Drago de Agalán: Wanderung zum ältesten Drachenbaum La Gomeras
Tourencharakter
Von einem Parkplatz oberhalb von Alajeró führt der Weg hinab in den Barranco de Tajonaje, wo der älteste und größte Drachenbaum der Insel wächst. Gut 2,3 km und rund 187 Höhenmeter genügen für diese kleine, aber durchaus sportliche Runde zum Drago de Agalán – leicht in der Einstufung, aber mit spürbarem Auf und Ab in der kurzen Schlucht.
Hintergrundinformationen
Drachenbäume prägen das Bild vieler Kanarischer Inseln – auf La Gomera dagegen sind sie selten, ganz anders als auf Teneriffa oder La Palma. Das älteste und größte Exemplar der Insel trägt einen eigenen Namen: Drago de Agalán. Umgeben von Feigenkakteen und Agaven steht er in einem Seitental unterhalb des Bergdorfs Imada, im Bereich des Barranco de Tajonaje.
Sein Alter lässt sich mangels Jahresringen nur schätzen, die Angaben reichen von mehreren hundert bis über tausend Jahren. Diese Ungewissheit, seine knorrige Gestalt und die abgeschiedene Lage machen ihn zu einer der besonderen Sehenswürdigkeiten im Süden La Gomeras – weit weniger bekannt als der berühmte Drago Milenario in Icod de los Vinos auf Teneriffa, und gerade deshalb ein lohnendes Ziel abseits der üblichen Route.
Für die Gemeinde Alajeró ist der Baum so bedeutend, dass er im Gemeindewappen erscheint. Den Ureinwohnern La Gomeras galt der Drachenbaum als heilig, seinem roten Harz wurde Heilkraft nachgesagt. Bis heute ranken sich Mythen um den Drago de Agalán, der als Symbol für Schönheit, Kraft und Harmonie gilt.
Routenbeschreibung
Vom Parkplatz an der Hauptstraße oberhalb von Alajeró, unweit des Abzweigs nach Imada (Cruce de Imada), führt ein gut ausgebauter, oft gepflasterter Steinweg in Serpentinen steil in die Schlucht hinab. Während des Abstiegs öffnet sich der Blick auf terrassierte Hänge voller Kakteen, Agaven und Palmen.
Nach etwa 800 Metern erreicht man die schützend umzäunte Aussichtsplattform des Drago de Agalán. Der imposante Baum steht direkt in einem malerischen, mit Feigenkakteen und Agaven bewachsenen Barranco – ein Anblick, für den sich der kurze Abstieg lohnt.
Vom Baum aus geht es denselben Stichweg zurück, dann rechts weiter. Der Rückweg führt sanft, aber stetig bergan aus der Schlucht heraus, vorbei an vereinzelten Palmen und entlang eines ruhigen Feldwegs. In einem Bogen oberhalb der Schlucht führt der Weg schließlich zurück zur Dorf- beziehungsweise Hauptstraße, unweit des Ausgangsparkplatzes.
Hinweise + Tipps
Anreise
Der Ausgangspunkt liegt an einer Parkbucht an der Hauptstraße oberhalb von Alajeró, nahe dem Abzweig nach Imada (Cruce de Imada) – hier befindet sich auch eine Bushaltestelle.
Tipps
- Wanderschuhe mit guter Sohle sind wegen der unebenen Oberflächen und mäßigen Steigungen empfehlenswert.
- Ausreichend Wasser und Sonnencreme mitnehmen – die Gegend ist sonnenexponiert und bietet wenig Schatten.
- Die Schutzzäune um das Naturdenkmal unbedingt respektieren, ebenso die Grundstücksgrenzen entlang des Weges, da der Baum auf beziehungsweise an privatem Gelände steht.
- Wer weiter Zeit hat, kann den Barranco nach dem Besuch des Dragos weiter hinabsteigen und den Rückweg über Alajeró, den Hauptort des Inselsüdens, wählen.
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