Hasentisch: Der Felstisch auf dem Haukenberg
Wer auf dem Haukenberg bei Busenberg unterwegs ist, stößt fast beiläufig auf eine kleine geologische Kuriosität: den Hasentisch – einen Felsen, der aussieht, als hätte ihn jemand eigens für eine Rast in dieser Form gemeißelt.
Der Haukenberg: Nachbar des Eichelbergs
Der Haukenberg (ca. 370 m) erhebt sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Eichelberg. Zusammen mit dem Eichelbergkamm bildet er eine zusammenhängende, waldreiche Hügel- und Felslandschaft im Wasgau. Als fester Bestandteil der offiziellen Eichelberg-Tour wird der Haukenberg auf dem rund 3 Kilometer langen Rundweg um den Eichelberg gestreift.
Hasentisch oder Eichelsbergtürmchen: Ein Name, zwei Traditionen
Der formschöne, markante Felstisch trägt gleich zwei Namen. Im Volksmund heißt er meist Hasentisch oder Hasenteller – ein Name, der von seiner charakteristischen Form herrührt: ein massiver Kopf auf schmalem Sockel, der tatsächlich an einen Tisch oder Teller erinnert. In Kletterkreisen und Wanderführern wird er dagegen offiziell meist als Eichelsbergtürmchen geführt.
Entstehung: Ein Pilzfelsen aus Buntsandstein
Die ungewöhnliche Form ist das Ergebnis jahrtausendelanger, selektiver Verwitterung – Wollsackverwitterung und Winderosion haben hier ganze Arbeit geleistet. Weil die unteren Gesteinsschichten des Sandsteins oft weicher sind als die oberen, nagt die Verwitterung dort stärker, sodass mit der Zeit ein massiver „Kopf" auf einem vergleichsweise schmalen Sockel entsteht – eine sogenannte Pilzfelsen-Formation, wie sie typisch für den Wasgau und das Dahner Felsenland ist. Besonders eindrücklich zeigt sich diese Kraft der Verwitterung im Sockel selbst: Dort hat sie ein großes Felsenfenster in den Stein gehöhlt, durch das man förmlich hindurchblicken kann.
Aussicht: Blick nach Schindhard
Vom Hasentisch aus öffnet sich ein freier, wunderschöner Blick nach Osten und Nordosten hinüber ins Tal Richtung Schindhard, mit dem Kapellenfelsen, der den Ort überragt, sowie ein weiter Blick über die bewaldete Hügellandschaft des Pfälzerwaldes.
Zustieg und Wanderungen im Gebiet
Der ideale Ausgangspunkt für den Weg zum Eichelsbergtürmchen liegt in Busenberg am Sportplatz beziehungsweise beim nahegelegenen Kelterhaus, wo sich auch der Wanderparkplatz Hexenplätzel befindet. Von dort führt der Zustieg über den Felsrücken in nördliche Richtung – für die knapp 1 Kilometer lange Strecke mit rund 80 Höhenmetern braucht man etwa 15 Minuten Gehzeit.
Da Eichelberg, Eichelbergplatte, Lourdes-Grotte und Hasentisch nah beieinander auf demselben Bergrücken liegen, lässt sich der Felstisch hervorragend in eine bestehende Wanderung einbauen. Auf anspruchsvolleren Touren wie der großen Buhlsteine-Löffelsberg-und-Hasentisch-Runde ist er zudem ein beliebtes Etappenziel.
Anreise zum Ausgangspunkt
Busenberg liegt im Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald, im Landkreis Südwestpfalz. Die Anreise mit dem Auto erfolgt am besten über die B 427, die den Wasgau von Dahn über Busenberg bis Bad Bergzabern durchquert. Ausgangspunkt für den Zustieg zum Hasentisch ist der Sportplatz beziehungsweise das Kelterhaus in Busenberg, direkt beim Wanderparkplatz Hexenplätzel.
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