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Blackforestline Todtnau – Spektakuläre Hängebrücke im Schwarzwald

Südlicher Schwarzwald
, Schwarzwald , Deutschland
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Betritt man auf die Blackforestline, spürt man sofort man das leichte Schwanken unter den Füßen. Hoch oben, eingebettet in die grüne Natur des Schwarzwalds, spannt sich die Hängebrücke in 120 Metern Höhe über den Todtnauer Wasserfall. Mit einer Länge von 450 Metern verbindet sie zwei Aussichtspunkte.  

Lage der Blackforestline Todtnau – Mitten im Schwarzwald 

Die Blackforestline Hängebrücke liegt nahe dem idyllischen Städtchen Todtnau, eingebettet in die sanften Hügel und tiefen Wälder des Schwarzwalds. Von der Brücke eröffnet einen einzigartigen Panoramablick auf die Schwarzwaldregion Belchen und die Todtnauer Wasserfälle.  

Erlebnis & Atmosphäre: Eine filigrane Konstruktion inmitten der Natur 

Die Brücke gilt nicht nur als architektonisches Highlight, sondern auch als Symbol für die Verbindung von Mensch und Natur im Schwarzwald. 

Die Brücke ist wie eine Bühne zwischen Himmel und Tal. Die Aussicht reicht über dichte Nadelwälder, über die fallenden Wassermassen und weit in die Höhen der Todtnauer Bergwelt. Man blickt hinab auf das satte Grün der Bäume, hört das Rauschen des Windes – zugleich Nervenkitzel und Versprechen: Natur pur, Luft und Aussicht. 

Geschichte und Bau der spektakulären Hängebrücke – ein modernes Meisterwerk, das Tradition und Innovation verbindet 

Die Blackforestline wurde 2019 eröffnet und ist eine der längsten Fußgänger-Hängebrücken Deutschlands. 

Die technischen Details sind beeindruckend: Mit einer Spannweite von 450 Metern, einem 1,2 Meter breiten Laufsteg schwebt die Brücke über den Wasserfällen. Die Brücke wiegt insgesamt 730 Tonnen. Die Tragfähigkeit der Brücke liegt bei 1.000 Personen. Die Tragseile haben einen Durchmesser von 76 Millimetern. 

Sie wurde gebaut, um sowohl Abenteuerlustige als auch Naturliebhaber zu begeistern – zugleich beeindruckt die Konstruktion durch Stabilität und Sicherheit. 

Anreise zur Blackforestline in Todtnau 

Man erreicht die Blackforestline bequem mit dem Auto über die B317, die durch den Schwarzwald führt. Parkplätze sind am Besucherzentrum Todtnau vorhanden, von wo aus ein kurzer Spaziergang zur Hängebrücke führt.  

Für Wanderfreunde bieten sich zahlreiche Wege durch die Schwarzwaldregion an, die zur Brücke führen und dabei die Schönheit der Natur erlebbar machen. 

Öffnungszeiten & Eintrittspreise: 

Die Blackforestline ist ganzjährig geöffnet. Kurzfristige Schließungen aufgrund von Sturm oder Gewitter sind jedoch möglich.  

Sommeröffnungszeiten von 1. April bis 31. Oktober: 9:00 – 19:30 Uhr (letzter Einlass 19:00 Uhr) 
Winteröffnungszeiten von 1. November bis 31. März: 9:00 – 16:30 Uhr (letzter Einlass 16:00 Uhr) 

Besucherzentrum 

April bis Oktober 
Täglich: 10:00 bis 16:00 Uhr 

November bis März 
Täglich: 10:00 bis 15:00 Uhr 
(Stand Sept. 2025) 

Eintrittspreise Blackforestline und Todtnauer Wasserfall: 

Kombiticket Brücke & Wasserfall (Tagesticket): 
Erwachsene 12,00 € 
Kinder 9,00 € 

Einzelticket Wasserfall (Tagesticket):
Erwachsene 2,50 € 
Kinder 1,50 €  
(Stand Sept. 2025)

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Ravenna-Eisenbahnviadukt – Stein, Stille und die Magie des Höllentals

Südlicher Schwarzwald
, Schwarzwald , Deutschland
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Wer zum ersten Mal unter den gewaltigen Bögen des Ravenna-Viadukts steht, begreift sofort: Hier ist nicht einfach eine Brücke. Hier ist ein Denkmal. Massiv. Stumm. Aus grauem Schwarzwälder Granit gehauen, überspannt das Ravenna-Eisenbahnviadukt den Ausgang der Ravennaschlucht bei Breitnau und Hinterzarten – und gilt als eines der meistfotografierten Bauwerke Deutschlands. 

Vom Holzgerüst zum Granitriesen – die Geschichte des Viadukts 

Die Geschichte beginnt 1885, als die Höllentalbahn durch den Schwarzwald gebaut wird. Man errichtet zunächst eine Stahl-Fachwerkbrücke auf drei gemauerten Pfeilern – solide genug für die damaligen Züge, aber bald am Limit. Die Lokomotiven werden schwerer, die Anforderungen größer. 

1926–1928: Der Neubau aus Stein 

Man entscheidet sich für einen Neuanfang. Das heutige Ravenna-Viadukt entsteht als massive Steinbogenbrücke aus heimischem Granit – 224 Meter lang, 36 Meter hoch über dem Talgrund. Ein Bauwerk, das wirkt, als wäre es schon immer da gewesen. 

1945: Sprengung und Wiederaufbau 

Kurz vor Kriegsende lassen deutsche Truppen das Viadukt sprengen, um den Vormarsch der Alliierten zu bremsen. Was Jahrzehnte Ingenieursarbeit geschaffen hat, liegt innerhalb von Sekunden in Trümmern. Doch bereits 1947/48 wird das Viadukt im Schwarzwald unter großen Anstrengungen in seiner heutigen Form wiederaufgebaut – ein beeindruckendes Zeugnis des Wiederaufbauwillens. 

Heute: Teil der steilsten Hauptbahnstrecke Deutschlands 

Das Ravenna-Viadukt ist heute Teil der steilsten Hauptbahnstrecke Deutschlands – mit bis zu 57 ‰ Steigung. Die Höllentalbahn ist elektrifiziert und verbindet Freiburg mit dem Hochschwarzwald. Wer im Zug sitzt, spürt beim Überqueren des Viadukts einen kurzen Moment der Schwerelosigkeit. 

Wandern rund ums Ravenna-Viadukt – die besten Sunhikes Touren 

Für Sunhikes ist das Viadukt kein bloßes Postkartenmotiv – es ist der Dreh- und Angelpunkt für Wandertouren durch das Höllental und die Ravennaschlucht. Drei Routen stechen dabei besonders heraus. 

Der Klassiker: Heimatpfad Hochschwarzwald 

Die Route führt von Hinterzarten durchs Löffeltal direkt zum Ravenna-Viadukt, weiter durch die Ravennaschlucht und zurück nach Hinterzarten. Wer direkt unter den Steinbögen hindurchläuft, versteht erst dann, was 36 Meter wirklich bedeuten. Die Bögen wölben sich so weit in den Himmel, dass man unwillkürlich den Kopf in den Nacken legt. 

Ca. 7,5 km | ca. 2,5 Std. | moderat  Mehr Informationen zur Route

Panoramatour: Pikettfelsen-Blick 

Vom Hofgut Sternen geht es hinauf zum Pikettfelsen – einem der besten Aussichtspunkte auf das Ravenna-Eisenbahnviadukt. Sunhikes empfiehlt diesen Spot ausdrücklich für das klassische Profilfoto. Wer Glück hat, rollt genau in diesem Moment ein Zug über die Bögen – und der Auslöser klickt von selbst. 

Kurzer, steiler Abstecher | ca. 20 Min. ab Parkplatz 

Winterzauber: Weihnachtsmarkt-Tour 

In der Adventszeit wird das Ravenna-Viadukt zur Kulisse eines besonderen Weihnachtsmarkts. Direkt unter den illuminierten Bögen flackern Lichter, duftet Glühwein, liegt Stille über dem Schwarzwald. Sunhikes bietet spezielle Winterrouten an, die diese einzigartige Atmosphäre gezielt einschließen – ein Erlebnis, das man so nirgendwo sonst findet. 

Das Ravenna-Viadukt ist mehr als Infrastruktur. Es ist Geschichte, die man anfassen kann – und mit den Sunhikes Wandertouren erlebt man sie aus jedem Blickwinkel. 

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Kanadiersteg an der Gauchachmündung – wo zwei Schluchten aufeinandertreffen

Südlicher Schwarzwald
, Schwarzwald , Deutschland
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Wasser, das keine Wahl hat, findet seinen Weg. Hier, an der Gauchachmündung im Herzen des Schwarzwalds, tut es das mit Getöse und Eleganz zugleich: Die wilde Gauchach wirft sich in die Wutach, die Strömungen verzahnen sich, das Rauschen verdoppelt sich – und mittendrin steht, seit Jahrzehnten unerschütterlich, der Kanadiersteg

Wer über seine Bohlen geht, geht über Geschichte. Über internationale Zusammenarbeit. Und über eines der schönsten Fotomotive, die der Schwarzwald zu bieten hat. 

Eine Holzbrücke mit Herkunft 

Der Kanadiersteg ist keine gewöhnliche Wanderbrücke. Seinen Namen trägt er aus gutem Grund: 1976 wurde er von einer Einheit kanadischer Pioniere errichtet – Soldaten, die im Rahmen einer NATO-Übung in Deutschland stationiert waren und ein handfestes Projekt suchten. Was sie hinterließen, ist bis heute in Betrieb. 

Anlass für den Neubau war eine Katastrophe. In den frühen 1970er Jahren hatte ein Hochwasser der Wutach die damalige Holzbrücke schlicht mitgenommen. Ein Punkt auf der Karte war damit verschwunden, der für Wanderer strategisch unverzichtbar ist: die Verbindung zwischen Wutachschlucht und Gauchachschlucht

Die Kanadier lösten das Problem mit Akribie und Holz: Sie bauten eine massive, überdachte Holzkonstruktion in traditioneller Blockbauweise. Das Dach ist kein Schmuck, sondern Methode – es schützt die tragenden Balken vor Nässe und verlängert die Lebensdauer der Brücke erheblich. Dass der Steg zudem deutlich höher als sein Vorgänger angelegt wurde, war eine bewusste Entscheidung: Er sollte beim nächsten Hochwasser nicht wieder „auf Reisen gehen". 

Ein Eingangstor in eine andere Welt 

Wer von der Wutachmühle aufbricht, erreicht den Kanadiersteg nach etwa 20 bis 30 Minuten auf einem flachen, entspannten Weg entlang der Wutach – rund 1,5 Kilometer, die man genießen kann, bevor es wilder wird. 

Denn ab hier ändert sich der Charakter der Landschaft. Der Steg ist das Eingangstor zur Gauchachschlucht: enger, schroffer, schattiger. Die Pfade werden schmaler, die Wurzeln dickknufriger, die Felsen rücken enger zusammen. Nach Regen ist besonderes Gespür gefragt – die Trails sind dann rutschig, die Atmosphäre dafür noch dichter. 

Wer eine Pause braucht, bevor er weitergeht: Direkt am Steg laden oft flache Kiesbänke an der Wutach zur Rast ein. Füße ins Wasser, Blick auf den Zusammenfluss, Atem holen. Besser geht es kaum. 

Saniert, aber nicht verbogen 

Holz in einer feuchten Schlucht – das ist keine einfache Kombination. Der Steg musste über die Jahrzehnte mehrfach instand gesetzt werden. 2010 erfolgte eine umfassende Sanierung, um die Verkehrssicherheit für die tausenden Wanderer zu gewährleisten, die seitdem den Schluchtensteig begehen. 

Heute gilt der Kanadiersteg als eines der meistfotografierten Motive der gesamten Wutachschlucht – und als stilles Symbol für die Verbundenheit der Region mit den einstigen alliierten Schutzkräften. 

Wanderrouten ab dem Kanadiersteg 

Drei-Schluchten-Wanderung 

Die Klassikerroute ab der Wutachmühle führt direkt über den Kanadiersteg in die Gauchachschlucht, weiter zur Burgmühle und zurück über die Engeschlucht. Rund 10 Kilometer, 3,5 bis 4 Stunden, moderat bis anspruchsvoll – abwechslungsreich, schattig, wasserreich. Wer nur eine Tour in dieser Ecke des Schwarzwalds macht, sollte es diese sein. 

→ Schluchtensteig Etappe 2: Blumberg – Schattenmühle 

Der Kanadiersteg markiert auf dieser „Königsetappe" des Schluchtensteigs den Einstieg in den wildesten Abschnitt. Flussaufwärts geht es vorbei an den Flühen, dem Räuberschlössle und mächtigen Muschelkalkwänden. Rund 20 Kilometer, 6,5 Stunden, anspruchsvoll – aber landschaftlich ohne Konkurrenz. 

→ Rundweg Wutachmühle – Kanadiersteg – Gauchachschlucht 

Eine kürzere Variante für heiße Tage: Der Weg verläuft fast durchgehend im Schatten, konzentriert sich auf die unteren Schluchtenabschnitte und bleibt dabei dicht, grün und ruhig. 

Praktische Hinweise für deine Tour 

Die Burgmühle in der Gauchachschlucht – rund 45 Minuten ab dem Kanadiersteg – ist ein klassisches Einkehrziel auf diesen Routen. Wer Einweg-Touren plant, dem empfiehlt sich der Wanderbus, der regelmäßig an der Wutachmühle hält. Trittsicherheit ist ab dem Steg in die Schlucht hinein Pflicht, kein Nice-to-have. 

Warum der Kanadiersteg bleibt, was er ist 

Manche Orte brauchen keine große Inszenierung. Der Kanadiersteg an der Gauchachmündung ist so ein Ort. Er ist aus einer Not entstanden, von fremden Händen gebaut und von einer Region angenommen worden, als wäre er schon immer da gewesen. Er verbindet nicht nur Wanderwege – er verbindet Geschichten. 

Wer ihn überquert, hört das Wasser unter sich, sieht, wie sich zwei Flusswelten vereinen, und versteht: Hier beginnt etwas. Die Schlucht. Der Weg. Der Moment.