Blick vom Bildstein auf den Schluchsee | © Sunhikes Felsdurchbruch in der Haslach-Schlucht | © Sunhikes Gipfelkreuz auf dem Belchen | © Sunhikes

Die besten Highlights im Südlichen Schwarzwald

Im Südlichen Schwarzwald liegen mit Feldberg und Belchen die höchsten Erhebungen des Schwarzwaldes. Diese beiden Berge sind durch Seilbahnen zugänglich und erfreuen sich daher großer Beliebtheit bei Ausflüglern.

Die bekannte Ravennaschlucht, die Wutachschlucht und die tief eingeschnittene Haslachschlucht gehören zu den landschaftlichen Höhepunkten des Südschwarzwaldes. Zahlreiche Wasserfälle können entlang der Schluchten bestaunt und erkundet werden.

Der Schluchsee, der größte See im Schwarzwald und Titisee bieten zahlreiche Bademöglichkeiten.

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Der Belchen und sein Panoramablick

Südlicher Schwarzwald
, Schwarzwald , Deutschland
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Der Belchen ist nach dem Feldberg und dem Herzogenhorn der dritthöchste Berg im Schwarzwald. Dieser stolze Berg ragt 1414 Meter in die Höhe und bietet eine atemberaubende Aussicht über den gesamten Schwarzwald. Jährlich zählt der Berg über 300.000 Besucher und gilt als eines der beliebtesten Ausflugsziele im südlichen Schwarzwald. Seit 2001 führt die Belchenbahn zum bewirtschafteten Belchenhaus kurz unterhalb des Gipfels.

Das 360 Grad Panorama des Belchen
Nach Westen reicht der Blick von der Rheinebene bis nach Frankreich mit dem Elsass und den Vogesen. Der Panoramablick nach Süden reicht bis zum Schweizer Jura, während im Norden und Nordosten die Gipfel des Schwarzwaldes zu sehen sind. Östlich erstreckt sich Vorarlberg. Vom Gipfel des Belchen aus kann man an wenigen Tagen im Jahr einen atemberaubenden Blick auf die majestätischen Berge zwischen Rhein- und Rhônetal genießen.

Über 270 Kilometer weit schweift der Blick über die beeindruckende Landschaft mit ihren schroffen Felsformationen, eisbedeckten Hängen und bizarren Gipfeln. Von hier oben sind markante Alpengipfel wie der Säntis oder das Finsteraarhorn zu sehen - aber auch das Berner Oberland mit Eiger, Mönch und Jungfrau erstrahlt in seiner ganzen Pracht.

Wandern auf dem Belchen
Zahreiche Wanderwege führen hinauf zum Belchen und seinem Plateau. Die abwechslungsreiche Landschaft des Schwarzwaldes von dichten Wäldern über idyllische Täler bis hin zu malerischen Gebirgspfaden ist alles dabei. Auch der Westweg passiert den Berg. Der Westweg ist einer der bekanntesten Fernwanderwege in Deutschland und führt über insgesamt 285 Kilometer von Pforzheim im Norden bis nach Basel im Süden. Dabei durchquert er auch die beeindruckende Berglandschaft des Schwarzwaldes.

Entdecke die schönsten Wanderungen und Rundwanderwege rund um den Belchen im Schwarzwald. Plane deine eigene Wanderung.

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Der Blauen oder Hochblauen ein Berg im südlichen Schwarzwald

Südlicher Schwarzwald
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Der Blauen oder Hochblauen ist ein 1165 m hoher Berg, der sich am westlichen Rand des südlichen Schwarzwaldes erhebt. Der Blauen ist ein Aussichtsberg und gilt als Hausberg des Markgräflerlandes. Der Gipfel ist vom Kurort Badenweiler an seinem nördlichen Fuß etwa drei Kilometer entfernt und über eine Fahrstraße erreichbar. Das Gestein des Blauengipfels besteht aus Gneis. Auf dem niederschlagsreichen Berg reicht der Wald bis unter den Gipfel.

Angrenzend und bekannt ist Badenweiler. Rund um den Blauen ist ein Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen, das ca. 4119 Hektar Mischwald umfasst und bis kurz unter den Gipfel reicht.

Wandern am Blauen
Die Wege rund um den Berg sind gut ausgeschildert und leicht zu finden. Dem Wanderer wird viel Natur und Erholung geboten. Die Wanderwege zum Gipfel führen von Badenweiler oder von Marzell aus. Oben angekommen wartet der Berghof und verwöhnt die Wanderer mit traditionellen Gerichten. Die Wege sind gut begehbar. 

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Der Feldberg ist die Panorama-Destination im Schwarzwald

Südlicher Schwarzwald
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Den Feldberg und seine Natur entdeckt man am besten beim Wandern. Mit seinen urwüchsigen Wäldern, den weiten Wiesen, den sprudelnden Bächen und den kleinen Wasserfällen bietet der Berg viel Abwechslung. Nicht zu vergessen der Feldsee, ein geschütztes Naturparadies mit klarem Wasser und lauschigen Plätzen am Ufer. Auf dem Feldberg ist die Weitsicht großartig. Tief unten liegen Wälder, Wiesen, Hügel und Schwarzwalddörfer. Die Natur rund um den Feldberg lässt sich bei einer Wanderung hautnah erleben.

Wanderwege und Rundwanderwege am Feldberg
Das Gebiet rund um den Feldberg wartet mit einer großen Vielfalt für Wanderer auf. Wanderwege und Rundwanderwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden bieten sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene das Richtige. Ob Rundwanderwege, Hüttenwanderungen oder Routen für Kinder - für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Vom höchsten Berg, dem Feldberg, führt eine der schönsten Wanderungen im Schwarzwald über den Westweg. Der Westweg führt auf den Etappen 10 und 11 über den Feldberg. Zu den schönsten und anspruchsvollsten Wanderungen am Feldberg zählt der Feldbergsteig. Er führt durch das unberührte Naturschutzgebiet am Feldberg und entlang des naturbelassenen Feldsees. Weniger anspruchsvolle Wanderer finden auch leichtere Routen. 

Der Feldberg ist der höchste Berg des Schwarzwaldes
Der Hochschwarzwald ist eines der größten und meistbesuchten Wanderziele Deutschlands und lockt Naturliebhaber aus aller Welt an. Die im Naturpark Südschwarzwald eingebettete einzigartige Landschaft des Hochschwarzwaldes fasziniert Wanderfreunde mit atemberaubenden Ausblicken und unberührter Wildnis. Höchster Berg des Schwarzwaldes ist der Feldberg mit 1.493 Metern.

Das Gebiet um den Feldberg ist aufgrund seiner subalpinen Vegetation zum größten Teil als Naturschutzgebiet ausgewiesen - eine wichtige Maßnahme zum Erhalt dieser wunderbaren Schönheit Baden-Württembergs! Das älteste und zugleich größte Naturschutzgebiet wird seit 1989 von einem hauptamtlichen Ranger betreut, der sich für das Wohl unserer Umwelt einsetzt.

Feldberg die Panorama-Destination
Der Feldberg zählt bei Inversionswetterlagen zu den eindrucksvollsten Aussichtspunkten Deutschlands. Nach Westen erstreckt sich über den Oberrheingraben hinweg die gesamte Vogesenkette vom Elsässer Belchen / Ballon d'Alsace über den Donon bis zum Odilienberg - manchmal sind sogar die Nordvogesen "Vosges du Nord" zu sehen. Nördlich erhebt sich die Hornisgrinde, im Nordosten reihen sich die Schwäbische Alb und die Hegauvulkane aneinander.

Südlich entfaltet sich das Alpenpanorama: von Alpspitze und Zugspitze im Osten über Allgäuer Alpen, Lechquellengebirge, Verwallgruppe und Silvrettagebirge, weiter westlich der Alpstein mit Säntis, gefolgt von den Bergen um den Walensee und den Glarner Alpen. Auch die Urner- und Berner Alpen sowie der Mont Blanc gehören zu diesem großartigen Panorama. Rechts vom Mont Blanc fällt zudem ein Teil des Schweizer Juras ins Augenmerk: Der Chasseral ragt als höchster Punkt heraus! So reicht das überwältigende Panorama von Italien bis nach Frankreich und von Österreich bis nach Südwestdeutschland.

Entdecke die schönsten Wanderungen und Rundwanderwege rund um den Naturpark Feldberg im Schwarzwald. Plane deine eigene Wanderung.

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Die Haslachschlucht im Südschwarzwald

Südlicher Schwarzwald
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An der Bärhalde bei Neuglashütten entspringt idyllisch die Quelle der Haslach. Die Haslach fließt vom Feldberggebiet in meist breiten Tälern nach Osten. Das Quellgebiet der Haslach und ihrer ersten Nebenbäche ist der Osthang des langgestreckten, mehrgipfligen Bergrückens der 1318 m hohen Bärhalde. Neben der wesentlich größeren Gutach, die den Titisee entwässert, ist die Haslach einer der beiden Quellflüsse der Wutach im Südschwarzwald. Im weiteren Verlauf verengt sich das Tal zur malerischen Haslachschlucht an der Löffelschmiede bei Lenzkirch. Schon im Wutachschluchtsystem mündet sie von rechts in die Gutach. Die Haslachschlucht wird im Volksmund gerne als die "kleine Schwester" der Wutachschlucht bezeichnet. Die Klamm führt von Lenzkirch bis zur Haslachmündung, wo sich Haslach und Gutach zur Wutach vereinigen. 

Der Schluchtensteig führt auf der 3. Etappe von der Schattenmühle nach Lenzkirch zu den markanten Aussichtspunkten Hölloch- und Rechenfelsen durch die wildromantische Haslachschlucht. Anfangs lieblich, dann wildromantisch führt der Weg durch die enge Schlucht hinab zum Fluss und weit hinauf über steil zur Haslach abfallende Felsen. Wunderbare Ausblicke in die Tiefe eröffnen die beiden Aussichtspunkte Hölloch- und Rechenfelsen. Eindrucksvoll durchschneidet die Haslach hier den harten Porphyr und lässt die Urgewalten des Wassers spürbar werden.

Die schönsten Wanderungen und Rundwanderwege rund um die Haslachschlucht bei Lenzkirch. Plane deine eigene Wanderung.

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Wandern entlang des Wasserfalls in der Lotenbachklamm

Südlicher Schwarzwald
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Bei der Lotenbachklamm handelt es sich um einen 1,5 km langen Seitenarm der Wutachschlucht. Anfangs fließt der Lotenbach noch gemächlich zwischen Granitfelsen. Nach wenigen hundert Metern verwandelt er sich in eine wilde Schlucht mit Wasserfällen, Gumpen und Felsen. Bei der Schattenmühle mündet der Lotenbach in die Wutach. In diesem großen geschützten Ökosystem findet man auch Orchideen, Biber und mit etwas Glück den Eisvogel.

Eine kurze Wanderung durch die Lotenbachklamm kann als eigenständige Tour oder als Einstiegs- bzw. Verlängerungsroute der Wutachschluchtwanderung dienen. Ausgehend vom Wanderparkplatz an der B315 Bonndorf - Holzschlag - Lenzkirch führt eine ca. 1,5 km lange Wanderung durch die Lotenbachklamm zur Schattenmühle. Der Weg durch die Lotenbachklamm eignet sich gut als Einstieg in den mittleren Abschnitt der Wutachschlucht.

Bei vielen möglichen Wanderungen in und rund um die Wutachschlucht ist aufgrund der Streckenlänge eine eigene Planung sinnvoll. Entdecke die schönsten Wanderungen und Rundwanderwege rund um die Lotenbachklamm bei der Wutachschlucht. Plane deine eigene Wanderung mit Sunhikes.

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Wutachschlucht - das Highlight des Schluchtensteigs

Südlicher Schwarzwald
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Die Wutachschlucht besteht aus drei Schluchtabschnitten. Auf einer Länge von 30 km sind die Schluchten zwischen 60 und 170 m tief. Sie bieten eine Vielfalt an Geo- und Biotopen sowie eine reiche Tier- und Pflanzenwelt. Die Schlucht beginnt am Zusammenfluss von Gutach und Haslach unterhalb von Lenzkirch. Die wildromantische Wanderung im Südschwarzwald entlang der grandiosen Urlandschaft der Wutach mit ihren romantischen Schluchten und urwüchsigen Wäldern ist ein Erlebnis für jeden Wanderer.

Der Schluchensteig durch die Wutachschlucht
Der Schluchtensteig führt auf den Etappen 1 bis 3 durch die Wutachschlucht und stellt damit den Höhepunkt des Fernwanderweges dar. Steile Felswände und ein rauschender Fluss ziehen Wanderer in ihren Bann. Ein absolutes Muss für Wanderfreunde ist die 12 Kilometer lange Tour durch die Wutachschlucht, einem Abschnitt des Schluchtensteigs. Stabiles Schuhwerk und eine gute körperliche Verfassung sind unerlässlich für diese anspruchsvolle Wanderung, da der Weg an einigen Stellen rutschig und steil sein kann. Ein Besuch in den Wintermonaten wird nicht empfohlen. Die Gegend ist auch als "Grand Canyon des Schwarzwaldes" bekannt.

Entdecke die schönsten Wanderungen und Rundwanderwege rund um die Wutachschlucht. Plane deine eigene Wanderung mit Sunhikes.

Wandern in die Obere Wutachschlucht
Beim Verlassen der tief eingeschnittenen Täler von Gutach und Haslach im östlichen Schwarzwald haben sich die Bäche zunächst in kleine, oft enge Schluchten gegraben. Zuerst passiert man einen Bereich mit den für den Schwarzwald typischen Buntsandstein. Hier fehlen spektakuläre Schluchtszenarien. Die Rötenbachschlucht auf der linken Seite endet in einem zweistufigen Wasserfall von 6 Metern Höhe. Der Fluss beruhigt sich am kleinen Stausee des Kraftwerks Stallegg. Kurz darauf führt der Weg zum Felsen Räuberschlössle mit der Burgruine Neu-Blumegg. An der Schattenmühle mündet die Lotenbachklamm in den Flusslauf. 

Tal von Dietfurt und Bad Boll
Wo der Fluss in den Unteren und Mittleren Muschelkalk übergeht, endet das für den Schwarzwald charakteristische Landschaftsbild. Ein etwas breiteres Kerbsohlental ist durch die Auslaugung von Gipseinlagerungen entstanden. Talabwärts liegen die Drei Zinnen genannten zerfallenen Muschelkalkfelsen. Weiter flussabwärts folgen langgestreckte Felswände aus Schichten des Oberen Muschelkalks. Der Tannegger Wasserfall stürzt etwa 15 Meter in die Tiefe.

Wandern durch die Mittlere Muschelkalk-Schlucht 
Nachdem die Muschelkalkwände weiter talabwärts die Schluchtsohle erreicht haben, beginnt der zweite Abschnitt dieser faszinierenden Schlucht. Der älteste und spannendste Teil zeichnet sich durch eine breite Kiessohle aus, auf der sich die Wutach zwischen Felswänden von über 80 Metern Höhe hindurchzwängt - teilweise unterspült oder überhängend.

Der Ludwig-Neumann-Weg verläuft exponiert entlang den Felswänden. Man startet mit einem beeindruckenden Blick vom fast 70 Meter hohen Amselfelsen. Die lange Wand des Engländerfelsens und die Forellenfelsen sind ein Hinweis auf den früher bei Engländern beliebten Tourismus in diesem Gebiet. Ein Großteil des Flusses verschwindet im Muschelkalkgestein und tritt nach 1,3 Kilometern kataraktartig am Fuße einer steilen Felswand wieder ans Tageslicht. Schließlich führt der Kanadiersteg zum Gauchachufer. Nachdem die Gauchachschlucht von Norden einmündet, beginnt sich das Tal wieder zu weiten. An der ersten Straßenbrücke liegt die Wutachmühle mit Kiosk. 

In der Unteren Schlucht wandert man durch die Wutachflühen
Im dritten Teil der Schlucht, den alemannisch Flühen genannten Felswänden, erreichen die Ausmaße der Schlucht und der Felswände ihren Höhepunkt. Neben der Walenhalde befindet sich hier die mit 350 m höchste Steilwand der Alb. Die Flühen haben erst mit dem Betrieb der durchführenden Wutachtalbahn eine gewisse touristische Bedeutung erlangt.

Man passiert den Letterngraben-Wasserfall, die Wasserfälle des Sackpfeiferdobels und des Sturzdobels. Die eigentlichen Wutachflühen bilden auf der linken Talseite eine 3 km lange und bis zu 85 m hohe Felswand. Als Gegenstück zur Gutachbrücke am Anfang markiert der Viadukt der Wutachtalbahn das Ende der Wutachschlucht.

Tourismus und Naturschutz 
Die Schlucht ist touristisch stark frequentiert und hat eine wichtige Rolle bei der Etablierung des Naturschutzgedankens im Südwesten Deutschlands gespielt. Als Teil des Naturparks Südschwarzwald steht die Wutachschlucht als ausgewiesenes Naturschutzgebiet und als Teil des Europäischen Vogelschutzgebietes Wutach und Baaralb unter besonderem Schutz.

In den letzten Jahren haben sich die umliegenden Städte und Gemeinden unter dem Namen ihrer größten touristischen Attraktion zu einer Feriendestination zusammengeschlossen. Im Westen grenzt sie an den Hochschwarzwald, im Süden an die Baar und im Osten an den Klettgau und den Randen in der Schweiz. 

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Schluchsee der größte Schwarzwaldsee

Südlicher Schwarzwald
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Ursprünglich war der Schluchsee ein Gletschersee des Feldberggletschers. Der Schluchsee ist der größte See des Schwarzwaldes. Sein Wasserspiegel lag etwa 30 Meter unter dem heutigen Seespiegel. Er entstand erst durch den Aufstau der Schwarza. Heute erstreckt sich der See über eine Länge von 7,3 Kilometern in Nordwest-Südost-Richtung und hat eine Breite von 1,4 Kilometern. Seine tiefste Stelle liegt 61 Meter unter der Wasseroberfläche. Außer natürlichen Zuflüssen wie der Schwarza oder dem Ahabach und Oberläufen wie der Wutach, dem Seegraben und der Haslach wird auch Wasser aus dem Rhein bei Waldshut über Pumpwerke in den See geleitet. Der Schluchsee ist einer der höchstgelegenen Stauseen Deutschlands. Er liegt 930 Meter über dem Meeresspiegel.

Umgeben ist der Schluchsee von bekannten Ortschaften: Der Hauptort der Gemeinde Schluchsee liegt etwas unterhalb des Zentrums am Seeufer, die Ortsteile Aha im oberen Nordwesten und Seebrugg an der Staumauer. Vom Bahnhof Titisee bis zur Endstation Seebrugg verläuft als Verlängerung der Höllentalbahn die Dreiseenbahn entlang des Nordufers.

Wandern am Schluchsee 
Rund um den Schluchsee gibt es zahlreiche Wanderwege. Der gesamte See kann umrundet werden. Der Rundweg ist rund 18 Kilometer lang, weitgehend eben und auch für Kinderwagen geeignet. Von Mai bis Oktober kombinierbar mit Fahrten auf dem Ausflugsschiff MS Schluchsee. 

Der Schluchtensteig führt am Schluchsee vorbei und bietet atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Landschaft. Der klare See glitzert in der Sonne und lädt zum Verweilen ein. Entlang des Weges können Wanderer die Schönheit der Natur genießen und sich von dem stressigen Alltag erholen.

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Die Gauchachschlucht und das Bachheimer Schluchtenviereck

Südlicher Schwarzwald
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Ein weiteres Naturhighlight ist die kleine Schwester der Wutachschlucht, die Gauchachschlucht. Eine traumhafte Kulisse bilden die steilen Felshänge und die moosbewachsenen Felsen. Die Gauchachschlucht ist die bedeutendste Nebenschlucht der Wutach. Charakteristisch sind ihre Enge und das kaskadenartig ausgebildete Bachbett im Oberen Muschelkalk. Wo die Tränkebachschlucht bei der Burgmühle in die geradlinige, wilde Engeschlucht einmündet, entsteht zusammen mit der Gauchach- und der Wutachschlucht das Bachheimer Schluchtenviereck.

Der eigentliche Beginn der Schlucht liegt bei den Ruinen der Grünburg und der Lochmühle. Beide wurden durch Hochwasser zerstört. Als touristischer Stützpunkt für Naturfreunde dient unterhalb der kaum noch erkennbaren Ruine Neuenburg das Wanderheim Burgmühle. Eindrucksvolle Quellkalke und Riesenschachtelhalmbestände können auf einem Naturlehrpfad im unteren Teil erkundet werden.

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Tannegger Wasserfall in der Wutachschlucht

Südlicher Schwarzwald
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Der Tannegger Wasserfall in der Wutachschlucht stürzt über eine Felsformation. Dieser Wasserfall ist wohl der bekannteste Wasserfall in der Wutachschlucht. 

Der Tannegger Wasserfall in der Wutachschlucht stürzt etwa 15 m über eine Wand des Oberen Muschelkalks in die Tiefe. Bizarre Kalktuffablagerungen bilden sich. Seinen Ursprung hat das Wasser im Tannegger Bach, der nach der Burg Alt-Tannegg benannt ist.

Entdecke die schönsten Wanderungen und Rundwanderwege rund um den Tannegger Wasserfall. Plane deine eigene Wanderung mit Sunhikes.

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Dietfurter Wasserfall in der Wutachschlucht

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Der Dietfurter Wasserfall an der Schelmenhalde ist ein besonderer Wasserfall in der Wutachschlucht. Über stark bemooste Felsen ergießt sich ein Bach, dessen Wasser wie ein Vorhang herabrieselt. Man bezeichnet dieses Phänomen als Schleierwasserfall. Der Dietfurter Wasserfall in Löffingen liegt direkt am Wanderweg durch die Wutachschlucht.

Wunderschön und romantisch ist es, wenn sich das Sonnenlicht in den Wassertropfen des Dietfurter Wasserfalls bricht. Der Wasservorhang streicht über die bemoosten Felsen. An heißen Sommertagen kann man hier wunderbar eintauchen, um den Kreislauf ein wenig abzukühlen. Kleiner, aber feiner und mehr als idyllisch - so lässt sich der Dietfurter Wasserfall auf einen Nenner bringen.

Der Besuch des Wasserfalls kann in verschiedene Wanderrouten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden von leicht bis anspruchsvoll eingebunden werden. Ob Schluchtensteig oder ein Runde um Bad Boll. 

Entdecke die schönsten Wanderungen und Rundwanderwege rund um den Dietfurter Wasserfall. Plane deine eigene Wanderung mit Sunhikes.

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Das Räuberschlössle mit Blick auf die Wutachschlucht

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Das Räuberschlössle, eine alte Ruine mit herrlichem Blick auf die Wutachschlucht, ist ein idealer Ort für Wanderer, um sich auszuruhen und zu verpflegen. Ein großer Baum in der Mitte der Ruine spendet an heißen Sommertagen Schatten. Obwohl es keine Bänke gibt, bietet das Räuberschlössle eine interessante historische Kulisse - einst war es die Burg Neu-Blumenberg aus dem 14. Jahrhundert, bevor sie in den Bauernkriegen zerstört und zum Unterschlupf für Räuber wurde.

Bekannt ist der Ort heute vor allem für seine Naturschönheiten. Wer keine Lust auf lange Wandertouren hat, kann vom Parkplatz Schattenmühle bequem zum Räuberschlössle spazieren. In weniger als einer Stunde ist man zu Fuß am Ziel.

Entdecke die schönsten Wanderungen und Rundwanderwege rund um das Räuberschlössle in der Wutachschlucht. Plane deine eigene Wanderung mit Sunhikes.

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Windbergwasserfall: Die schönsten Wanderwege

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Das Windbergbächle ist ein kleiner Bach, der oberhalb von St. Blasien durch das gleichnamige Tal fließt. So unscheinbar der Bach aussieht, so gewaltig ist seine Kraft. Aus einer Höhe von bis zu 6 Metern stürzt das Wasser des Windbergbächle am östlichen Ortsrand von St. Blasien in die Windbergschlucht. Der Windbergwasserfall ist ein schöner Wasserfall, der sehr gut zu Fuß zu erreichen ist.

Am besten wandert man zum Wasserfall durch die wilde Windbergschlucht, vorbei an vielen Kaskaden und über Brücken. Auf dem Rückweg führt ein kleiner Pfad entlang des idyllischen Windbergbächle direkt zurück in die Stadt. Dieses Gebiet ist ein sogenannter Bannwald und somit ein Schutzgebiet, so dass der Wald von menschlicher Nutzung verschont und sich selbst überlassen bleibt - was dem Wald, dem Wasserfall und der Schlucht einen ganz besonderen Reiz verleiht.

Für eine größere Runde folgt man dem Windbergpfad durch das gleichnamige Tal. Alternativ kann man auch gleich auf dem Schluchtensteig wandern, dessen vierte Etappe von St. Blasien nach Schluchsee durch die Windbergschlucht führt. Gutes Schuhwerk ist hier unerlässlich, die Wege sind steinig und bei Nässe rutschig.

Entdecke die schönsten Wanderungen und Rundwanderwege rund um den Dietfurter Wasserfall. Plane deine eigene Wanderung mit Sunhikes.

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Schleifenbachwasserfälle bei der Wutachschlucht

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Am westlichen Rand von Blumberg im südlichen Baden-Württemberg liegen die Schleifenbachwasserfälle. An den Wasserfällen führt der Fernwanderweg Schluchtensteig vorbei. Der eigentliche Schleifenbach ist nicht nur schmal, sondern auch recht kurz. Er mündet nach kurzer Zeit in die Wutach und bildet die Wutachschlucht. Über eine 8 m lange steile Treppe gelangt man in die kleine Schlucht des Schleifenbaches, der in drei Kaskaden 20 Meter in die Tiefe stürzt.

Die Schleifenbach-Kaskaden entstanden als Folge einer Umlenkung der Wutach. Dadurch entstanden drei hintereinander liegende Wasserfälle. Entgegen der Fließrichtung der ehemaligen Feldberg-Donau fließt der Schleifenbach von Ost nach West. Auf seinem kurzen Lauf bis zur Mündung in die Wutach durchstößt er Schichten des Braunen und Schwarzen Jura.

Die 2. Etappe des Schulchtensteigs führt an den Schleifenbachfällen vorbei. Entdecke die schönsten Wanderungen und Rundwanderwege rund um die Schleifenbachwasserfälle . Plane deine eigene Wanderung mit Sunhikes.

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Der Titisee am Fuße des Feldberg

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Der Titisee ist ein See im südlichen Schwarzwald nahe dem Feldberg. Der See hat eine Fläche von 1,07 Quadratkilometern und eine Tiefe von durchschnittlich 20 Metern. Der See entstand einst durch den Feldberggletscher. Heute bestehen seine Ufer aus Moränen aus dem Pleistozän. Der Titisee ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen und Einheimische. Die malerische Landschaft rund um den See lädt zum Wandern oder einfach nur zum Entspannen ein. Auch Wassersportler kommen hier auf ihre Kosten, sei es beim Schwimmen im klaren Wasser des Titisees oder beim Tretbootfahren entlang des Ufers.

Sein Zufluss kommt vom Seebach aus dem Feldsee, der am Osthang des Feldbergmassivs entspringt und durch das Bärental fließt. Der Abfluss erfolgt auf einer Höhe von 840 m über die Gutach, die nach ihrer Einmündung in die Haslach unterhalb von Kappel den Namen Wutach annimmt. Letztendlich gelangt das Wasser des Titisees über die Wutach zwischen Tiengen und Waldshut in den Hochrhein.

Im Norden liegt der Kurort gleichen Namens, der zur Stadt Titisee-Neustadt gehört, während das südwestliche Ufer zur Gemeinde Hinterzarten gehört. Die Qualität des Wassers im Titisee wird während der Badesaison an den beiden Badestellen Strandbad und Sandbank regelmäßig mittels Wasserproben kontrolliert."

Auch die Umgebung bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Erholung und Freizeitgestaltung. Von gemütlichen Spaziergängen bis hin zu anspruchsvollen Wanderungen in den nahen Bergen ist für jeden Geschmack etwas dabei. 

Wandern am Titisee
Wandern ist die schönste Art der Erkundung der Region rund um den Titisee. Die klare Luft, die malerischen Ausblicke und die Ruhe der Natur machen das Wandern am Titisee zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die gut ausgeschilderten Wanderwege führen durch dichte Wälder, vorbei an idyllischen Bergseen und bieten immer wieder spektakuläre Panoramablicke auf die umliegenden Berge. 

Der Titisee-Rundweg, der einmal um den See führt, ist einer der bekanntesten Wanderwege. Verlaufen kann man sich auf dieser Route nicht, der See und eine Abkühlung im Sommer an der Wassertretstelle im Bruggerwald sind nicht weit. Etwas anspruchsvoller und mit vielen Höhenmetern verbunden ist die Rundwanderung von Titisee auf den Hochfirst. Der Hochfirst belohnt für die Anstrengung mit einem atemberaubenden Blick auf den Titisee. An klaren Tagen kann man sogar bis zu den Alpen sehen.

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Die Wanderwege und Rundwanderungen haben unterschiedliche Längen und Schwierigkeitsgrade, so dass sowohl Anfänger als auch erfahrene Wanderer fündig werden. Rundwanderwege, Hüttenwanderungen, kinderfreundliche Routen oder Wanderungen mit Hund stehen zur Auswahl.

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Das Wiedener Eck liegt am Westweg unterhalb des Belchens

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Das Wiedener Eck ist ein 1035 m hoher Passübergang zwischen Staufen im Breisgau und Utzenfeld im Südschwarzwald. Durch diese Lage ist der Pass von drei Seiten mit dem Auto erreichbar. Seinen Namen verdankt der Pass der nur wenige Kilometer östlich gelegenen Gemeinde Wieden. Auf der Passhöhe verläuft die Kreisgrenze zwischen den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Lörrach.

Wandern am Wiedener Eck
Für Wanderer ist das südlich gelegene Gebiet zwischen Wiedener Eck und Belchen oft Ausgangspunkt für Touren. Am Wiedener Eck liegen auch wichtige Etappenziele der Wanderungen: Hier endet die zehnte Etappe des Westweges und hier beginnt die elfte Etappe. Außerdem steht am Wiedener Eck eine von insgesamt zwölf individuell gestalteten, jeweils drei Meter hohen Informationsstelen.

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Wandern durch die Engeschlucht des Tränkebachs

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Die Engeschlucht des Tränkebachs ist eine Seitenklamm der Gauchachschlucht. Wenn der Tränkebach nahe der Burgmühle in die Gauchach mündet, bildet sich zusammen mit der Wutachschlucht das Bachheimer Schluchtenviereck.
Der Tränkebach führt nur zeitweise Wasser, ein Niedrigwasserabfluss fließt unterirdisch in die Wutach. Der Wanderpfad durch die teilweise tief eingeschnittene Waldschlucht ist oft feuchter als das Bachbett des Tränkebachs. Entlang der Talsole sind Felsplattformen und Tümpel ausgebildet. Auf schmalen Pfaden, über Brücken und Treppen kann die Enge Schlucht auf dem sogenannten »Engeweg« durchwandert werden. Über ein Kiesbett erreicht man die Mündung in die Gauchach. 
Ein historischer Mühlenstein am oberen Ende der Schlucht erinnert an die Erschließung des Weges durch die Narrenzunft Bachheim, die für den Ausbau und die Sicherung des Weges verantwortlich ist.  
Entlang der Drei Schluchtenwanderung durch Enge-, Gauchach- und Wutachschlucht lassen sich drei beeindruckende Schluchten des Natur- und Landschaftsschutzgebiet Wutachschlucht durchwandern.

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Die Rötenbachschlucht ist Teil der eindrucksvollen Schluchtenlandschaft der Wutach

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Entlang des Rötenbachs führt ein idyllischer Wanderpfad über Brücken entlang schmaler Pfade bis zur Mündung in die Wutach. Besonders faszinierend ist der untere Teil des Bachlaufs ab der Rötenbachschlucht Hütte, wo sich der Bach tief in den Fels eingegraben hat. Durch urige Wälder mit Tanne, Fichte, Ulme und Bergahorn und scheinbar unberührte Natur fließt der Bach an imposanten Felsformationen vorbei und bildet kleine Kaskaden. Im Unterlauf befindet sich ein zweistufiger Wasserfall von insgesamt sechs Metern Höhe. Idyllisch ist die von Bäumen beschattete Mündung des Rötenbachs in die Wutach. Die eigentliche Schlucht ist etwa 2,5 Kilometer lang. Die Rötenbachschlucht ist ein wahres Naturparadies, das jeden Wanderer in seinen Bann zieht.

Entdecke die schönsten Wanderungen und Rundwanderwege rund um die Wutachschlucht. Plane deine eigene Wanderung mit Sunhikes.

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Die malerische Ravennaschlucht Herzen des Südschwarzwaldes

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Im Herzen des Südschwarzwaldes windet sich die Ravennaschlucht auf einer Länge von etwa 4 Kilometern malerisch durch die Waldlandschaft.  

Der Ravennabach entspringt aus mehreren Quellbächen in der nördlich gelegenen, weiten Hochmulde um den Ort Breitnau. Die Ravenna bildet entlang der Schlucht mehrere Wasserfälle, darunter den Kleinen Ravenna-Fall mit einer Fallhöhe von 6 Metern und den Großen Ravenna-Fall mit einer Fallhöhe von 16 Metern, der sich an einer Querverwerfung befindet. 

In der Schlucht befanden sich einst mehrere Mühlen, von denen heute noch zwei existieren. Besonders beeindruckend ist die im Jahr 1883 erbaute und unter Denkmalschutz stehende Großjockenmühle. Das Besondere an dieser Mühle ist, dass das Wasser durch das Dach geleitet wird, um das Wasserrad anzutreiben. Im unteren Bereich der Schlucht befindet sich  die imposante Steinbogenkonstruktion des Ravenna-Eisenbahnviadukts. Der Ravennabach mündet schließlich beim Hofgut Sternen in den Höllbach, der weiter durch das Höllental fließt.  

Der wildromantischen Schlucht folgt ein malerischer Wanderweg, der teilweise über Brücken, Treppen und Felsgalerien führt.

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Eugen-Keidel-Turm Schwarzwald: Aussicht vom Schauinslandturm

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Schauinslandturm: Ein außergewöhnlicher Aussichtsturm im Schwarzwald 

Der Eugen-Keidel-Turm, auch bekannt als Schauinslandturm, ist ein außergewöhnlicher Aussichtsturm im Schwarzwald. Vier imposante Douglasienstämme aus dem Freiburger Stadtwald tragen eine dreieckige Plattform, und über mehr als 85 Stufen gelangt man hinauf in die Höhe. Von der Aussichtsplattform eröffnet sich ein grandioser Panoramablick: Über die Oberrheinebene hinweg, bis zu den Vogesen, weiter zum Hochschwarzwald mit dem Feldberg und sogar bis zu den zu den höchsten Gipfeln Schweizer Alpen.  

Geschichte und Namensgebung 

Der Turm wurde um die Jahre 1980 bis 1981 errichtet. Seinen Namen erhielt er nach Eugen Keidel, der von 1962 bis 1982 Oberbürgermeister von Freiburg war.  

Wenn ein Turm schweigt – Sperrung und Renovierung 

Doch auch Bauwerke unterliegen dem Alterungsprozess. Im Jahr 2022 wurden Schäden an den Querhölzern festgestellt, woraufhin der Turm gesperrt wurde. Fast drei Jahre lang blieb der Aufstieg verwehrt. Erst im April 2025 war es wieder möglich, nach einer umfassenden Sanierung im Wert von etwa 295.000 Euro hinaufzusteigen. Heute trägt die Konstruktion eine Last von 500 kg/m² und ist somit für viele weitere Jahre gesichert. 

Beliebtes Wanderziel am Freiburger Hausberg Schauinsland 

Den Eugen-Keidel-Turm erreicht man am besten über einen etwa zwei Kilometer langen Rundweg ab der Bergstation der Schauinslandbahn. Startet man dort, ist der Turm bald sichtbar. Auch zahlreiche andere Wanderwege führen zu ihm, und wer den Gipfel erklimmt, versteht rasch, warum dieser Ort zu den beliebtesten Aussichtspunkten im Schwarzwald zählt.

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Schauinsland Freiburg: Natur, Panorama & Geschichte erleben

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Vom Schauinsland, dem Freiburger Hausberg, breitet sich auf 1.284 Metern Höhe ein atemberaubender Blick aus: die weite Oberrheinebene, die Vogesen, die Schwarzwaldberge mit Hornisgrinde, Feldberg, Belchen und Blauen.  

Insbesondere während Inversionswetterlagen im Herbst eröffnet sich vom Schauinsland aus ein beeindruckender Fernblick, der bis in die Alpen reicht: Tödi, Titlis, Eiger, Jungfrau, Weißhorn, Bietschhorn, Grand Combin und Mont Blanc sind zu sehen. 

Namensherkunft und Geographie  

Der Name „Schauinsland“ stammt vermutlich aus dem Mittelalter und bedeutet so viel wie „Blick ins Land“. 1347 taucht erstmals der Name „Schouwesland“ auf – ein passender Name für einen Berg, der mit seiner Höhe und Lage einen wunderbaren Rundblick bietet. Aufgrund des Silberbergbaus wurde er früher auch „Erzkasten“ genannt. 

Geografisch liegt der Schauinsland südlich von Freiburg im Breisgau und ist Teil des südlichen Schwarzwalds. Seine sanften Hänge und dichten Wälder prägen das Landschaftsbild und machen ihn zu einem beliebten Ziel für Naturfreunde und Wanderer.  

Naturparadies im Schwarzwald – Windbuchen, Wälder und stille Pfade 

Der Schauinsland ist ein grünes Refugium, umgeben von dichten Fichten-, Tannen- und vor allem den charakteristischen Windbuchen: knorrige Bäume, die den starken Winden trotzen. Der überwiegend aus westlichen Richtungen wehende Wind ist für ihre bizarren Formen verantwortlich.  

Wanderwege führen durch blühende Wiesen, vorbei an moosbedeckten Felsen und plätschernden Bächen. Entlang der Wege begegnet man Ziegen- und Kuhherden. Im Frühling und Sommer erwacht die Natur in voller Pracht, seltene Pflanzen blühen und mit etwas Glück kann man heimische Wildtiere beobachten. 

Der Schauinsland stellt ein stark frequentiertes Naherholungsziel für Freiburg und die umliegende Region dar. Outdooraktivitäten wie Wandern, Mountainbiken, Rollerabfahrten und Gleitschirmfliegen machen den Berg das ganze Jahr über attraktiv.  

Im Winter verwandelt sich der Schauinsland in ein beliebtes Ziel für Skifahrer, Schneeschuhwanderer und Winterliebhaber. 

Atemberaubendes Panorama – Blick vom Eugen-Keidel-Turm 

Vom Gipfel des Schauinslands eröffnet sich ein grandioses Panorama. Der Eugen-Keidel-Turm, auch Schauinslandturm genannt, erhebt sich stolz und bietet eine Aussichtsplattform mit Blick über die Oberrheinebene, die Vogesen, den Hochschwarzwald mit dem Feldberg und die Schweizer Alpen.  

Die Schauinslandbahn – Deutschlands längste Kabinen-Umlauf-Seilbahn 

Neben dem Eugen-Keidel-Turm lockt die Schauinslandbahn, die Besucher bequem zum Gipfel bringt. Die Schauinslandbahn wurde im Jahr 1930 als erste Personenseilbahn der Welt, die nach dem Umlaufprinzip funktioniert, in Betrieb genommen. Sie überwindet auf einer Länge von 3.600 Metern einen Höhenunterschied von 746 Metern. Pro Stunde können 37 schaffnerlose Kabinen bis zu 700 Personen von Freiburg (Stadtteil Horben) transportieren.  

Auf dem Berg warten gemütliche Gasthäuser, ein Abenteuerspielplatz für Familien sowie zahlreiche Wanderwege für alle Schwierigkeitsgrade. 

Bergbaugeschichte und Kultur – lebendige Vergangenheit im Museumsbergwerk erleben 

Der Schauinsland war einst ein bedeutendes Bergbaugebiet im Schwarzwald. Über Jahrhunderte wurden hier Silber, Zink und Blei gefördert. Heute erinnert das Besucherbergwerk an diese spannende Epoche. Alte Stollen und Schächte erzählen von harter Arbeit und technischem Fortschritt und laden zu faszinierenden Entdeckungen ein. 

Bauernhofmuseum Schniederlihof 

Der im Jahr 1593 errichtete Schniederlihof zählt zu den ältesten noch erhaltenen Schwarzwaldhöfen. Er befindet sich auf einer Höhe von 1.050 Metern oberhalb des Ortes Hofsgrund am Schauinsland. 

Der Schniederlihof repräsentiert den Haustyp des sogenannten „Schauinslandhauses“ und veranschaulicht, wie sich die Bauweise der Schwarzwaldhäuser an die topografischen Gegebenheiten anpasste. Die Gebäude waren eher klein und eng an den Hang gebaut. Die Zugänge für Menschen und Tiere befanden sich auf der wettergeschützten Ostseite. Unter einem großen Walmdach befanden sich Wohn-, Vieh- und Wirtschaftsräume. 

Das Bauernhausmuseum kann von Mai bis Oktober besichtigt werden. Es vermittelt Einblicke in das Leben der Bergbauern am Schauinsland in früheren Zeiten. 

Engländerdenkmal – Mahnmal und Aussichtspunkt 

Das 1938 errichtete Denkmal erinnert daran, dass am 17. April 1936 fünf Jungen einer Londoner Jungenschule während einer Wanderung über den Schauinsland nach Todtnauberg im Schneesturm ums Leben kamen. Obwohl Wintereinbruch, starker Sturm und Schneefall vorab angekündigt worden waren, ignorierte der Lehrer sämtliche Warnungen. Er führte die Gruppe von 27 Schülern durch tiefen Neuschnee auf den östlichen Kamm des Schauinslands. Aufgrund des heftigen Schneesturms und des dichten Nebels verlor die Gruppe ihre Orientierung. Eine nächtliche Rettungsaktion brachte die meisten der über den südlichen Berghang verstreuten Jungen in Sicherheit, doch fünf Schüler starben an Erschöpfung. Die nationalsozialistische Diktatur nutzte das Unglück für eine umfangreiche Propagandakampagne. 

Vom Engländerdenkmal aus hat man eine schöne Aussicht auf den Feldberg. 

Anreise und Erreichbarkeit – bequem zum Schwarzwaldgipfel 

Der Schauinsland ist von Freiburg aus leicht erreichbar. Mit dem Auto gelangt man über gut ausgebaute Straßen zur Bergstation der Schauinslandbahn.  

Alternativ bringt die Seilbahn Besucher direkt vom Freiburger Stadtteil Günterstal auf den Gipfel – eine Fahrt mit spektakulären Ausblicken.  

Für Wanderfreunde starten zahlreiche Pfade direkt in Freiburg und führen durch die malerische Schwarzwaldlandschaft hinauf zum Berg.

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Hexenlochmühle Schwarzwald – Historische Mühle mit zwei Wasserrädern & Restaurant

Südlicher Schwarzwald
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Die Hexenlochmühle liegt idyllisch im schluchtartigen Hexenloch zwischen St. Märgen und Furtwangen auf der Gemarkung von Furtwangen-Neukirch. Sie ist die einzige Mühle im Schwarzwald, die mit zwei Wasserrädern betrieben wird – ein echtes technisches und historisches Kleinod. 

Die Hexenlochmühle ist ein faszinierendes Stück Schwarzwälder Geschichte und Technik, das Besucher mit seiner einzigartigen Architektur, den zwei Wasserrädern und der idyllischen Lage begeistert. Ob zum Essen, Einkaufen oder Wandern – die Mühle ist ein Muss für jeden Schwarzwald-Besucher. 

Geschichte und Technik 

Erbaut wurde die Mühle 1825. Der ursprüngliche Teil mit dem kleineren Wasserrad diente als Nagelschmiede und später zur Herstellung von Uhrengestellen. Einige Jahre später kam der Teil mit dem größeren Wasserrad als Sägemühle hinzu. Das große Wasserrad hat einen Durchmesser von 4 Metern und wird vom Wasser des Heubachs mit etwa 300 Litern pro Sekunde angetrieben. Es liefert bis zu 13 PS und treibt eine Hochgang- und Kreissäge an, die heute noch zu Vorführzwecken laufen. 

Seit 1839 befindet sich die Mühle in Familienbesitz, aktuell in der fünften Generation unter Pascal Trenkle. 

Heute: Restaurant, Laden und Wanderziel 

Die Hexenlochmühle beherbergt ein gemütliches Restaurant mit großer Freiterrasse direkt am Mühlbach, das regionale Schwarzwälder Spezialitäten anbietet. Außerdem gibt es einen Laden mit Souvenirs, darunter eine große Auswahl an Kuckucksuhren und weiteren Schwarzwald-Mitbringseln. 

Die Mühle ist ein beliebtes Fotomotiv und Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen, z. B. zu den Zweribachwasserfällen, dem Balzer Herrgott, der Teichschlucht oder dem Thurner bei St. Märgen. 

Modellbau und Kultur 

Die Firma Faller aus Gütenbach stellt die Hexenlochmühle als motorisierten Plastikmodellbausatz im Maßstab 1:87 her – ein Beleg für die Bekanntheit und den Kultstatus der Mühle. 

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Blackforestline Todtnau – Spektakuläre Hängebrücke im Schwarzwald

Südlicher Schwarzwald
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Betritt man auf die Blackforestline, spürt man sofort man das leichte Schwanken unter den Füßen. Hoch oben, eingebettet in die grüne Natur des Schwarzwalds, spannt sich die Hängebrücke in 120 Metern Höhe über den Todtnauer Wasserfall. Mit einer Länge von 450 Metern verbindet sie zwei Aussichtspunkte.  

Lage der Blackforestline Todtnau – Mitten im Schwarzwald 

Die Blackforestline Hängebrücke liegt nahe dem idyllischen Städtchen Todtnau, eingebettet in die sanften Hügel und tiefen Wälder des Schwarzwalds. Von der Brücke eröffnet einen einzigartigen Panoramablick auf die Schwarzwaldregion Belchen und die Todtnauer Wasserfälle.  

Erlebnis & Atmosphäre: Eine filigrane Konstruktion inmitten der Natur 

Die Brücke gilt nicht nur als architektonisches Highlight, sondern auch als Symbol für die Verbindung von Mensch und Natur im Schwarzwald. 

Die Brücke ist wie eine Bühne zwischen Himmel und Tal. Die Aussicht reicht über dichte Nadelwälder, über die fallenden Wassermassen und weit in die Höhen der Todtnauer Bergwelt. Man blickt hinab auf das satte Grün der Bäume, hört das Rauschen des Windes – zugleich Nervenkitzel und Versprechen: Natur pur, Luft und Aussicht. 

Geschichte und Bau der spektakulären Hängebrücke – ein modernes Meisterwerk, das Tradition und Innovation verbindet 

Die Blackforestline wurde 2019 eröffnet und ist eine der längsten Fußgänger-Hängebrücken Deutschlands. 

Die technischen Details sind beeindruckend: Mit einer Spannweite von 450 Metern, einem 1,2 Meter breiten Laufsteg schwebt die Brücke über den Wasserfällen. Die Brücke wiegt insgesamt 730 Tonnen. Die Tragfähigkeit der Brücke liegt bei 1.000 Personen. Die Tragseile haben einen Durchmesser von 76 Millimetern. 

Sie wurde gebaut, um sowohl Abenteuerlustige als auch Naturliebhaber zu begeistern – zugleich beeindruckt die Konstruktion durch Stabilität und Sicherheit. 

Anreise zur Blackforestline in Todtnau 

Man erreicht die Blackforestline bequem mit dem Auto über die B317, die durch den Schwarzwald führt. Parkplätze sind am Besucherzentrum Todtnau vorhanden, von wo aus ein kurzer Spaziergang zur Hängebrücke führt.  

Für Wanderfreunde bieten sich zahlreiche Wege durch die Schwarzwaldregion an, die zur Brücke führen und dabei die Schönheit der Natur erlebbar machen. 

Öffnungszeiten & Eintrittspreise: 

Die Blackforestline ist ganzjährig geöffnet. Kurzfristige Schließungen aufgrund von Sturm oder Gewitter sind jedoch möglich.  

Sommeröffnungszeiten von 1. April bis 31. Oktober: 9:00 – 19:30 Uhr (letzter Einlass 19:00 Uhr) 
Winteröffnungszeiten von 1. November bis 31. März: 9:00 – 16:30 Uhr (letzter Einlass 16:00 Uhr) 

Besucherzentrum 

April bis Oktober 
Täglich: 10:00 bis 16:00 Uhr 

November bis März 
Täglich: 10:00 bis 15:00 Uhr 
(Stand Sept. 2025) 

Eintrittspreise Blackforestline und Todtnauer Wasserfall: 

Kombiticket Brücke & Wasserfall (Tagesticket): 
Erwachsene 12,00 € 
Kinder 9,00 € 

Einzelticket Wasserfall (Tagesticket):
Erwachsene 2,50 € 
Kinder 1,50 €  
(Stand Sept. 2025)

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Menzenschwander Wasserfälle – Schwarzwald Naturwunder

Südlicher Schwarzwald
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Eindrucksvolle Wasserfälle im Gletschertal – Naturerlebnis hautnah 

Am nördlichen Ende des Menzenschwander Gletschertrogtals offenbart sich ein beeindruckendes Schauspiel: die Menzenschwander Wasserfälle. Während und nach der Eiszeit formten vom Feldberg kommende Wasserfluten hier eine Schlucht mit bis zu 30 Meter hohen Felswänden. In der wildromantischen Schlucht fallen die Menzenschwander Wasserfälle fallen mehreren Stufen die in die Tiefe.  

Die Menzenschwander Alb bahnt sich hier ihren Weg, mal wild, mal sanft. Im unteren Bereich leitet ein künstlich angelegter Wassersturz das Wasser zurück in den Fluss – harmonisch eingebettet in das felsige Panorama. Ein gut begehbarer Pfad führt durch die enge Klamm, über Natursteintreppen und schmale Brücken. Von den Aussichtspunkten zwischen bemoosten Felswänden blickt man direkt in das tosende Herz der Wasserfälle. 

Wer die Schlucht betritt, spürt die Kraft des Wassers, hört das Tosen und nimmt die frische Kühle in der Luft wahr. Ein Ort, der Abenteuerlust und Staunen vereint. 

Beleuchtung der Menzenschwander Wasserfälle 

Ein besonderer Tipp sind die beleuchteten Wasserfälle: Von Mai bis Oktober erstrahlt die Klamm an Mittwoch-, Samstag- und Sonntagabenden in romantischem Licht. Im Mai bis September von 20:30–22:30 Uhr, im Oktober von 19:00–21:00 Uhr. Dann verwandelt sich das Naturdenkmal in eine stimmungsvolle Kulisse. 

Beliebte Wanderwege rund um die Menzenschwander Wasserfälle 

Genießerpfad Menzenschwander Geissenpfad

Ein zertifizierter Premiumwanderweg führt rund 11 Kilometer durch die urige Landschaft des Schwarzwaldes. Der Geissenpfad verbindet Naturerlebnis mit Kulturgeschichte: Auf schmalen Pfaden geht es durch die Menzenschwander Klamm, vorbei an Weiden, Wasserläufen und den imposanten Menzenschwander Wasserfällen. Zahlreiche Aussichtspunkte eröffnen weite Blicke über das Tal bis hin zum Feldberg.  

Familienwanderung zu den Menzenschwander Wasserfällen 

Eine leichte und kinderfreundliche Route macht die Wasserfälle in Menzenschwand auch für Familien erlebbar. Über gut ausgebaute Wege führt der knapp 3 Kilometer lange Rundweg direkt zur Schlucht und den rauschenden Kaskaden. Stege, Treppen und kleine Brücken sorgen für Abwechslung, während die Nähe zum Wasser für Spannung bei den Kleinsten sorgt. 

Von Menzenschwand zum Herzogenhorn 

Wer es sportlicher mag, wählt die Tour vom Menzenschwander Tal hinauf zum Herzogenhorn. Auf rund 14 Kilometern und über 800 Höhenmetern gelangt man zum zweithöchsten Gipfel des Schwarzwaldes. Oben erwartet einen ein grandioses Panorama über Feldberg, Titisee und die weite Berglandschaft. Unterwegs säumen Wälder, Alpwiesen und die Aussicht auf die Wasserfall-Schlucht den Weg. 

Beste Besuchszeit und Sicherheit 

Die Menzenschwander Wasserfälle im Schwarzwald sind ganzjährig zugänglich. Bei Schnee und Eis ist jedoch Vorsicht geboten – der Besuch erfolgt auf eigene Gefahr. 

Anreise zu den Wasserfällen  
  • Mit dem Auto: Über die B500 von Waldshut-Tiengen Richtung Titisee-Neustadt, in Häusern auf die L149 Richtung St. Blasien abbiegen, dann rechts auf die L146 nach Menzenschwand. Vor dem Ort zweigt die K5622 zum Wanderparkplatz ab. Der Parkplatz am Wasserfall ist gebührenpflichtig. 

  • Mit Bus & Bahn: Öffentliche Verkehrsmittel bringen Besucher bis Menzenschwand-Hinterdorf. Von dort ist der Weg zu den Wasserfällen ausgeschildert.

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Burgruine Rötteln: Wo 900 Jahre Geschichte auf den Horizont treffen

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Wer von einem Bergrücken über das Wiesental schaut und plötzlich diese mächtigen Mauern aus dem Wald ragen sieht, versteht sofort, warum die Burgruine Rötteln seit Jahrhunderten Menschen in ihren Bann zieht. Sie ist kein museales Relikt, das man pflichtbewusst abhakt. Sie ist lebendig – rau, dramatisch, mit einem Hauch Geheimnis in jeder verwitterten Steinfuge. 

Als Wahrzeichen von Lörrach und eine der größten Burganlagen ganz Südbadens thront das Röttler Schloss auf einem Bergsporn hoch über dem Tal. Wer hier steht, steht auf fast 900 Jahren Geschichte. 

Von Rittern und Markgrafen – die Geschichte der Burg Rötteln 

Die Anfänge: Ein Name, der bleibt (11.–14. Jahrhundert) 

1102 taucht ein gewisser Dietrich von Rötteln erstmals in einer Urkunde auf. Die Burg, die er bewohnt, ist damals noch überschaubar – doch ihr Standort ist klug gewählt: strategisch günstig, den Zugang zum Wiesental kontrollierend, von Wald und Fels geschützt. 

Im 13. Jahrhundert entsteht die Oberburg in ihrer heutigen Form. Die Herren von Rötteln sind zu diesem Zeitpunkt längst keine unbedeutenden Lokalherrscher mehr – sie stellen Bischöfe in Basel und gehören zu den einflussreichsten Geschlechtern am Oberrhein. Macht, die man in Stein gemeißelt sieht. 

Die Markgrafen übernehmen das Ruder (1315–1678) 

1315 ändert sich alles. Der letzte Röttler stirbt ohne männlichen Erben – die Burg fällt an die Markgrafen von Hachberg-Sausenberg. Rötteln wird Residenz, Verwaltungszentrum, Machtsymbol. 

Das Erdbeben von Basel 1356 trifft die Anlage hart. Doch anstatt sie verfallen zu lassen, bauen die Markgrafen sie prächtiger und wehrhafter wieder auf – als wollten sie dem Schicksal trotzen. 

1503 wechselt die Burg durch Erbschaft erneut den Besitzer: Das Haus Baden übernimmt. Rötteln wird Sitz der Landschreiberei, militärischer Stützpunkt an der Grenze zur Schweiz, ein Ort, an dem Geschichte nicht beschrieben, sondern gemacht wird. 

Das Ende einer Festung (17. Jahrhundert) 

Der Dreißigjährige Krieg macht auch vor der Burg Rötteln nicht halt. Schwedische, kaiserliche und französische Truppen belagern die Festung im Wechsel – sie hält stand. 

Dann kommt der 29. Juni 1678. Im Holländischen Krieg rücken die Truppen Ludwig XIV. unter Marschall Créqui an. Die Festung wird besetzt, gesprengt, niedergebrannt. Seitdem ist die Burgruine Rötteln das, was sie heute ist: ein Fragment aus einer anderen Zeit, das trotzdem nichts von seiner Wucht verloren hat. 

Rettung in letzter Minute 

Im 18. und 19. Jahrhundert droht der Ruine ein stiller Tod als Steinbruch – Quader um Quader wandert ins Tal, in Keller und Hausfundamente. Erst der Röttelnbund e.V., gegründet 1925, stoppt den Verfall. Der Verein saniert die Mauern, richtet ein Museum ein und betreibt die Anlage bis heute mit großem Engagement. 

Heute gehört die Burg dem Land Baden-Württemberg, verwaltet von den Staatlichen Schlössern und Gärten, und gilt als eine der am besten erschlossenen Ruinen Süddeutschlands.  

Die Weiße Frau von Rötteln – ein Geist, der keine Ruhe findet 

Natürlich hat eine Burg wie diese ihre Sage. Und die Weiße Frau von Rötteln ist keine gewöhnliche Spukgeschichte – sie ist die bekannteste Geisterlegende des Markgräflerlands. 

Es heißt, eine Tochter eines Markgrafen habe auf der Burg gelebt: wunderschön, hochmütig, herzlos gegenüber allen Verehrern. Zur Strafe für ihre Lieblosigkeit fand sie nach dem Tod keine Ruhe. Seither wandelt sie in mondhellen Nächten als blasse Gestalt im langen weißen Gewand durch die Oberburg – einen schweren goldenen Schlüsselbund am Gürtel, lautlos und allein. 

Wer ihr begegnet, dem tut sie nichts. Aber ihr Erscheinen gilt als Vorbote großer Veränderungen. 

Eine zweite Version der Sage erzählt von einer unglücklichen Geliebten, die in der Burg eingemauert wurde oder aus Kummer starb. Sie wartet auf Erlösung – durch einen Wanderer, der sie dreimal küsst, ohne zu erschrecken. Bisher ist das noch niemandem gelungen. 

Bei Abendführungen und den beliebten Burgfestspielen Rötteln berichten Besucher immer wieder von einem merkwürdigen Frösteln, wenn sie nachts allein im Schatten des Bergfrieds stehen. Ob das die Abendluft ist oder doch etwas anderes – diese Frage lässt sich beim Besuch der Ruine vortrefflich selbst beantworten. 

Tipp: Bei Dämmerung lohnt sich ein besonders aufmerksamer Blick in die Fensterhöhlen des alten Palas – dort soll sie am häufigsten gesehen werden. 

Was es zu sehen gibt – Highlights der Burgruine Rötteln 

Der Bergfried: Aussicht, die sprachlos macht 

Zwei begehbare Türme hat die Burgruine Lörrach zu bieten. Wer sich die Stufen des großen Bergfrieds hinaufkämpft, wird belohnt: Der Panoramablick reicht über das gesamte Wiesental, erfasst das Rheinknie bei Basel, schweift über den Schwarzwald – und an klaren Tagen bis zu den Schweizer Alpen. Einer der beeindruckendsten Aussichtspunkte Südbadens, ohne Frage. 

Das Burgmuseum 

In der wiederhergestellten Landschreiberei befindet sich ein kleines, feines Museum, das die Geschichte der Anlage und der Region anschaulich aufbereitet. Auch für Kinder geeignet – hier wird Geschichte nicht gelesen, sondern erlebt. 

Burgfestspiele Rötteln 

Jeden Sommer verwandelt sich die Ruine in eine Freilichtbühne. Theater unter freiem Himmel, mit mittelalterlichen Gemäuern als Kulisse – das ist die Art von Kulturerlebnis, die man so schnell nicht vergisst. Die Burgfestspiele Rötteln haben sich längst als feste Größe im regionalen Kulturkalender etabliert. 

BurgLiebe – Einkehr mit Charakter 

Burgruine besichtigt, Hunger mitgebracht – das passt gut zusammen. In der Unterburg wartet die BurgLiebe, die Burgschenke mit Biergarten, auf hungrige Wanderer und entspannte Tagesgäste. 

Die Küche verbindet rustikale Biergartenklassiker mit einer feineren Abendkarte unter dem Motto „BURG. WALD. WILD." – regionaler Wildküche, die dem Ort mehr als gerecht wird. 

Auf der Karte stehen unter anderem Rindergulasch mit Paprika, Nudeln und Mandelbrokkoli (ca. 26,90 €) und Kalbsröllchen aus der Keule, gefüllt mit Schwarzwälder Schinken, Emmentaler und Champignons, dazu Honigmöhrchen und Spätzle (ca. 31,90 €). Dazu kommen Flammkuchen, Schnitzel und Currywurst für alle, die es unkompliziert mögen – sowie hausgemachte Kuchen zum Kaffee und ein beliebter Sonntagsbrunch. Getrunken wird Pils vom Fass oder Hefeweizen der Brauerei Lasser, dazu badische Weine und Spezialitäten. 

Öffnungszeiten BurgLiebe (Sommersaison): Freitag 12–18 Uhr · Samstag 9–18 Uhr · Sonntag 10–18 Uhr · Mo–Do in der Regel geschlossen (Ausnahme: Events und Feiertage) 

Tipp: Für die „BURG. WALD. WILD."-Abende und den Sonntagsbrunch ist eine Reservierung dringend empfohlen. 

Wer lieber selbst grillt: Direkt hinter der Burg gibt es einen gepflegten Grill- und Picknickplatz für Selbstversorger. 

Wandern rund um die Burgruine Rötteln 

→ Westweg Etappe 12: Kandern – Basel 

Für Fernwanderer auf dem Westweg ist die Burgruine Rötteln der letzte große kulturelle Höhepunkt vor dem Ziel. Die zwölfte Etappe von Kandern nach Basel führt durch die wildromantische Wolfsschlucht, durch majestätische Buchenwälder und über malerische Weinberge – direkt zur Burg.

Von dort geht es weiter über den aussichtsreichen Tüllinger Berg mit Panoramablick auf das Dreiländereck und schließlich durch den Tierpark „Lange Erlen" ins Basler Stadtzentrum. 

Eckdaten: ca. 26 km · ca. 7 Stunden · moderat bis fordernd 

Rundweg: Burg Rötteln – Rümminger Moos 

Wer es ruhiger mag, startet die Rundwanderung am Fuße der Burg und taucht bald in das Naturschutzgebiet Rümminger Moos ein – ein feuchter Eichen-Hainbuchenwald, der eine ganz andere Atmosphäre als die Burganlage selbst mitbringt. Stille, Vogelstimmen, dichtes Grün. Nach der Runde bietet sich die Einkehr im Biergarten geradezu an. 

Eckdaten: ca. 8,7 km · ca. 2,5 Stunden · moderat 

Burg Rötteln nach Basel 

Wer direkt an der Burg startet und die Grenze zur Schweiz überqueren möchte, folgt dem Weg stetig südwärts – vorbei am Rhein, bis ins Basler Stadtzentrum. Eine kompakte, lohnende Route zwischen zwei Welten. 

Eckdaten: ca. 13,7 km · ca. 3,5 Stunden · moderat 

Ausrüstungstipp: Auf den Pfaden der Wolfsschlucht und am Tüllinger Berg kann es bei Feuchtigkeit rutschig werden. Festes Schuhwerk ist Pflicht, keine Option.  

Praktische Informationen auf einen Blick 

Öffnungszeiten Burgruine Rötteln: April bis Oktober: täglich 10–18 Uhr November bis März: samstags und sonntags ca. 11–16 Uhr (bei Glättegefahr geschlossen) 

Eintritt: ca. 2,50 € pro Erwachsenem – eine der günstigsten Eintrittspreise für eine Anlage dieser Größe in ganz Süddeutschland. 

Anfahrt & Parken: Es gibt einen Parkplatz direkt bei der Burg. Wer lieber zu Fuß ankommt, startet am Wanderparkplatz „Stern" und erreicht die Ruine nach rund 25 Minuten durch den Rötteler Wald. 

Öffentliche Verkehrsmittel: Lörrach und Basel sind hervorragend ans Schienennetz angebunden – ideal für Einweg-Wanderungen wie die Westweg-Etappe 12. 

Fazit: Einmal hinauf, und man versteht, warum 

Die Burgruine Rötteln ist mehr als ein Ausflugsziel. Sie ist ein Ort, der etwas mit einem macht. Die Mauern erzählen von Macht und Verfall, die Aussicht weitet den Blick, die Sage lässt die Fantasie arbeiten – und der Biergarten sorgt dafür, dass man am Ende trotzdem mit einem Lächeln nach Hause fährt. 

Ob als Ziel einer kurzen Runde durch das Rümminger Moos, als krönender Abschluss des Westwegs oder einfach als Nachmittagsausflug aus Lörrach oder Basel: Die Burg Rötteln gehört auf jede Liste, die das Markgräflerland ernst nimmt. 

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Wolfsschlucht Kandern – wo der Schwarzwald seine wilde Seite zeigt

Südlicher Schwarzwald
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Es gibt Orte, die man nicht vergisst. Die Wolfsschlucht bei Kandern ist so ein Ort. Kein breites Wandertal, kein braver Forstweg – sondern ein urwaldartiges Naturwunder direkt vor den Toren der kleinen Markgräfler Stadt. Wer hier einmal zwischen moosbewachsenen Jurakalk-Felsen hindurchgewandert ist, trägt dieses Bild lange mit sich. 

Geologisches Highlight: Kalkfelsen mit Charakter 

Was die Wolfsschlucht Kandern so besonders macht, ist ihre Geologie. Die verwitterten Kalksteinformationen ragen meterhoch auf und haben durch Jahrtausende der Erosion skurrile, fast surreale Formen angenommen. Wer genau hinschaut, entdeckt das berühmte „Gesicht" – ein Fels, dem die Natur ein Antlitz eingeschrieben hat. Man meint, der Stein beobachte einen. 

Das Mikroklima im Taleinschnitt verstärkt die Atmosphäre: Es ist kühler hier, feuchter, stiller. Fast mystisch. Die mächtigen Buchen filtern das Licht in Streifen, der Boden ist weich unter den Sohlen, und von irgendwo tropft Wasser über Moos und Stein. 

Wandern durch die Wolfsschlucht – Zugang & Rundweg 

Der Einstieg ins Abenteuer beginnt ganz entspannt: Vom Kanderner Marktplatz aus ist man in etwa 15 bis 20 Minuten zu Fuß am Eingang der Schlucht – Richtung Hammerstein, immer dem Schildern nach. Ein 4 km langer Rundweg führt durch das Kernstück des Geländes und eignet sich ideal für einen ausgedehnten Nachmittagsspaziergang. 

Die Pfade sind naturbelassen, schmal und verschlungen. Bei Nässe können sie rutschig werden – festes Schuhwerk ist kein Luxus, sondern Pflicht. Alpine Erfahrung braucht man nicht, aber Trittsicherheit ist hilfreich. Der Weg belohnt mit kleinen Nischen, verborgenen Felsüberhängen und immer wieder überraschenden Ausblicken auf die bizarren Gesteinsformationen. 

→ Auf dem Westweg: Etappe 12 von Kandern nach Basel 

Die Wolfsschlucht ist kein Geheimtipp unter Insidern – sie ist fester Bestandteil der 12. Etappe des Westwegs, dem berühmtesten Fernwanderweg Deutschlands. Wer die gesamte Etappe von Kandern nach Basel läuft, wandert direkt durch das Herzstück dieser wilden Schlucht. Das verleiht der Tour eine besondere Note: Man bewegt sich auf einem Weg, der Geschichte hat. 

Kombiroute mit Burg Rötteln – das perfekte Duo 

Wer mehr Kilometer und mehr Geschichte will, kombiniert die Wanderung Wolfsschlucht mit einem Abstecher zur Burgruine Rötteln – und hat damit einen der schönsten Halbtagestouren im südlichen Schwarzwald gefunden. 

Die Route führt von Kandern durch das stille Kandertal, vorbei an Hammerstein und Wollbach durch idyllische Buchenwälder und offene Wiesenlandschaften. Über die Wittlinger Höhe öffnet sich der Blick weit über die Rheinebene – bei klarem Wetter bis in die Schweizer Berge. 

Eckdaten der Kombiroute: 

  • Distanz: ca. 14 bis 16 km (bis zur Burg Rötteln) 

  • Gehzeit: ca. 4 bis 5 Stunden, je nach Pausen 

  • Höhenmeter: rund 400 bis 450 m im Aufstieg 

  • Schwierigkeit: moderat 

Kurz vor Lörrach taucht dann die Ruine Rötteln auf – imposant, weitläufig, von der Geschichte gezeichnet. Man kann die Festungsanlage direkt erkunden oder im Biergarten einkehren und den Tag bei einem kühlen Getränk ausklingen lassen. 

Rückweg & praktische Tipps 

Wer nicht die gesamte Westweg-Etappe bis Basel (rund 26 km) abschließen möchte, steigt einfach von der Burg Rötteln nach Lörrach ab und nimmt dort die S-Bahn zurück nach Haltingen oder Kandern. Unkompliziert, gut getaktet, familientauglich. 

Für Familien gilt: Die Felsformationen der Wolfsschlucht sind ein natürlicher Abenteuerspielplatz. Kinder (und alle, die innerlich jung geblieben sind) klettern vorsichtig über Steine, entdecken kleine Nischen und lugen in Felshöhlen – echtes Naturerlebnis ohne App und Bildschirm.  

Fazit: Die Wolfsschlucht Kandern lohnt sich immer 

Ob als kurzer Rundwanderer Wolfsschlucht, als Teil des legendären Westwegs oder als Auftakt zur Burgruine Rötteln – dieses urwaldartige Naturjuwel im Markgräflerland hinterlässt Eindruck. Nicht laut, nicht spektakulär im touristischen Sinne, aber auf eine stille, kraftvolle Art unvergesslich. Man kommt als Spaziergänger und geht als jemand, der etwas gesehen hat, das die meisten Menschen verpassen. 

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Bahnhof Weizen und die Sauschwänzlebahn – wo der Schwarzwald dampft

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Es gibt Orte, die man nicht googlet. Man findet sie, weil man irgendwo eine alte Landkarte aufschlägt, weil ein Großvater davon erzählt hat, oder weil man an einem Sonntagnachmittag einfach der Nase folgt. Bahnhof Weizen ist so ein Ort. Klein, unscheinbar, irgendwo im südlichen Schwarzwald bei Stühlingen – und doch der Startpunkt für eines der unvergesslichsten Eisenbahnerlebnisse in ganz Deutschland. 

Hier beginnt und endet die Sauschwänzlebahn, offiziell Wutachtalbahn, inoffiziell Legende. 

Warum heißt sie eigentlich Sauschwänzlebahn? 

Wer zum ersten Mal auf eine Karte der Strecke schaut, versteht sofort, woher der Name kommt. Die Bahnlinie ringelt sich durch das Wutachtal wie ein Schweinsschwanz – mit Kehrtunneln, Schleifen und Brücken, die man so anderswo kaum findet. Auf nur 26 Kilometern überwindet die historische Eisenbahn sage und schreibe 231 Höhenmeter. Ohne Zahnrad. Rein durch ingenieurtechnische Raffinesse. 

Das ist kein Zug. Das ist ein Kunststück. 

Die Wutachtalbahn gilt heute als technisches Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung – und wer einmal mitgefahren ist, versteht warum. Dampf quillt aus dem Schornstein, der Wald rückt nah ans Fenster, und irgendwo im Tunnel wird es plötzlich dunkel, bevor die Welt wieder hell und grün aufflackert. 

Bahnhof Weizen: Das südliche Ende der Welt 

Der Bahnhof Weizen in 79780 Stühlingen ist die südliche Endstation der Sauschwänzlebahn. Hier kehren die Nostalgie-Züge um, hier steigt man aus, reckt den Rücken, atmet tief durch – und spürt, dass man gerade etwas Besonderes erlebt hat. 

Der Bahnhof liegt direkt an der B314, ist gut mit dem Auto erreichbar und verfügt über einen rollstuhlgerechten Parkplatz. Wer mit dem eigenen Rad anreist, kann es für 12 Euro (Hin- und Rückfahrt) im Zug mitnehmen lassen – was die Sauschwänzlebahn auch für Fahrradausflüge im Schwarzwald attraktiv macht. 

Kulinarisch ist man ebenfalls versorgt: Das nahegelegene Gasthaus Kreuz sorgt dafür, dass kein Magen knurrt. Am anderen Ende der Strecke, in Blumberg-Zollhaus, steht sogar ein Speisewagen bereit. 

Familientheater, Wanderpfade und Eisenbahn-Romantik 

Was den Bahnhof Weizen von einem gewöhnlichen Haltepunkt unterscheidet, ist das Leben, das hier zwischen den Abfahrten pulsiert. Saisonal finden direkt am Bahnhofsgelände Familientheater-Aufführungen statt – ein echtes Highlight für Kinder, die nicht nur Zug fahren, sondern auch staunen wollen. 

Wer lieber die Beine bewegt, startet hier eine Wanderung in die Wutachflühen, eine der wildesten und eindrucksvollsten Schluchtlandschaften des Schwarzwalds. Oder man folgt dem Eisenbahn-Lehrpfad nach Blumberg – eine entspannte Route, die Naturgenuss und Eisenbahngeschichte auf charmante Weise verknüpft. 

Die Sauschwänzlebahn als Ausflugsziel für Familien trifft hier ins Schwarze: Fahrt, Wandern, Museum, Theater – das reicht locker für einen ganzen Tag. 

Sauschwänzlebahn Fahrplan 2026: Wann dampft, wann rattert's? 

Die Sauschwänzlebahn fährt saisonal – und wer mitdampfen will, sollte den Fahrplan 2026 vorab genau studieren. Denn nicht an jedem Fahrtag schnauft die Dampflok. Manchmal übernimmt eine historische Diesellok, und der ist etwas günstiger im Tarif. 

In der Hauptsaison Sommer 2026 gilt folgendes Muster: Donnerstag, Samstag und Sonntag gehören der Dampflok – meist zwei Fahrten pro Tag, vormittags und nachmittags. In den Ferienzeiten (Pfingsten, Sommer) kommen vereinzelt Mittwoche dazu. Freitags fährt häufig die Dieselvariante. Montag und Dienstag ruht der Betrieb planmäßig. 

Am Bahnhof Weizen kommen die Züge aus Blumberg-Zollhaus üblicherweise gegen 11:07 Uhr und 15:07 Uhr an – die Rückfahrt startet jeweils ca. 28 Minuten später, also um 11:35 Uhr und 15:35 Uhr. 

Wichtig: Bei extremer Trockenheit und Waldbrandgefahr kann die Dampflok kurzfristig gegen eine Diesellok getauscht werden. Das ist kein Bürokratismus, das ist Vernunft im Schwarzwald-Sommer. 

Den interaktiven Fahrplan mit tagesgenauen Angaben – inklusive Symbol, ob Dampf oder Diesel – gibt es auf der offiziellen Website

Tickets & Preise 2026: Was kostet der Dampf-Spaß? 

Eine Fahrt auf der Sauschwänzlebahn ist kein Schnäppchen – aber ein echtes Erlebnis, das seinen Preis wert ist. Die Tickets beinhalten den Eintritt in das Eisenbahnmuseum Blumberg-Zollhaus, was den Ausflug nochmal runder macht. 

Für die Dampfzugfahrt Hin- und Rückfahrt zahlen Erwachsene 35 Euro, Kinder zwischen 4 und 15 Jahren 19,50 Euro. Die einfache Fahrt kostet 30 Euro (Erwachsene) bzw. 16,50 Euro (Kinder). Wer als Familie reist: Eine Familienkarte (2 Erwachsene + Kinder) kostet 85 Euro hin und zurück, 73 Euro einfach. Hunde dürfen für 6 Euro mit – egal ob hin, zurück oder beides. 

Für Spontanentscheider, die nur eine Teilstrecke von Haltepunkt zu Haltepunkt fahren möchten, fällt ein Dampfzug-Zuschlag von 6 Euro an. Kleinkinder unter 4 Jahren reisen kostenlos, haben aber keinen Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz. Gruppen ab 15 Personen profitieren von ermäßigten Gruppenpreisen – Erwachsene zahlen dann rund 35 Euro für Hin- und Rückfahrt. 

Hinweis: Das Deutschland-Ticket gilt auf der Sauschwänzlebahn nicht. Tickets gibt es ausschließlich über das offizielle Buchungsportal – und eine Reservierung wird dringend empfohlen, besonders für Dampfzug-Termine. Die sind oft Wochen im Voraus ausgebucht. 

Das Eisenbahnmuseum in Blumberg: Geschichte zum Anfassen 

Am anderen Ende der Strecke, im Bahnhof Blumberg-Zollhaus, wartet das kostenlose Eisenbahnmuseum. Wer hier ein wenig stöbert, taucht ein in die Geschichte einer Bahn, die ursprünglich als strategische Militärverbindung geplant war – für den Bau wurden einst 21,3 Millionen Reichsmark aufgewendet. Heute ist sie ein Denkmal, das lebt und atmet und dampft. 

Die Ausstellung zeigt historische Fahrzeuge, Dokumente und Exponate, die die außergewöhnliche Entstehungsgeschichte der Wutachtalbahn greifbar machen. Perfekt als Abschluss vor der Rückfahrt nach Weizen. 

Tipps für den perfekten Tag an der Sauschwänzlebahn 

Man bucht früh – besonders Dampfzug-Samstage im Sommer sind schnell vergriffen. Man prüft vorab den interaktiven Fahrplan, um sicher zu gehen, ob die Dampflok oder die Dieselvariante fährt. Man plant Zeit für das Eisenbahnmuseum in Blumberg ein. Und man startet am besten von Bahnhof Weizen aus – mit einem kurzen Abstecher in die Wutachflühen oder einfach einem Kaffee im Gasthaus Kreuz, bevor der Zug pfeift. 

Denn hier, wo der Schwarzwald am wildesten und die Schluchten am tiefsten sind, rattert eine Bahn, die das 21. Jahrhundert höflich ignoriert. Und wer einmal in diesem Dampf gesessen hat, weiß: Das ist kein Ausflug. Das ist eine Reise zurück in eine Zeit, als Reisen noch nach Abenteuer roch. 

Alle Preise und Fahrzeiten beziehen sich auf die Saison 2026 und können sich kurzfristig ändern. Aktuelle Informationen und Buchungen ausschließlich über die offizielle Website der Wutachtalbahn/Sauschwänzlebahn. 

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Wutachflühen: Das wilde Herz der Wutachschlucht

Südlicher Schwarzwald
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Man hört sie, bevor man sie sieht. Ein Rauschen, das aus dem Fels zu kommen scheint. Dann biegt der Pfad um eine Ecke – und plötzlich stehen sie da: senkrechte Muschelkalkwände, die wie versteinerte Riesen aus dem Wald ragen, bis zu hundert Meter hoch, bemoost, rissig, zeitlos. Willkommen in den Wutachflühen, dem wildesten Abschnitt der berühmten Wutachschlucht

Was bedeutet „Flühen" eigentlich? 

Der Name kommt nicht von ungefähr. Flühen ist ein alemannischer Begriff für steile Felswände oder schroffe Felsabstürze – und er beschreibt diesen Ort besser als jedes Tourismusprospekt es könnte. Die Wutachflühen liegen im unteren Teil der Wutachschlucht, zwischen Stühlingen und Blumberg, und bilden dort eine eigene, rauere Welt. Schroffer als die obere Schlucht, einsamer, ursprünglicher. 

Kalkfelsen, die den Horizont zerreißen 

Das Rückgrat der Flühen sind die gewaltigen Muschelkalkwände. Auf mehreren Kilometern Länge ragen sie senkrecht empor, hell leuchtend im Sonnenlicht, dunkel und feucht im Schatten. Sie sind nicht nur ein optisches Spektakel – sie sind der Grund, warum hier ein einzigartiger Schluchtwald entstehen konnte. 

Weil die Hänge zu steil und für die Forstwirtschaft schlicht unzugänglich sind, hat die Natur hier ihren eigenen Weg gefunden. Mächtige Baumruinen liegen quer über dem Gelände. Riesige Farne wachsen aus Felsspalten. Moospolster bedecken jeden Stein. Man spürt förmlich, dass hier seit Jahrhunderten keine menschliche Hand eingegriffen hat. 

Markanter Wegpunkt: Der Mannheimer Felsen 

Wer die Flühen läuft, begegnet irgendwann dem Mannheimer Felsen – einer imposanten Felsnadel, die wie ein einsamer Wächter mitten über dem Pfad thront. Er ist einer jener Momente, wo man kurz anhält, den Kopf in den Nacken legt und einfach nur staunt. 

Sturzdobel: Wo das Wasser die Felskante hinunterjagt 

Wenige Schritte weiter wartet der Sturzdobel, eine tief eingeschnittene Rinne, durch die das Wasser spektakulär über die Kalksteinkante in die Wutach stürzt. Das Geräusch ist unverwechselbar – ein Grollen, das den Boden vibrieren lässt. Wer zur richtigen Jahreszeit kommt, erlebt den Sturzdobel als tosende Wasserschau. 

Der Wanderweg: Nichts für schwache Nerven 

Der Pfad durch die Flühen ist Teil des Schluchtensteigs, einem der schönsten Fernwanderwege Deutschlands – und auf diesem Abschnitt auch einer der anspruchsvollsten. Schmal, oft wurzelig, windet er sich direkt am Abgrund entlang oder zwängt sich unter überhängenden Felsen hindurch. Man braucht Trittsicherheit und Schwindelfreiheit

Bei Nässe wird's heikel: Die Kalksteine werden rutschig wie Eis. Wanderschuhe mit gutem Profil sind keine Empfehlung, sondern Pflicht. 

Der beste Einstieg gelingt am Wanderparkplatz Wutachflühen bei Fützen oder ab dem Bahnhof Weizen. Von dort aus ist man schnell mitten drin. 

Mehr Informationen zur Schluchtensteig Etappe 1

Frühjahrsmagie: Der Märzenbecher-Teppich 

Zwischen März und April passiert in den Wutachflühen etwas Außergewöhnliches. Der Waldboden verwandelt sich in ein schier endloses, weißes Blütenmeer – Tausende von Märzenbechern, so weit das Auge reicht. 

Die schattigen, feuchten Hänge und der kalkhaltige Boden bieten diesen seltenen Wildblumen den perfekten Lebensraum. Besonders dicht stehen sie im Bereich des Sturzdobels und unterhalb der Muschelkalkwände – wer auf dem Weg vom Parkplatz Fützen Richtung Stühlingen unterwegs ist, kommt direkt an den schönsten Teppichen vorbei. 

Die Märzenbecher sind streng geschützt. Pflücken oder Ausgraben ist verboten. Und der Hinweis gilt es ernst zu nehmen: Bitte unbedingt auf den Pfaden bleiben. Die empfindlichen Zwiebeln der Pflanzen reagieren auf Bodenverdichtung – ein paar Schritte abseits des Weges können einem ganzen Bestand schaden. 

Die Blütezeit hängt vom Wetter ab. Nach einem milden Winter geht es oft schon Anfang März los, bei spätem Frost kann sich die Blüte bis Mitte April ziehen. 

Botanische Raritäten abseits der Blüte 

Auch außerhalb der Märzenbecherzeit hat die Flora der Flühen einiges zu bieten. Das feuchte Mikroklima der Schlucht schafft Bedingungen, unter denen seltene Farne und Moosarten gedeihen, die man andernorts kaum noch findet. Wer langsam geht und genau hinschaut, entdeckt eine stille Vielfalt, die man so nicht erwartet hätte. 

Blick nach oben: Die Sauschwänzlebahn 

Manchmal hört man sie schon von weitem – ein fernes Pfeifen, das von oben durch die Schlucht hallt. Wer den Blick nach oben richtet, sieht die gewaltigen Steinviadukte der Sauschwänzlebahn, jener legendären Schmalspurbahn, deren Gleise am oberen Rand der Flühen entlangführen. Sie überspannen die Seitentäler in schwindelerregender Höhe – ein Kontrast, der kaum größer sein könnte: unten der uralte Wald, oben die Ingenieurskunst des 19. Jahrhunderts. 

Das Wichtigste auf einen Blick 

Wer in die Wutachflühen wandert, sollte trittsicher sein, gutes Schuhwerk mitbringen und – gerade im Frühjahr – früh starten, bevor der Parkplatz voll ist. Der Abschnitt ist kein Spaziergang, aber er belohnt mit einer Landschaft, die man so schnell nicht vergisst: Kalkfelsen, Urwaldatmosphäre, Wasserfälle und ein Blütenmeer, das einem den Atem verschlägt. 

Die Wutachschlucht Wanderung durch die Flühen ist eine der eindrücklichsten Touren im Schwarzwald – roh, still und auf eine ganz eigene Art atemberaubend. 

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Otilienhöhe bei Epfenhofen – wo Dampf, Stille und Weite aufeinandertreffen

Südlicher Schwarzwald
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Wer auf knapp 785 Metern Höhe steht und den Blick schweifen lässt, begreift sofort, warum die Otilienhöhe bei Epfenhofen zu den außergewöhnlichsten Aussichtspunkten im Schwarzwald zählt. Hier, hoch über dem Wutachtal, verschmilzt die Stille der Natur mit dem Donnern einer längst vergangenen Eisenbahnepoche – und das auf eine Art, die man so schnell nicht vergisst. 

Panoramablick der Extraklasse 

Man muss nicht lange suchen, um zu verstehen, worum es geht. Der erste Blick von der Ottilienhöhe trifft einen fast wie ein Schlag: Tief unter einem schwingt sich das Biesenbach-Viadukt durch das Tal, daneben das Wutach-Viadukt – zwei steinerne Meisterwerke, die die Landschaft dramatisch rahmen. An klaren Tagen reicht das Panorama bis zur Schweizer Alpenkette, ein Horizont, der jeden Atemzug ein bisschen tiefer macht. 

Dampf, Tunnel und ein magischer Moment 

Die Sauschwänzlebahn schreibt hier ihre schönsten Kapitel. Wer den richtigen Moment erwischt, erlebt, wie der Dampfzug aus dem Tunnel bricht und schnaufend über die Viadukte zieht – Rauch, Stahl, Technik und Natur in einem einzigen, unwirklichen Bild. Kein Wunder, dass die Otilienhöhe ein absoluter Hotspot für Eisenbahnfotografen und Schwarzwald-Enthusiasten ist. Der Sauschwänzle-Weg, ein Themenweg direkt am Aussichtspunkt, erklärt die ingenieurtechnische Meisterleistung hinter dem berühmten Kreiskehrviadukt – Bahngeschichte zum Anfassen. 

Ottilienkapelle – Stille mitten im Spektakel 

Abseits des Panoramas wartet ein kleines Juwel: die Ottilienkapelle, ein schlichtes, idyllisches Gotteshaus, das dem Ort eine fast mystische Ruhe verleiht. Man tritt ein, lässt den Blick nach draußen schweifen und fragt sich, ob dieser Platz nicht schon immer eine besondere Anziehungskraft hatte – lange bevor die ersten Dampfloks die Täler durchquerten. 

Rasten, genießen, ankommen 

Bänke und Panoramaliegen laden dazu ein, die Aussicht auf Epfenhofen, die Kehren der Bahnstrecke und das weite Tal in aller Ruhe aufzusaugen. Man lehnt sich zurück, hört den Wind – und wartet vielleicht auf den nächsten Zug. 

Wandern zur Otilienhöhe – Wege & Anfahrt 

Die Otilienhöhe liegt auf dem Schluchtensteig, konkret auf Etappe 1 zwischen Bielwasenhütte und Buchberg. Nach dem kräftezehrenden Aufstieg aus den Flühen ist sie der erste Moment, an dem sich der Horizont wieder weit öffnet – eine natürliche Belohnung. Von Epfenhofen aus erreicht man den Aussichtspunkt in rund 20 bis 30 Minuten über einen steilen Wanderweg; wer möchte, nutzt den nahegelegenen Wanderparkplatz

Insider-Tipp: Den Fahrplan der Sauschwänzlebahn vorher checken und gezielt zur Durchfahrt des Dampfzugs auf der Höhe sein – das ist kein Foto, das man zweimal verpasst.

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Der Sackpfeiferdobel – wo der Wald zu flüstern beginnt

Südlicher Schwarzwald
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Es gibt Orte, die man nicht einfach besucht – man taucht in sie ein. Der Sackpfeiferdobel ist so ein Ort. Eine tief eingeschnittene, wildromantische Schlucht in den Wutachflühen, direkt benachbart zum Sturzdobel, empfängt einen mit kühler Luft, feuchtem Moos und dem leisen Rauschen von Wasser über altem Stein. 

Was ist eigentlich ein Dobel? 

Im süddeutschen Sprachraum – vor allem im Schwarzwald und in Schwaben – nennt man ein tief eingeschnittenes, enges Waldtal einen Dobel. Steile, bewaldete Hänge, ein schmaler Talgrund, ein Bach, der sich über Jahrtausende ins Gestein gefressen hat: Das ist das Wesen dieser Orte. In einem Dobel herrscht ein eigenes Klima – schattig, feucht, kühl. Farne wachsen hier, wo anderswo längst die Sonne regiert. Moose überziehen die Felsen wie grüner Samt. 

Bekannte Beispiele finden sich gleich in der Nachbarschaft: das Monbachtal bei Bad Liebenzell, das Gaistal rund um Bad Herrenalb – und natürlich Sackpfeifer- und Sturzdobel als wilde Doppelnatur in den Wutachflühen. 

Muschelkalk und Jahrmillionen Geduld 

Geologisch gesehen ist der Sackpfeiferdobel ein Zeugnis stiller Beharrlichkeit: Das Wasser hat sich hier durch den oberen Muschelkalk gearbeitet – hart, grau, unnachgiebig. Und doch liegt die Schlucht heute offen vor einem, als hätte die Erde tief Luft geholt. Der Fels erzählt, wer länger atmet. 

Der Schluchtensteig führt mittendurch 

Wer die Wutachflühen erwandern will, kommt am Sackpfeiferdobel nicht vorbei – im wörtlichsten Sinne. Die erste Etappe des Schluchtensteigs führt auf schmalen, teils ausgesetzten Pfaden genau durch diesen Abschnitt. Es ist einer der schattigsten, urwaldartigsten Momente der gesamten Wanderung. Der Weg zwischen dem Wanderparkplatz Fützen und dem Bahnhof Weizen passiert den Dobel zwischen dem Mannheimer Felsen und dem Sturzdobel – eine Passage, die man so schnell nicht vergisst. 

Trittsicherheit ist Pflicht. Bei feuchtem Wetter werden die kalkhaltigen Steine und freiliegenden Wurzeln zur rutschigen Herausforderung. 

Märzenbecher, Farne und ein Hauch Urwald 

Im Frühjahr, wenn der März sich in den April schiebt, explodiert der Dobel in zartem Weiß: Märzenbecher bedecken den Boden in dichten Beständen – ein Schauspiel, das nur wenige Wochen währt. Die hohe Luftfeuchtigkeit im Dobel sorgt dafür, dass seltene Farne und Moose an den Felswänden gedeihen, die andernorts längst verschwunden wären. 

Warum heißt er eigentlich Sackpfeiferdobel? 

„Sackpfeifer" ist ein alter Begriff für Dudelsackspieler. Ob eine lokale Legende diesen Namen geprägt hat oder ob es der Wind war, der durch die engen Felsspalten pfeift wie ein altes Instrument – man weiß es nicht genau. Aber wer still genug steht und lauscht, kann es vielleicht selbst hören. 

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Bildstein am Schluchsee – wo der Schwarzwald den Himmel berührt

Südlicher Schwarzwald
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Wer einmal auf dem Bildstein am Schluchsee gestanden hat, weiß: Es gibt Orte, die man nicht einfach besucht – man erlebt sie. Auf 1.134 Metern Höhe öffnet sich das felsige Gipfelplateau wie eine Bühne. Der Blick fällt weit über das glitzernde Blau des Schluchsees, des größten Schwarzwaldsees, schweift hinüber zum Feldberg und verliert sich an klaren Tagen irgendwo in den Schweizer Alpen. Grandios, still, unvergesslich. 

Vier Wege hinauf – jeder ein Erlebnis für sich 

Der Bildstein Schwarzwald ist kein Geheimtipp mehr – und das zu Recht. Gleich mehrere zertifizierte Wanderwege zum Bildstein führen auf diesen Aussichtsberg. 

Wer das große Abenteuer sucht, wandert auf dem Schluchtensteig (Etappe 4) von Fischbach nach St. Blasien – der Bildstein liegt mittendrin wie ein natürlicher Höhepunkt. Der Genießerpfad „Schluchseer Jägersteig" schlängelt sich als rund 12 km langer Premiumweg durch geheimnisvolle Bannwälder hinauf zum Gipfel – Wandern am Schluchsee auf höchstem Niveau. 

Wer es kompakt mag, startet ab Bahnhof Aha: In rund 45 Minuten und 2,5 km ist der Gipfel erreicht. Lohnend auch die Zwei-Seen-Runde, die den Schluchsee über den Bildstein mit dem idyllischen Windgfällweiher verbindet – zwei Seen, ein Berg, ein perfekter Tag. 

Praktisch & gut vorbereitet auf den Gipfel 

Die Wanderung zum Bildstein fordert festes Schuhwerk – die Pfade sind felsig, verwurzelt und herrlich naturbelassen. Bequeme Turnschuhe bleiben besser zu Hause. 

Wer ohne Auto anreist, liegt richtig: Die Dreiseenbahn hält in Aha und Schluchsee und macht den Ausflug zum Bildstein zum entspannten Erlebnis ohne Parkplatzstress. Familien mit Kinderwagen oder Rollstuhlnutzer sollten beachten, dass der Aussichtspunkt Bildstein aufgrund seines felsigen Charakters nicht barrierefrei zugänglich ist. 

Fazit: Der schönste Aussichtspunkt über dem Schluchsee 

Der Bildstein am Schluchsee ist mehr als ein Wanderziel – er ist eine Aussicht, die sich ins Gedächtnis brennt. Ob auf dem Schluchtensteig, dem Jägersteig oder der schnellen Tour ab Aha: Wer hier oben ankommt, versteht sofort, warum der Schwarzwald Menschen aus aller Welt anzieht.