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Schluchsee der größte Schwarzwaldsee

Südlicher Schwarzwald
, Schwarzwald , Deutschland
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Ursprünglich war der Schluchsee ein Gletschersee des Feldberggletschers. Der Schluchsee ist der größte See des Schwarzwaldes. Sein Wasserspiegel lag etwa 30 Meter unter dem heutigen Seespiegel. Er entstand erst durch den Aufstau der Schwarza. Heute erstreckt sich der See über eine Länge von 7,3 Kilometern in Nordwest-Südost-Richtung und hat eine Breite von 1,4 Kilometern. Seine tiefste Stelle liegt 61 Meter unter der Wasseroberfläche. Außer natürlichen Zuflüssen wie der Schwarza oder dem Ahabach und Oberläufen wie der Wutach, dem Seegraben und der Haslach wird auch Wasser aus dem Rhein bei Waldshut über Pumpwerke in den See geleitet. Der Schluchsee ist einer der höchstgelegenen Stauseen Deutschlands. Er liegt 930 Meter über dem Meeresspiegel.

Umgeben ist der Schluchsee von bekannten Ortschaften: Der Hauptort der Gemeinde Schluchsee liegt etwas unterhalb des Zentrums am Seeufer, die Ortsteile Aha im oberen Nordwesten und Seebrugg an der Staumauer. Vom Bahnhof Titisee bis zur Endstation Seebrugg verläuft als Verlängerung der Höllentalbahn die Dreiseenbahn entlang des Nordufers.

Wandern am Schluchsee 
Rund um den Schluchsee gibt es zahlreiche Wanderwege. Der gesamte See kann umrundet werden. Der Rundweg ist rund 18 Kilometer lang, weitgehend eben und auch für Kinderwagen geeignet. Von Mai bis Oktober kombinierbar mit Fahrten auf dem Ausflugsschiff MS Schluchsee. 

Der Schluchtensteig führt am Schluchsee vorbei und bietet atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Landschaft. Der klare See glitzert in der Sonne und lädt zum Verweilen ein. Entlang des Weges können Wanderer die Schönheit der Natur genießen und sich von dem stressigen Alltag erholen.

Entdecke die schönsten Wanderungen und Rundwanderwege rund um den Schluchsee. Plane deine eigene Wanderung mit Sunhikes.

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Der Titisee am Fuße des Feldberg

Südlicher Schwarzwald
, Schwarzwald , Deutschland
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Der Titisee ist ein See im südlichen Schwarzwald nahe dem Feldberg. Der See hat eine Fläche von 1,07 Quadratkilometern und eine Tiefe von durchschnittlich 20 Metern. Der See entstand einst durch den Feldberggletscher. Heute bestehen seine Ufer aus Moränen aus dem Pleistozän. Der Titisee ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen und Einheimische. Die malerische Landschaft rund um den See lädt zum Wandern oder einfach nur zum Entspannen ein. Auch Wassersportler kommen hier auf ihre Kosten, sei es beim Schwimmen im klaren Wasser des Titisees oder beim Tretbootfahren entlang des Ufers.

Sein Zufluss kommt vom Seebach aus dem Feldsee, der am Osthang des Feldbergmassivs entspringt und durch das Bärental fließt. Der Abfluss erfolgt auf einer Höhe von 840 m über die Gutach, die nach ihrer Einmündung in die Haslach unterhalb von Kappel den Namen Wutach annimmt. Letztendlich gelangt das Wasser des Titisees über die Wutach zwischen Tiengen und Waldshut in den Hochrhein.

Im Norden liegt der Kurort gleichen Namens, der zur Stadt Titisee-Neustadt gehört, während das südwestliche Ufer zur Gemeinde Hinterzarten gehört. Die Qualität des Wassers im Titisee wird während der Badesaison an den beiden Badestellen Strandbad und Sandbank regelmäßig mittels Wasserproben kontrolliert."

Auch die Umgebung bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Erholung und Freizeitgestaltung. Von gemütlichen Spaziergängen bis hin zu anspruchsvollen Wanderungen in den nahen Bergen ist für jeden Geschmack etwas dabei. 

Wandern am Titisee
Wandern ist die schönste Art der Erkundung der Region rund um den Titisee. Die klare Luft, die malerischen Ausblicke und die Ruhe der Natur machen das Wandern am Titisee zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die gut ausgeschilderten Wanderwege führen durch dichte Wälder, vorbei an idyllischen Bergseen und bieten immer wieder spektakuläre Panoramablicke auf die umliegenden Berge. 

Der Titisee-Rundweg, der einmal um den See führt, ist einer der bekanntesten Wanderwege. Verlaufen kann man sich auf dieser Route nicht, der See und eine Abkühlung im Sommer an der Wassertretstelle im Bruggerwald sind nicht weit. Etwas anspruchsvoller und mit vielen Höhenmetern verbunden ist die Rundwanderung von Titisee auf den Hochfirst. Der Hochfirst belohnt für die Anstrengung mit einem atemberaubenden Blick auf den Titisee. An klaren Tagen kann man sogar bis zu den Alpen sehen.

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Die Wanderwege und Rundwanderungen haben unterschiedliche Längen und Schwierigkeitsgrade, so dass sowohl Anfänger als auch erfahrene Wanderer fündig werden. Rundwanderwege, Hüttenwanderungen, kinderfreundliche Routen oder Wanderungen mit Hund stehen zur Auswahl.

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Was gibt's an der Wehratalsperre? Stausee, Kraft & Stille am Ende der Schlucht

Südlicher Schwarzwald
, Schwarzwald , Deutschland
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Wer durch die Wehratalschlucht gewandert ist, kennt das Gefühl: enger Fels, tosende Wildheit, das Rauschen des Wassers als ständiger Begleiter. Und dann – fast abrupt – öffnet sich das Tal. Der Blick weitet sich. Vor einem liegt die Wehratalsperre, ruhig und gewaltig zugleich, auch bekannt als Stausee Wehr. Ein Ort, der Natur und Ingenieurskunst auf beeindruckende Weise vereint. 

Die Staumauer – 40 Meter Beton, unendlich viel Perspektive 

Der Wanderweg führt direkt über die Krone der 40 Meter hohen Staumauer – und dieser Moment hat etwas Theatralisches. Auf der einen Seite das weite, spiegelnde Wasser des Stausees. Auf der anderen ein Tiefblick zurück in die wilde Wehratalschlucht, aus der man gerade herausgetreten ist. Der Kontrast könnte kaum größer sein. 

Auf der Mauerkrone warten Informationstafeln, die erklären, was sich unsichtbar im Berg verbirgt: das Kavernenkraftwerk Wehr, eines der leistungsstärksten Pumpspeicherwerke Deutschlands

Unter Tage: Das Kavernenkraftwerk Wehr 

Was außen unscheinbar wirkt, ist innen ein technologisches Meisterwerk. Die gesamte Maschinenhalle des Kraftwerks wurde in den Fels gesprengt – 219 Meter lang, 19 Meter breit, 35 Meter hoch. Vier Francisturbinen erzeugen eine Spitzenleistung von rund 910 Megawatt und stabilisieren damit maßgeblich das deutsche Stromnetz. 

Das Prinzip dahinter ist so simpel wie faszinierend: Bei Stromüberschuss pumpt das Werk Wasser aus dem Wehrabecken durch einen 1,3 Kilometer langen Druckstollen hinauf ins Hornbergbecken – satte 625 Höhenmeter. Wird der Strom gebraucht, stürzt das Wasser zurück und treibt die Generatoren an. Ein gigantischer Akku aus Wasser, verborgen im Schwarzwälder Granit. 

Betrieben wird das Ganze von der Schluchseewerk AG, die nach Voranmeldung auch Gruppenführungen durch den Zufahrtsstollen in die unterirdische Kaverne anbietet – ein absolutes Highlight für alle, die Technik nicht nur lesen, sondern erleben wollen. 

Der Rundweg – wo Jogger, Spaziergänger und Wasservögel friedlich koexistieren 

Wer den Stausee Wehr lieber im gemächlichen Tempo kennenlernen möchte, findet rund um den See einen flachen, rund 6 Kilometer langen Rundweg. Er ist bei Joggern ebenso beliebt wie bei Familien am Wochenendausflug. Nach der engen Schlucht wirkt das weite, glatte Wasser fast meditativ – und nicht selten tauchen Wasservögel auf, die das Ufer in aller Ruhe absuchen. 

Wichtig: Baden und Wassersport sind im gesamten Stauseebereich streng verboten. Der Kraftwerksbetrieb erzeugt starke, unsichtbare Strömungen – das Verbot ist absoluter Ernst. 

Etappe 6 des Schluchtensteigs – fast am Ziel 

Die Wehratalsperre markiert auf dem Schluchtensteig den Übergang von der Wildnis in die Zivilisation. Von der Staumauer sind es noch rund 3 Kilometer – etwa 45 Minuten – bis zum offiziellen Zielstein mitten in der Stadt Wehr. Der letzte Abschnitt: flach, entspannt, mit dem guten Gefühl im Gepäck, die Schlucht bezwungen zu haben. 

Mehr Informationen zur Schluchtensteig Etappe 6

Das Hornbergbecken – der Balkon des Hotzenwaldes 

Wer Zeit und Kondition hat, sollte den steilen Abstecher auf den Öflesberg (Dachsberg) nicht scheuen. Dort oben, auf 1.050 Metern über dem Meeresspiegel, liegt das Hornbergbecken – das Oberbecken des Pumpspeicherwerks und eines der am höchsten gelegenen Kunstgewässer Deutschlands. 

Die Dammkrone lässt sich auf einem rund 1,7 Kilometer langen Rundweg vollständig umrunden. Was man dabei sieht: auf der einen Seite das tiefblaue Wasser, auf der anderen den steilen Abfall ins Tal – und rundum einen 360-Grad-Panoramablick, der den Feldberg im Norden, das Wehratal in der Tiefe und bei klarer Sicht die gesamte Schweizer Alpenkette im Süden zeigt. 

Wer das Alpenglühen erleben will, sollte den Abend hier oben einplanen. Wenn die Sonne versinkt, spiegelt sich der Himmel im stillen Wasser, während die Alpen rosa aufleuchten. Kaum ein Ort im Schwarzwald bietet dieses Schauspiel so ungestört wie das Hornbergbecken. 

Das Becken liegt nicht direkt am Schluchtensteig, ist aber über einen etwa 3 Kilometer langen Pfad von der Wehratalschlucht erreichbar – oder bequem per Auto bis zum Wanderparkplatz Hornbergbecken. Der Albsteig führt ebenfalls in unmittelbarer Nähe vorbei. 

Auch hier gilt: Kein Baden, kein Wassersport. Die Pumpen erzeugen lebensgefährliche Strömungen, die von außen nicht sichtbar sind. 

Fazit: Ein Ort, der mehr ist als ein See 

Die Wehratalsperre ist kein gewöhnliches Wanderziel. Sie ist Finale, Ruhepunkt und technisches Wunder in einem. Wer hierher kommt, erlebt den Schwarzwald nicht nur als Naturkulisse, sondern als Ort, an dem Natur und menschlicher Erfindungsgeist seit Jahrzehnten Hand in Hand arbeiten – unsichtbar, leise, kraftvoll.