Wandern in Hauenstein: Paddelweiher, Winterkirchel, Dicke Eiche und Queichquelle

Schwierigkeit
leicht
Routentyp
Rundwanderung
Distanz
6,9 km
Höhenmeter Aufstieg
212 hm
Höhenmeter Abstieg
212 hm
höchster Punkt
419 m
niedrigster Punkt
244 m
ca. Dauer
1:30 – 2:00 h
leicht zu folgen, hundefreundlich, kinderfreundlich, trittsicher
Wegmarkierung
Weg 9, Hauensteiner-Schusterpfad, Burghalderweg
Wasser, festes Schuhwerk, Sonnenschutz
Auslastung
moderat

Tourencharakter

Geschichte, Stille und Weitblick: Diese Rundwanderung ab dem Paddelweiher in Hauenstein gehört zu den eindrücklichsten im südlichen Pfälzerwald. Sie verbindet Naturerlebnisse mit Geschichte: ein historischer Arbeiterweg, eine Wallfahrtskapelle tief im Wald, ein gefälltes Naturdenkmal als stilles Mahnmal und die Queichquelle im idyllischen Stephanstal. 

Die Tour ist familienfreundlich und gut markiert. Wer rastet, rastet gut – das Wanderheim Dicke Eiche bietet Pfälzer Küche mit Aussicht, die Paddelweiher-Hütte einen letzten Halt kurz vor dem Ziel. 

Auf einen Blick 

  • Startpunkt: Paddelweiher, Hauenstein (Parkplatz Farrenwiese) 

  • Charakter: Rundwanderung, abwechslungsreich, historisch 

  • Markierung: gut, GPS-Track empfohlen 

  • Einkehr: Wanderheim Dicke Eiche, Paddelweiher-Hütte 

Kartenansicht + Höhenprofil

Tourencharakter

Geschichte, Stille und Weitblick: Diese Rundwanderung ab dem Paddelweiher in Hauenstein gehört zu den eindrücklichsten im südlichen Pfälzerwald. Sie verbindet Naturerlebnisse mit Geschichte: ein historischer Arbeiterweg, eine Wallfahrtskapelle tief im Wald, ein gefälltes Naturdenkmal als stilles Mahnmal und die Queichquelle im idyllischen Stephanstal. 

Die Tour ist familienfreundlich und gut markiert. Wer rastet, rastet gut – das Wanderheim Dicke Eiche bietet Pfälzer Küche mit Aussicht, die Paddelweiher-Hütte einen letzten Halt kurz vor dem Ziel. 

Auf einen Blick 

  • Startpunkt: Paddelweiher, Hauenstein (Parkplatz Farrenwiese) 

  • Charakter: Rundwanderung, abwechslungsreich, historisch 

  • Markierung: gut, GPS-Track empfohlen 

  • Einkehr: Wanderheim Dicke Eiche, Paddelweiher-Hütte 

Hintergrundinformationen

Hauenstein im Pfälzerwald: Schuhfabriken, Kapellen und Buntsandstein 

Hauenstein war einst das Zentrum der pfälzischen Schuhfabrikation. Die Arbeiter pendelten täglich zu Fuß durch den Pfälzerwald – früh morgens hinein, abends im Dunkeln zurück. Dieser Alltag hat Spuren hinterlassen, die diese Wanderung sichtbar macht. 

Die Felsen entlang der Route bestehen wie überall im Wasgau aus Buntsandstein der Trifels-Schichten – vor rund 250 Millionen Jahren abgelagert, heute durch Wind und Wasser in markante Formen geformt. Im Stephanstal entspringt die Queich und beginnt ihren 52 Kilometer langen Weg bis zum Rhein bei Germersheim. 

Routenbeschreibung

Vom Paddelweiher in den Pfälzerwald 

Startpunkt ist der Paddelweiher in Hauenstein (Parkplatz Farrenwiese) – ein beliebtes Ausflugsziel, an dem Bootsfahrten möglich sind und die Paddelweiher-Hütte mit kleinen Speisen und Getränken aufwartet. Von hier folgt man dem breiten Forstweg entlang des Queichtals nach Süden.  

Der Alte Schuhfabrikarbeiterweg – Geschichte unter den Sohlen 

Nach gut einem Kilometer zweigt der Alte Schuhfabrikarbeiterweg ab – ein historischer Pfad, der von Erfweiler nach Hauenstein führt und an das tägliche Pendeln der Schuhfabrikarbeiter im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert erinnert. 

Die Arbeiter standen um 5 Uhr morgens auf, um pünktlich um 7 Uhr an den Maschinen zu stehen. Nach einer zwölfstündigen Schicht liefen sie denselben Weg im Dunkeln zurück – um daheim oft noch Landwirtschaft oder Heimarbeit zu erledigen. Ein stiller Weg, der mehr trägt als man sieht. Man biegt rechts ab – gut 100 Höhenmeter bergauf in Richtung Winterberg, mit Ausblicken auf die Weiher im Stephanstal. 

Winterkirchel – Waldkapelle zwischen Weltkriegen und Alltag 

Auf dem Bergsattel des Winterbergs, genau zwischen Erfweiler und Hauenstein, liegt das Winterkirchel – offiziell: Waldkapelle Maria Himmelspforte. Die denkmalgeschützte Wallfahrtskapelle gilt als eines der emotionalsten Kulturdenkmäler der Region. 

Ihre Entstehung ist eng verknüpft mit der Not der Weltkriegszeit und dem harten Alltag der pfälzischen Schuharbeiter. Stille Wände, ein paar Votivtafeln, Waldluft. Wer hier steht, versteht die Kapelle ohne Erklärung. 

Auch heute ist das Winterkirchel ein aktiver Wallfahrtsort: Traditionelle Waldgottesdienste finden jährlich am 1. Mai und am 15. August (Mariä Himmelfahrt) statt.  

Naturdenkmal Dicke Eiche – ein Mahnmal im Wald 

Vom Winterkirchel führt ein angenehmer Wanderweg durch Buchen- und Kiefernwälder des Pfälzerwalds. Man passiert einen Aussichtspunkt mit Blick ins Stephanstal und erreicht das Naturdenkmal Dicke Eiche. 

Das ursprüngliche Denkmal war eine rund 300 Jahre alte Traubeneiche auf dem Sorgenberg – ein mächtiges Wahrzeichen zwischen Hauenstein, Erfweiler und Schwanheim, bis sie einem der bekanntesten Umweltverbrechen der Pfalz zum Opfer fiel: In der Nacht zum 25. März 1994 sägten unbekannte Täter den Baum ein. Der Baum starb langsam. 2011 wurde er gefällt. 

Was blieb: Der liegende Riese. Die Überreste des Stammes wurden bewusst liegen gelassen. Eine Nachfolge-Eiche wurde gepflanzt, Schautafeln dokumentieren die Kriminalgeschichte, eine Bank lädt zur Rast ein. Ein stilles, eindringliches Mahnmal.  

Wanderheim Dicke Eiche – Einkehr mit Aussicht 

Auf einem breiten Forstweg erreicht man wenig später das Wanderheim Dicke Eiche (405 m), auch als Hauensteiner Hütte bekannt. Die ehrenamtlich betriebene PWV-Hütte liegt hoch über dem Stephanstal und bietet schön gelegene Freisitzplätze mit Blick auf die Stephanstürme und den Wolfsfelsen. Gutbürgerliche Pfälzer Küche – ein wohlverdienter Halt.  

Queichquelle, Stephanstürme, Paddelweiher – der Rückweg 

Steile Serpentinen führen vom Wanderheim hinab zur Queichquelle im Stephanstal. Roter Buntsandstein, eine Sitzbank, das leise Rauschen des Quellwassers – hier beginnt die Queich ihren 52 Kilometer langen Weg bis zum Rhein. 

Durchs Stephanstal folgt man dem breiten Talweg, vorbei am Platzturm und den markanten Stephanstürmen: zwei Buntsandsteinfelsen, bis zu 40 Meter hoch, beliebtes Klettergebiet im Wasgau. 

Hinweis: Im Frühjahr können die Felsen aus Vogelschutzgründen gesperrt sein. 

Das Tal verengt sich. Wiesen, Weiher, kühler Wald, Angelteiche. Am Paddelweiher vorbei zurück zum Ausgangspunkt am Parkplatz Farrenwiese. 

Fazit 

Die Rundwanderung ab Farrenwiese ist mehr als eine Wanderung durch den Pfälzerwald. Sie ist ein Gang durch Geschichte – auf dem Rücken der Schuharbeiter, vorbei an einer Wallfahrtskapelle, einem gefällten Riesen und dem Ursprung der Queich. Eine Tour, die Bilder hinterlässt. 

Sunhikes Wanderrechner · Wandern in Hauenstein: Paddelweiher, Winterkirchel, Dicke Eiche und Queichquelle

Schaffe ich die Rundwanderung Wandern in Hauenstein: Paddelweiher, Winterkirchel, Dicke Eiche und Queichquelle – und wie lange brauche ich?

Persönliche Gehzeit nach Naismith-Regel, berechnet für dein Tempo und Gewicht

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Berechnet mit dem Minetti-Modell auf Basis des echten GPX-Höhenprofils

Gib deine Daten ein – du bekommst alle drei Antworten sofort:

6,9 km Rundwanderung (Start 245 m, Ziel 245 m):
212 Hm Aufstieg, 212 Hm Abstieg, höchster Punkt 419 m, Gehzeit 1:30–2:00 Std. Berechnung auf Basis des echten GPX-Höhenprofils dieser Tour — wähle unten deinen Wandertyp für Gehzeit, Kalorienverbrauch und Trinkmenge.

Beispielrechnung (Sportwanderer, 75 kg, 8 kg Rucksack, Wohlfühltempo 4,5 km/h): ca. 1:56 Std. Gehzeit, 927 kcal Energieverbrauch, 1,5 Liter Trinkmenge.

Höhenprofil aus dem echten GPX-Track dieser Tour berechnet.

Datenquelle: Sunhikes (GPX-Track dieser Tour, 25-m-Höhenprofil) · Offizielle Gesamtwerte: 6,9 km, 212 Hm Aufstieg, 212 Hm Abstieg, 1:30–2:00 h · Energiemodell: Fortbewegungskosten nach dem Gradientenmodell von Minetti et al. (2002) plus Grundumsatz; Vergleichswerte: Compendium of Physical Activities (Ainsworth et al.); Zeitberechnung: Naismith-Regel. Richtwerte, keine medizinische Beratung.

Hinweise + Tipps

Anreise 

Parkplatz Farrenwiese – kostenloses Eingangstor ins hintere Queichtal 
Der kostenlose Wanderparkplatz Farrenwiese liegt am südlichen Ortsrand von Hauenstein und ist der zentrale Ausgangspunkt für Ausflüge zum Paddelweiher, zum Grillplatz, zum Spielplatz sowie für Wanderungen zum Winterkirchel und zur Dicken Eiche. 

Mit dem Auto  
Überregional erreicht man Hauenstein über die Bundesstraße B10 (Landau – Pirmasens), Ausfahrt Hauenstein. Im Ort folgt man der Hauptstraße und biegt kurz vor dem Ortsausgang in die Dahner Straße ab. Diese führt direkt auf das große, unbefestigte Waldparkplatzgelände am Waldrand. 

Adresse fürs Navi: Dahner Straße (Ende der Straße), 76846 Hauenstein 

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln  
Mit der Regionalbahn bis Bahnhof Hauenstein Mitte, dann zu Fuß südwärts durch den Ort – vorbei an der Kneipp-Anlage und dem Altwiesenpark – zum Paddelweiher. Der Fußweg dauert etwa 15 bis 20 Minuten. 

Hinweis: An sonnigen Wochenenden und Feiertagen ist der Parkplatz stark frequentiert. Frühe Anreise empfohlen. 

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Wanderung Paddelweiher, Winterkirchel, Dicke Eiche

Was war der Alte Schuhfabrikarbeiterweg, den diese Tour nachzeichnet?

Ein historischer Pendelweg von Erfweiler nach Hauenstein, auf dem Schuhfabrikarbeiter im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert täglich schon um 5 Uhr morgens zur zwölfstündigen Schicht liefen und abends im Dunkeln zurückkehrten.

Wo lässt sich auf dieser Route zusätzlich zum Wanderheim Dicke Eiche einkehren und welche Aktivität ist am Paddelweiher möglich?

An der Paddelweiher-Hütte mit kleinen Speisen und Getränken sowie direkt am idyllischen Paddelweiher mit der Möglichkeit zu Bootsfahrten.

Wie lang und anspruchsvoll ist diese Rundwanderung ab dem Paddelweiher?

Rund 6,9 Kilometer mit etwa 1,5 Stunden Gehzeit und 163 Höhenmetern.

Was zeichnet die Queichquelle aus?

Sie ist der offizielle Ursprung der Queich, einem rund 52 Kilometer langen Nebenfluss des Rheins, und fasst das kristallklare Wasser in einer idyllisch gelegenen Waldquelle ein.

Wie viele Kalorien verbrenne ich auf der Wanderung in Hauenstein zu Paddelweiher, Winterkirchel, Dicker Eiche und Queichquelle?

Der Sunhikes Höhenprofil-Kalorien-Analyzer berechnet für einen Sportwanderer (75 kg, 8 kg Rucksack, 4,5 km/h) auf der Wanderung in Hauenstein rund 989 kcal und eine Gehzeit von ca. 1:57 Std. Die Rundwanderung führt auf 6,9 km zu Paddelweiher, Winterkirchel, Dicker Eiche und Queichquelle, mit 212 Hm Aufstieg und 212 Hm Abstieg. Der Wechsel aus Anstiegen, Abstiegen und unregelmäßigem Untergrund sorgt für einen spürbar höheren Energieverbrauch als eine gleichmäßig flache Strecke gleicher Länge. Gewicht, Rucksack und Tempo lassen sich im Rechner anpassen. Es ist ein Richtwert, kein Messwert.

Author Sunhikes | © Sunhikes
Ein Beitrag von
Sunhikes
Redaktions-Team
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Distanz
6,9 km
Höhenmeter Aufstieg
212 hm
Höhenmeter Abstieg
212 hm
höchster Punkt
419 m
niedrigster Punkt
244 m
ca. Dauer
1:30 – 2:00 h
leicht zu folgen, hundefreundlich, kinderfreundlich, trittsicher
Wegmarkierung
Weg 9, Hauensteiner-Schusterpfad, Burghalderweg
Wasser, festes Schuhwerk, Sonnenschutz
Auslastung
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