Rotsandsteinweg: Wanderung durch die rote Felslandschaft des Wasgaus
Tourencharakter
Der Rotsandsteinweg ist eine mittelschwere bis anspruchsvolle Rundwanderung im südöstlichen Teil des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen, nahe Busenberg, Oberschlettenbach und Vorderweidenthal. Rund 18,5 Kilometer lang, mit etwa 647 Höhenmetern, dauert die Tour ca. 6 – 7 Stunden. Der Aufstieg zur Burgruine Lindelbrunn sowie auf den Rödelstein ist fester Bestandteil der Route.
Der Weg verläuft zu großen Teilen auf naturbelassenen, schmalen Waldpfaden und Wurzelsteigen, die Trittsicherheit und eine gute Grundkondition verlangen. Dichte Wälder wechseln sich mit idyllischen Wiesentälern ab, dazwischen immer wieder massive, bizarr geformte Rotsandsteinfelsen, die dieser Wanderung ihren Namen und ihren Charakter verleihen. Wer den Rotsandsteinweg geht, taucht ein in eine Landschaft, die ganz im Zeichen des rot leuchtenden Buntsandsteins steht.
Hintergrundinformationen
Burgruine Lindelbrunn – Felsenburg mit Weitblick
Auf einem markanten Sandsteinfelsen im Wasgau thront die Burgruine Lindelbrunn, eine mittelalterliche Felsenburg aus dem 12. Jahrhundert. Wer den Aufstieg zu ihren Mauern wagt, wird mit einem fantastischen Panoramablick über das gesamte Bergland belohnt – ein Ort, an dem sich Geschichte und Landschaft zu einem stimmungsvollen Bild verbinden.
Der Rödelstein – rote Wände, wilder Charakter
Der Rödelstein zeigt sich von seiner urwüchsigsten Seite: rötliche Felswände, die steil aus dem Wald emporwachsen, und beliebte Kletterrouten, die den Fels zum Leben erwecken. Als einer der eindrucksvollsten Felshänge entlang des Rotsandsteinwegs verkörpert er die schroffe Schönheit des Wasgauer Buntsandsteins.
Die Buhlsteine – Pfeiler aus Rotsandstein
Wie freistehende Wächter reihen sich die Buhlsteine – auch Buhlsteinkette genannt – zu einer eindrucksvollen Formation bizarrer Sandsteinpfeiler. Der Buhlsteinpfeiler krönt diese Kette mit einem beeindruckenden Rundblick von bis zu 220 Grad, der bis zur Burg Berwartstein reicht. Kaum ein anderer Punkt der Region vereint Weite und Felsformation so eindrücklich.
Der Löffelsberg – Kammweg mit Steinmännchen
Über den Gipfel des Löffelsbergs zieht sich ein Kammweg, gesäumt von unzähligen kleinen Steinmännchen und Steinpyramiden, die Wanderer im Laufe der Jahre errichtet haben. Vom Aussichtspunkt aus fällt der Blick weit hinab nach Oberschlettenbach – ein würdiger Abschluss für alle zuvor erwanderten Felsformationen.
Routenbeschreibung
Start und Aufstieg Richtung Lindelbrunn
Die Tour beginnt in der ruhigen Wasgaugemeinde Oberschlettenbach, alternativ auch nahe Vorderweidenthal am Hahnehof. Von Oberschlettenbach aus führt der Weg zunächst in Richtung Hahnehof, ehe man stetig an Höhe gewinnt und durch dichten Mischwald dem Kamm entgegenwandert.
Nach und nach rückt die geschichtsträchtige Burgruine Lindelbrunn näher. Ein kurzer Abstecher zu dieser Felsenburg aus dem 12. Jahrhundert lohnt sich unbedingt: Von den alten Mauern aus öffnet sich ein fantastischer Panoramablick über das gesamte Wasgau-Bergland – ein erster Höhepunkt, der Vorfreude auf die folgenden Felsformationen weckt.
Vom Rödelstein zu den Buhlsteinen
Weiter folgt die Route dem Kammverlauf und wendet sich dem imposanten Felshang des Rödelsteins zu, dessen rötliche Wände und Kletterfelsen schon von Weitem beeindrucken. Wer Zeit hat, sollte dem Rödelsteinpfad unbedingt bis auf den Westgipfel folgen – von dort aus zeigt sich die Felslandschaft noch einmal aus einer ganz besonderen Perspektive. Der Weg führt durch die Gemeinde Vorderweidenthal, bevor er sich durchs Erlenbachtal und ein stilles Waldgebiet zieht.
Nach dieser ruhigen Passage beginnt der Anstieg zu den markanten Buhlsteinen. Wie eine Reihe steinerner Türme erheben sich die Buhlsteine – auch Buhlsteinkette genannt – aus dem Wald. Besonders der Buhlsteinpfeiler entlohnt den Aufstieg mit einer herausragenden Aussicht: Teilweise bis zu 220 Grad reicht das Panorama, das den Blick bis zur Burg Berwartstein schweifen lässt.
Zum Löffelsberg und zurück nach Oberschlettenbach
Nach dem Passieren dieser eindrucksvollen Felsformationen führt der Weg weiter durch waldreiches Gelände in Richtung Löffelsberg. Vom Aussichtspunkt auf dem Löffelsbergfelsen verläuft der Pfad über einen Kammweg, der für seine vielen kleinen, von Wanderern errichteten Steinmännchen und Steinpyramiden bekannt ist – stille Zeugen all jener, die hier zuvor gegangen sind.
Von hier aus reicht der Blick noch einmal weit über die bewaldeten Berge und Täler des Wasgaus, mit allen zuvor passierten Stationen der Tour im Überblick. Schließlich führt der Weg in Serpentinen stetig bergab, verlässt den Wald und kehrt zurück in den Talkessel zum Ausgangspunkt nach Oberschlettenbach.
Hinweise + Tipps
Anreise
Der Rotsandsteinweg liegt im südöstlichen Teil des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen, nahe den Gemeinden Busenberg, Oberschlettenbach und Vorderweidenthal.
Mit dem Auto
Das Auto ist die bequemste und flexibelste Variante, um in das abgelegene Wasgautal zu gelangen.
- Aus Richtung Karlsruhe / Mannheim / Ludwigshafen: über die A 65 bis zur Ausfahrt Landau-Land oder Kandel, dann weiter auf der B 10 Richtung Annweiler am Trifels oder über Bad Bergzabern auf die Landstraßen (z. B. L 490) Richtung Oberschlettenbach.
- Aus Richtung Pirmasens / Kaiserslautern: über die B 10 bis Annweiler am Trifels, von dort über Rinnthal oder die L 490 / B 427 südlich in Richtung Dahner Felsenland / Oberschlettenbach.
Tipps
- Feste Wanderschuhe sind unerlässlich, da der Weg über unbefestigte, wurzelige und felsige Pfade führt.
- Ausreichend Wasser und Rucksackverpflegung mitnehmen – direkte Einkehrmöglichkeiten am Wegesrand sind rar, abgesehen vom Cramerhaus am Lindelbrunn.
- Der Bereich um die Buhlsteine kann zum Schutz brütender Vögel saisonal von Februar bis Juni punktuell eingeschränkt sein – bitte auf die Beschilderung vor Ort achten.
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