Wanderung auf wilden Pfaden zum Risco del Muerto

Fakten

Schwierigkeit
moderat
Routentyp
Rundwanderung
Distanz
10,4 km
Höhenmeter Aufstieg
586 hm
Höhenmeter Abstieg
586 hm
höchster Punkt
1.124 m
niedrigster Punkt
637 m
ca. Dauer
4:00 – 4:30 h
trittsicher, vorwiegend Pfade, guter Orientierungssinn
Wegmarkierung
PR-TF 83.1, PR-TF 83.3, PR-TF 83.4 | SL-TF 242
Proviant, Wasser, festes Schuhwerk, Sonnenschutz, Windschutz
Auslastung
gering

Tourencharakter

Die etwa 10 km lange Wanderung wartet mit atemberaubenden Naturschönheiten und majestätischen Felsklippen auf. Auf teils verwilderten Pfaden durchwandert man tiefe Schluchten und taucht in eine unberührte Natur ein. Rund um Las Vegas bietet sich eine geschichtsträchtige Kulturlandschaft, die bis heute gut erhalten ist und einen faszinierenden Einblick in vergangene Zeiten gewährt.

Höhenprofil

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Kartenansicht + Höhenprofil

Tourencharakter

Die etwa 10 km lange Wanderung wartet mit atemberaubenden Naturschönheiten und majestätischen Felsklippen auf. Auf teils verwilderten Pfaden durchwandert man tiefe Schluchten und taucht in eine unberührte Natur ein. Rund um Las Vegas bietet sich eine geschichtsträchtige Kulturlandschaft, die bis heute gut erhalten ist und einen faszinierenden Einblick in vergangene Zeiten gewährt.

Hintergrundinformationen

Las Vegas ist ein Ortsteil der Gemeinde Granadilla de Abona im Süden von Teneriffa. Er liegt im Hochland auf einer Höhe von 650 Metern und ist einer der ältesten Siedlungskerne der Region von Abona. Seine Ursprünge reichen bis in die Zeit der kastilischen Eroberung zurück. Der Ort ist ländlich geprägt und profitiert vom fruchtbaren Boden und reichlich Wasser. Ein Netz von Wasserkanälen leitet das Wasser aus den Bergen zur kargen Südküste. Die kleine Einsiedelei bewahrt Beispiele traditioneller kanarischer Architektur. Die Höhlenhäuser rund um Las Vegas sind besonders beeindruckend!

Die Landschaft oberhalb von Las Vegas gipfelt in die majestätischen Berge Guajara (2.718 Meter) und Pasajirón (2.529 Meter). Diese bilden einen Teil des Rückens der beeindruckenden Kraterwand von Las Cañadas. 

Entlang des Weges öffnet sich ein tiefes Tal umgeben von steil abfallenden Basaltwänden auf beiden Seiten. Ein Bergrücken erhebt sich in der Mitte und trennt die beiden beeindruckenden Schluchten Barranco Risco del Muerto und Barranco de Géñiga de las Vegas.

Routenbeschreibung

Die Wanderung startet an der Wandertafel am Ortseingang von Las Vegas. Man folgt dem SL-TF 242 Circular Las Vegas (grün-weiße Markierung) nach links. Der Weg führt vorbei an kleinen Anbauflächen auf eine Schotterpiste, die weiter bergauf zum oberen Ortsende von Las Vegas verläuft. Hier trifft man auf den PR-TF 83.1 (gelb-weiße Markierung) der entlang der Weinbauflächen weiter bergauf führt. Kurz darauf biegen der SL-TF 242 und der PR-TF 83.1 nach rechts ab. Die Route verläuft aber weiter auf der groben Piste parallel zur Géñiga-Schlucht. Zur Linken blickt man auf imposante Steilwände, in die stellenweise kunstvoll Wasserleitungen gebaut wurden. Man passiert zwei nach links abzweigende Wege, die man ignoriert. 

Weiter oben verschmälert sich die Piste und die Wanderwege PR-TF 83.1 und SL-TF 242 münden wieder auf die Route. Rechts kann man ein gemauertes Aquädukt bewundern, dass das Wasser des Kanals Aguas del Sur über den Barranco Risco del Muerto leitet. 

Etwa 300 Meter, nachdem der SL-TF 242 erneut nach rechts abzweigt, verlässt man den PR-TF 83.1 in einer Kurve nach links. Ein schmaler, anfänglich noch gut zu erkennender Pfad führt in die Schlucht Barranco de Géñiga. 

Im felsigen Bachbett der Schlucht ist der Aufstiegspfad nicht leicht auszumachen. Man folgt dem Lauf des Trockenbetts wenige Meter aufwärts und beginnt den Aufstieg entlang des Abhangs. Es geht steil nach links zwischen aufgegebenen Anbauflächen mit Trockenschichtmauern bergauf. Weiter oben trifft man auf einen gut erkennbaren Weg der mit aufgeschichteten Steinen befestigt wurde. Diesem folgt man durch eine Öffnung zwischen den Felsformationen aus der Schlucht hinaus.

Oben angekommen bietet sich ein wunderbarer Ausblick über Schluchten und Felswände bis zu den Gipfeln Kraterwand von Las Cañadas mit den Bergen Berge Guajara (2.718 Meter) und Pasajirón (2.529 Meter). 

Ein schmaler Pfad führt über einen mit Zistrosen und niedrigen Sträuchern bewachsenen Bergrücken auf eine holprige Piste, der man nach rechts bergauf folgt. Durch lichten Kiefernwald verläuft der Weg relativ geradlinig aufwärts. Am Wegesrand haben Imker ihre Bienenstöcke aufgestellt.

Schließlich flacht der Weg ab und der Höhenrücken verengt sich. Auf dieser wunderbaren Passage wandert man direkt über den Steilwänden der Schlucht Barranco de Géñiga. Durch die Felsformationen hindurch ergeben sich traumhafte Ausblicke auf die beeindruckenden Klippen des Risco del Muerto.

Der Fahrweg biegt in einer Linkskurve Richtung Los Hibrones ab. Hier führt die Route auf einem schmalen Pfad geradeaus weiter in die Géñiga-Schlucht. Der Pfad ist gut erkennbar und schlängelt sich in Kurven entlang des Berghangs abwärts. Am Grund der Schlucht wird die Vegetation dichter und man muss zwischen Sträuchern hindurchschlüpfen. Steinmännchen markieren den Weg. Im Bachbett gilt es sich kurz zu orientieren, um den Aufstiegspfad auf der anderen Seite der Schlucht zu treffen. Weiter oben erreicht man wieder auf einen guten Wanderpfad dem man bis zur Wegkreuzung mit dem PR-TF 83.1 (gelb-weiße Markierung) folgt.

An der Wegkreuzung bietet sich ein wunderbarer Blick über die geschwungene Schlucht mit ihren steil abfallenden Basaltwänden bis zur Küste. Die Tour führt nun über den PR-TF 83.1 nach links weiter bergauf zum Risco del Muerto. Nach etwa 400 Metern zweigt rechts ein beschilderter Weg zum Felsmassiv ab. 

Durch die Schlucht Barranco Risco del Muerto steigt man zu den majestätischen Felsklippen, die auch als Klettergebiet genutzt werden, auf. Der Wanderweg windet sich in Kehren und über Stufen zu den Felswänden hinauf. Man wandert in sanftem Auf und Ab direkt am Fuß der spektakulären Steilwände entlang. Ein traumhafter Anblick, der die Schönheit der Natur in all ihrer Pracht zeigt. Schließlich führt der Pfad zwischen Kakteen und Wolfsmilchgewächsen zurück zum Wanderweg PR-TF 83.1.

Auf dem PR-TF 83.1 nach rechts weiter bergauf. Nach etwa 300 Metern verlässt man den PR-TF 83.1 und biegt nach rechts auf den Wanderweg PR-TF 83.3 (gelb-weiße Markierung) Richtung Montaña de Tames ab. Weiter oben im Kiefernwald folgt man der Beschilderung Era del Aserrado.

Nun wandert man durch ein schönes Waldgebiet, das früher zur Gewinnung von Holz und Brennholz genutzt wurde, sanft abwärts. Nach rund 400 Metern trifft man auf eine raue Piste. Von dieser zweigt wenig später der Camino El Aserrado als unmarkierter schmaler Pfad nach rechts ab. 

Der stellenweise stark erodierte Weg führt nun durch den lichten Kiefernwald der Corona Forestal bergab. Schließlich geht der Wald in eine mit Zistrosen und Lavendel bewachse Zone über. Es eröffnet sich ein weitläufiger Panoramablick bis zur Küste der Insel auf den Atlantik. 

Der Camino El Aserrado mündet auf den Wanderweg Camino del Molino (SL-TF 242, grün-weiße Markierung / PR-TF 83.4, gelb-weiße Markierung), dem man nach rechts folgt. Der Weg verläuft nun durch die Schluchten Barranquillo el Aserradero und Barranco Risco del Muerto zurück zum PR-TF 83.1. Diesem folgt man für den Rückweg nach Las Vegas.

Man passiert bei der erneuten Durchquerung der Schlucht Risco del Muerto das Aquädukt und den Wasserkanal Aguas del Sur. Die verbleibende Strecke führt entlang wasserführender Kanäle und vorbei an alten Höhlenbehausungen aus vergangenen Zeiten. Vorbei an terrassierten Feldern mit Schichtmauern aus gelbem Tuffstein erreicht man das obere Ortsende von Las Vegas. Folgt man dem PR-TF 83.1 durch den Ort bis zur kleinen Kirche gewinnt man einen Eindruck in die traditionelle kanarische Architektur. Von der Ermita Nuestra Señora de la Esperanza erreicht man in knapp 300 Metern den Ausgangspunkt der Tour am Wanderparkplatz.

Hinweise + Tipps

Ausgangs- und Endpunkt: Wandertafel am Ortseingang von Las Vegas an der Landstraße TF-555

Anfahrt: Von Chimiche an der TF-28 bergauf in die Calle de Las Vegas abbiegen und auf dieser immer weiter bergauf fahren. Ca. 400 Meter vor dem Ort liegt in einer Kurve ein kleiner Wanderparkplatz. Platz für ca. 3 Pkws ansonsten im Ort parken. 

mit dem Bus: Kein Bus direkt nach Las Vegas – nächste Bushaltestelle in Chimiche an der Straßenkreuzung Calle de Las Vegas / TF-28. Die Titsa Linien 34/ 35/ 36/ 39/ 430 sind dafür zu prüfen. Fußweg bis Las Vegas: eine knappe Stunde.

Fakten

Schwierigkeit
moderat
Routentyp
Rundwanderung
Distanz
10,4 km
Höhenmeter Aufstieg
586 hm
Höhenmeter Abstieg
586 hm
höchster Punkt
1.124 m
niedrigster Punkt
637 m
ca. Dauer
4:00 – 4:30 h
trittsicher, vorwiegend Pfade, guter Orientierungssinn
Wegmarkierung
PR-TF 83.1, PR-TF 83.3, PR-TF 83.4 | SL-TF 242
Proviant, Wasser, festes Schuhwerk, Sonnenschutz, Windschutz
Auslastung
gering