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Teufelsschmiede Pfälzerwald: Ambossförmiger Pilzfelsen bei Hinterweidenthal

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Man wandert durch den geheimnisvollen Pfälzerwald, spürt das Rascheln der Blätter unter den Füßen, und plötzlich taucht sie auf: die Teufelsschmiede. Ein ambossförmiger Buntsandstein-Felsen, der wie aus einem alten Märchen zwischen Moos und Farnen hervorragt. Die Felsformation gehört zu den berühmten Pilzfelsen von Hinterweidenthal und ist ein faszinierendes Ziel auf der beliebten Teufelstisch-Wanderung

Lage der Teufelsschmiede 

Die Teufelsschmiede liegt auf dem Rücken des 321 Meter hohen Etschbergs, im äußersten Nordwesten des Dahner Felsenlandes. Von hier aus kann man in der Nähe die Teufelsküche erkunden, und nur rund 300 Meter entfernt ragt der legendäre Teufelstisch in den Himmel. Rund einen Kilometer nordwestlich fließt der Salzbach, der sich hier mit dem Walmersbach vereint. Die Bebauung von Hinterweidenthal beginnt etwa einen Kilometer südlich und östlich. 

Geologie: Buntsandstein und Rehberg-Schichten 

Die Felsformation besteht aus robustem Buntsandstein, geformt durch Jahrtausende von Wind und Wetter. Die ambossförmige Struktur gibt der Teufelsschmiede nicht nur ihr charakteristisches Aussehen, sondern inspirierte auch den Namen – eine Anspielung auf den benachbarten Teufelstisch. Geologisch gehört der Felsen zu den Rehberg-Schichten, einem typischen Merkmal der Region Pfälzerwald. 

Wanderungen zur Teufelsschmiede 

Wer die Teufelsschmiede besuchen möchte, folgt am besten dem rund 9,5 Kilometer langen Premiumwanderweg Hinterweidenthal Teufelstisch-Tour. Alternativ führt der lokale Rundwanderweg 15 direkt am Felsen vorbei. Unterwegs eröffnen sich immer wieder atemberaubende Ausblicke auf die umliegenden Wälder und die bizarren Felsformationen. Die Wanderung ist sowohl für Genusswanderer als auch für Familien geeignet, die die Natur des Pfälzerwalds hautnah erleben möchten. 

Erlebnispark Teufelstisch und Umgebung 

Seit 2009 bereichert der Erlebnispark Teufelstisch die Umgebung, nur wenige Minuten Fußweg von der Teufelsschmiede entfernt. Hier kann man die Felsenlandschaft interaktiv entdecken und sich über die geologischen Besonderheiten der Pilzfelsen Hinterweidenthal informieren. Der Park ergänzt perfekt die Wanderung zur Teufelsschmiede und macht sie zu einem Erlebnis für Groß und Klein. 

Besucherinformationen Teufelsschmiede 

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Spirkelbacher Rauhfels: Klettern & Wandern im Buntsandstein-Paradies

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Man betritt eine Welt, in der die rauen Formen des Buntsandsteins die Landschaft dominieren, wo die Natur mit jeder Faser spürbar wird. So steht er da, der Spirkelbacher Rauhfels, ein markantes Felsmassiv auf dem kleinen Rauhberg, dessen 371 Meter Höhe die umliegenden Wälder still umarmen. Hier, nahe der Gemeinde Spirkelbach im Landkreis Südwestpfalz, erhebt sich der mächtige Felsen bis zu 46 Meter in die Höhe und öffnet Wanderern und Kletterern gleichermaßen seine faszinierende Welt. 

Faszinierende Buntsandsteinfelsen auf dem kleinen Rauhberg 

Der Spirkelbacher Rauhfels ist einer von drei markanten Buntsandsteinfelsen auf dem kleinen Rauhberg. Neben ihm thronen der Krappenfels – auch als Rauhbergtürmchen bekannt – und der Rauhbergpfeiler, die zusammen ein vielseitiges Kletterparadies formen. Diese Felsen sind nicht nur beeindruckend in ihrer Größe, sondern auch in ihrer Vielfalt. Über zahlreiche, teils ausgeschilderte Wege sind sie für Wanderer erreichbar, die sich vom Naturschauspiel Buntsandstein verzaubern lassen möchten. 

Zwischen Wanderlust und Kletterabenteuer 

Beim Aufstieg zum Rauhfels spürt man die Geschichte, die dieser Fels erzählt: Jahrtausende der Verwitterung, kraftvoll modelliert vom Wind und Wasser, haben die harte Oberfläche geprägt. Wanderer finden hier schmale Pfade, die am Osthang des Bergs starten und über teils ausgesetzte Passagen zu einer atemberaubenden Aussichtsplattform führen, die einen glänzenden Blick über den Wasgau freigibt – eine Landschaft, die zum Träumen einlädt. 

Für die Kletterer ist der Spirkelbacher Rauhfels ein wahres Eldorado. Jede Saison locken unterschiedlichste Kletterrouten mit einer Bandbreite an Schwierigkeitsgraden vom Anfänger bis zum erfahrenen Alpinisten. Die Sonne erwärmt schon früh im Jahr die sonnenverwöhnten Wände, sodass selbst im Winter geklettert werden kann – ein Privileg, das dieser einzigartige Ort bietet. 

Der Weg zum Naturdenkmal – Anreise und Zustieg 

Den Parkplatz erreicht man unkompliziert, wenn man mit dem Auto nach Spirkelbach fährt und vor allem die Hohlstraße ins Auge fasst. Von hier aus weisen die Wanderwegmarkierungen – die Route Nr. 1 besonders – den direkten Pfad hinauf zum Felsmassiv. Alternativ führt auch ein Zugang von Hauenstein oder entlang der Straße zwischen Wilgartswiesen und Hauenstein zum Ziel. 

Etwas abseits der Hauptwand erhebt sich der Rauhbergpfeiler, der durch seine exponierte Lage und anspruchsvolleren Kletterrouten zu besonderen Herausforderungen einlädt. Ebenso beeindruckend ist der Rauhfels am Westende, nahe dem Otto-Wendel-Turm, der eine weitere Aussichtsstation markiert. 

Naturschutz und Verhaltensregeln am Spirkelbacher Rauhfels 

Die Schönheit und Ruhe dieser Landschaft sind empfindlich. Der Spirkelbacher Rauhfels ist als Naturdenkmal geschützt. Kletterer müssen besonders im Frühjahr auf temporäre Sperrungen achten, die dem Vogelschutz dienen. Diese Maßnahme ist essenziell, um die artenreiche Vogelwelt zu bewahren und im Einklang mit der Natur zu klettern. 

Das Erlebnis Spirkelbacher Rauhfels – eine Symbiose aus Natur, Sport und Erholung 

Beim Wandern entlang der roten Buntsandsteinfelsen fühlt man sich wie in einem uralten Gemälde, das die Kraft der Natur widerspiegelt. Der rauhe Fels und die umgebenden Wälder erzählen Geschichten von Zeit und Beständigkeit. Das Riff auf dem Rauhberg lädt ein, es zu erkunden, zu bezwingen, oder einfach die Aussicht in vollen Zügen zu genießen. 

Kurz gesagt: Der Spirkelbacher Rauhfels bietet jedem Besucher ein Stück wildromantisches Abenteuer – sei es beim Wandern auf den steilen Pfaden, beim Klettern an den vielseitigen Routen oder beim stillen Verweilen an einem der schönsten Orte des Pfälzerwaldes.

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Kleiner Rauhberg im Pfälzerwald: Wanderparadies und Buntsandsteinfelsen entdecken

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Man steht am Fuße eines bewaldeten Berges, dessen Gipfel sich 371 Meter über Normalhöhennull erhebt – der Kleine Rauhberg, auch bekannt als Spirkelbacher Rauhberg. Eingebettet im südlichen Pfälzerwald, liegt er im Dahner Felsenland, einer sagenhaften Region des Wasgaus. Ein Ort, wo die Zeit langsamer zu fließen scheint und die Natur in majestätischer Stille ihre Spuren hinterlässt. 

Faszinierender Kegelrücken mit markanten Buntsandsteinfelsen 

Der Kleine Rauhberg ist nicht nur ein bewaldeter Hügel, sondern ein Kegelrückenberg, geformt aus uraltem Buntsandstein, der vor etwa 251 bis 243 Millionen Jahren entstand. Seinen Anblick bestimmen markante Felsformationen: der mächtige Rauhfels am Westhang, der Krappenfels nördlich und der Rauhbergpfeiler im Süden. Diese beeindruckenden Buntsandsteinfelsen sind nicht nur steinerne Zeitzeugen, sondern auch als Naturdenkmal (ND-7340-290) ausgewiesen – ein Schutz, der die einzigartige Wildnis bewahren soll. 

Geographische Lage im Herz des Wasgaus 

Der Kleine Rauhberg steht an der westlichen Grenze von Spirkelbach, nur etwa 750 Meter Luftlinie von der Ortsmitte entfernt. Im Westen lockt die Gemeinde Hauenstein, 1,4 Kilometer entfernt, während im Norden der Große Rauhberg mit 376,9 Meter seine waldreiche Erhabenheit präsentiert. Der Steinbach schlängelt sich westlich am Berg vorbei, entspringt am Hülsenberg und mündet sanft in die Queich. Diese Landschaft erzählt von Harmonie und geologischer Geschichte. 

Wandern und Entdecken – Natur hautnah erleben 

Der Kleine Rauhberg ist ein Juwel im Wandergebiet Hauenstein. Über gut markierte Pfade und die spannende Spirkelbacher Rauhberg-Tour können Besucher den Berg erkunden. Die Wege führen durch dichte Wälder, vorbei an bizarren Felsformationen und eröffnen immer wieder neue Perspektiven auf die weite, grüne Landschaft des Wasgaus. 

Vom Gipfel und besonders vom Rauhbergpfeiler reicht der Blick weit nach Süden – ein Erlebnis, das zu stiller Einkehr und Bewunderung einlädt. Wer genau hinsieht, entdeckt im Gipfelbereich eine verborgene 350 Meter lange Stollenanlage, Relikt einer militärischen Anlage des Westwalls, das von einer bewegten Vergangenheit erzählt. 

Hier sind drei Wandertipps: 

1. Spirkelbacher Höllenberg-Tour – Premiumwanderweg mit spektakulären Felsenblicken → 

Diese rund 9 Kilometer lange Premiumwanderung auf dem Höllenberg zwischen Spirkelbach und Lug bietet eine perfekte Mischung aus Natur, Ruhe und beeindruckenden Panoramen. Die Tour startet am Spirkelbacher Friedhof und führt über sanfte Waldpfade sowie kurze, steile Anstiege zu außergewöhnlichen Buntsandsteinfelsen: dem Kleinen und Großen Ferkelstein mit Felsdurchbrüchen und Plätzen zum Rasten. Das Highlight ist der 455 Meter hohe Klingel-Kopf, dessen mit Farnen und Moosen bewachsene Felsbrocken eine mystische Atmosphäre schaffen. Weitere Höhepunkte sind der imposante Luger Friedrichsfels („Luger Fritz“) und der farbenprächtige Höllenfelsen mit fantastischem Talblick. Am Schluss führt der Weg zurück nach Spirkelbach, wobei die Route abwechslungsreich und gut begehbar ist – ideal für Wanderer aller Altersklassen. 

2. Spirkelbacher Höhenweg – Rundwanderung zu Felsen, Aussichtspunkten und Naturerlebnissen →   

Diese ca. 12 Kilometer lange Rundtour beginnt ebenfalls am Wanderparkplatz beim Spirkelbacher Friedhof und verzaubert mit einem abwechslungsreichen Pfad durch das idyllische Wiesental entlang des Spirkelbachs. Man wandert vorbei an grünen Kuhweiden und erreicht bald das imposante Felsmassiv der Prälatenkammer mit historischen Höhlen und geheimnisvollen Felsdurchbrüchen. Der Wanderweg führt dann zum „Prälatentürmchen“, einem Aussichtsfelsen mit weiter Sicht über den Pfälzerwald. Eine Pause lädt die PWV-Schutzhütte Spirkelbach ein. Über einen steilen Abschnitt gelangt man auf den Kamm des Rindsbergs mit moosbewachsenen Felsen und dem markanten Wackelstein, einem weithin sichtbaren Pilzfelsen. Der Weg bietet mehrere Aussichtspunkte, unter anderem am Buchholzfelsen mit Blick auf die Burgen Trifels, Anebos und Scharfenberg. Die Tour führt zurück zum Ausgangspunkt und verbindet Natur, Geschichte und spektakuläre Aussichten. 

3. Spirkelbacher Rauberg-Tour – Felsabenteuer und Panoramablicke im Pfälzerwald → 

Die kurze, aber eindrucksvolle Rundwanderung über etwa 5,4 Kilometer startet in Spirkelbach und besticht durch vielfältige Landschaften: von blühenden Streuobstwiesen über dichte Wälder bis hin zu markanten Buntsandsteinfelsen. Im Mittelpunkt steht das Naturdenkmal Spirkelbacher Rauhfels am Westhang des Kleinen Rauhbergs, ein beeindruckendes Felsmassiv mit steilen Felstürmen und einer schmalen Felsspalte, die zu durchwandern ein besonderes Naturerlebnis bietet. Der Weg führt weiter zum Rauhbergpfeiler, von dem aus man grandiose Panoramablicke auf Hauenstein, Spirkelbach und den Pfälzerwald genießt. Ein Abstecher zum nahegelegenen Krappenfels (Rauhbergtürmchen) rundet die Tour ab. Der Rückweg verläuft über schmale Waldpfade und Streuobstwiesen zurück zum Ausgangspunkt. Diese Wanderung ist ideal für alle, die Natur, Felsen und beeindruckende Ausblicke auf kompakter Strecke erleben wollen. 

Diese Wandertipps bieten sowohl für Genießer als auch für Aktivurlauber tolle Möglichkeiten, die faszinierenden Buntsandsteinlandschaften des Pfälzerwaldes rund um Spirkelbach kennenzulernen. 

Anreise und praktische Tipps 

Zugänge führen von Spirkelbach und Hauenstein gleichermaßen auf den Berg. Diese Routen sind gut ausgeschildert und bieten sowohl für geübte Wanderer als auch für Naturliebhaber angenehme und abwechslungsreiche Wege. Parkmöglichkeiten bestehen in den jeweiligen Gemeinden, von wo aus sich die Wanderung durch den Buntsandsteinwald bequem starten lässt. 

Naturdenkmal mit Geschichte – Schutz und Erhalt 

Der Kleine Rauhberg und seine spektakulären Felsen sind ein wertvolles Naturdenkmal. Diese Ausweisung schützt die empfindlichen Ökosysteme und die vielfältige Tierwelt rund um den Buntsandstein. Besucher sind eingeladen, diesen Schatz mit Respekt zu erleben, seinen besonderen Charakter zu erhalten und die Ruhe des Waldes zu bewahren.

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Fladensteine bei Bundenthal – Naturdenkmal im Dahner Felsenland

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Die Fladensteine liegen am östlichen Rand von Bundenthal, eingebettet ins Dahner Felsenland. Direkt nördlich davon erhebt sich der Jüngstberg. Zwischen Stämmen und Moos ragt die Felsgruppe aus dem Wald empor: kantig, verwittert, von der Zeit geformt.

Die Sieben Brüder – Buntsandstein mit Geschichte

Die Felsformation der Fladensteine wird auch die Sieben Brüder genannt. Sie ziehen sich langgestreckt durch den Wald, ein Grat aus Buntsandstein, insgesamt 52 Meter, von Wind und Wasser gezeichnet.

Der westlichste und höchste Fels trägt den Namen Bundenthaler Turm. Ihm folgen der Namenlose Turm, der Ilexturm, der Stuhl, der Jüngstturm, der Backofen und schließlich der Erlenbacher Turm. Jeder steht für sich, und doch gehören sie zusammen. Schmale Pfade führen rund um das Buntsandsteinriff. Schritt für Schritt eröffnen sich neue Perspektiven, neue Linien, neue Bilder.

Kletterfelsen mit Tradition

1904 wurde der Fladenstein erstmals bestiegen – von Friedrich und Karl Jung. Später lag hier ein Gipfelbuch, und über Jahrzehnte zog es Kletterer im Dahner Felsenland an diesen Ort. Bis heute gelten die Fladensteine als vielseitiger Kletterfelsen mit zahlreichen Touren.

Wege zwischen Fels und Wald

Die Fladensteine liegen direkt an bekannten Wanderwegen des Dahner Felsenlands. Der Felsenland Sagenweg führt an ihnen vorbei, ebenso die Jüngstberg-Tour. Man geht auf schmalen Pfaden, hört den eigenen Schritt, den Wind in den Kronen, das leise Arbeiten des Waldes.

Geopfad Fladensteine – Reise in die Erdgeschichte

Der etwa einstündige Geopfad Fladensteine führt rund um das Felsmassiv und entführt dabei mehr als 250 Millionen Jahre in die Vergangenheit. An Schautafeln wird über die Entstehung der Gesteine, ihre regionalen Vorkommen und ihre Nutzung als wertvolle Rohstoffe informiert.

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Felsenmeer am Hüttenberg: Wandern & Natur an der Kalmit im Pfälzerwald

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Ein Meer aus Stein mitten im Wald: Wer zum ersten Mal ins Felsenmeer am Hüttenberg tritt, bleibt unweigerlich stehen. Mächtige Felsbrocken aus rotem Buntsandstein, überzogen von samtigem Moos, türmen sich zu bizarren Formationen auf – übereinander, nebeneinander, manchmal scheinbar schwebend. Der Wald ringsum ist still, das Licht fällt in schmalen Streifen durch die Kiefern. Es wirkt wie eine andere Welt.

Das Felsenmeer am Hüttenberg ist eines der eindrucksvollsten Naturdenkmäler im Pfälzerwald – mit mächtigen Buntsandstein-Felsen, überzogen von samtigem Moos, die sich zu bizarren Formationen türmen. Bekannte Felsen wie der Hausfelsen und der Kugelfelsen prägen das Bild. Dabei lohnt sich ein Besuch zu jeder Jahreszeit.

Lage: Wo liegt das Felsenmeer am Hüttenberg?

Das Felsenmeer am Hüttenberg liegt auf dem gleichnamigen Vorberg der Kalmit – dem höchsten Berg im Pfälzerwald – innerhalb der Haardt, dem Ostrand des Pfälzerwalds. Geografisch befindet es sich im Nordwesten des Landkreises Südliche Weinstraße, auf den Waldgemarkungen der Ortsgemeinden Maikammer im Norden und Sankt Martin im Süden.

Der Hüttenberg selbst erhebt sich auf 620 m Höhe und ist als Südwestsporn der Kalmit deren direkter Vorberg. Am südlichen Ende des Felsenmeers, auf 591 m, steht die Hüttenberghütte – ein beliebter Rastplatz mit Blick über die Rheinebene.

Geologie: Entstehung in der Eiszeit

Die Felsen des Felsenmeers bestehen aus Buntsandstein – einem der typischen Gesteine des Pfälzerwalds, das vor rund 250 Millionen Jahren in der frühen Trias abgelagert wurde. Ihre heutige Form verdanken sie den Eiszeiten: Frostsprengung zerlegte die einst geschlossene Felsschicht in einzelne Trümmer. In den kurzen Tauphasen der Sommermonate trieb Schmelzwasser die durchnässten Gesteinsmassen die Hänge hinab – ein Prozess, der über Jahrtausende immer wieder ablief.

Das Ergebnis ist ein weitläufiges Blockfeld, das sich vom Gipfelgrat des Hüttenbergs – rund 700 m in Nord-Süd-Richtung – bis auf die Berghänge erstreckt. Die Felsformationen reichen von kleinen Blöcken bis zu bis zu 10 m hohen Felsgebilden. Besonders charakteristisch sind die sogenannten Gletschermühlen – rundliche Verwitterungsformen im Buntsandstein, die dem Felsenmeer sein unverwechselbares Gesicht geben.

Das Felsenmeer ist als flächenhaftes Naturdenkmal klassifiziert und steht unter besonderem Schutz.

Felsformationen: Stein in allen Formen

Das Felsenmeer bietet eine beeindruckende Vielfalt an Felsformationen. Manche ragen wie natürliche Monumente meterhoch aus dem Waldboden – wie der Hausfelsen mit knapp 19 m Höhe. Andere wirken durch gleichmäßige Verwitterung fast skulptural gerundet, wie der Kugelfelsen. Jeder Felsen erzählt auf seine Weise von Jahrtausenden aus Frost, Wasser und Zeit.

Wer durch das Felsenmeer wandert, erlebt Natur hautnah: Moospolster in sattem Grün, das Zwitschern der Vögel im Kiefernwald ringsum, der kühle Schatten zwischen den Felsblöcken an warmen Sommertagen. Im Herbst leuchten die Farben des Waldes besonders schön zwischen dem roten Buntsandstein. Im Winter, wenn Schnee auf den Blöcken liegt, wirkt das Felsenmeer wie eine andere Welt.

Bouldern und Klettern im Felsenmeer

Das Felsenmeer am Hüttenberg gehört zum Klettergebiet Pfälzerwald und ist unter Boulderern und Sportkletterern aus der ganzen Region bekannt. Die Felsen bieten abwechslungsreiche Züge auf verschiedenen Schwierigkeitsstufen – von einsteigerfreundlichen Blöcken bis zu anspruchsvollen Überhängen.

Wer nur wandert, kann dennoch hautnah dabei sein: Der Wanderpfad führt mitten durch das Blockfeld, man passiert die Kletterfelsen auf Armlänge und kann den Boulderern beim Training zusehen.

Wandern durch das Felsenmeer

Der Weg durch das Felsenmeer lässt sich auf zwei Arten erleben: als Gratweg über die Felsen oder unterhalb der Formationen, von wo man die mächtigen Blöcke von unten betrachten kann. Abenteuerlustige wählen den Weg oben oder suchen sich ihren eigenen Weg zwischen den Felsen hindurch, Ruhesuchende gehen den Weg unten. Beide lohnen sich.

Die rund 800 Meter durch das Felsenmeer sind das Herzstück der Kleinen Kalmit Runde – und vergehen immer viel zu schnell. Überall gibt es etwas zu entdecken: enge Felsgassen, moosbedeckte Blöcke, bizarre Felsnasen und immer wieder neue Ausblicke durch das Gestein.

Das Felsenmeer ist Teil des Pfälzer Weinsteigs, eines zertifizierten Prädikatswegs, dessen vierte Etappe unterhalb der Felsen entlangführt.

Hüttenberghütte – Rast am Rand des Felsenmeers

Am südlichen Ausläufer des Felsenmeers, auf 591 m Höhe, steht die Hüttenberghütte – ein einfacher, nicht bewirtschafteter Rastplatz, der einen schönen Blick über die Oberrheinische Tiefebene bietet. Ein guter Ort, um durchzuatmen, die Aussicht zu genießen und Kräfte für den weiteren Aufstieg zur Kalmit zu sammeln. Wer anschließend einkehren möchte: Das Kalmithaus auf dem Gipfel wartet mit pfälzischer Küche und Panoramablick.

FAQ: Häufige Fragen zum Felsenmeer am Hüttenberg

Wie komme ich zum Felsenmeer am Hüttenberg? 

Der kürzeste Weg führt vom Parkplatz Kalmit direkt unterhalb des Gipfels – von dort sind es nur rund 300 m bis zum Felsenmeer. Wer jedoch das Beste der Region erleben möchte, startet weiter unten am Wanderparkplatz Hüttenhohl und folgt dem mit weiß-grünem Balken markierten Wanderweg. Nach etwa 20–30 Minuten erreicht man das Felsenmeer. Das Felsenmeer ist auch Teil der Kleinen Kalmit Runde.

Ist das Felsenmeer für Kinder geeignet? 

Ja – Kinder lieben das Felsenmeer. Klettern, balancieren, entdecken: Die Felsen laden zum Spielen ein. Festes Schuhwerk wird empfohlen.

Darf man im Felsenmeer klettern? 

Ja, das Felsenmeer gehört zum Klettergebiet Pfälzerwald und wird aktiv zum Bouldern genutzt. Das Betreten der Felsen ist erlaubt, es gilt jedoch Rücksicht auf das Naturdenkmal zu nehmen.

Zu welcher Jahreszeit ist das Felsenmeer am schönsten? 

Zu jeder Jahreszeit sehenswert – besonders schön ist es jedoch im Frühling: Die Blätter treiben frisch aus, das Moos erwacht in sattem Grün und die Felsen sind noch nicht von dichtem Blattwerk verdeckt. Im Herbst leuchten die Waldfarben zwischen den Felsen, im Winter liegt manchmal Schnee auf den Blöcken.

Wie lang ist der Weg durch das Felsenmeer? 

Der Abschnitt durch das Blockfeld ist rund 800 Meter lang.