Ausblick von der Hornisgrinde auf den Biberkessel | © Sunhikes Holzbrücke in der Ravennaschlucht | © Sunhikes Panorama am Feldberg im Südschwarzwald | © Sunhikes

Die besten Highlights im Schwarzwald - Seite 5

Der Schwarzwald, das größte Mittelgebirge in Deutschland, präsentiert eine Fülle an vielfältigen Landschaftsformen. Im Nördlichen Schwarzwald erstrecken sich ausgedehnte Waldgebiete, während der Mittlere Schwarzwald durch weite Wiesentäler geprägt ist. Die hohen, baumlosen Gipfel im Südlichen Schwarzwald runden das beeindruckende Landschaftsbild ab.

Der Schwarzwald zieht Besucher mit malerischen Karseen, spektakulären Wasserfällen und idyllischen Schluchten in seinen Bann. Von den Bergen bieten sich traumhafte Ausblicke auf die Rheinebene und bis zu den Alpen.

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Hexentanzplatz & Hexenhaus am Hexensteig Kappelrodeck

Nördlicher Schwarzwald
, Schwarzwald , Deutschland
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Eine schiefe Hütte, ein riesiger Besen, dichter Wald. Mehr braucht es nicht. Der Hexentanzplatz ist ein idyllischer Rastplatz tief im Wald auf der Gemarkung von Kappelrodeck – genauer: im Bereich der Waldulmer Gemarkung, Ortsteil von Kappelrodeck. 

Hexentanzplatz & Hexenhaus am Kappelrodecker Hexensteig – Sagen, Wald & Wandern

Das Hexenhaus, eine schiefe, märchenhafte Schutzhütte, wurde 2013/2014 errichtet. Direkt daneben steht ein überdimensionaler Hexenbesen – Sitzbank, Fotomotiv und Wegmarke in einem.

Der Ort ist kein touristisches Beiwerk, sondern ein symbolischer Punkt, an dem alte mündliche Überlieferungen des Achertals lebendig gehalten werden. Der Hexentanzplatz liegt hoch oben im Wald, fernab der Weinberge, direkt am Bergrücken.

Schnittpunkt zweier Wanderwege im Nordschwarzwald:

  • Kappelrodecker Hexensteig (ca. 18 km): Der Hauptweg, der den Ort als eines seiner Highlights führt.
  • Ottenhöfener Felsenweg: Der Platz liegt direkt an der Route des bekannten Felsenwegs in der Nähe des Katzenschrofen.

Die Sage: Die beschlagene Hexe

Ein Bauer hatte zwei Knechte – einen dicken, einen dürren. Zum dürren kam nachts eine Hexe. Drei Wörter, und er war ein Ross. Die Hexe saß auf und ritt zum Hexentanz. Der Knecht wurde immer magerer. Als der Bauer fragte, erzählte er alles – auch die drei Zauberwörter. Da legte sich der dicke Knecht in sein Bett.

Als die Hexe wiederkam, sprach er die Wörter. Jetzt war sie das Ross. Er ritt schnurstracks zum Schmied, ließ sie beschlagen und ritt heim. Drei Wörter zurück – und aus dem Ross wurde wieder eine Hexe.

Am nächsten Morgen lag die Nachbarstochter, 15 oder 16 Jahre alt, krank im Bett und wollte die Hände nicht zeigen. Man schaute nach: Hufeisen an Händen und Füßen. Man nahm sie ab – und die Hexe erschien nie mehr. – Aus den Achertalsagen, Adolf Hirth

Kappelrodecker Hexensteig – Wandertipps

Der Kappelrodecker Hexensteig ist mit ca. 18 km und rund 700 Höhenmetern im Auf- und Abstieg ein anspruchsvoller Qualitätswanderweg. Start und Ziel ist das Zuckerbergschloss in Kappelrodeck.

Highlights unterwegs: Bürstenstein (Panorama über Rheinebene und Vogesen), mehrere Schnaps- und Getränkebrunnen (u. a. am Ganzeckerhof und Baßlerhof), der Hexentanzplatz mit Hexenhaus – und die Weinlagen des Waldulmer Pfarrbergs, deren roter Wein und dunkle Sagen eine eigentümliche Atmosphäre erzeugen.

Hexentanzplatz Kappelrodeck – Praktische Infos im Überblick

  • Lage: Waldulmer Gemarkung, Kappelrodeck, Nordschwarzwald
  • Highlight: Hexenhaus, überdimensionaler Hexenbesen, Rastplatz
  • Wegverbindung: Kappelrodecker Hexensteig & Ottenhöfener Felsenweg
  • Hexensteig: Ca. 18 km, ca. 700 Hm, Start/Ziel Zuckerbergschloss
  • Sage: Die beschlagene Hexe, Achertalsagen (Adolf Hirth)
  • Kombinierbar mit: Bürstenstein, Felsenweg Ottenhöfen
  • Beste Zeit: Herbst & Nebeltage für maximale Atmosphäre
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Martinskapelle an der Donauquelle – Wo Europa sich das Wasser teilt

Mittlerer Schwarzwald
, Schwarzwald , Deutschland
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Kurzfakten

  • Lage: Hochschwarzwald, Gemarkung Furtwangen im Schwarzwald-Baar-Kreis, Baden-Württemberg
  • Höhe: 1.094 m ü. NN
  • Erste urkundliche Erwähnung/Ursprung: um 800 n. Chr. (Holzkapelle als Raststation für Mönche des Klosters St. Gallen)
  • Heutiger Steinbau: Kern um 1450 (Spätgotik)
  • Renovierungen: um 1900 sowie umfassende Sanierung 1995–1997
  • Patrozinium: Heiliger Martin, Schutzpatron der Reisenden und Wanderer
  • Besonderheit: liegt exakt auf der Europäischen Hauptwasserscheide (Rhein/Nordsee – Donau/Schwarzes Meer)
  • In der Nähe: Bregquelle (ca. 200 m), Günterfelsen (ca. 1,5 km)
  • Wanderweg: markanter Punkt auf der 8. Etappe des Westwegs
  • Anfahrt PKW: über die Kreisstraße K 5730, Wanderparkplatz Martinskapelle direkt vor Ort (Neuweg 10, ca. 1.100 m ü. NN)
  • Anfahrt ÖPNV: keine Direktverbindung; nächste Bushaltestellen (Linien 502/510) im Furtwanger Stadtgebiet, letztes Stück zu Fuß oder per Taxi
  • Zugänglichkeit: Außenbereich, Passhöhe und Bregquelle ganzjährig frei zugänglich; Innenraum der Kapelle tagsüber in der Regel geöffnet
  • Barrierefreiheit: teilweise – rollstuhlgerechte Parkplätze und flache, teils asphaltierte Rundwege vorhanden, Zugang ins historische Kapelleninnere aber ggf. durch Stufen/Schwellen eingeschränkt

Ein Ort, an dem die Stille spürbar wird

Wer hier oben steht, spürt es sofort: Diese Stille ist keine gewöhnliche. Auf 1.094 Metern über dem Meeresspiegel, mitten im Hochschwarzwald, erhebt sich die Martinskapelle bei Furtwangen – ein schlichter Steinbau, der mehr Geschichte in seinen Mauern trägt, als man ihm auf den ersten Blick zutraut. Kein Prunk, kein Lärm. Nur Wald, Wind und ein leises Gefühl, dass dieser Ort schon sehr lange besteht. 

Eine der ältesten Christlichen Stätten im Schwarzwald 

Vermutlich stand hier bereits im 9. Jahrhundert eine kleine Holzkapelle – eine Raststation für Mönche des Klosters St. Gallen, die auf beschwerlichen Wegen durch das Mittelgebirge zogen. Die Geschichte der Martinskapelle reicht damit bis um das Jahr 800 zurück, was sie zu einer der ältesten christlichen Stätten im Hochschwarzwald macht. Der heutige Steinbau entstand im Kern um 1450, in der Blütezeit der Spätgotik. Nach Jahrhunderten des Verfalls wurde die Kapelle um 1900 renoviert und zwischen 1995 und 1997 umfassend saniert – behutsam, respektvoll, so dass der Charakter erhalten blieb. 

Im Inneren empfängt einen das Altarbild des Heiligen Martin, dem Schutzpatron der Reisenden und Wanderer. Ein stiller Wink an alle, die hier vorbeikommen. 

Die Europäische Wasserscheide – Ein Dach, zwei Meere 

Was die Martinskapelle an der Donauquelle so einzigartig macht, ist ihre Lage auf der Europäischen Hauptwasserscheide. Kein geografisches Konstrukt, sondern physisch erfahrbar: Der Regen, der auf die westliche Dachseite fällt, findet seinen Weg über die Elz in den Rhein – und endet in der Nordsee. Das Wasser der östlichen Dachseite dagegen fließt über die Breg in die Donau – bis ins Schwarze Meer. Ein einziges Gebäude, das zwei Kontinentalschicksale teilt. Kaum irgendwo sonst lässt sich Europas Wasserscheide im Schwarzwald so greifbar erleben. 

Die Bregquelle – Die geografische Donauquelle liegt nebenan 

Nur rund 200 Meter entfernt, beim Kolmenhof, sprudelt die Bregquelle – die geografische Donauquelle im Schwarzwald. Wer an der Martinskapelle Halt macht, sollte diesen kurzen Abstecher nicht auslassen. Hier beginnt einer der längsten Ströme Europas, unscheinbar und leise, als würde er die Größe, die vor ihm liegt, noch nicht ahnen. 

Günterfelsen und Westweg – Rund um die Kapelle entdecken 

Etwa 1,5 Kilometer entfernt warten die Günterfelsen: mächtige Granitblöcke, geformt durch Jahrmillionen der Wollsackverwitterung, die aus dem Waldboden ragen wie schlafende Riesen. Manche lassen sich erklettern – der Ausblick belohnt jeden Schritt. 

Die Martinskapelle ist zugleich ein markanter Orientierungspunkt auf der 8. Etappe des Westwegs, einem der bekanntesten Fernwanderwege Deutschlands. Wer den Schwarzwald von Nord nach Süd durchquert, passiert sie zwangsläufig – und bleibt meistens länger als geplant. 

Anfahrt und Zugänglichkeit

Anfahrt PKW: Die Martinskapelle ist über die Kreisstraße K 5730 erreichbar. Ab Furtwangen folgt man der Beschilderung Richtung Donauquelle, Martinskapelle und Kolmenhof. Direkt an der Kapelle befindet sich der Wanderparkplatz Martinskapelle (Neuweg 10, ca. 1.100 m ü. NN).

Anfahrt ÖPNV: Es gibt keine direkten öffentlichen Verkehrsmittel zur Kapelle. Die nächsten regulären Busverbindungen (z. B. Linien 502 oder 510) enden im Stadtgebiet oder in den Tälern von Furtwangen (etwa an den Haltestellen Katzensteig Alte Schule oder Rössleplatz). Von dort aus ist die Weiterreise nur zu Fuß oder per Taxi möglich.

Zu Fuß erreichbar ab:

  • Kolmenhof: direkt nebenan, ca. 100–200 Meter Fußweg
  • Brend (Aussichtsturm): über den Westweg oder lokale Wanderwege, ca. 2,5–3 km
  • Wilhelmshöhe (Schonach): über den Fernskiwanderweg bzw. Westweg, ca. 6–7 km

Zugänglichkeit der Kapelle: Der Außenbereich, die historische Passhöhe und die direkt danebengelegene Bregquelle (Donauursprung) sind ganzjährig frei zugänglich. Der Innenraum der Kapelle ist in der Regel tagsüber für Besucher geöffnet.

Barrierefreiheit: teilweise. Der Wanderparkplatz verfügt über ausgewiesene, rollstuhlgerechte Parkflächen. Das Gelände rund um die Kapelle und den Kolmenhof ist relativ flach, dort starten asphaltierte bzw. fest planierte, barrierefreie Rundwanderwege (etwa die Tour zur Käsmatte). Der direkte Zugang in das historische Kapellengebäude selbst kann jedoch durch Stufen oder enge Schwellen für Rollstühle eingeschränkt sein.

Sommer, Winter, immer einen Besuch wert 

Im Winter wird die Kapelle zum Ausgangspunkt für den Fernskiwanderweg Schonach–Belchen. Schnee liegt hier oben oft bis weit in den Frühling hinein. Im Sommer zieht der Ort Mountainbiker und Wanderer an, die von der Wilhelmshöhe oder vom Brend heraufkommen. 

Ein letzter Tipp: In der Kapelle liegt oft ein Wanderbuch aus. Wer möchte, trägt sich ein – eine schlichte, schöne Tradition, die zeigt, dass dieser Ort Menschen seit Jahrhunderten verbindet.

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Der Rappenschliff – wo der Schwarzwald seine Tiefe zeigt

Mittlerer Schwarzwald
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Wer einmal am Rand einer fast 100 Meter tief abfallenden Steilrinne aus rotem Buntsandstein gestanden hat, weiß: Der Rappenschliff bei Bad Peterstal-Griesbach ist kein gewöhnlicher Aussichtspunkt. Es ist eine der dramatischsten Naturformationen im oberen Renchtal – ein Ort, der einem den Atem verschlägt, bevor man überhaupt einen Schritt nach vorne wagt. 

Rotes Gestein, steile Wände, tiefe Geschichte 

Die Felsen sprechen hier eine alte Sprache. Der charakteristische Buntsandstein, der das Renchtal und weite Teile des nördlichen Schwarzwalds prägt, hat sich über Jahrmillionen zu dieser gewaltigen Felsschlucht geformt. Markante Abbrüche, scharfe Kanten, Wände, die senkrecht in die Tiefe stürzen – der Rappenschliff gilt zu Recht als eines der bedeutendsten geologischen Highlights im Schwarzwald. 

Ein Wasserfall, der in die Tiefe springt 

Direkt neben der Steilrinne gibt es ein weiteres Naturschauspiel: Ein Wasserfall, der ungezähmt in die Tiefe der Schlucht fällt. Das Rauschen des Wassers mischt sich mit dem Wind, der durch die Felsspalten zieht – ein sinnliches Erlebnis, das Besucher noch lange nach der Wanderung begleitet. 

Brutplatz der Vögel – Natur im Verborgenen 

Was für Menschen unzugänglich ist, ist für die Tierwelt ein Rückzugsort. Die steilen Felswände des Rappenschliffs bieten zahlreichen Vogelarten einen geschützten Brutplatz fernab jeder Störung. Wer aufmerksam lauscht, hört sie – sieht sie vielleicht sogar kreisen, hoch über der Schlucht. 

Wanderwege am Rappenschliff – Premium pur 

Der Rappenschliff liegt an gleich mehreren prämierten Wanderrouten im Schwarzwald: 

→ Teufelskanzelsteig – Auf diesem Premiumwanderweg führt der Abstieg direkt am Rappenschliff vorbei. Dramatische Ausblicke inklusive. 

Renchtalsteig, 3. Etappe – Von Bad Peterstal zur Alexanderschanze: Wanderer passieren die Steilrinne und steigen dann auf schmalen Pfaden hinauf zur Sexauer Hütte – ein Abschnitt, der konditionell fordert und landschaftlich belohnt. 

Anreise & Ausgangspunkt 

Ein idealer Startpunkt für die Wanderung zum Rappenschliff ist der Wanderparkplatz an der Kreuzkopfschanze in Bad Griesbach. Von dort lassen sich verschiedene Routen kombinieren – je nach Lust, Laune und Kondition. 

Gut zu wissen

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Die Marienruhe – wo der Schwarzwald durchatmet

Mittlerer Schwarzwald
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Wer einmal über den Dächern von Bad Griesbach im Schwarzwald gestanden und ins weite Renchtal geschaut hat, versteht sofort, warum dieser Ort seinen Namen trägt. Die Marienruhe liegt auf knapp 900 Metern Höhe, hoch über dem Kurort, und ist genau das, was ihr Name verspricht: ein Ort, an dem man zur Ruhe kommt.

Kurz zusammengefasst: Die Marienruhe ist ein Aussichtspunkt auf knapp 900 Metern Höhe (ca. 878 m) oberhalb von Bad Griesbach im Renchtal, direkt an den Teufelskanzelsteig angebunden und für den Aufstieg vom Ortskern bzw. Kurhaus sollte man rund 1 bis 1,5 Stunden einplanen.

Ein Aussichtspunkt, der Bilder schenkt 

Der Anstieg beginnt am Ortskern, vielleicht ab dem Kurhaus, und führt über gut 1 bis 1,5 Stunden stetig bergauf, bis sich der Wald öffnet – Bad Griesbach liegt darunter wie ein Miniaturgemälde. Die Kreuzkopfschanze ragt markant ins Bild, dahinter staffeln sich die sanft geschwungenen Kämme des Schwarzwalds in blaugrauer Ferne.

Ein kleiner, offener Holzpavillon steht bereit: Schutz bei sommerlichem Gewitter, Schatten an heißen Tagen, und an klaren Herbstnachmittagen ein Platz für die Stille.

Wandern zum Ruhepol im oberen Renchtal 

Die Marienruhe ist mehr als nur ein Aussichtspunkt im Schwarzwald – sie ist eine feste Station auf dem Wiesensteig, dem 14 Kilometer langen Genießerpfad rund um Bad Peterstal-Griesbach. Wer lieber etwas Abwechslung ins Programm bringt, kombiniert den Besuch mit dem Teufelskanzelsteig: Von der Kreuzkopfschanze kommend lässt sich die Marienruhe wunderbar als kleiner Umweg einplanen. 

Abseits der größeren Wanderströme ist es hier angenehm ruhig. Kein Gedränge, kein Lärm – ideal für eine kurze Meditation, ein spontanes Picknick im Schwarzwald oder einfach für den bewussten Moment des Nichtstuns. 

Das kleine Extra: der Wander-Kühlschrank 

Typisch für die Genießerpfade in Bad Peterstal-Griesbach findet man in der Nähe der Marienruhe ein sogenanntes Getränkedepot – einen Wander-Kühlschrank, aus dem man sich gegen einen kleinen Obolus mit einem kühlen Getränk erfrischen kann. Eine herzliche Geste, die perfekt zum Charakter dieser Region passt: unkompliziert, gastfreundlich, ehrlich. 

Kurz & klar: Das bietet die Marienruhe 

Die Marienruhe bei Bad Griesbach ist ein Wanderziel im Schwarzwald, das keine große Inszenierung braucht. Kein Gipfelkreuz, kein Rummel – dafür ein Panoramablick ins Renchtal, ein schattiger Rastplatz und die Gewissheit, dass man genau am richtigen Ort ist. 

Wer den Schwarzwald abseits der ausgetretenen Pfade erleben möchte, findet hier einen seiner charmantesten Haltepunkte. 

Gut zu wissen

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Teufelskanzel Bad Peterstal-Griesbach – Wo der Schwarzwald seine wilde Seite zeigt

Mittlerer Schwarzwald
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Manche Orte haben eine Energie, die man nicht erklären kann. Die Teufelskanzel bei Bad Peterstal-Griesbach ist so ein Ort. Hoch über dem oberen Renchtal ragt eine markante Felsformation aus Buntsandstein steil in den Schwarzwaldhimmel – schroffe Kanten, tiefe Stille, und das leise Gefühl, dass hier mehr in der Luft liegt als nur Harzduft und Tannennadeln.

Kurz zusammengefasst: Die Teufelskanzel ist eine Felsplattform aus Buntsandstein im oberen Renchtal bei Bad Peterstal-Griesbach mit Blick bis in die Rheinebene. Erreichbar ist sie über den Teufelskanzelsteig ab der Kreuzkopfschanze in rund 45 bis 60 Minuten, vorbei an den Griesbacher Wasserfällen und der Sexauer Hütte.

Ein Fels mit Geschichte – und einem dunklen Namen

Der Name kommt nicht von ungefähr. Der Legende nach soll der Teufel persönlich auf diesem Felsen gestanden und Predigten gehalten haben – verführerisch, eindringlich, direkt an die Waldbewohner gerichtet. Ob man daran glaubt oder nicht: Auf der Aussichtsplattform Teufelskanzel, das Tal unter sich und den Wind im Gesicht, versteht man, warum dieser Ort Geschichten gebiert.

Das Panorama: Schwarzwaldhöhen, Dorf und Rheinebene

Der Blick von der Felskanzel ist eine Belohnung, die man sich erarbeiten muss. Bad Griesbach liegt wie hingeworfen im Tal, die Schwarzwaldhöhen ziehen sich in Wellen bis zum Horizont – und bei klarer Luft schweift der Blick weit hinaus in die Rheinebene. Kein Baum stört, kein Dach versperrt. Ein Geländer sichert die Plattform am Steilhang – die Natur bleibt trotzdem rau und ungezähmt.

Wandern zur Teufelskanzel: Der Teufelskanzelsteig

Der Weg dorthin ist Teil des Erlebnisses. Der Teufelskanzelsteig gilt als Premiumwanderweg im Schwarzwald – und er hält, was der Name verspricht. Start und Ziel: der Wanderparkplatz an der Kreuzkopfschanze in Bad Griesbach. Von dort führt der Pfad steil bergauf, durch dichten Mischwald, zunächst vorbei an den Griesbacher Wasserfällen und der gemütlichen Sexauer Hütte als Raststation auf halber Strecke – und erst danach weiter hinauf zum Felsen.

Schmal, naturbelassen, teils anspruchsvoll: Wer trittsicher ist und ein gutes Schuhwerk mitbringt, erreicht die Teufelskanzel in rund 45 bis 60 Minuten. Ein knackiger Aufstieg – aber einer, der sich lohnt.

Die Sexauer Hütte als Raststation

Auf halbem Weg zwischen der Kreuzkopfschanze und der Teufelskanzel, nach den Griesbacher Wasserfällen, liegt die Sexauer Hütte – ein idealer Rastplatz vor dem letzten, steileren Anstieg zum Felsen. Viele Wanderer legen hier eine Pause ein, bevor sie sich der Teufelskanzel und im Anschluss der weiterführenden Route zur Marienruhe zuwenden.

Gut zu wissen

Fazit: Mystik trifft Schwarzwald-Panorama

Die Teufelskanzel bei Bad Peterstal-Griesbach ist kein gewöhnlicher Aussichtspunkt. Sie ist ein Ort, der Geschichten erzählt – von Buntsandstein, von Legenden und weiten Blicken. Wer den Schwarzwald abseits der üblichen Routen erleben will, findet hier Wildheit, Stille und ein Panorama, das im Gedächtnis bleibt.

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Die Sexauer Hütte – wo der Schwarzwald tief Luft holt

Mittlerer Schwarzwald
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Wer tief in den Schwarzwald eintaucht, wer die breiten Forstwege hinter sich lässt und sich auf schmale Pfade durch dunkle Tannen vorwagt, der stößt irgendwann auf sie: die Sexauer Hütte. Kein Gasthaus mit dampfenden Suppenkesseln, kein Trubel, keine Speisekarte – sondern ein stiller, ehrlicher Rastplatz auf rund 776 Metern Höhe, mitten im oberen Renchtal, unweit von Bad Peterstal-Griesbach. 

Und genau das ist ihre Stärke. 

Rustikale Schutzhütte mit echtem Charakter 

Die Sexauer Hütte ist eine klassische Schutzhütte im Schwarzwald – keine bewirtschaftete Station wie viele andere Punkte am Westweg, sondern ein Ort zum Durchatmen. Man findet hier einen Innenraum für Regentage sowie einen vollständig überdachten Außenbereich mit Sitzgelegenheiten, der bei jedem Wetter Schutz bietet. 

Was die Hütte besonders macht: Direkt daneben entspringt eine frische Wasserquelle – ein stilles, verlässliches Geschenk des Waldes. Für Wanderer auf langen Etappen ist sie oft der erste Orientierungspunkt, das erste Aufatmen, der erste Schluck kaltes Wasser nach einem langen Aufstieg. 

Herzstück des Teufelskanzelsteigs 

Die bekannteste Route, die an der Sexauer Hütte vorbeiführt, ist der Teufelskanzelsteig – ein abenteuerlicher Premiumwanderweg durch dichten Wald, vorbei an bizarren Felsformationen, rauschenden Wasserfällen und einer Landschaft, die man so schnell nicht vergisst. 

Eckdaten: ca. 7 km | ca. 3 Stunden | moderat 

Highlights der Route: der markante Aussichtsfelsen Teufelskanzel, die Griesbacher Wasserfälle – und die Sexauer Hütte selbst, als idealer Brotzeitplatz auf halber Strecke. Hier legt man den Rucksack ab, streckt die Beine aus, hört dem Wald zu. 

Für alle, die mehr wollen: Die große Wasserfall-Runde 

Wer eine ausgedehnte Schwarzwald-Tagestour sucht, findet in der Großen Wasserfall-Runde eine der schönsten Optionen der Region. Die Route führt von der Kreuzkopfschanze hinunter zu den Griesbacher Wasserfällen, weiter aufwärts zur Sexauer Hütte und schließlich zum Kreuzkopf, bevor es wieder ins Tal geht. 

Eckdaten: ca. 13,7 km | ca. 5 Stunden | anspruchsvoll 

Die Sexauer Hütte markiert auf dieser Tour den höchsten Punkt – strategischer Umkehrpunkt, stiller Moment, lohnende Pause vor dem Abstieg. 

Weiter zur Renchtalhütte – das beste aus beiden Welten 

Wer die Ruhe der Schutzhütte schätzt, aber nach einer warmen Einkehr verlangt, dem bietet sich ein nahtloser Übergang: Von der Sexauer Hütte zur Renchtalhütte sind es nur rund 4 bis 5 Kilometer – eine machbare Verbindungsetappe mit großem Belohnungspotenzial. An der Renchtalhütte wartet ein rustikales Vesper, ein wärmendes Fondue, Bewirtschaftung mit Charakter. 

Der Rhythmus der Tour ergibt sich dann fast von selbst: Rucksackverpflegung an der Sexauer Hütte – warme Einkehr an der Renchtalhütte. 

Praktisch gedacht: So gelingt der Ausflug 

Der ideale Ausgangspunkt für Wanderungen zur Sexauer Hütte ist der Wanderparkplatz an der Kreuzkopfschanze in Bad Griesbach. Von dort erschließen sich alle beschriebenen Routen – kurze wie lange, leichte wie anspruchsvolle. 

Wer auf den Pfaden rund um die Hütte unterwegs ist, sollte auf gutes Schuhwerk mit Profil setzen: Die Wege sind schmal, bei Feuchtigkeit rutschig – und schöner als jede asphaltierte Straße. Rucksackverpflegung ist Pflicht, denn an der Sexauer Hütte selbst gibt es keine Gastronomie. Wer eine komfortable Alternative sucht: Das Hotel Dollenberg in der Nähe bietet sich als gehobene Einkehrmöglichkeit an. 

Wanderungen im Überblick 

 

Ein Ort, der nicht erklärt werden muss 

Die Sexauer Hütte ist kein Ziel, das man vermarkten müsste. Sie ist einfach da – ruhig, verlässlich, unprätentiös. Ein Ort, an dem man versteht, warum Menschen immer wieder in den Schwarzwald kommen. Nicht für die großen Gesten. Sondern für diese kleinen, stillen Momente, in denen der Wald einem kurz die Hand auf die Schulter legt. 

Rucksack packen. Loslaufen. Die Hütte wartet. 

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Kalte Herberge am Westweg – wo der Wind die Geschichte erzählt

Südlicher Schwarzwald
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Windgepeitscht, weit, traditionsreich: Die Kalte Herberge auf knapp 1.100 Metern Höhe ist einer dieser legendären Rastpunkte am Westweg, wo die Bäume zurückweichen und der Schwarzwald plötzlich ganz groß wird.

Ein Name mit Geschichte 

Auf 1.029 Metern Höhe, exponiert auf dem Bergrücken zwischen Furtwangen und Titisee, liegt dieses Haus schon seit der Zeit der Postkutschen wie ein trotziger Fels in der Landschaft. Der Name war damals keine Poesie, sondern Programm: Hier pfiff der Wind gnadenlos, die Kälte kroch durch jede Ritze – eine kalte Herberge eben. Heute trägt das Gasthaus Kalte Herberge diesen Namen mit Stolz, und wer einmal hier eingekehrt ist, weiß: Was draußen kalt ist, ist drinnen umso wärmer. 

Zwischen Etappe 8 und 9 des Westwegs 

Wer den Westweg läuft, kennt diesen Moment: Der Körper ist müde, die Aussicht ist grandios, und irgendwo muss es eine Einkehr geben. Die Kalte Herberge markiert genau diesen Punkt – sie beendet die 8. Etappe von der Wilhelmshöhe und eröffnet die 9. Etappe Richtung Hinterzarten und Titisee. 

Direkt an der B500, der Schwarzwaldhochstraße, gelegen, ist sie für Fernwanderer, Motorradfahrer und Ausflügler gleichermaßen ein Magnet. Bei gutem Wetter an Wochenenden ist die Terrasse entsprechend begehrt – eine Tischreservierung ist dann keine Faustregel, sondern ein kluger Schachzug. 

Der Weg hierher: entspannt durch den Hochschwarzwald 

Vom Kolmenhof an der Bregquelle aus ist die Kalte Herberge in rund 2,5 bis 3 Stunden zu erreichen. Die Strecke misst knapp 9,5 Kilometer und zählt zu den flachsten, entspanntesten Teilabschnitten des gesamten Westwegs. Die rote Raute führt über weite Hochflächen des Südschwarzwalds – ideal für alle, die den Rhythmus des Waldes genießen wollen, ohne sich verausgaben zu müssen. 

Und dann: der erste Blick aufs Haus. Und, bei klarer Sicht, direkt dahinter – Alpenpanorama. Ein Geschenk für jeden, der es verdient hat. 

Dunkles Holz, volle Teller, echte Schwarzwälder Küche 

Die Gaststube der Kalten Herberge ist das, was man sich unter einem echten Schwarzwälder Wirtshaus vorstellt: viel dunkles Holz, gemütliche Enge, der Duft von Hausmannskost. Hier wird nicht inszeniert – hier wird gekocht. 

Die Küche setzt auf regionale Schwarzwälder Spezialitäten und saisonale Klassiker. Der Zwiebelrostbraten hat sich längst einen Ruf erarbeitet, der über den Westweg hinausgeht. Dazu Rehschnitzel und Wildgerichte aus heimischer Jagd, hausgemachtes Kalbs-Cordon-Bleu oder die deftige Knoblauchsuppe, die man hier liebevoll Knobisuppe nennt. 

Wer es klassischer mag, findet Kässpätzle, Bratwurst mit Zwiebeln oder ein schlichtes Schnitzel mit Pommes Frites. Das Preis-Leistungs-Verhältnis gilt als fair – für die Region, für die Qualität, für den Moment. 

Und wer glaubt, nach dem Hauptgang sei Schluss: Die hausgemachten Kuchen – allen voran die berühmte Schwarzwälder Kirschtorte – sind ein Argument für sich. 

Übernachten auf dem Bergrücken 

Die Kalte Herberge ist mehr als eine Raststätte. Für Westweg-Fernwanderer ist sie eine echte Unterkunft: mit gemütlichen Zimmern im Haupthaus und im Gästehaus, mit Frühstück ab 8:00 Uhr – früh genug, um die nächste Etappe in der Stille des Morgens zu beginnen, bevor der erste Tagesausflügler die B500 hochrauscht. 

Öffnungszeiten & praktische Infos 

Im Sommer – grob von April bis November – ist das Gasthaus meist täglich ab 10:00 Uhr geöffnet. Die warme Küche läuft durchgehend von 11:30 bis ca. 20:00 Uhr. Einen festen Ruhetag gibt es im Sommer kaum; wenn, dann ist es der Montag. Ein kurzer Anruf vorab ist dennoch ratsam – Personalplanung auf dem Bergrücken folgt eigenen Gesetzen. 

Die Kalte Herberge am Westweg ist kein Ziel, das man erklärt. Es ist eines, das man erlebt. Einmal angekommen, einmal eingekehrt – und man versteht, warum manche Wanderer diese Etappe immer wieder gehen.

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Naturfreundehaus Brend – Wo der Schwarzwald den Himmel berührt

Mittlerer Schwarzwald
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Wer auf dem Westweg unterwegs ist, kennt dieses Gefühl: Man tritt aus dem Wald, und plötzlich weitet sich alles. Luft, Licht, Weite. Genau hier, auf 1.150 Metern Höhe direkt unterhalb des Brendturms bei Furtwangen, steht das Naturfreundehaus Brend – ein Ort, der Wandererherzen seit Generationen höherschlagen lässt. 

Der Brend – mehr als nur eine Hütte 

Das Naturfreundehaus Brend ist kein gewöhnlicher Rastplatz. Es ist Etappenziel, Panoramapunkt und Refugium in einem. Bei klarer Sicht schweift der Blick über den gesamten Schwarzwald hinaus – bis zu den Alpen, den Vogesen und dem Feldberg. Ein Ausblick, der einen atemlos zurücklässt, selbst wenn man den Anstieg längst vergessen hat. 

Direkt neben dem Haus ragt der Brendturm in den Himmel – ein 17 Meter hoher Steinturm, dessen enge Wendeltreppe oben mit einem vollständigen 360-Grad-Panorama belohnt. Wer ihn nicht besteigt, lässt die halbe Erfahrung liegen. 

Rast mit Schwarzwälder Charakter 

Drinnen wartet rustikale Gastlichkeit: typische Schwarzwälder Vesper, warme Tagesgerichte und hausgemachte Kuchen, die nach langen Etappen besonders gut schmecken. Im Sommer verwandelt sich die Sonnenterrasse in einen Magneten – man sitzt, schaut, und vergisst für einen Moment, wie viele Kilometer noch vor einem liegen. 

Für alle, die länger bleiben wollen: Das Haus bietet einfache Einzel- und Doppelzimmer sowie Mehrbettzimmer und Lager, ideal für Gruppen, Schulklassen oder hartgesottene Westweg-Wanderer, die die Nacht auf der Höhe verbringen möchten. 

Von der Hütte zu den Günterfelsen – mystische Granitriesen 

Wer vom Naturfreundehaus Brend aufbricht, hat es nicht weit bis zu einem der eindrucksvollsten Naturphänomene dieser Region: die Günterfelsen. Rund 1,5 Kilometer bergab, dem Westweg mit seiner roten Raute folgend, taucht man nach etwa 20 bis 30 Minuten in eine andere Welt ein. 

Riesige Granitblöcke, geformt durch jahrtausendealte Wollsackverwitterung, stapeln sich hier wie von Riesen aufgetürmt. Viele lassen sich ohne Kletterausrüstung erklimmen – und wer oben steht, blickt über ein Meer aus Baumwipfeln. Ein Ort, an dem man versteht, warum der Schwarzwald seit je Geschichten und Legenden gebiert. 

Weiter zur Bregquelle – das Ziel lohnt sich 

Vom Naturfreundehaus Brend zur Bregquelle ist es eine kompakte, aber wunderschöne Etappe: rund 3 Kilometer, knapp 55 Minuten reine Gehzeit, fast durchgehend bergab mit etwa 80 Höhenmetern Gefälle. Ein Spaziergang im besten Sinne – mit großem Ziel. 

Der Weg führt über das Hochplateau, durch lichten Schwarzwaldwald, vorbei an den Günterfelsen, bis man schließlich direkt an der Martinskapelle und dem Kolmenhof herauskommt – dort, wo die Breg, einer der Quellflüsse der Donau, entspringt. 

Etappenverlauf im Überblick: 

Start: Naturfreundehaus Brend (1.150 m) → nach ca. 25 Min. Günterfelsen (Klettern & Rasten) → weitere 15–20 Min. durch den Wald → Ziel: Martinskapelle / Kolmenhof / Bregquelle 

Tipp: Der Rückweg führt bergauf – wer klug plant, stärkt sich vorher im Kolmenhof, bevor der Anstieg zurück zum Brend beginnt. 

Anreise – ob zu Fuß oder mit dem Auto 

Das Naturfreundehaus Brend ist klassischer Westweg-Stützpunkt: Wer von der Martinskapelle oder dem Kolmenhof startet, wandert rund 1,5 Stunden bis ans Haus. Wer lieber fährt: Eine asphaltierte Straße führt direkt von Furtwangen auf den Brend, mit großem Parkplatz direkt am Haus. 

Winter auf dem Brend – Langlauf und Stille 

Wenn der Schwarzwald unter Schnee versinkt, verwandelt sich der Brend in ein stilles Winterparadies. Direkt am Haus startet der Fernskiwanderweg Schonach–Belchen – einer der längsten Langlaufwege der Region. Wer auf Brettern unterwegs ist, findet hier den perfekten Ausgangspunkt. 

Praktischer Hinweis 

Das Naturfreundehaus Brend wird oft ehrenamtlich oder von Pächtern geführt. Öffnungszeiten und Ruhetage können je nach Saison variieren – ein kurzer Check vorab ist empfehlenswert. 

Gut zu wissen

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Was gibt's in Kandern? Das Schwarzwald-Städtchen, das mehr ist als ein Etappenziel

Südlicher Schwarzwald
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Wer auf dem Westweg unterwegs ist, kennt das Gefühl: Nach Stunden im Wald taucht plötzlich ein Städtchen auf, das einem nicht mehr so schnell loslässt. Kandern im Markgräflerland ist so ein Ort. Hier riecht es nach Holzrauch, nassem Ton und – wenn man Glück hat – nach frisch gebackenem Kuchen aus einem der Cafés am Marktplatz. Ein Stopp, der sich lohnt. Garantiert. 

Die Töpferstadt: Wo Handwerk zur Kunst wird 

Man nennt Kandern nicht ohne Grund das „Töpferstädtle". In den Gassen dieses Schwarzwald-Städtchens finden sich Ateliers und Werkstätten, die das Handwerk seit Generationen lebendig halten. Das Heimat- und Keramikmuseum Kandern erzählt dabei nicht nur die Geschichte des Tons, sondern auch die der ganzen Region – inklusive der dramatischen Schlacht bei Schliengen von 1796, bei der Erzherzog Karl von Österreich die französischen Revolutionstruppen unter General Moreau zurückschlug. Kanonenkugeln und Ausrüstungsgegenstände aus dieser Zeit sind noch heute zu besichtigen. 

Dass ausgerechnet August Macke, einer der bedeutendsten deutschen Expressionisten, hier Zeit verbrachte und die Töpfereien in seinen Skizzen verewigte, sagt viel aus über die Ausstrahlung dieses Ortes. Jedes Jahr zieht der Internationale Keramikmarkt Kandern Kunsthandwerker und Liebhaber aus ganz Europa an – ein Fest für alle, die mehr suchen als Massenware. 

Kandertalbahn „s'Chanderli": Volldampf durchs Tal 

Es gibt Momente, in denen die Zeit einfach stehen bleibt. Einer davon ist der Anblick der historischen Kandertalbahn, wenn sie mit einem weißen Dampfstoß aus dem Bahnhof rollt. „S'Chanderli" – so nennen die Einheimischen ihre geliebte Museumsbahn zärtlich – ist eine der letzten Dampfeisenbahnen in Baden-Württemberg und seit 1895 Teil der regionalen Seele. 

Von Mai bis Oktober schnauft die Bahn an jedem Sonntag sowie an Feiertagen wie dem 1. Mai und Vatertag über die 13 Kilometer lange Strecke von Kandern bis nach Haltingen – mit Halt in Hammerstein, Wollbach, Wittlingen, Rümmingen und Binzen. Eine einfache Fahrt dauert rund 45 Minuten und fühlt sich an wie eine kleine Zeitreise. 

Fahrplan 2026 (1. Mai – 25. Oktober, sonntags & Feiertage) 

Ab Kandern: 09:10 · 13:00 · 16:00 Uhr Ab Haltingen: 10:15 · 14:15 · 17:00 Uhr 

Tickets gibt es direkt am Bahnhof Kandern oder am Bahnhäuschen in Haltingen – jeweils etwa 30 Minuten vor Abfahrt. Online-Reservierungen sind erst ab Gruppen von 10 Personen möglich. Viele Züge führen einen Barwagen mit, was die Fahrt gleich noch geselliger macht. Bei extremer Trockenheit kann aus Brandschutzgründen eine historische Diesellok zum Einsatz kommen – Charme hat auch sie. 

Wolfsschlucht: Natur, die einen sprachlos macht 

Nur wenige Gehminuten vom Ortszentrum entfernt wartet ein Naturdenkmal, das man so nicht erwartet: die Wolfsschlucht Kandern. Bizarre Felsformationen aus Jurakalk türmen sich hier auf, manche sehen aus wie versteinerte Gesichter, andere wie Gestalten aus einem alten Märchen. Der Westweg führt auf seiner vorletzten Etappe direkt hindurch – wer also auf der Fernwanderstrecke unterwegs ist, bekommt dieses Highlight ganz nebenbei geschenkt. 

Marktplatz & Blumenplatz: Ankommen und Durchatmen 

Das Herz von Kandern schlägt am Marktplatz. Historische Gasthöfe wie der „Goldene Engel" und gemütliche Cafés laden ein, die Beine hochzulegen und das Treiben zu beobachten. Wer zuvor von der Sausenburg abgestiegen ist, wird den Blumenplatz zu schätzen wissen – ein hübscher, ruhiger Ort zum Verschnaufen, der genau das richtige Tempo für dieses Städtchen hat. 

Golf & Weinberge: Das Beste der Region 

Sporttreibende kommen rund um Kandern ebenfalls auf ihre Kosten. Der Golfplatz Kandern am Wasserschloss Schopfheim gilt als einer der schönsten in ganz Süddeutschland, eingebettet in die sanfte Hügellandschaft des Markgräflerlands. Rundherum ziehen sich die Weinberge, aus denen einer der charaktervollsten deutschen Weißweine entsteht: der Gutedel. Wer in Kandern übernachtet, sollte ihn unbedingt probieren – am besten auf einer Terrasse mit Blick in die Rebzeilen. 

Kandern Geschichte: Eisen, Revolution & Ton 

Was Kandern heute ist, wurde über Jahrhunderte geformt. Im Mittelalter war die Stadt ein Zentrum des Bohnerz-Abbaus – schon die Römer wussten, dass die Erde hier Schätze birgt. Das Eisen wurde in den Schmelzwerken des Markgräflerlands verarbeitet; alte Bergwerksschächte in den umliegenden Wäldern erinnern noch heute daran.  

Als das Erz erschöpft war, besann man sich auf den Ton – und damit begann der Aufstieg zur Töpferstadt. Parallel dazu schrieb Kandern politische Geschichte: Im Revolutionsjahr 1848 zog Friedrich Hecker mit seinem berühmten „Heckerzug" durch die Stadt. Am nahen Scheideck-Pass unterlagen die Aufständischen den Regierungstruppen – ein Kapitel, das bis heute Teil des kollektiven Gedächtnisses ist. 

Die enge Verbindung zur Burg Rötteln und zur Sausenburg schließt diesen historischen Bogen: Lange gehörte Kandern zum Herrschaftsgebiet der Herren von Rötteln, und wer die Ruinen besucht, versteht, wie tief die Geschichte dieser Landschaft verwurzelt ist.

Fazit: Kandern ist mehr als ein Etappenziel 

Kandern im Schwarzwald ist kein Ort, den man einfach durchquert. Es ist ein Ort, an dem man bleibt – zumindest eine Nacht länger als geplant. Töpferkunst, Dampfbahn, Naturdenkmäler, Geschichte und ein Glas Gutedel beim Sonnenuntergang: Das ist Kandern. Und das ist mehr als genug. 

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Was gibts in Stühlingen? Schloss, Schlucht und ein Hauch Abenteuer

Südlicher Schwarzwald
, Schwarzwald , Deutschland
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Wer das südliche Schwarzwandland kennt, weiß: Es gibt Orte, die sich still und bescheiden geben – und dabei mehr zu bieten haben, als man zunächst ahnt. Stühlingen ist so ein Ort. Direkt an der Schweizer Grenze gelegen, thront hier ein Schloss über den Dächern, flüstert ein Barockkloster von vergangenen Jahrhunderten, und gleich am Stadtrand beginnt einer der wildesten Fernwanderwege Deutschlands. Wer einmal hier war, kommt wieder. 

Schloss Hohenlupfen – das Wahrzeichen über der Stadt 

Man muss keine Karte lesen können, um Stühlingen zu finden – man folgt einfach dem Blick nach oben. Schloss Hohenlupfen, das ehemalige Herrschaftszentrum der Landgrafen von Stühlingen, thront majestätisch über dem Wutachtal und lässt sich schon von Weitem erkennen. Auch wenn das Schloss selbst meist nur von außen zu erleben ist: Der Schlossberg belohnt mit einem Panorama, das man so schnell nicht vergisst. Weite, stille Hügel, das silbrig glänzende Band der Wutach in der Tiefe – das ist Stühlingen, wie es sich selbst am liebsten sieht. 

Kloster Maria Loreto – Barock trifft Schlossberg 

Direkt unterhalb des Schlosses schmiegt sich das Kapuzinerkloster Maria Loreto an den Hang. Gemeinsam mit Schloss Hohenlupfen bildet es die charakteristische Silhouette der Stadt – ein Duo, das man auf keinem Foto weglassen sollte. Das Kloster gilt als bedeutender Barockbau der Region und zieht nicht nur Kunstinteressierte in seinen Bann, sondern auch alle, die in der Stille alter Gemäuer kurz durchatmen wollen. 

Startpunkt des Schluchtensteigs – hier beginnt das große Abenteuer 

Stühlingen ist nicht nur schön anzusehen, es ist auch der offizielle Startpunkt des Schluchtensteigs – einem 119 Kilometer langen Fernwanderweg, der zu den spektakulärsten in ganz Deutschland zählt. Am Wanderparkplatz beim Freibad beginnt Etappe 1 Richtung Blumberg, und wer hier loswandert, tritt direkt in das Naturschutzgebiet Wutachflühen ein: steile Muschelkalkwände, knorrige Felstürme, schmale Pfade über feuchtem Waldboden. Trittsicherheit ist Pflicht – und der Sturzdobel mit seinem Wasserfall ist der erste große Aha-Moment. 

Sunhikes listet diese Route als eine der eindrucksvollsten der gesamten Region: rund 19 Kilometer, etwa 6 Stunden, Schwierigkeit hoch. Wer sie geht, versteht sofort, warum der Schluchtensteig so viele Wanderfans aus ganz Europa anzieht. 

Museumsmühle Eberfingen – Technik aus einer anderen Zeit 

Ein kleines Juwel, das viele übersehen: Im Ortsteil Eberfingen wartet die Museumsmühle mit ihrer historischen Getreidemühle auf Neugierige. Wasserkraft, Holzgetriebe, das leise Knarzen alter Mechanik – hier spürt man, wie das Leben vor der Industrialisierung tatsächlich getaktet war. Die Besichtigung ist nach Voranmeldung oder an Aktionstagen möglich und lohnt sich besonders für Familien. 

Freibad und Grenzbrücke – entspannen mit internationalem Flair 

Nach einer langen Wanderung in der Wutachschlucht gibt es kaum Schöneres als das Freibad Stühlingen direkt an der Wutach – naturbelassen, idyllisch, ohne Chlorwolken und Plastikrutschen. Wer noch Energie hat, spaziert einfach weiter: Über die Grenzbrücke gelangt man zu Fuß ins schweizerische Schleitheim, wo das Gipsmuseum mit überraschend faszinierender Ausstellungsmaterie wartet. 

Sunhikes-Wanderungen rund um Stühlingen 

Das Wanderportal Sunhikes hat für die Region einige der schönsten Touren zusammengestellt – von Naturerlebnissen bis zur Technikgeschichte. 

→ Schluchtensteig Etappe 1: Stühlingen – Blumberg Die Königsetappe zum Einstieg. Wildromantisch, fordernd, unvergesslich. Schmale Pfade winden sich durch die Wutachflühen, vorbei an mächtigen Kalkwänden und durch tiefe Schluchten, die selbst an heißen Sommertagen kühl und feucht bleiben. Der Sturzdobel mit seinem Wasserfall setzt einen frühen Höhepunkt. 

→ Sauschwänzlebahn & Wutachflühen Eine Tour für alle, die Natur und Technik gleichermaßen lieben. Die Route verläuft parallel zur Trasse der legendären Sauschwänzlebahn, und wer clever plant, kombiniert die Wanderung durch die Flühen mit einer Dampflokfahrt zurück zum Start. Technikromantik trifft Naturerlebnis – das funktioniert hier besser als irgendwo sonst. 

Rund um Blumberg: Gauchachschlucht & Schleifenbachwasserfall Wer in Stühlingen startet und weiterdenkt, landet zwangsläufig bei Blumberg – und dort bei Sunhikes-Touren, die in die Gauchachschlucht führen oder zum rauschenden Schleifenbachwasserfall. Abenteuerlich, abwechslungsreich, absolut empfehlenswert. 

Praktische Tipps für den Besuch 

Die Wege in den Wutachflühen sind oft feucht und rutschig – festes Schuhwerk mit gutem Profil ist keine Empfehlung, sondern Voraussetzung. Die schönsten Momente bietet die Schlucht im Frühjahr zur Märzenbecherblüte und im Herbst, wenn das Laub leuchtet und die Luft nach nasser Erde riecht. Für alle Sunhikes-Touren stehen GPX-Tracks zum Download bereit – unverzichtbar in diesem zerklüfteten Gelände. 

Und bevor man aufbricht: In Stühlingen gibt es mehrere gemütliche Gasthöfe, die das perfekte Starter-Vesper vor der ersten Schluchtensteig-Etappe servieren. Wer gut isst, wandert besser. 

Stühlingen – kleines Städtchen, große Natur. Und genau das macht es so besonders. 

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Wo die Wildnis Geschichte verschluckt – der Rastplatz Bad Boll in der Wutachschlucht

Südlicher Schwarzwald
, Schwarzwald , Deutschland
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Manchmal braucht es nur eine Lichtung, um zu spüren, dass hier einmal mehr war. Wer auf dem Schluchtensteig durch die Wutachschlucht wandert, stößt irgendwann auf eine Weitung im Grün – breiter als erwartet, heller als der Rest der engen Schlucht. Man hält inne. Man spürt den Boden unter den Füßen und fragt sich: Was stand hier einmal? 

Die Antwort findet man auf den Informationstafeln am Rastplatz Bad Boll – und sie überrascht. 

Ein Kurort, den das Feuer auslöschte 

Bis zum verheerenden Brand im Jahr 1913 stand an dieser Stelle das Badhotel Bad Boll – ein Haus von überregionalem Ruf, das sogar den englischen Adel in die tiefe Schlucht lockte. Kurgäste, Angler, Erholungssuchende: Sie alle machten den Weg hinab ins Wutachtal, um hier die Stille, das Quellwasser und die Fischerei zu genießen. Sogar Sir Winston Churchill soll unter den illustren Gästen gewesen sein, der in der Wutach seiner Leidenschaft für das Fliegenfischen frönte. 

Heute erinnern nur noch die Fundamente des ehemaligen Kurhotels an diesen einstigen Glanz. Die Natur hat sich das Gelände längst zurückgeholt – still, konsequent, unaufhaltsam. 

Die Kapelle Bad Boll – das einzige, was blieb 

Inmitten des verwilderten Areals steht sie: die Kapelle Bad Boll. Klein, schlicht, unter Denkmalschutz gestellt und trotzdem – oder gerade deshalb – von einer stillen Würde. Sie ist das einzige erhaltene Gebäude des früheren Kurorts und längst ein beliebtes Fotomotiv für alle, die die Wutachschlucht erwandern. 

Man verweilt. Man schaut. Und irgendwie erzählt diese kleine Kapelle mehr als jede Informationstafel es könnte. 

Rasten, wo einst Kurgäste lustwandelten 

Der Rastplatz am früheren Kurort Bad Boll bietet heute das Nötigste – und das auf angenehme Weise: Holztische und Bänke laden zu einem ausgedehnten Vesper ein, die Informationstafeln erzählen von der Geschichte des Kurorts und der traditionsreichen Fischerei in der Wutach. 

Was ihn besonders macht: Er ist einer der weitläufigsten und hellsten Plätze der sonst eng geschnittenen Schlucht. Das Licht fällt anders hier. Die Luft wirkt ruhiger. Man merkt, dass das Naturschutzgebiet Wutachschlucht den Ort längst zurückerobert hat – und ihn dabei in etwas Eigenes verwandelt hat. 

Wandern zum Rastplatz Bad Boll – so kommt man hin 

Der Rastplatz Bad Boll liegt direkt an der zweiten Etappe des Schluchtensteigs, zwischen der Schattenmühle und der Wutachmühle – zwei der bekanntesten Stationen dieser legendären Wanderroute im südlichen Schwarzwald. 

Wer gezielt hierher möchte, startet am Wanderparkplatz Boll oberhalb der Schlucht. Von dort führt ein steiler, gut markierter Abstieg in rund 20 Minuten direkt zum Rastplatz hinunter. Kein langer Weg – aber ein großer Auftritt. 

Von Bad Boll aus lohnen sich zwei klassische Weiterrouten: 

  • Flussaufwärts zur Schattenmühle – ca. 30 Minuten durch die Schlucht 

  • Flussabwärts zum Räuberschlössle – für alle, die Ruinen lieben und ein bisschen Abenteuer nicht scheuen 

Sunhikes-Tipp: Die perfekte Schnupperrunde 

Wer die Wutachschlucht kennenlernen möchte, ohne gleich die volle Distanz zu laufen, findet in Bad Boll den idealen Umkehrpunkt für eine kurze Schnupperrunde. Abstieg vom Parkplatz, Pause an der Kapelle, Blick auf die Fundamente – und wieder hinauf. Überschaubar in der Länge, groß im Eindruck. 

So geht Schwarzwald. So geht Geschichte. So geht Wandern. 

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Aussichtspunkt Bürgle – wo der Schwarzwald atmet

Südlicher Schwarzwald
, Schwarzwald , Deutschland
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Man steht auf Granit. Unter den Füßen Jahrmillionen altes Urgestein, vor den Augen eine Weite, die kurz sprachlos macht. Der Aussichtspunkt Bürgle, auch Alpenpanorama Horbach genannt, liegt auf rund 1.000 m ü. NHN und gehört zu den stillen Aussichtspunkten am Schluchtensteig Schwarzwald. Kein Aussichtsturm, kein großer Besucherandrang – sondern ein Platz, an dem sich die Landschaft vor allem durch ihre Weite zeigt.

Aussichtspunkt bei Horbach: Weitblick über den Südschwarzwald

Am Bürgle bei Horbach öffnet sich der Blick über die Höhen des Hotzenwalds und des Südschwarzwalds. Bei klarer Sicht reicht das Panorama weit über die Landschaft hinaus bis zu den Alpen. Genau diese Fernsicht macht den Aussichtspunkt zu einem besonderen Rastplatz auf der fünften Etappe des Schluchtensteigs.

Der Name Alpenpanorama Horbach ist dabei Programm: Während die unmittelbare Umgebung von Wäldern, Wiesen und den charakteristischen Hochflächen des Hotzenwalds geprägt ist, zeigt sich am Horizont bei guter Sicht die Alpenkette. Eine Bank lädt dazu ein, den Blick für einen Moment schweifen zu lassen.

Am Schluchtensteig zwischen St. Blasien und Todtmoos

Der Aussichtspunkt Bürgle liegt am Verlauf der 5. Etappe des Schluchtensteigs zwischen St. Blasien und Todtmoos. Von St. Blasien führt der Weg zunächst hinauf zum Lehenkopf mit seinem Aussichtsturm. Anschließend verläuft die Route über die Hochflächen von Dachsberg und Horbach und weiter zum Klosterweiher, bevor der Weg schließlich in Richtung Todtmoos führt.

Die Etappe gehört mit rund 19 bis 20 Kilometern und etwa 6 Stunden Gehzeit zu den längeren Abschnitten des Schluchtensteigs. Neben dem Lehenkopf prägen vor allem die offenen Hochflächen, Waldpassagen und weiten Landschaftsbilder den Weg. Das Bürgle ist dabei ein besonders schöner Punkt für eine kurze Rast.

Hochfläche des Hotzenwalds statt tiefer Albtalblicke

Der Charakter des Bürgle unterscheidet sich von den spektakulären Fels- und Schluchtenlandschaften, die an anderen Stellen des Südschwarzwalds dominieren. Hier oben ist die Landschaft weiter und offener. Waldstücke wechseln mit Wiesen und Weideflächen, dazwischen liegen kleine Siedlungen und einzelne Höfe.

Der Aussichtspunkt liegt bei Horbach auf der Hochfläche des Hotzenwalds. Wer hier steht, erlebt deshalb weniger eine dramatische Felskanzel als einen klassischen Schwarzwald-Weitblick: viel Wald, sanfte Höhenzüge und bei entsprechender Wetterlage die Silhouette der Alpen am Horizont.

Weitere Wanderungen rund um Bürgle und Klosterweiher

Das Bürgle lässt sich gut mit Wanderungen im Raum Dachsberg, Horbach und Ibach verbinden. Der Schluchtensteig führt direkt am Aussichtspunkt vorbei und verbindet ihn mit den weiteren landschaftlichen Höhepunkten der fünften Etappe.

Auch der Klosterweiher liegt in der näheren Umgebung und bildet einen reizvollen Kontrast zum weiten Panorama des Bürgle. Wer die Gegend erkundet, kann so die offene Hochflächenlandschaft des Hotzenwalds mit Waldwegen und dem stillen Gewässer verbinden.

Praktische Tipps für den Besuch

Der Aussichtspunkt liegt nicht unmittelbar an einer Straße, sondern wird über Wanderwege erreicht. Besonders naheliegend ist der Besuch im Rahmen der 5. Schluchtensteig-Etappe von St. Blasien nach Todtmoos.

Für das Panorama lohnt sich ein möglichst klarer Tag. Bei feuchtem oder wechselhaftem Wetter können die Fernblicke schnell verschwinden – gerade im Südschwarzwald gehört das Spiel zwischen Nebel, Wolken und Sonne aber zum Landschaftserlebnis dazu.

Wer die gesamte Etappe wandert, sollte ausreichend Zeit einplanen. Rund 19 bis 20 Kilometer und mehrere Höhenmeter machen den Abschnitt zu einer anspruchsvollen Tagestour. Festes Schuhwerk und bei nassen Bedingungen etwas Trittsicherheit sind sinnvoll.