Stephanstürme Hauenstein: Buntsandstein-Felstürme im Queichtal
Zwei Türme, ein Tal: Im hinteren Queichtal südlich von Hauenstein ragen sie auf: die Stephanstürme – zwei freistehende Buntsandsteinfelsen, die das Tal dominieren wie sonst kaum eine Formation im Wasgau. Kletterer kennen sie, Wanderer fotografieren sie, und wer einmal am Fuß der Südwand auf der Bank gesessen hat, kommt wieder.
Geologie: 250 Millionen Jahre in Stein
Der rötliche Pfälzer Buntsandstein der Stephanstürme entstand vor rund 250 Millionen Jahren durch Sedimentablagerungen in einer Wüstenlandschaft. Was heute als steile, freistehende Türme aus dem Wald ragt, sind die härtesten Kerne des Gesteins – Wind und Wasser haben die weicheren Schichten Jahrtausende lang abgetragen und die widerstandsfähigen Felskerne freigelegt.
Die Formation liegt am Südwestkamm des Hohen Kopf (442,6 m ü. NHN) und teilt sich in den Großen Stephansturm mit markanter Talseite und den Kleinen Stephansturm. Die Felswände ragen bis zu 40 Meter steil empor; am Hauptgipfel des Großen Turms sind nach DAV-Angaben punktuell bis zu 54 Meter vertikale Felsstruktur möglich.
Klettern an den Stephanstürmen – klassischer Sandsteinfels
Die Stephanstürme gehören zum Klettergebiet Südpfalz (Bereich Hauenstein) und bieten klassischen Sandsteinfels mit Rissen, Kanten und Reibungsplatten.
Klassiker am Großen Stephansturm:
Beide Normalwege – solide Einstiege für den Berg
Westkante – ausgesetzt, lohnend
Nordseite – schattig, mittlerer Schwierigkeitsgrad
Im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen gilt das Prinzip des sanften, naturschonenden Kletterns. Im Frühjahr sind zeitweise Sperrungen wegen Vogelschutz (Wanderfalkenbrut) möglich – Hinweisschilder unbedingt beachten.
Wandern & Aussicht an den Stephanstürmen
Auch ohne Seil lohnt sich der Weg. Die Stephanstürme sind ein hervorragendes Fotomotiv und ein ruhiger Rastplatz mitten im Wald. Am Fuß der Südwand lädt eine Wanderbank zu einer Pause mit Blick über das bewaldete Queichtal ein.
Die Felsen liegen direkt an mehreren Wanderwegen:
Felsensteig Hauenstein – sportlich, nah an den Felsen
Queichtal-Rundweg – flach, familienfreundlich
Pfälzer Waldpfad – verläuft in unmittelbarer Nähe
Burghalderweg Hauenstein – Felsentour mit Aussichten und Felsformationen
Wandern in Hauenstein: Paddelweiher, Winterkirchel, Dicke Eiche und Queichquelle
Eine beliebte Halbtagestour startet in Hauenstein, führt an den Stephanstürmen vorbei und bergauf zum Wanderheim Dicke Eiche (Hauensteiner Hütte, 405 m) – mit Pfälzer Küche und Aussicht auf Wolfsfelsen und Stephansturm.
Wanderung Backelstein, Hühnerstein, Wolfsfelsen & Lanzenfahrter Felsen – Aussicht auf die Stephanstürme vom Sattelfelsen
Anreise & Startpunkt
Die Stephanstürme liegen südlich von Hauenstein im Wasgau. Touren beginnen direkt in Hauenstein, etwa am Talwanderweg oder am Wanderparkplatz Farrenwiese (Dahner Straße, 76846 Hauenstein).
Wanderungen und interessante Ziele in der Umgebung