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Toblacher See Lago di Dobbiaco – Naturjuwel im Hochpustertal

Naturpark Fanes-Sennes-Prags
, Dolomiten , Italien
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Man steht am Ufer des Toblacher Sees, im Italienischen Lago di Dobbiaco genannt, eingebettet in das sanfte Grün des Höhlensteintals auf 1.259 Metern Höhe. Das Wasser schimmert türkis, umspielt von klarer Bergluft. Still und geheimnisvoll liegt dieser Alpensee in Südtirol da – gespeist und entwässert von der Rienz. 

Mit einem Umfang von 4,5 Kilometern und einer Tiefe von 3,5 Metern lädt der See zu Wanderungen, Bootsausflügen und stillen Momenten ein – ein Ort, an dem Natur und Erlebnis verschmelzen. 

Entstehung und Schutzgebiet – Ein See, geformt von der Natur 

Vor Jahrhunderten formten gewaltige Bergstürze das heutige Becken des Toblacher Sees. Besonders am Westufer lösten sich mächtige Felsmassen und schufen die dramatische Landschaft, die wir heute sehen. 

Der See liegt im Herzen des Naturparks Fanes-Sennes-Prags und ist als Naturdenkmal streng geschützt. Regelmäßige Pflege – das Entfernen von Sedimenten und das Schneiden der Vegetation – bewahrt das empfindliche Ökosystem. 

Toblacher See erleben – Sommer wie Winter 

Im Sommer gleitet man mit dem Boot oder Pedalo sanft über die Wasseroberfläche, während die Berge ringsum in der Sonne erstrahlen. 

Im Winter verwandelt sich der See in eine glitzernde Bühne: Eislaufen, Curling oder einfach den Winterzauber genießen – all das macht den Lago di Dobbiaco zu einem Erlebnis. 

Zwischendurch lohnt sich der Blick in den Himmel: Zugvögel machen hier Rast, was den See zu einem Hotspot für Vogelbeobachtung in Südtirol macht. 

Naturlehrpfad Toblacher See – Entdeckungsreise am Ufer 

Ein 4,5 Kilometer langer Naturlehrpfad führt seit dem Jahr 2000 rund um den See. Auf elf Infotafeln erfährt man Spannendes über Flora, Fauna und Geologie

Man wandert direkt am Ufer entlang, spürt die Natur mit allen Sinnen und entdeckt, warum dieser Ort zu den faszinierendsten Seen der Dolomiten zählt. 

Historische Spuren – Die Bunker am Toblacher See 

Am Ufer erinnern fünf alte italienische Bunker aus dem Jahr 1939 an die dunklen Kapitel der Geschichte. Errichtet auf Befehl Mussolinis, sollten sie Teil des Alpenwalls sein und die Grenze sichern. 

Heute sind sie stille Mahnmale, von der Natur überwachsen – ein Kontrast zu der friedlichen Stimmung am Wasser. 

Anreise zum Toblacher See – So gelangt man ins Naturparadies 

Der Toblacher See liegt nur wenige Kilometer von Toblach entfernt. 

  • Mit dem Auto: Von Osten am dritten Kreisverkehr die dritte Abfahrt, von Westen am ersten Kreisverkehr die erste Abfahrt – nach 3 Kilometern erreicht man den Parkplatz (gebührenpflichtig). 

  • Mit dem Bus: Die Linie 445 fährt direkt ab Toblach. 

Geheimtipp: Von hier sind es nur 7,5 Kilometer bis zum Aussichtspunkt auf die Drei Zinnen – eine perfekte Kombination für einen Tagesausflug. 

Freizeit & Camping am Toblacher See 

Ob Picknick am Ufer, Camping direkt am See oder eine Bootsfahrt im Sommer – der Toblacher See ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis. 

  • Sommer: Baden, Wandern, Natur genießen. 

  • Winter: Eislaufen, Curling, Langlaufen auf den Loipen des Hochpustertals

Zwischen den Naturparks Drei Zinnen und Fanes-Sennes-Prags erlebt man hier die Dolomiten von ihrer sanften und zugleich wilden Seite

Toblacher See – Ruhe, Abenteuer und Natur pur 

Man wandert um das Ufer, hört das Rascheln der Bäume, beobachtet die Spiegelung der Berge im Wasser. Hier, im Herzen des Hochpustertals, wird jeder Schritt zu einem Bild im Kopf. 

Der Toblacher See ist mehr als nur ein Ausflugsziel in Südtirol – er ist ein Ort, an dem man die Magie der Dolomiten spürt. 

Toblacher See FAQ – Häufige Fragen & Antworten für Besucher 

Toblacher See Lage & Anreise 

Wie weit ist es zu Fuß vom Camping Toblacher See bis ins Dorfzentrum von Toblach? 
Ein Spazierweg startet direkt am Campingplatz Toblacher See und führt in etwa 45 Minuten ins Zentrum von Toblach. 

Wie weit ist es von Toblach nach Innichen? 
Mit dem Auto erreicht man Innichen in ca. 10 Minuten. Alternativ fahren Busse und Züge im Halbstundentakt. 

Baden & Schwimmen im Toblacher See 

Kann man im Toblacher See baden? 
Ja, baden ist erlaubt. Die Wassertemperatur beträgt jedoch höchstens 16 °C – manch einer spricht von „Frostbeulen“. Wer wärmeres Wasser bevorzugt, findet im Naturbadeteich von Toblach angenehmere Temperaturen. 

Angeln & Bootfahren am Toblacher See 

Darf man im Toblacher See angeln? 
Ja, mit einer gültigen Fischerlizenz und Tageskarte ist Angeln möglich. 

Sind Privatboote erlaubt? 
Nein, private Boote sind am Toblacher See nicht erlaubt. Direkt vor Ort gibt es jedoch einen Bootsverleih für Tretboote. 

Einkaufen & Service am Camping Toblacher See 

Wo gibt es Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe? 
Im Camping-Shop findet man Grundnahrungsmittel, Südtiroler Spezialitäten, Kosmetikartikel sowie einen großen Wein-Shop. Für Großeinkäufe sind Supermärkte in Toblach (2 km entfernt) ideal. 

Ausflüge ab Toblacher See – Pragser Wildsee & Drei Zinnen 

Wie kommt man von Toblach zum Pragser Wildsee? 

  • Mit Bus 445 bis Toblach Busbahnhof, dann mit Linie 442 direkt zum Pragser Wildsee. 

  • Im Sommer (10. Juli – 10. September) ist das Pragser Tal von 10:00 bis 15:00 Uhr nur per Shuttlebus, Fahrrad oder zu Fuß erreichbar. 

  • Mit dem Auto: Zufahrt über Toblacher Kreuzung Richtung Bruneck, Parkplätze sind gebührenpflichtig. 

Wie gelangt man zu den Drei Zinnen? 

  • Mit Bus 444 vom Toblacher See direkt zur Auronzohütte (ca. 7,50 €). 

  • Mit dem Auto über die mautpflichtige Straße (25–30 €, Wohnmobile über 2,10 m Höhe ca. 40 €). 

  • Zu Fuß über den Wanderweg Nr. 102 zur Drei Zinnen Hütte (ca. 3,5 Stunden, 1.000 Höhenmeter). 

Wandern rund um die Drei Zinnen & Toblach 

Welche Wanderungen gibt es an den Drei Zinnen? 

  • Klassische Rundwanderung: Start Auronzohütte, Rundweg 101/105 (ca. 3 Stunden, familienfreundlich). 

  • Hüttenrunde: Von Auronzohütte über Lavaredohütte – Drei Zinnen Hütte – Büllelejochhütte – Zsigmondyhütte – Abstieg zum Fischleinboden,  

Wie erreicht man die Plätzwiese? 

  • Mit dem Auto: Bis Brückele, danach Shuttlebus (Straße für Privatfahrzeuge gesperrt, Ausnahme vor 10:00 Uhr gegen Gebühr). 

  • Zu Fuß: Von Brückele Wanderweg Nr. 37 (ca. 1¾ h, 550 Hm). 

  • Ab Campingplatz: Bus Nr. 445 nach Schluderbach, dann zu Fuß weiter (2,5–3 h). 

Radfahren & Radwege rund um den Toblacher See 

Welche Radwege gibt es in der Umgebung? 

  • Drauradweg Toblach–Innichen–Lienz: 48 km, ca. 500 Hm bergab, familienfreundlich, Rückfahrt per Zug möglich. 

  • Radweg Toblach–Cortina („Langer Weg der Dolomiten“): ca. 30 km, anspruchsvoller, entlang der alten Bahnstrecke). Rückfahrt mit Bus möglich. 

Wo kann man Fahrräder ausleihen? 

  • Papin Sport (Bahnhofstraße Toblach, Tel. +39 0474 913 450) 

  • Strobl Marlene (Dolomitenstraße Toblach, Tel. +39 340 2805858) 

  • Dolomiti Slowbike (Dolomitenstraße Toblach, Tel. +39 348 6633539) 

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Dürrenstein Pragser Dolomiten | Wanderung & Skitouren Guide

Naturpark Fanes-Sennes-Prags
, Dolomiten , Italien
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Ein Berg, der die Plätzwiese überragt 

Man steht am Fuße des Dürrensteins, der sich mit stolzen 2.839 Metern Höhe über das Almgebiet der Plätzwiese (Prato Piazza) erhebt. Eingebettet zwischen dem Pragser Tal und dem Höhlensteintal thront er als stiller Wächter im Naturpark Fanes-Sennes-Prags – ein Ort, wo Sanftheit und geologische Vielfalt aufeinandertreffen. 

Wanderung auf den Dürrenstein – Aufstieg über die Plätzwiese 

Der klassische Weg führt über die weiten Almwiesen der Plätzwiese, wo das Gras sanft im Wind spielt. Man steigt einen Hang mit etwa 30° Neigung hinauf, der erst weiter oben felsiger wird. Trittsicherheit ist gefragt, doch der Anstieg bleibt genussvoll und nicht allzu schwierig. 

Alternativ startet man von der Passhöhe Im Gemärk (1.530 m) und erreicht den Gipfel über einen abwechslungsreichen Panoramaweg. 

Winter am Dürrenstein – Skitouren und Schneeschuhwanderungen 

Wenn der Winter das Land in Weiß taucht, verwandelt sich der Dürrenstein in ein Paradies für Skitouren in den Dolomiten und Schneeschuhwanderungen in Südtirol

Von Brückele in Prags oder direkt von der Plätzwiese beginnt die Reise in die Stille des Winters, die nur vom Knirschen des Schnees begleitet wird. In der Ferne lockt der Gipfel der Helltaler Schlechten, ein weiteres beliebtes Ziel für Skitourengeher. 

Pragser Dolomiten – Geologische Vielfalt und stille Schönheit 

Im Gegensatz zu den schroff gezackten Dolomiten zeigt sich das Gebiet der Pragser Dolomiten von einer sanfteren Seite. Die weite Almfläche der Plätzwiese und der smaragdgrüne Pragser Wildsee (Lago di Braies) sind beliebte Ausflugsziele, die bequem erreichbar sind. 

Doch geologisch verbirgt sich hier eine spannende Geschichte: Die Region markiert das Aufeinandertreffen der europäischen und nordafrikanischen Kontinentalplatte. Das Ergebnis ist ein Kaleidoskop aus Gesteinsarten – mit Dolomitgestein als Ausnahme, aber eindrucksvollen Gipfeln wie Dürrenstein, Hohe Gaisl und Seekofel

Zwei Gesichter des Dürrensteins – Almwiese und Felswand 

Von Westen, von der Plätzwiese, zeigt sich der Berg als sanfter Riese, harmonisch eingebettet in die Almlandschaft. 

Doch die Ostseite des Dürrensteins ist von ganz anderem Charakter: Eine 500 Meter hohe senkrechte Felswand, durchzogen von steinernen Türmen, erhebt sich dramatisch in den Himmel. Hier beginnt das Reich der Kletterer und Abenteurer. 

Das Dürrenstein-Massiv – Vielfalt der Gipfel und Türme 

Das Massiv des Dürrensteins besteht aus rund einem Dutzend Gipfeln und Türmen – ein Labyrinth für Bergsteiger, das seinen abenteuerlichen Charakter bewahrt. Obwohl die meisten Türme bereits bestiegen wurden, sind nur wenige feste Routen etabliert. 

Südliche Gipfel 

  • Helltaler Schlechten / Crepe di Val Chiara 

  • Große Pyramide (2.711 m) 

  • Pyramide II (2.702 m) 

  • Gran Pala di Valchiara 

  • Torre Viscosa 

Hauptgipfel und Umgebung 

  • Dürrenstein Hauptgipfel (2.839 m) 

  • Nordostgipfel (2.773 m) 

  • Torre SUCAI Roma 

  • Castello Glanvell 

  • Punta Braies Vecchia (2.560 m) 

  • Punta Glanvell (2.737 m) 

  • Guglia del Bastone (2.450 m) 

  • Torre Sofia (2.420 m) 

  • Torre di Vallandro 

  • Torre di Campani 

Fazit – Dürrenstein Wanderung zwischen Alm und Dolomitenfels 

Ob Sommerwanderung auf die Plätzwiese, eine Skitour auf den Dürrenstein oder ein stiller Blick auf die Ostwand des Picco di Vallandro – dieser Berg vereint die sanfte Weite der Alm mit der wilden Kraft der Dolomiten. Hier erlebt man die Natur Südtirols in all ihren Facetten: weit, still, und zugleich voller Abenteuer.

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Sarlkofel Pragser Dolomiten – Wandern & Panorama erleben

Naturpark Fanes-Sennes-Prags
, Dolomiten , Italien
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Der kleine Bruder des Dürrensteins – mit großer Entourage 

Manchmal wird der Sarlkofel (Monte Serla) als kleiner Bruder des Dürrensteins (Picco di Vallandro) bezeichnet. Doch schon beim Aufstieg merkt man, dass dieser Berg eine viel größere Entourage um sich schart: den Sarlgraben, den Sarlbach, die Sarlwiesen und den Sarlwald. Schließlich wartet am Ende des Weges der Gipfel selbst – ein stiller Herrscher, der seine Umgebung mit ruhiger Präsenz prägt. 

Der Weg ist länger als jener zum Dürrenstein: Rund 1.200 Höhenmeter gilt es zu überwinden, bevor man das Gipfelkreuz erreicht. 

Die Pragser Dolomiten – Sanfte Weite statt Zinnenmeer 

Vergleicht man die Pragser Dolomiten (Dolomiti di Braies) mit den benachbarten Gruppen wie den Sextener Dolomiten, fällt der Unterschied sofort auf. Während dort Zinnen, Nadeln und Türme das Bild beherrschen, wirken die Pragser Dolomiten ruhiger und weiter: sanfte Weiden, aus denen nur wenige markante Gipfel aufragen. 

Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten sind entsprechend der Pragser Wildsee (Lago di Braies) und die Plätzwiese (Prato Piazza) – ein See und eine Wiese, Sinnbilder für die stille Schönheit dieser Landschaft. Und doch ragen hier auch eindrucksvolle Berge empor: allen voran der Dürrenstein und sein Nachbar, der Sarlkofel

Sarlkofel und Lungkofel – Zwei Gipfel, ein Grat 

Nördlich des Dürrensteins senkt sich das Pragser Plateau zum Pustertal (Val Pusteria). Bevor es endgültig abfällt, erheben sich zwei Gipfel, die wie Zwillinge nebeneinanderstehen: der Sarlkofel (Monte Serla) und der Lungkofel (Monte Lungo)

Verbunden durch einen breiten Grat, wirken beide je nach Blickwinkel einschüchternd – weit wuchtiger, als ihre Höhe vermuten lässt. 

Sarlkofel – Felswände und Pyramide über dem Tal 

Der Sarlkofel erhebt sich mit steilen 800 Meter hohen Felswänden über das Höhlensteintal (Val Landro). Von Toblach (Dobbiaco) aus betrachtet, zeigt er sich als mächtige Pyramide, die wie ein steinernes Tor über dem Tal thront. 

Doch aus der Nähe erkennt man seine Vielfalt: Der Gipfel ist dreigeteilt, mit dem östlichen Hauptgipfel auf 2.380 m als höchstem Punkt. 

Wanderung auf den Sarlkofel – Wege und Routen 

Zum Wandern auf den Sarlkofel gibt es zwei Routen. Beide beginnen in Bad Altprags (Bagni di Braies) und treffen sich am Sarlsattel, der den Berg vom niedrigeren Lungkofel trennt. 

Von dort führt der Weg weiter zum Gipfel. Dank seiner exponierten Lage bietet der Sarlkofel eine der schönsten Panoramaaussichten in den Pragser Dolomiten: Man blickt auf die Sextener Dolomiten, die Pragser Dolomiten selbst und im Norden bis hin zu den Hohen Tauern

Anreise zum Sarlkofel – Wege ins Herz der Dolomiten 

Anfahrt aus Norden (Brennerautobahn A22) 

  • Ausfahrt Brixen (Bressanone) 

  • Weiter über die SS49 nach Bruneck (Brunico) oder Toblach (Dobbiaco) 

Anfahrt aus Österreich (über Felbertauern) 

  • A12 Inntalautobahn bis Kufstein 

  • Über Kitzbühel und Mittersill auf die B108 durch den Felbertauern-Tunnel 

  • Weiter nach Lienz, dann auf die E66 / SS49 nach Toblach 

Anfahrt von Udine 

  • A23 bis Ausfahrt Carnia 

  • Über die SS52 nach Innichen (San Candido) 

  • Auf die SS49 Richtung Toblach und Bruneck 

Anfahrt von Venedig 

  • Über die S27 nach Belluno 

  • Weiter auf der SS51 nach Cortina d’Ampezzo und Toblach 

Fazit – Der Sarlkofel, ein Berg mit Charakter 

Der Sarlkofel (Monte Serla) mag kleiner wirken als sein Nachbar, der Dürrenstein. Doch wer ihn besteigt, erkennt schnell, dass er seinen eigenen Charakter hat: schroffe Felswände, stille Almen, ein weiter Blick bis in die Hohen Tauern

Ein Berg für Wanderer, die den Zauber der Pragser Dolomiten in ihrer stillen, kraftvollen Form erleben wollen.

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Pragser Wildsee – Perle der Dolomiten in Südtirol entdecken

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, Dolomiten , Italien
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Der Pragser Wildsee – italienisch Lago di Braies – liegt eingebettet in die Pragser Dolomiten und gilt als eine der schönsten Seen Europas. Das Wasser schimmert in tiefem Türkis, umrahmt von imposanten Bergen und dichten Wäldern, die sich wie Spiegelbilder auf der glatten Oberfläche widerspiegeln. Kein Wunder, dass der See auf Instagram, in Wanderblogs und Reisevlogs eine wahre Berühmtheit ist. 

Auf 1.494 Metern Höhe erstreckt sich die Wasserfläche über 31 Hektar, mit einer maximalen Tiefe von 36 Metern. Dominant erhebt sich das Massiv des Seekofels (2.810 m) über dem See, während der See selbst als Ausgangspunkt des berühmten Dolomiten-Höhenwegs Nr. 1 dient. 

Die beste Reisezeit 

Frühling und Herbst sind ideal für einen Besuch. Im Mai, Juni, September und Oktober lassen sich Wanderungen ohne die sommerliche Menschenmenge genießen. Im Herbst verwandelt sich die Umgebung in ein Farbenmeer aus Gold und Rot, während der See im Winter in ein stilles, verschneites Paradies verwandelt wird – die Wanderwege sind dann teilweise gesperrt. 

Rundweg und Naturerlebnis 

Ein besonderes Highlight ist der Rundweg um den Pragser Wildsee. Auf circa vier Kilometern lässt sich das Naturjuwel in etwa 1,5 Stunden umrunden. Bereits 1910 wurde der Steig errichtet und durch Gäste sowie das Hotel Pragser Wildsee finanziert. Das Südufer, mit Blick auf die Nordwand des Seekofels, lädt zu einer Rast ein – ideal, um die Ruhe und die Farben des Wassers zu genießen. 

Obwohl die glitzernde Oberfläche zum Baden einlädt, bleibt der See dank seiner geringen Wassertemperatur ein Ort zum Staunen, nicht zum Schwimmen. Frühmorgens oder abends entfaltet sich das Wasser in einem berauschenden Farbenspiel, wenn Sonnenlicht die Bergspitzen und das Grün der Wälder reflektiert. 

Entstehung und Legenden 

Der Pragser Wildsee entstand als Verdämmungssee, als einst Felstürme ins Tal stürzten und das Wasser stauten. Der Abfluss erfolgt unterirdisch und tritt weiter unten wieder zu Tage. Einer Sage nach schürften hier einst Wilde nach Gold, das sie mithilfe unterirdischer Quellen im See verbargen – ein magischer Ursprung für die „Perle der Dolomiten“. 

Alternativen in der Dolomitenregion 

Wer weitere traumhafte Bergseen sucht, findet ebenfalls zauberhafte Orte: 

Toblacher See: Auf 1.259 m Höhe, ruhig und von Bergen umrahmt, mit einem Naturerlebnisweg in 11 Stationen. 

Karer See („Regenbogensee“): Klein, idyllisch, umgeben von Latemar und Rosengarten. 

Misurinasee: 1.456 m hoch, umrahmt von Piz Popena, Drei Zinnen und Monte Piana – Panorama pur. 

Anreise & Parken 

Während der Sommermonate (10. Juli – 10. September) ist die Straße zum Pragser Wildsee für den Privatverkehr geregelt. Nur mit Online-Parkplatzreservierung oder Durchfahrtsgenehmigung für Gäste des Pragser Tales ist die Zufahrt möglich. Parkplätze befinden sich direkt am See oder wenige Gehminuten entfernt. 

Wer den See stressfrei erreichen möchte, nutzt öffentliche Verkehrsmittel: die Buslinie 442 von Toblach über Schmieden/Prags fährt ganzjährig. Auch mit Fahrrad oder zu Fuß über Wanderwege in Prags ist der See erreichbar.

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Ruine Wasser-Schmelzofen am Klauskofel – Toblach Südtirol

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, Dolomiten , Italien
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Versteckt im Höhlensteintal bei Toblach, oberhalb des Toblacher Sees, liegt die Ruine des wasserbetriebenen Schmelzofens. Noch heute spürt man die Kraft des Wassers, das einst das Herzstück dieser Schmelzhütte war. Hier vereinten sich Feuer und Wasser, um Metalle zu bearbeiten – ein Zeugnis vergangener Handwerkskunst in Südtirol. 

Standort und Umgebung 

Die Ruine liegt am Klauskofel im Höhlensteintal (Val di Landro), nur wenige Schritte von der Rienz entfernt. Eingebettet in eine alpine Landschaft aus Wäldern, Wiesen und rauschenden Bächen, vermittelt sie die stille Atmosphäre vergangener Zeiten. Wandernde und Mountainbiker genießen diesen Ort als faszinierenden Zwischenstopp auf ihren Touren rund um den Toblacher See

Funktion des Schmelzofens 

Die Anlage vereinte die Kräfte von Wasser und Feuer, um das Schmelzen von Metallen zu ermöglichen. Wasser trieb die Mühlentechnik, während in den Öfen Feuer das Erz verarbeitete. Dieser Mechanismus machte die Schmelzhütte zu einem wichtigen Handwerksstandort in der Region. Heute erzählt die Ruine von der engen Verbindung der Menschen zu Natur und Wasserreichtum. 

Zugänglichkeit für Wanderer und Radfahrer 

Die Ruine am Klauskofel ist gut erreichbar. Sie liegt an verschiedenen Wanderwegen und Mountainbike-Routen, die durch das Höhlensteintal führen. Ob auf einer gemütlichen Wanderung entlang des Toblacher Sees oder auf einer anspruchsvollen Radtour – der Weg zur Ruine belohnt mit Ausblicken auf die umliegende Bergwelt und einem Einblick in die historische Technik Südtirols. 

Faszinierende Geschichte hautnah erleben 

Wer die Ruine besucht, kann die alte Wassertechnik noch erahnen. Rinnen, Kanäle und Überreste der Schmelzöfen lassen die Arbeitswelt vergangener Jahrhunderte lebendig werden. Ein Ort, an dem Geschichte und Natur zusammenkommen, ideal für Fotografie, Bildung und Abenteuer gleichermaßen. 

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Kriegerfriedhof Nasswand – Geschichte in den Dolomiten erleben

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, Dolomiten , Italien
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Hoch über Neutoblach, eingebettet in die Dolomitenregion 3 Zinnen, liegt der Kriegerfriedhof Nasswand. Ein Ort der Stille, der Erinnerung und des Respekts. Wer hierher kommt, spürt die Schwere der Geschichte: Die Berge erzählen von einem Krieg, der vor mehr als hundert Jahren die Gipfel zu Schlachtfeldern machte und die Natur selbst zur Bedrohung wurde. 

Geschichte des Krieges am Berg 

Am 23. Mai 1915 erklärte Italien der österreichisch-ungarischen Monarchie den Krieg. Die Front verschob sich zwischen Lagazuoi, Gadertal und Pustertal. Die Soldaten kämpften auf Höhen, die sich der Gewalt der Natur ebenso ausgeliefert sahen wie den Waffen des Gegners. Lawinen, Steinschlag, extreme Kälte und Gewitter forderten mehr Opfer als die Schusswaffen selbst. 

Entstehung des Soldatenfriedhofs 

Der Kriegerfriedhof Nasswand entstand unmittelbar hinter dem Nasswandvorsprung, in der Nähe des damaligen Hauptverbandsplatzes der Österreicher. Wer im Lazarett starb, fand hier seine letzte Ruhestätte, zunächst ungeachtet der Nationalität. Nach der Eingliederung Südtirols nach Italien ordnete das italienische Militär in den Jahren 1926 bis 1938 die Zusammenlegung vieler kleiner Friedhöfe an. Die Gefallenen aus verschiedenen Nationen wurden hierher überführt. 

Wer ruht hier? 

Heute ruhen auf dem Soldatenfriedhof Nasswand 1.259 Soldaten. Darunter befinden sich 268 Russen, 147 Serben, 145 Polen, 121 Ungarn, 114 Unbekannte, 45 Rumänen, sieben Slowenen und ein Belgier. Jede Grabstätte erzählt die Geschichte von Verlust, Mut und der Grausamkeit eines Krieges in extremem Gelände. 

Ein Ort der Erinnerung 

Die 3.174 m² große Anlage steht heute unter Denkmalschutz. Wer den Friedhof besucht, kann nicht nur die historische Bedeutung spüren, sondern auch die einmalige Bergkulisse der Dolomiten genießen. Parkplätze stehen direkt vor Ort zur Verfügung, sodass Wanderer und Besucher die Stille des Ortes ungestört erleben können. 

Zwischen Natur und Geschichte 

Der Kriegerfriedhof Nasswand ist mehr als ein Friedhof – er ist ein Mahnmal für die Schrecken des Ersten Weltkriegs in den Dolomiten. Zwischen Felswänden, Wäldern und Gipfeln erinnert jeder Stein, jede Inschrift an das Leid und die Opfer. Für Wandernde in der Region Toblach ist der Friedhof ein stiller, aber eindrucksvoller Halt auf ihrer Tour.