Wanderung Hauenstein: Backelstein, Hühnerstein, Wolfsfelsen & Lanzenfahrter Felsen

Schwierigkeit
moderat
Routentyp
Rundwanderung
Distanz
8,4 km
Höhenmeter Aufstieg
379 hm
Höhenmeter Abstieg
379 hm
höchster Punkt
466 m
niedrigster Punkt
251 m
ca. Dauer
3:00 – 4:00 h
trittsicher, vorwiegend Pfade
Wegmarkierung
Hauensteiner Schusterpfad, Rimbach-Steig, Burghalder-Weg, Lokalmarkierung Nr 5
Wasser, festes Schuhwerk
Auslastung
moderat

Tourencharakter

Diese Wanderung Hauenstein zählt zu den eindrucksvollsten Rundwanderungen im Pfälzerwald: Mächtige Buntsandsteinfelsen, eine frühmittelalterliche Burgstelle, uralte Grenzzeichen im Waldboden und das Wanderheim Dicke Eiche mit Pfälzer Küche und Blick ins Stephanstal – diese neun Kilometer führen durch fünf markante Felsformationen, zwei Aussichtspunkte mit Leiter und Jahrhunderte Waldgeschichte. Die Route startet und endet am Parkplatz des Wasgaufreibads Hauenstein, folgt dem Hauensteiner Schusterpfad, passiert den Wolfsfelsen und kehrt über den Lanzenfahrter Felsen ins Tal zurück.

Höhenprofil

Kartenansicht + Höhenprofil

Tourencharakter

Diese Wanderung Hauenstein zählt zu den eindrucksvollsten Rundwanderungen im Pfälzerwald: Mächtige Buntsandsteinfelsen, eine frühmittelalterliche Burgstelle, uralte Grenzzeichen im Waldboden und das Wanderheim Dicke Eiche mit Pfälzer Küche und Blick ins Stephanstal – diese neun Kilometer führen durch fünf markante Felsformationen, zwei Aussichtspunkte mit Leiter und Jahrhunderte Waldgeschichte. Die Route startet und endet am Parkplatz des Wasgaufreibads Hauenstein, folgt dem Hauensteiner Schusterpfad, passiert den Wolfsfelsen und kehrt über den Lanzenfahrter Felsen ins Tal zurück.

Routenbeschreibung

Aufstieg zum Backelstein – Steil, kurz, geschichtsträchtig

Vom Parkplatz Wasgaufreibad Hauenstein geht man wenige Meter am Freibad entlang talaufwärts, bis links ein schmaler Pfad abzweigt – ein Schild weist zum Backelstein. Der Einstieg fordert: steil, direkt, ohne Umschweife. Nach etwa zehn Minuten steht man auf dem Fels.

Der Backelstein erhebt sich auf der Südseite fast 50 Meter aus dem Berg – ein mächtiger Kletterfelsen auf rund 310 Metern Höhe, dessen Steilwand den Blick festhält. Hier stand einst eine frühmittelalterliche Spornburg, eine Holzburg, die den natürlichen Felssporn nutzte. Urkundliche Nachweise fehlen; der Sage nach soll Kaiser Friedrich Barbarossa hier sein Jagdschloss gehabt haben. Scherbenfunde gelber Drehscheibenware deuten auf eine Nutzung vor dem 13. Jahrhundert hin.

Von der Burg blieb wenig: kaum mehr als Pfostenlöcher im Stein. An der Nordseite öffnen sich eine Felsenkammer und ein in den Sandstein gehauener Aufgang – Mauerreste fehlen vollständig. Über eine neuere Metalltreppe erreicht man den Oberfelsen. Oben wartet eine weite Fernsicht über Wälder und Täler des Pfälzerwalds.

Entlang des Hauensteiner Schusterpfads – Felsriffe und stille Waldwege

Der Pfad steigt nun nur noch sanft an und trifft bald auf den Hauensteiner Schusterpfad (gelbes Logo), dem man zunächst folgt – später übernimmt der Rimbach-Steig die Führung. Der Weg schlängelt sich abwechslungsreich an zahlreichen kleineren Felsen und einem langgezogenen Felsriff entlang – Sandstein rechts, Waldstille links.

An einem Aussichtspunkt mit Bank gibt der Wald die mächtige Südwand des Backelsteins noch einmal frei. Ein kurzer Blick zurück, bevor der Weg weiterzieht.

Nahe der Schutzhütte Weimersborn beginnt eine längere, fast ebene Passage auf einem sandigen Forstweg. Dann zweigt ein schmaler Pfad nach links ab und führt hinauf zum höchsten Punkt der Tour, dem Hühnerstein.

Hühnerstein (455,7 m) – Der Pilzfels mit grandiosem Panorama

Oben auf dem bewaldeten Gipfel steht er: ein zwölf Meter hoher, massiver Sandsteinfels – breit, wuchtig, wie ein riesiger Pilz auf dem Kamm des Hühnersteins (455,7 m). Markant. Unverwechselbar.

Wer die steile Metallleiter ersteigt, braucht Schwindelfreiheit – und wird mit einem atemberaubenden 360-Grad-Panorama belohnt. Der Blick reicht in alle Himmelsrichtungen über die grünen Höhenrücken des Pfälzerwalds.

Der Name des Felsens leitet sich vermutlich von „Hunnenstein" oder „Hünenstein" ab. Historisch markierte der Hühnerstein die Grenze zwischen der Kurpfalz im Westen und dem Fürstbistum Speyer im Osten – heute trennt er die Gemarkungen Hauenstein und Schwanheim.

Hahnenstein (468,3 m) – Über den Kamm, vorbei am Saustein

Vom Hühnerstein führt ein wurzeliger Pfad durch lichten Buchenwald bergab. Man passiert das „Alte Loch (Hasenteller)" – eine runde Vertiefung in einer Buntsandsteinplatte, einst ein Lochgrenzzeichen dieser Waldlandschaft – und folgt weiter dem Hauensteiner Schusterpfad.

Ein kurzer Abschnitt auf breitem Forstweg, dann übernimmt der Rimbach-Steig und zieht über den Kamm zum Hahnenstein (468,3 m). Unterwegs liegt der Saustein am Weg: eine markante Buntsandsteinformation mit steilen Felswänden, einseitig eingestürzt, die abgebrochenen Felsen dick mit Moos bedeckt – Stille, die man sehen kann.

Am Gipfel des Hahnensteins öffnet sich ein Aussichtspunkt mit Rastplatz und ein großartiger Blick auf den gegenüberliegenden Kühhungerfelsen inmitten der bewaldeten Täler und Berge des Pfälzerwalds.

Wanderheim Dicke Eiche (405 m) – Einkehr mit Aussicht ins Stephanstal

Bergab – zunächst auf schmalem Waldpfad, dann auf breiter Piste – taucht das Wanderheim Dicke Eiche (405 m) auf, auch als Hauensteiner Hütte bekannt. Die vielbesuchte PWV-Hütte liegt mit schön gelegenen Freisitzplätzen hoch über dem Stephanstal, wo die Queich entspringt.

Vor den Augen: die markante Felsbastion des Stephansturms und des Wolfsfelsens. Auf dem Tisch: gutbürgerliche Pfälzer Küche. Ein wohlverdienter Halt.

Wolfsfelsen – Überhängender Turm, stiller Blick

Von der Hütte führt die Route nach Osten (Burghalder-Weg). Der Weg zweigt bald nach links auf einen abwärts führenden Pfad ab, der auf eine Wegkreuzung trifft. Den Pfälzerwald-Steig talwärts lässt man hier links liegen – stattdessen folgt man dem breiten, ebenen Sandweg der Lokalmarkierung 11, rund zehn Meter hinter der Abzweigung.

Kurz darauf: der Wolfsfelsen, auch „Ebenfällter" genannt. Eine majestätische Felsengruppe mit einem nach Norden überhängenden Turm. Zwischen den Felstürmen öffnet sich ein stiller Blick auf die Stephanstürme – Sandstein, Wald, Tiefe.

Hasenteller & Sattelfelsen – Jahrtausende im Stein

Der Wanderweg verlässt den breiten Forstweg und steigt nach links hinab zum Hasenteller: eine runde Vertiefung, als altes Grenzzeichen in eine Felsplatte gemeißelt. Jahrtausende alt, kaum zu sehen – und doch da.

Oberhalb davon hat die Erosion in einer weiteren Sandsteinformation Grotten und kleine Säulen geformt. Weiter bergauf in nördlicher Richtung warten die bizarren Sattelfelsen mit ihren Sandsteintürmchen – ein reizvoller Rastplatz hoch über dem Stephanstal.

Lanzenfahrter Felsen – Schwindelerregende Aussicht über Hauenstein

Ein Wurzelweg führt zur Wegkreuzung am Hohen Kopf – dort folgt man dem breiten Weg nach rechts, der ruhig auf der östlichen Seite des Berges in Richtung Lanzenfahrter Felsen zieht(Lokalmarkierung Nr 5). Der Forstweg verläuft sanft bergab durch malerischen Buchenwald bis zu einer Wegkreuzung – dort zweigt dem Logo des Burghalder-Weges folgend ein schmaler Pfad rechts bergab ab.

Auch hier wartet eine exponierte Leiter zur schmalen Aussichtsplattform – ähnlich anspruchsvoll wie die am Hühnerstein, nichts für schwache Nerven. Von oben: eine schöne Aussicht auf Hauenstein, die umliegenden Felsen – und direkt auf die gegenüberliegende Burgruine Backelstein.

Abstieg durch den Buchenwald – Serpentinen und Gillenbach

Der Pfad schlängelt sich in weiten Serpentinen durch den Buchenwald ins Tal hinab – ruhig, schattig, mit dem Rauschen des Waldes als Begleitung. An der Talsohle folgt man dem Weg nach links entlang des Gillenbachs zurück zum Ausgangspunkt am Wasgaufreibad Hauenstein.

Fazit: Eine Rundwanderung im Pfälzerwald, die in Erinnerung bleibt

Neun Kilometer, rund 380 Höhenmeter, fünf markante Felsformationen, ein Sandsteinfels mit grandiosem Panorama, eine legendäre Wanderhütte und Jahrhunderte Geschichte im Stein – die Rundwanderung Hauenstein im Pfälzerwald ist eine der dichtesten und abwechslungsreichsten Touren dieser Region. Wer Wandern im Pfälzerwald mit Aussicht, Felsabenteuer und pfälzischer Gemütlichkeit verbinden möchte, findet hier alles auf einmal.

Hinweise + Tipps

Anreise nach Hauenstein

Hauenstein (Pfalz) liegt an der B10 zwischen Landau und Pirmasens. Der Parkplatz am Wasgaufreibad Hauenstein ist der Ausgangspunkt der Tour. Mit der Bahn ist Hauenstein über den gleichnamigen Bahnhof erreichbar – vom Bahnhof sind es wenige Gehminuten zum Startpunkt.

Author Sunhikes | © Sunhikes
Ein Beitrag von
Sunhikes
Redaktions-Team
Schwierigkeit
moderat
Routentyp
Rundwanderung
Distanz
8,4 km
Höhenmeter Aufstieg
379 hm
Höhenmeter Abstieg
379 hm
höchster Punkt
466 m
niedrigster Punkt
251 m
ca. Dauer
3:00 – 4:00 h
trittsicher, vorwiegend Pfade
Wegmarkierung
Hauensteiner Schusterpfad, Rimbach-Steig, Burghalder-Weg, Lokalmarkierung Nr 5
Wasser, festes Schuhwerk
Auslastung
moderat