Wanderung zu den Josefsthaler Wasserfällen am Schliersee
Tourencharakter
Aus dem Wald heraus ertönt zuerst nur das Rauschen des Wassers. Die Josefsthaler Wasserfälle entfalten sich vor den Augen wie eine lebendige Kaskade, die sich mutig über den bewaldeten Hang stürzt. Das klare Bergwasser sprudelt in mehreren Stufen ins Tal und erfüllt die Luft mit einem kühlen, feuchten Duft nach Moos und frischem Holz.
Der Weg dorthin ist ein kleines Abenteuer. Mit einem geländegängigen Kinderwagen lässt sich problemlos der Fuß des ersten Wasserfalls erreichen. Wer weiter nach oben steigt, muss den Wagen stehen lassen und taucht tiefer in die stille Schönheit der Natur ein. Die Josefsthaler Wasserfälle sind mehr als nur ein Ausflugsziel – sie bieten Raum, den Alltag hinter sich zu lassen.
Familienfreundliche Wanderung & Naturerlebnis
Die Wanderung zu den Josefsthaler Wasserfällen eignet sich perfekt für Familien. Kurze, gut begehbare Pfade führen durch den Wald und eröffnen immer neue Blicke auf die Wasserstufen. Für ein zusätzliches Erlebnis lässt sich die Tour mit einem Besuch im Markus Wasmeier Freilichtmuseum verbinden. Gleich gegenüber auf der B 307 erstreckt sich das lebendige Museumsdorf mit über 22 historischen Gebäuden und Handwerksstätten auf 60.000 m² – ein Highlight für Groß und Klein.
Idyllische Umgebung am Schliersee
Die Region rund um Schliersee und Neuhaus am Schliersee ist ein Paradies für Naturliebhaber. Sanfte Berge, glitzernde Seen und ruhige Ortschaften laden zum Wandern, Schwimmen oder einfach zum Entspannen ein. Die Josefsthaler Wasserfälle verbinden wildes Wasser, friedliche Landschaft und traditionelle bayerische Kultur zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Hintergrundinformationen
Die Josefsthaler Wasserfälle bei Schliersee bilden eine malerische Kaskade aus mehreren kleinen Wasserfällen und Felsstufen entlang des Hachelbachs. Besonders eindrucksvoll ist der etwa 10 Meter hohe Hauptfall, der zugleich den markantesten Abschnitt der Wasserfälle bildet. Das gesamte Gebiet liegt auf etwa 850 bis 950 Metern Höhe.
Der Weg zum Hauptwasserfall ist leicht und auch für Familien gut geeignet. Vom Parkplatz im Schlierseer Ortsteil Josefsthal führt ein kurzer, weitgehend flacher und gut ausgebauter Weg in etwa 10 bis 15 Minuten zu den Wasserfällen. Die erfrischende Atmosphäre, das rauschende Wasser und das malerische Felsbecken machen den Ort zu einem schönen Ziel für einen kurzen Spaziergang oder eine Rast.
Wer die Rundwanderung über die weiteren Kaskaden und zur Stockeralm fortsetzt, trifft dagegen auf anspruchsvollere Passagen. Der schmale Naturpfad führt stellenweise über Wurzeln, Steine und Stufen und verläuft teilweise deutlich steiler. Für den Hauptwasserfall reicht ein gemütlicher Spaziergang, für die komplette Runde sind dagegen festes Schuhwerk und etwas Trittsicherheit empfehlenswert.
Das Markus Wasmeier Freilichtmuseum am Schliersee zeigt das ländliche Oberbayern des 18. und 19. Jahrhunderts. Originalgetreu restaurierte Bauernhöfe, Werkstätten und Wohnstuben vermitteln traditionelles Handwerk, Landwirtschaft und Kultur. Die Gastwirtschaft „Beim Wofen“ serviert regionale Spezialitäten, während die malerische Bergkulisse und die Nähe zu den Josefsthaler Wasserfällen den Besuch zu einem stimmungsvollen Tageserlebnis machen.
Routenbeschreibung
Die kleine Auszeit beginnt am kostenpflichtigen Parkplatz Bahnhof Fischhausen-Neuhaus, obwohl es in Neuhaus am Schliersee weitere Parkmöglichkeiten gibt, teils sogar kostenlos. Das Dorf am Südufer des Schliersees empfängt mit ruhigen Gassen, idyllischen Häusern und dem leisen Plätschern des Wassers – ein perfekter Ausgangspunkt für Spaziergänge oder ausgedehnte Wanderungen.
Auf dem Weg zum Spitzingsattel
Die Route führt auf der Waldschmidtstraße gen Süden in Richtung Spitzingsattel. Der Weg begleitet den sanft dahinplätschernden Ankelbach, der nahe der Ankelalm unterhalb der Brecherspitze entspringt. Auch Mountainbiker entdecken die Pfade entlang des Schliersees, denn die Wege sind abwechslungsreich, naturnah und voller kleiner Überraschungen.
Am Ende der Waldschmidtstraße öffnet ein schmaler Pfad den Zugang zum Buchenweg. Kurz darauf trifft die Route auf die Josefsthaler Straße, vorbei an der DJH Jugendherberge Schliersee und dem Gästehaus Gritscher, bis der Ortsrand erreicht wird. Hier fließt der Hachelbach, der die Josefsthaler Wasserfälle speist, entspringt in einem feuchten, naturbelassenen Gebiet nordwestlich des Spitzingsees zwischen Brecherspitze (1685 m) und Jägerkamp (1746 m).
Die beeindruckenden Kaskaden entdecken
Von der Alten Spitzingstraße sind es nur noch wenige hundert Meter bis zu den Josefsthaler Wasserfällen. Ein breiter Schotterweg führt in den schattigen Wald, und die ersten Kaskaden präsentieren sich sofort. Das Wasser stürzt in mehreren Stufen über Felsen hinab – ein spektakuläres Naturschauspiel.
Besonders im Frühling oder nach kräftigen Regenfällen entfaltet sich die volle Schönheit der Kaskaden. Das Wasser tobt, spritzt und bildet kleine Gischtwolken, in denen sich oft Regenbogen spiegeln. Die Wasserfälle erstrecken sich über etwa 30 Meter Höhenunterschied. Die erste Stufe fällt mit etwa 10 Metern besonders markant hinab und formt einen malerischen Kaskadenfall.
Auch die oberen Stufen des Hachelbachs sind sehenswert. Ein schmaler Pfad entlang des Baches bietet immer neue Perspektiven. Kleine Aussichtsplätze laden zum Verweilen ein, und die naturbelassene Umgebung kann in Ruhe genossen werden.
Wanderung für Familien und Naturfreunde
Die Josefsthaler Wasserfälle begeistern nicht nur passionierte Wanderer. Familien mit Kindern entdecken hier den Spaß am Wasser, am Wald und an den kleinen Abenteuerpfaden entlang der Kaskaden. Der Schotterpfad ist leicht begehbar, die Natur überraschend abwechslungsreich: moosbewachsene Steine, kleine Tiere und der Duft von feuchtem Waldboden sorgen für intensive Sinneseindrücke.
Das Plätschern des Hachelbachs und das Rauschen der Wasserfälle laden dazu ein, alle Sorgen des Alltags hinter sich zu lassen. Wer fotografiert, fängt die glitzernden Wasserfälle, die Sonnenstrahlen durch das Blätterdach und die kleinen Regenbogen über den Kaskaden ein.
Rückweg und Ausklang
Nach einem Rundgang kehrt der Weg langsam zurück zum Parkplatz in Fischhausen-Neuhaus. Die Wanderung hat nicht nur die Beine bewegt, sondern auch die Sinne geweckt. Schliersee, umliegende Berge und die Josefsthaler Wasserfälle hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Die Natur erzählt ihre eigene Geschichte, die am besten erlebt wird, statt nur betrachtet zu werden.
Hinweise + Tipps
FAQ zu den Josefsthaler Wasserfällen
Wie hoch sind die Josefsthaler Wasserfälle?
Der Hauptfall der Josefsthaler Wasserfälle ist etwa 12 Meter hoch. Insgesamt besteht die Kaskade aus mehreren kleineren Wasserfällen und Felsstufen entlang des Hachelbachs und überwindet rund 30 Höhenmeter.
Sind die Josefsthaler Wasserfälle für Familien geeignet?
Ja, der Weg zum Hauptwasserfall ist leicht und familienfreundlich. Der kurze, weitgehend flache Weg eignet sich auch für Familien mit Kindern. Mit einem geländegängigen Kinderwagen lässt sich der Fuß des ersten Wasserfalls erreichen. Für die oberen Kaskaden ist der schmale Naturpfad dagegen nicht für Kinderwagen geeignet.
Wie schwer ist die Wanderung zu den Josefsthaler Wasserfällen?
Der Weg zum Hauptwasserfall ist sehr leicht und vom Parkplatz aus in etwa 10 bis 15 Minuten erreichbar. Wer den Weg zu den oberen Kaskaden und zur Stockeralm fortsetzt, trifft auf steilere und schmalere Passagen mit Wurzeln, Steinen und Stufen. Für die komplette Runde sind festes Schuhwerk und etwas Trittsicherheit empfehlenswert.
Wann sind die Josefsthaler Wasserfälle besonders sehenswert?
Besonders eindrucksvoll sind die Wasserfälle im Frühling und nach kräftigen Regenfällen. Dann führt der Hachelbach besonders viel Wasser und die Kaskaden stürzen mit deutlich mehr Kraft über die Felsen. Bei Sonnenschein können sich zudem kleine Regenbogen in der Gischt bilden.
Was lässt sich mit einem Besuch der Josefsthaler Wasserfälle verbinden?
Die Wasserfälle lassen sich gut mit einem Ausflug rund um den Schliersee verbinden. Ein besonderes Ziel in der Nähe ist das Markus Wasmeier Freilichtmuseum, das mit historischen Bauernhöfen, Werkstätten und Einblicken in das ländliche Oberbayern des 18. und 19. Jahrhunderts einen interessanten Kontrast zum Naturerlebnis bietet.
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