Teufelskanzel Bad Peterstal-Griesbach – Wo der Schwarzwald seine wilde Seite zeigt
Manche Orte haben eine Energie, die man nicht erklären kann. Die Teufelskanzel bei Bad Peterstal-Griesbach ist so ein Ort. Hoch über dem oberen Renchtal ragt eine markante Felsformation aus Buntsandstein steil in den Schwarzwaldhimmel – schroffe Kanten, tiefe Stille, und das leise Gefühl, dass hier mehr in der Luft liegt als nur Harzduft und Tannennadeln.
Ein Fels mit Geschichte – und einem dunklen Namen
Der Name kommt nicht von ungefähr. Der Legende nach soll der Teufel persönlich auf diesem Felsen gestanden und Predigten gehalten haben – verführerisch, eindringlich, direkt an die Waldbewohner gerichtet. Ob man daran glaubt oder nicht: Wenn man auf der Aussichtsplattform Teufelskanzel steht, das Tal unter sich und den Wind im Gesicht, versteht man, warum dieser Ort Geschichten gebiert. Es gibt Plätze, die eine Bühne brauchen – dieser Fels ist die Bühne.
Das Panorama: Schwarzwaldhöhen, Dorf und Rheinebene
Der Blick von der Felskanzel ist eine Belohnung, die man sich erarbeiten muss. Bad Griesbach liegt wie hingeworfen im Tal, die Schwarzwaldhöhen ziehen sich in Wellen bis zum Horizont – und bei klarer Luft schweift der Blick weit hinaus in die Rheinebene. Kein Baum stört, kein Dach versperrt. Nur Weite, Stille und dieses unbeschreibliche Gefühl von Oben-Sein. Ein Geländer sichert die Plattform am Steilhang – die Natur bleibt trotzdem rau und ungezähmt.
Wandern zur Teufelskanzel: Der Teufelskanzelsteig
Der Weg dorthin ist Teil des Erlebnisses. Der Teufelskanzelsteig gilt als Premiumwanderweg im Schwarzwald – und er hält, was der Name verspricht. Start und Ziel: der Wanderparkplatz an der Kreuzkopfschanze in Bad Griesbach. Von dort führt der Pfad steil bergauf, durch dichten Mischwald, vorbei an den Griesbacher Wasserfällen und der gemütlichen Sexauer Hütte – direkt hinauf zum Felsen.
Schmal, naturbelassen, teils anspruchsvoll: Wer trittsicher ist und ein gutes Schuhwerk mitbringt, erreicht die Teufelskanzel in rund 45 bis 60 Minuten. Ein knackiger Aufstieg – aber einer, der sich lohnt.
Kombination mit der Sexauer Hütte
Nur ein kurzes Stück vom Felsen entfernt liegt die Sexauer Hütte – ein idealer Rastplatz für alle, die den Moment etwas länger auskosten wollen. Viele Wanderer kombinieren den Abstecher zur Teufelskanzel mit einer Einkehr hier, bevor es wieder hinab ins Tal geht. Eine runde Sache: Aussicht, Legende, Natur – und am Ende ein verdienter Platz auf der Hüttenbank.
Fazit: Mystik trifft Schwarzwald-Panorama
Die Teufelskanzel bei Bad Peterstal-Griesbach ist kein gewöhnlicher Aussichtspunkt. Sie ist ein Ort, der Geschichten erzählt – von Buntsandstein und Urgewalt, von Legenden und weiten Blicken. Wer den Schwarzwald abseits der üblichen Routen erleben will, findet hier genau das: Wildheit, Stille und ein Panorama, das lange im Gedächtnis bleibt.
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