Wer zum ersten Mal unter den gewaltigen Bögen des Ravenna-Viadukts steht, begreift sofort: Hier ist nicht einfach eine Brücke. Hier ist ein Denkmal. Massiv. Stumm. Aus grauem Schwarzwälder Granit gehauen, überspannt das Ravenna-Eisenbahnviadukt den Ausgang der Ravennaschlucht bei Breitnau und Hinterzarten – und gilt als eines der meistfotografierten Bauwerke Deutschlands. 

Vom Holzgerüst zum Granitriesen – die Geschichte des Viadukts 

Die Geschichte beginnt 1885, als die Höllentalbahn durch den Schwarzwald gebaut wird. Man errichtet zunächst eine Stahl-Fachwerkbrücke auf drei gemauerten Pfeilern – solide genug für die damaligen Züge, aber bald am Limit. Die Lokomotiven werden schwerer, die Anforderungen größer. 

1926–1928: Der Neubau aus Stein 

Man entscheidet sich für einen Neuanfang. Das heutige Ravenna-Viadukt entsteht als massive Steinbogenbrücke aus heimischem Granit – 224 Meter lang, 36 Meter hoch über dem Talgrund. Ein Bauwerk, das wirkt, als wäre es schon immer da gewesen. 

1945: Sprengung und Wiederaufbau 

Kurz vor Kriegsende lassen deutsche Truppen das Viadukt sprengen, um den Vormarsch der Alliierten zu bremsen. Was Jahrzehnte Ingenieursarbeit geschaffen hat, liegt innerhalb von Sekunden in Trümmern. Doch bereits 1947/48 wird das Viadukt im Schwarzwald unter großen Anstrengungen in seiner heutigen Form wiederaufgebaut – ein beeindruckendes Zeugnis des Wiederaufbauwillens. 

Heute: Teil der steilsten Hauptbahnstrecke Deutschlands 

Das Ravenna-Viadukt ist heute Teil der steilsten Hauptbahnstrecke Deutschlands – mit bis zu 57 ‰ Steigung. Die Höllentalbahn ist elektrifiziert und verbindet Freiburg mit dem Hochschwarzwald. Wer im Zug sitzt, spürt beim Überqueren des Viadukts einen kurzen Moment der Schwerelosigkeit. 

Wandern rund ums Ravenna-Viadukt – die besten Sunhikes Touren 

Für Sunhikes ist das Viadukt kein bloßes Postkartenmotiv – es ist der Dreh- und Angelpunkt für Wandertouren durch das Höllental und die Ravennaschlucht. Drei Routen stechen dabei besonders heraus. 

Der Klassiker: Heimatpfad Hochschwarzwald 

Die Route führt von Hinterzarten durchs Löffeltal direkt zum Ravenna-Viadukt, weiter durch die Ravennaschlucht und zurück nach Hinterzarten. Wer direkt unter den Steinbögen hindurchläuft, versteht erst dann, was 36 Meter wirklich bedeuten. Die Bögen wölben sich so weit in den Himmel, dass man unwillkürlich den Kopf in den Nacken legt. 

Ca. 7,5 km | ca. 2,5 Std. | moderat  Mehr Informationen zur Route

Panoramatour: Pikettfelsen-Blick 

Vom Hofgut Sternen geht es hinauf zum Pikettfelsen – einem der besten Aussichtspunkte auf das Ravenna-Eisenbahnviadukt. Sunhikes empfiehlt diesen Spot ausdrücklich für das klassische Profilfoto. Wer Glück hat, rollt genau in diesem Moment ein Zug über die Bögen – und der Auslöser klickt von selbst. 

Kurzer, steiler Abstecher | ca. 20 Min. ab Parkplatz 

Winterzauber: Weihnachtsmarkt-Tour 

In der Adventszeit wird das Ravenna-Viadukt zur Kulisse eines besonderen Weihnachtsmarkts. Direkt unter den illuminierten Bögen flackern Lichter, duftet Glühwein, liegt Stille über dem Schwarzwald. Sunhikes bietet spezielle Winterrouten an, die diese einzigartige Atmosphäre gezielt einschließen – ein Erlebnis, das man so nirgendwo sonst findet. 

Das Ravenna-Viadukt ist mehr als Infrastruktur. Es ist Geschichte, die man anfassen kann – und mit den Sunhikes Wandertouren erlebt man sie aus jedem Blickwinkel. 

Author Sunhikes | © Sunhikes
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Sunhikes
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