begriff „Dobel" steht im Schwarzwald für eine tief ins Gestein gefressene Schlucht. Beim Sturzdobel im Wutachtal hat sich der gleichnamige Bach rückschreitend in den harten Muschelkalk vorgearbeitet – und dabei einen Wasserfall von beachtlicher Wucht geschaffen. Der Sturzdobel-Wasserfall stürzt senkrecht über die Felskante in die Tiefe, direkt vom Wanderweg Wutachflühen aus sichtbar, ohne Umweg, ohne Inszenierung. 

Geografisch liegt der Sturzdobel zwischen dem markanten Mannheimer Felsen und dem Sackpfeiferdobel, auf dem Gemeindegebiet von Blumberg und Stühlingen im Landkreis Schwarzwald-Baar. Er zählt zu den beeindruckendsten Punkten im Naturschutzgebiet Wutachflühen – einem der wildesten und artenreichsten Gebiete im gesamten Südschwarzwald

Wandern in den Wutachflühen – nichts für die Sonnenbrille allein 

Wer den Sturzdobel erwandern will, sollte wissen, worauf er sich einlässt. Der Pfad durch die Flühen ist schmal, oft feucht, manchmal rutschig – und genau das macht ihn zum Erlebnis. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind keine Empfehlung, sondern Voraussetzung. Festes Schuhwerk ist Pflicht. 

Der Schluchtensteig, eine der bekanntesten Wanderrouten im Südschwarzwald, führt direkt durch dieses Terrain. Der Sturzdobel ist eine zentrale Station der ersten Etappe des Schluchtensteigs von Stühlingen nach Blumberg – und wer diese Route geht, versteht schnell, warum sie Kultstatus hat. 

Eine besonders empfehlenswerte Option ist die Rundwanderung Wutachflühen, die am Wanderparkplatz Wutachflühen bei Fützen/Achdorf startet. In rund drei Stunden führt die Tour entlang der Wutach, vorbei an senkrechten Felskulissen, bis zum Sturzdobel – und wieder zurück. Moderat im Anspruch, maximal in der Wirkung. 

Tipp für das beste Erlebnis: Im Frühjahr, März und April, verwandeln die Flühen sich in ein Blütenmeer. Die Märzenbecher stehen dann in dichten Teppichen unter den Felsen – ein Anblick, der sich ins Gedächtnis brennt. 

Geologische Zeitreise: 240 Millionen Jahre in Stein 

Was die Wutachflühen von vielen anderen Wanderzielen unterscheidet, ist ihre geologische Tiefe – im wörtlichsten Sinne. Wer hier durch die Schlucht läuft, bewegt sich durch oberen Muschelkalk, der vor etwa 235 bis 243 Millionen Jahren unter einem flachen Meer abgelagert wurde, das damals weite Teile Mitteleuropas bedeckte. 

Die Muschelkalkwände der Wutachflühen sind bis zu hundert Meter hoch und von vertikalen Klüften und horizontalen Schichten durchzogen. Frost und Wasser arbeiten seit Jahrtausenden an diesem Gestein – das Ergebnis sind kantige Felsnadeln, Türme und Vorsprünge wie der Mannheimer Felsen, eine der markantesten Felsformationen der gesamten Region. 

Das Gebiet liegt zudem am Rand des Bonndorfer Grabens, einer tektonischen Störungszone, deren Spannungen die wilden Brüche und Verwerfungen im Gestein erklären. Tektonik, Erosion, Wasser – hier ist alles im Gange, und das seit Äonen. 

Am Sturzdobel selbst zeigt die Natur noch ein weiteres Phänomen: Kalktuffsinter. Das kalkreiche Wasser des Sturzdobel-Bachs lagert an feuchten Stellen weißliche Krusten ab – moosbewachsen, glänzend, wie aus der Zeit gefallen. Wer genau hinschaut, entdeckt diese stillen Zeugen des geologischen Prozesses an Bachläufen und Felsspalten. 

Wichtiger Hinweis: Der bröckelige Kalkstein macht die Steinschlaggefahr in den Wutachflühen real – besonders nach Frost oder Starkregen. Helm ist zwar kein Standard, Wachsamkeit aber schon. 

Mehr als Wandern: Die Sauschwänzlebahn als perfekte Ergänzung 

Wer den Tag abrunden will, kombiniert die Wanderung Wutachflühen mit einer Fahrt auf der historischen Sauschwänzlebahn. Die Strecke verläuft spektakulär oberhalb der Flühen und bietet Ausblicke, die man aus der Schlucht selbst nicht bekommt. Zwei Perspektiven auf denselben Ort – ein echter Mehrwert für jeden Besuch. 

Seltene Natur zwischen Fels und Wasser 

Zwischen den Muschelkalkwänden der Wutachflühen hat sich im Laufe der Jahrtausende eine außergewöhnliche Flora und Fauna entwickelt. Seltene Tier- und Pflanzenarten nutzen die Felsnischen, schattigen Schluchten und feuchten Bachabschnitte als Rückzugsräume. Das Naturschutzgebiet Wutachflühen ist kein Kulissennaturpark – es ist echter, lebendiger Lebensraum. 

Der Sturzdobel mittendrin ist mehr als ein Wasserfall. Er ist ein Punkt, an dem Geologie, Ökologie und Ästhetik zusammentreffen – und man für einen Moment das Gefühl bekommt, dass die Welt älter ist, stiller und schöner, als der Alltag vermuten lässt. 

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Roodbach-Wasserfall: Wo der Schwarzwald noch wild ist

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Wer dem Trubel der bekannten Touristenpfade entfliehen möchte, dem flüstert der Hochschwarzwald manchmal leise Geheimnisse zu. Eines davon trägt den Namen Roodbach-Wasserfall – versteckt in der wildromantischen Haslachschlucht bei Lenzkirch, auf knapp 800 Metern Höhe, wo das Wasser seit jeher seinen eigenen Weg kennt. 

Fernab des Trubels: Die Haslachschlucht entdecken 

Man folgt dem Ruf des Wassers. Vom Rathaus Lenzkirch aus führt der Weg zunächst durch den Kurpark, vorbei an der historischen Lochmühle, dann weiter entlang des Mühlenwegs – bis das Rauschen lauter wird und die Bäume enger zusammenrücken. Rund 2,9 km südöstlich von Lenzkirch und 2,4 km von Holzschlag entfernt öffnet sich die Schlucht und gibt den Blick frei auf die Kaskaden des Roodbachs, einem Zufluss der Haslach. 

Kaskaden, Fels und feuchte Pfade 

Der Abstieg zum Wasserfall Hochschwarzwald hat Charakter: steil, feucht, unverfälscht. Kein Geländer, kein Wegweiser-Wald – nur schmale Steige, moosbedeckte Steine und das konstante Gischtgefühl auf der Haut. Festes Schuhwerk ist hier kein optionaler Luxus, sondern schlicht vernünftig. Wer gut ausgestattet kommt, wird mit einem Naturerlebnis Schwarzwald belohnt, das die großen, vielbesuchten Wasserfälle der Region an Ursprünglichkeit mühelos übertrifft. 

Highlights: Felsen, Schluchten und die Geburt der Wutach 

Ein kurzes Stück weiter flussabwärts geschieht etwas Bemerkenswertes: Haslach und Gutach vereinigen sich zur Wutach – die Geburtsstunde der legendären Wutachschlucht. Wer möchte, kann diesen Moment erleben und versteht sofort, warum die Haslachschlucht als „kleine Schwester" des berühmten Fernwanderwegs Schluchtensteig gilt. In der direkten Nachbarschaft warten zudem die spektakulären Hölloch- und Rechenfelsen – über schmale Steige erreichbar, wildromantisch und kaum überlaufen. 

Geheimtipp mit Substanz 

Der Roodbach-Wasserfall ist kein Ort für Selfie-Stationen und Eiscafés. Er ist ein Ort, an dem man innehalten kann, dem Wasser zusieht und begreift, warum Menschen den Schwarzwald seit Generationen lieben. Eine Wanderung Lenzkirch durch die Haslachschlucht ist kein Ausflug – sie ist eine kleine Reise zurück zur Natur. 

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Mühledobel-Wasserfall – wo der Schwarzwald flüstert

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Wer die Wutachschlucht kennt, kennt ihre lauten Momente: tosende Stromschnellen, überwältigende Schluchten, Wanderer Schulter an Schulter. Doch wer genauer hinsieht – wer den schmalen Pfad in den Mühledobel hinabsteigt – findet etwas Selteneres: absolute Stille, unterbrochen nur vom Rauschen des Wassers. 

Ein Wasserfall mit Charakter 

Auf rund 756 Metern Höhe, versteckt in einem Seitental der mittleren Wutachschlucht, stürzt der Mühledobel-Wasserfall über terrassenförmige Muschelkalk-Kaskaden in die Tiefe. Stufe für Stufe, fast wie eine Naturtreppe – als hätte die Erde hier selbst Architektur betrieben. Das markante Muschelkalkgestein gibt dem Wasserfall sein unverwechselbares, fast skulpturales Gesicht und macht ihn zu einem geologischen Highlight im Schwarzwald

Stiller Star am Schluchtensteig 

Man muss ihn verdienen, diesen Ort. Der Mühledobelwasserfall liegt direkt an der Etappe 3 des Schluchtensteigs – einer der spektakulärsten Wanderrouten Deutschlands – auf dem Abschnitt von der Schattenmühle nach Schluchsee-Fischbach. Wer die Route läuft, passiert ihn fast beiläufig. Wer innehält, wird belohnt. 

Rundwanderung ab Holzschlag – der schönste Zugang 

Besonders beliebt ist die mittelschwere Rundwanderung ab Holzschlag, einem Ortsteil von Bonndorf im Schwarzwald. Der Weg führt vorbei am Schwarzwaldhof Nicklas, hinab in den engen Mühledobel, direkt zum Wasserfall – und weiter nach Göschweiler. Ein Weg, der einen wandelt, nicht nur führt. 

Achtung: Die Pfade im Dobel sind schmal, bei Nässe rutschig. Trittsicherheit und festes Wanderschuhwerk sind kein optionaler Tipp, sondern echte Voraussetzung. 

Geheimtipp: Stallegger Brücke & Ruine Stallegg 

Wer den Besuch ausweitet, kombiniert den Wasserfall Wutachschlucht mit der historischen Stallegger Brücke oder der nahegelegenen Ruine Stallegg – stumme Zeugen einer Zeit, als die Schlucht noch Energie für Mühlen und Hammerwerke lieferte. Geschichte und Natur in einem Atemzug. 

Fazit: Hingehen, bevor es alle wissen 

Der Mühledobel-Wasserfall ist kein Instagram-Hotspot – und genau das ist sein größter Trumpf. Ein Naturjuwel im Schwarzwald, das Ruhe schenkt statt Trubel. Wer echte Schwarzwald-Wasserfälle abseits der Masse sucht, findet hier einen der schönsten überhaupt.