Wanderung Chío – Vera de Erques (PR-TF 69): Von Chirche über Barrancos zum Monumento Natural de la Montaña de Tejina
Fakten
Tourencharakter
Diese mittelschwere bis schwere Wanderung führt auf 15,2 km durch das ländliche Hinterland von Guía de Isora im Südwesten Teneriffas. Mit 1.043 Höhenmetern im Aufstieg und 949 Metern im Abstieg zählt der PR-TF 69 zu den anspruchsvolleren beschilderten Wanderwegen der Insel – der Cabildo de Tenerife stuft ihn nach MIDE-Kriterien als hochschwierig ein.
Der Weg verläuft größtenteils auf alten Caminos Reales, historischen Königswegen, die einst Dörfer und Höfe verbanden: teils schmale, steinige Pfade, teils breitere Wirtschaftswege, die tief eingeschnittene Barrancos queren. Landschaftlich ist die Route sehr abwechslungsreich – von den traditionellen Dörfern Chiguergue und Chirche über schattenarme Hangpassagen bis zum vulkanischen Monumento Natural de la Montaña de Tejina.
Da es sich um eine lineare Strecke ohne Rückweg handelt, braucht es entweder zwei Fahrzeuge oder die Rückfahrt per Bus. Festes Schuhwerk, Trittsicherheit und ausreichend Wasser sind Pflicht, da große Teile des Weges wenig beschattet sind und die Steigungen stellenweise über 10 % erreichen.
Hintergrundinformationen
Chirche – eine Oase der Ruhe, umgeben von typisch kanarischen Häusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert, von denen einige heute als Landhäuser dienen und einen authentischen Einblick in Natur und Kultur der Region bieten. Das Dorf ist als Bien de Interés Cultural ausgewiesen und besticht vor allem durch seine herrliche Aussicht auf den Süden der Insel – von hier aus sind bei klarer Sicht sogar die Nachbarinseln zu erkennen. Wanderungen und Ausflüge in den Teide-Nationalpark lassen sich direkt von Chirche aus starten. Ein besonderes Highlight ist der Aussichtspunkt Mirador de Chirche, der mit Vulkanlandschaft und Obstplantagen einzigartige Ausblicke bietet.
Nur wenige Kilometer entfernt liegt das Dorf Chío, dessen Pfarrkirche Nuestra Señora de La Paz einen kurzen Abstecher wert ist.
Am Zielort Vera de Erques wartet mit dem Monumento Natural de la Montaña de Tejina ein geologisches Highlight: ein vulkanischer Dom, der später landwirtschaftlich terrassiert wurde und heute eine eigentümliche Mischung aus Vulkangestein und Kulturlandschaft zeigt.
Routenbeschreibung
Man startet am stillen Friedhof von Chío, wo die Stille fast greifbar ist. Die Calle El Roquillo windet sich hinauf, vorbei an kleinen Gärten, bis zum Dorf Chiguergue. Nach 1,7 Kilometern taucht man in den Ortskern ein, biegt links ab und folgt den Straßen Las Cuevas, Tinguaro und Calle San Pedro. Der Weg verlässt den Ort nach etwa 2 Kilometern, die Landschaft öffnet sich und erste Blicke auf die Barrancos der Umgebung tun sich auf.
Nach einem Kilometer führt ein linker Abzweig in den Camino de Chirche. Vier Kilometer weiter erreicht man das unter Denkmalschutz stehende Dorf Chirche mit seiner typischen kanarischen Architektur. Eine kurze Rast lohnt sich: Die Dorfstraße führt direkt an der Kirche vorbei, ehe man an der T-Kreuzung rechts in die Calle San Felipe biegt.
Nach ein paar Richtungswechseln überquert man den Barranco de Chirche und folgt den nächsten 1,1 Kilometern dem alten Camino real. Kurz darauf erreicht man den höchsten Punkt der Route auf rund 1.110 Metern. Von hier führt der Pfad entlang des Hangs bergab in Richtung El Jaral, wo der PR-TF 70.1 die Route kreuzt. Nach 1,1 km bergab liegt die Ortschaft El Jaral vor einem.
Der alte Weg führt weiter durch tiefe Schluchten und überquert kleine Nebenwege, bis man die Felder von El Choro auf dem Camino del Choro erreicht. Von dort führt die Route weiter zum verlassenen Weiler Las Fuentes, dessen Häuser bis in die 1970er-Jahre bewohnt waren und teilweise in die sandigen Felswände gegraben sind.
Nach rund 12,4 km taucht das Monumento Natural de la Montaña de Tejina auf. Wer noch Energie hat, kann den Tejina-Pfad erkunden. Der Abstieg erfolgt über den Camino de Montiel auf 2,8 Kilometern und endet schließlich im Zielort Vera de Erques, rund 300 Meter vor der Dorfkirche.
Hinweise + Tipps
Anreise mit dem Auto
Von der Autobahn TF-1 in Richtung Norden nimmt man die Ausfahrt TF-82 in Richtung Chío / El Teide. Am nächsten Kreisverkehr die erste Ausfahrt (Ctra. Chío a Tamaimo/TF-82) nehmen, der TF-82 folgen und nach 2,1 km links in die Straße El Roquillo einbiegen. Parkplätze sind in ausreichender Zahl vorhanden.
Anreise mit dem Bus
Mit den Buslinien 460 und 462, Haltestelle Consultorio de Chío.
Praktische Hinweise
Da es sich um eine lineare Strecke handelt, empfiehlt sich entweder ein zweites Fahrzeug am Zielort oder die Rückfahrt mit der Buslinie 490 ab Vera de Erques. Feste Wanderschuhe sind wegen der steinigen, teils steilen Abschnitte Pflicht, ausreichend Wasser sollte mitgeführt werden, da der Weg über weite Strecken kaum beschattet ist.
FAQ: Wanderung Chío – Vera de Erques (PR-TF 69)
Wie lang ist die Wanderung Chío – Vera de Erques?
Die Strecke ist 15,2 km lang und führt mit 1.043 Höhenmetern im Aufstieg und 949 Metern im Abstieg von Chío nach Vera de Erques.
Wie schwer ist die Wanderung PR-TF 69?
Mittelschwer bis schwer. Der Cabildo de Tenerife stuft den Weg nach MIDE-Kriterien als anspruchsvoll ein – vor allem wegen der langen, teils steilen Anstiege und der geringen Beschattung.
Wie lange dauert die Wanderung?
Je nach Kondition und Pausen etwa 5,5 bis 7 Stunden.
Ist die Wanderung ein Rundweg?
Nein, es handelt sich um eine lineare Strecke von Chío nach Vera de Erques. Für die Rückfahrt braucht es entweder ein zweites Fahrzeug oder den Bus ab Vera de Erques.
Wie komme ich zum Startpunkt in Chío?
Mit dem Bus über die Linien 460 und 462 bis zur Haltestelle „Consultorio de Chío", oder mit dem Auto über die TF-82, Ausfahrt Chío/El Teide, anschließend links in die Straße El Roquillo.
Was sind die Highlights entlang der Route?
Das denkmalgeschützte Dorf Chirche mit kanarischer Architektur, der verlassene Weiler Las Fuentes mit in Sandstein gegrabenen Häusern und das Naturdenkmal Monumento Natural de la Montaña de Tejina.
Ist die Route für Anfänger geeignet?
Aufgrund der Länge, der über 1.000 Höhenmeter und der geringen Beschattung eher nicht. Wanderer mit guter Grundkondition und Trittsicherheit sind hier besser aufgehoben.
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