Wandern vom Feldbergpass über den Silberberg zum Herzogenhorn – Anspruchsvolle Schwarzwaldrunde
Tourencharakter
Diese anspruchsvolle Rundwanderung führt auf Naturwegen und einsamen Pfaden vom Feldbergpass zum Silberberg und weiter zum Herzogenhorn. Trittsicherheit und Kondition werden auf dieser abwechslungsreichen Route belohnt – sowohl durch die Felsenwege als auch durch beeindruckende Panoramaausblicke Schwarzwald.
Aufstieg über den Silberberg – Historischer Bergbau & alpine Pfade
Der Silberberg (1.358,9 m) ist neben dem Spießhorn (1.350,8 m) der markanteste Gipfel der Berggruppe rund um das Herzogenhorn (1.415,6 m). Besonders die felsige Nordseite fällt steil ab und bildet eine der höchsten Steilhänge des Feldberggebietes.
Ein ehemaliger Felsensteig, angelegt vom Schwarzwaldverein, führt durch die Nordhänge. Ähnlich wie der alpine Pfad am Feldberg ist er nur teilweise erhalten, aber noch gut passierbar. Die Mineralgänge am Silberberg weisen Silber, Kupferkies, Bleiglanz und Tremolit auf und machen den Berg historisch bedeutsam: Schon 1028 wird hier Silbererz abgebaut.
Naturerlebnis & Auerwild – Schutzgebiete am Silberberg
Der Silberberg ist nicht nur ein Geheimtipp für Wanderer, sondern auch ein Lebensraum für das streng geschützte Auerwild. Heidelbeerbestände und Bannwaldflächen bieten ideale Bedingungen. Der alte Felsenweg war lange gesperrt, wurde aber für trittsichere Wanderer wieder zugänglich gemacht – ohne die Tierwelt zu stören.
Aufstieg zum Herzogenhorn – Rundumsicht & Naturlehrpfad
Vom Feldbergpass führt die Route durch den Bannwald am Fuß des Silberbergs zum Ernst-Eckert-Bänkle, von wo sich ein herrlicher Panoramablick zum Belchen eröffnet. Weiter geht es zum Herzogenhorn, dessen Gipfel mit einer weiten Rundumsicht über den Hochschwarzwald und bei klarer Sicht bis zu den Schweizer Alpen belohnt. An der Ostseite des Herzogenhorns lädt ein Naturlehrpfad botanisch Interessierte ein, die Pflanzenwelt der Hochlagen zu entdecken.
Fazit – Anspruchsvolle Schwarzwaldwanderung
Diese Rundtour kombiniert sportliche Herausforderung, alpine Pfade, historische Bergbaupfade, Panoramen Schwarzwald und Naturhighlights wie Auerwild, Heidelbeerbestände und Felsenwege. Perfekt für Wanderer, die den Feldberg, Silberberg und Herzogenhorn mit allen Sinnen erleben möchten.
Höhenprofil
Routenbeschreibung
Start am Hebelhof – Richtung Silberberg
Die Wanderung beginnt am Feldbergpass am Hebelhof (1.200 m NHN). Der blauen Raute folgend geht es zunächst Richtung Silberberg zur Wiese-Quelle. Nach dem Silberwiesenlift biegt der Weg scharf links ab auf den teils alpinen Pfad hoch zum Silberberg. Ein Hinweis des Schwarzwaldvereins erinnert daran: Nur trittsichere Wanderer mit festem Schuhwerk sollten hier weitergehen.
Silberberg – alpine Pfade und Panoramablicke
Auf dem Weg quert man den Silberwiesenlift und weitere Skihänge zur Schlägelbach-Skihütte, die mit einem Rastplatz und Brunnen zur Pause einlädt. Weiter durch den Bannwald ins Wolfsgrüble und unterhalb des Silberbergs auf den breiten Ernst-Eckert-Bänkle (1.295 m). Hier bietet sich ein herrlicher Blick auf den Todtnauer Aussichtsturm am Hasenhorn, ins Wiesental und weiter zum Belchen mit seinen umliegenden Höhen.
Richtung Herzogenhorn – Bernauer Kreuz & Prägbach-Wasserfall
Über breite Wege erreicht man den Rastplatz am Bernauer Kreuz, danach weist die gelbe Raute zum Prägbach-Wasserfall. Vor der Brücke verläuft der Pfad entlang des Prägbachs ohne Markierung bis zum Wegweiser Glockenführe. Hier rechts auf dem Westweg zur Gabelung Schwedenschanze, unterhalb des Herzogenhorns, dem höchsten Punkt der Tour (1.415 m).
Abstieg und Rückweg – Naturlehrpfad Herzogenhorn
Der Abstieg erfolgt über den Albsteig Schwarzwald zum Wegweiser Oberes Hofmättle. Vom Zinken kann optional die Krunkelbachhütte für eine Einkehr angesteuert werden. Links weiter auf dem Naturlehrpfad an der Ostflanke des Herzogenhorns, bevor der Westweg zurück zum Hebelhof führt.
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