Barranco del Álamo: Pappelschlucht bei Teror, Gran Canaria

Teror Gran Canaria Spanien
Schwierigkeit
leicht
Routentyp
Rundwanderung
Distanz
5,0 km
Höhenmeter Aufstieg
231 hm
Höhenmeter Abstieg
231 hm
höchster Punkt
722 m
niedrigster Punkt
547 m
ca. Dauer
1:45 – 2:30 h
leicht zu folgen, trittsicher
Wegmarkierung
Wasser, festes Schuhwerk
Auslastung
moderat

Tourencharakter

Kaum verlässt man den Kirchplatz von Teror, ändert sich die Welt: Aus Kopfsteinpflaster wird Farn, aus Häuserzeilen werden Felswände. Der Barranco del Álamo schneidet sich mitten durch den Norden Gran Canarias – schmal, feucht, grün bis in die letzte Ritze. Kein Wunder, dass diese kurze Runde zu den meistgelaufenen Touren der Insel zählt.

Rund 5 Kilometer lang, ca. 230 Höhenmeter, in etwa zwei Stunden zu schaffen. Damit zählt diese Rundwanderung durch den Barranco del Álamo zu den kompakteren Touren Gran Canarias – anspruchsvoll genug für ein paar Treppenstufen mit Nervenkitzel, kurz genug für einen entspannten Vor- oder Nachmittag. Wer trittsicher ist und ordentliches Schuhwerk trägt, kommt hier problemlos durch.

Kartenansicht + Höhenprofil

Tourencharakter

Kaum verlässt man den Kirchplatz von Teror, ändert sich die Welt: Aus Kopfsteinpflaster wird Farn, aus Häuserzeilen werden Felswände. Der Barranco del Álamo schneidet sich mitten durch den Norden Gran Canarias – schmal, feucht, grün bis in die letzte Ritze. Kein Wunder, dass diese kurze Runde zu den meistgelaufenen Touren der Insel zählt.

Rund 5 Kilometer lang, ca. 230 Höhenmeter, in etwa zwei Stunden zu schaffen. Damit zählt diese Rundwanderung durch den Barranco del Álamo zu den kompakteren Touren Gran Canarias – anspruchsvoll genug für ein paar Treppenstufen mit Nervenkitzel, kurz genug für einen entspannten Vor- oder Nachmittag. Wer trittsicher ist und ordentliches Schuhwerk trägt, kommt hier problemlos durch.

Hintergrundinformationen

Woher der Name kommt, verrät die Landschaft selbst: Pappeln (álamos) säumen Hänge und Schluchtgrund und geben dem Tal seinen Namen. Anders als viele trockene Barrancos im Süden der Insel bleibt dieser hier auffallend feucht und dicht bewachsen – ein kleines Refugium subtropischer Vegetation mitten im landwirtschaftlich geprägten Umland von Teror. Palmen, Drachenbäume, Mispeln und ausladende Farne wachsen an den Steilwänden, dazwischen finden sich vereinzelt Elemente des einstigen Lorbeerwaldes (Laurisilva) – Relikte des großen Feuchtwaldes „Monteverde", der einst weite Teile der höheren Lagen Gran Canarias bedeckte.

Wer genau hinschaut, erkennt neben der Vegetation auch die Handschrift früherer Generationen: Trockensteinmauern halten alte Anbauterrassen (Bancales) in Form, ein stilles Zeugnis dafür, wie intensiv dieses Tal einst bewirtschaftet wurde.

Ganz in der Nähe des klassischen Startpunkts sprudelt zudem die Fuente Agria – eine leicht kohlensäurehaltige Mineralquelle, aus der das bekannte Agua de Teror gewonnen wird. Nicht selten trifft man hier auf Einheimische mit Kanistern, die sich ihr eigenes Quellwasser abfüllen.

Routenbeschreibung

Hinab ins Grüne

Direkt vor der Basilika, auf der Plaza de Nuestra Señora del Pino, beginnt die Runde. Über die Straßen Los Viñátigos und Ignacio Quintana Marrero geht es leicht bergab aus dem Zentrum hinaus, bis die alte Brücke Puente de El Muñigal den Übergang markiert – ab hier übernimmt die Schlucht.

Zwischen Steinterrassen und Treppenstufen

Ein schmaler Pfad taucht ein in dichtes Grün: alte Terrassenmauern, wilde Palmen, Mispeln, Drachenbäume, ein Blätterdach aus Farn. Nach rund anderthalb Kilometern wartet die erste der berühmten Treppen (Sendero de las Escaleras) – fünf Meter Fels, gesichert durch ein Geländer, aber steil genug, um kurz den Puls zu heben.

Weiter oben wechselt die Schlucht ihr Gesicht: Wo eben noch Licht durch die Blätter fiel, wird es schattiger, enger, urwüchsiger. Farnkolonien breiten sich aus, Lorbeerbäume mischen sich unter die Vegetation. Am zweiten Kilometer folgt eine zweite, kleinere Treppe – der letzte kurze Aufstieg, bevor sich die Schlucht allmählich wieder öffnet.

Zurück über den alten Königsweg

Nach knapp drei Kilometern verlässt der Weg das enge Tal und wechselt auf den Camino Real del Álamo. Von oben zeigt sich die Schlucht noch einmal ganz anders: als Mosaik aus Terrassenfeldern und verstreuten Bauernhäusern, eingebettet in die sanfte Hügellandschaft rund um Teror.

Über befestigte Wirtschaftswege, vorbei an Gärten und kleinen Anwesen, findet der Pfad zurück Richtung Ortskern – bis irgendwann die Kuppel der Basilika wieder auftaucht und nur noch wenige Schritte zur Plaza del Pino bleiben.

Hinweise + Tipps

Anreise

Start- und Zielpunkt liegt mitten in Teror, im bergigen Norden Gran Canarias: die Plaza de Nuestra Señora del Pino direkt vor der Basilika. Der Ort ist über die Inselstraßen gut mit dem Auto zu erreichen, Parkmöglichkeiten finden sich sowohl im historischen Zentrum als auch in dessen unmittelbarer Umgebung.

Tipps

  • Griffige Wanderschuhe sind Pflicht – nach Regen werden Erde und Stein in der Schlucht schnell glitschig.
  • Auch wenn die Strecke kurz ist: Etwas Wasser einpacken lohnt sich, denn im windgeschützten Talgrund staut sich die Wärme.
  • Ein kurzer Abstecher zur Fuente Agria passt gut in die Runde – die Quelle liegt fast auf dem Weg.
  • Wer die Tour auf einen Sonntag legt, kann sie ideal mit dem Wochenmarkt von Teror verbinden – und sich hinterher mit einem Bocadillo de Chorizo de Teror belohnen.
Author Sunhikes | © Sunhikes
Ein Beitrag von
Sunhikes
Redaktions-Team
Schwierigkeit
leicht
Routentyp
Rundwanderung
Distanz
5,0 km
Höhenmeter Aufstieg
231 hm
Höhenmeter Abstieg
231 hm
höchster Punkt
722 m
niedrigster Punkt
547 m
ca. Dauer
1:45 – 2:30 h
leicht zu folgen, trittsicher
Wegmarkierung
Wasser, festes Schuhwerk
Auslastung
moderat