Über dem Hochlanddorf Alajeró erhebt sich die Montaña de Tagaragunche – ein Aussichtsberg, den man auf Karten und im lokalen Sprachgebrauch ebenso häufig unter dem Namen El Calvario findet. Auf seinem Gipfelplateau steht die kleine Ermita de San Isidro Labrador, benannt nach dem Heiligen, dessen Statue im Inneren der Kapelle wacht.

Ein Berg mit drei Namen

Tagaragunche ist der ursprüngliche, indigene Name des Berges und wird vor allem im historischen Zusammenhang verwendet – als alter Kultplatz der Ureinwohner La Gomeras. In den Höhlen des Berges wurden einst ihre Gräber gefunden. Später diente das Plateau als Wachposten: Von hier oben hielt man Ausschau nach Piraten und warnte in Kriegszeiten vor Angreifern – daher wohl auch der Name El Calvario. Der dritte Name, San Isidro, geht auf die kleine Kapelle zurück, die bis heute am 15. Mai Ziel einer Prozession mit Chácaras und Trommeln ist.

Aussicht vom Gipfelplateau

Vom Mirador de Tagaragunche reicht der Blick bei guter Sicht bis zum Teide auf Teneriffa. Nach Süden öffnet sich die Küstenlinie mit dem Atlantik, nach Norden das Inselinnere mit Alajeró, dem Berg Castilla und dem Plateau der La Fortaleza.

In der Nähe

Wer am Fuß des Berges startet, kommt durch Alajeró, das eigentliche Gemeindezentrum auf 800 m Höhe. Sehenswert ist hier die Iglesia de El Salvador mit ihrem reich verzierten Steinportal – ein reizvoller Kontrast zur sonst schlichten kanarischen Kirchenarchitektur. Wer noch etwas Zeit mitbringt, kann von Alajeró aus außerdem einen Abstecher zum Drago de Agalán machen, dem ältesten Drachenbaum La Gomeras, der versteckt in einem Seitental bei Imada steht.

Wanderungen in der Region

Wer von hier aus weiterwandern möchte, findet rund um Alajeró einige lohnende Anschlusstouren: den Abstecher zum Drago de Agalán bei Imada, den Aufstieg auf die La Fortaleza, oder die Küstenwanderung auf dem GR 132 hinunter nach Playa de Santiago.

Anreise

Ausgangspunkt ist Alajeró im Süden La Gomeras, erreichbar über die kurvenreiche Bergstraße von Playa Santiago hinauf ins Hochland – schon von unten grüßt die Felswand des Berges als Landmarke. Vom Ortskern führt ein Wirtschaftsweg südwärts zum Fuß des Berges, ehe ein gepflasterter Fußpfad in Serpentinen zur Ermita hinaufführt. Ein öffentlicher Parkplatz auf dem Gipfel existiert nicht – die letzten Meter legt man zu Fuß zurück.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Montaña de Tagaragunche und der Ermita San Isidro

Wo genau liegt die Montaña de Tagaragunche und wie hoch ist sie?

Die Montaña de Tagaragunche (oft auch El Calvario genannt) liegt direkt oberhalb des Hochlanddorfes Alajeró im Süden der Kanareninsel La Gomera. Das Dorf selbst befindet sich auf rund 800 Metern Höhe, und der Gipfel bildet eine weithin sichtbare Landmarke in der Region.

Warum hat der Berg eigentlich mehrere Namen?

Der Name Tagaragunche ist der ursprüngliche, indigene Begriff der Ureinwohner, die den Ort als Kultstätte nutzten. Der Name El Calvario stammt aus späterer Zeit, als der Berg als Wachposten gegen Piraten diente. Der dritte Name, San Isidro, leitet sich von der kleinen Kapelle (Ermita de San Isidro Labrador) ab, die heute auf dem Gipfelplateau thront.

Welche Aussicht genießt man vom Gipfelplateau?

Vom Gipfel aus eröffnet sich ein fantastischer Panoramablick. Bei klarer Sicht reicht der Blick nach Norden ins Inselinnere und zum Tafelberg La Fortaleza, nach Süden auf die Küstenlinie und den Atlantik sowie in der Ferne bis zum mächtigen Teide auf der Nachbarinsel Teneriffa.

Wann findet das traditionelle Fest an der Kapelle statt?

Jedes Jahr am 15. Mai ist die Ermita de San Isidro Labrador das Ziel einer traditionsreichen Prozession. Zu Ehren des Heiligen steigen die Einheimischen hinauf und feiern das Fest mit traditioneller Musik, wie dem Klang von Chácaras und Trommeln.

Wie kommt man dorthin und kann man mit dem Auto bis ganz nach oben fahren?

Ausgangspunkt für den Besuch ist das Dorf Alajeró. Von dort führt ein Wirtschaftsweg zum Fuß des Berges, von wo aus ein gepflasterter Fußpfad in Serpentinen zur Kapelle hinaufführt. Es gibt keinen öffentlichen Parkplatz direkt auf dem Gipfelplateau; die letzten Meter müssen zu Fuß zurückgelegt werden.

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