Felsentour: Eichelberg, Haukenberg und Hasentisch
Tourencharakter
Fünf Felsformationen auf 4,2 Kilometern – diese Runde ab Schindhard reiht Strackfelsen, Eichelberg, Kreuzfels und Hasentisch wie Perlen an einer Schnur auf, mit stillen Waldpfaden dazwischen und Aussichten, die den Wasgau von seiner schönsten Seite zeigen.
Diese Felsentour misst rund 4 – 5 Kilometer, mit 186 Höhenmetern im Auf- und Abstieg, und gilt als mittelschwer. Ein unmarkierter Zickzack-Pfad zum Strackfelsen sowie ein kurzer, schlecht erkennbarer Abschnitt zum Eichelberg verlangen Trittsicherheit; auf dem Kammweg zum Kreuzfels ist zudem Schwindelfreiheit gefragt. Wer diese Abschnitte meistert, wird mit einer der abwechslungsreichsten Felsenrunden im Gebiet um Busenberg und Schindhard belohnt.
Hintergrundinformationen
Diese Tour verbindet gleich mehrere charakteristische Felsformationen des Wasgaus: den bis zu 25 Meter hohen Strackfelsen zwischen Kiefern, den Eichelberg mit der Eichelbergplatte (356 m) und seinem Felsenriff Eichelturm, den luftigen Kreuzfels, die in Fels geschlagene Lourdes-Grotte, und schließlich den Haukenberg (370 m) mit dem Hasentisch – auch als Eichelsbergtürmchen bekannt.
Der Hasentisch verdient dabei besondere Erwähnung: Seine ungewöhnliche Form verdankt er jahrtausendelanger, selektiver Verwitterung. Weil die unteren Gesteinsschichten weicher sind als die oberen, entstand mit der Zeit ein massiver „Kopf" auf schmalem Sockel – eine sogenannte Pilzfelsen-Formation, wie sie typisch für den Wasgau ist. Im Sockel selbst hat die Verwitterung sogar ein großes Felsenfenster ausgehöhlt.
Routenbeschreibung
Hinauf zum Strackfelsen
Vom Wanderparkplatz Schindhard führen schmale Pfade direkt in den Wald zum Strackfelsen – einem bis zu 25 Meter hohen Riff, das sich zwischen den Kiefern erhebt. Auf der rechten Seite des langgezogenen Felsriffs führt ein steiler Zickzack-Pfad aufs Felsplateau hinauf; da dieser Weg nicht offiziell ausgebaut ist, ist etwas Trittsicherheit gefragt. Oben angekommen, reicht der Blick über die bewaldeten Berge und Täler des Wasgaus, und durch die Kiefern hindurch öffnet sich der Ausblick in die umliegende Felsenwelt.
Durch stillen Wald zur Eichelbergplatte
Ein schmaler Waldpfad führt vorbei an bemoosten Buntsandsteinfelsen weiter bergauf. In einer Senke an der Bergkuppe verläuft sich der Pfad im tiefen Laub – hier hält man sich zunächst rechts und steigt dann den Hang hinunter, bis der offizielle Wald-Erlebnisweg erreicht ist. Diesem folgt man nach rechts und erreicht wenig später den Aussichtspunkt an der Eichelbergplatte: ein wunderbarer Platz direkt am Ortsrand von Busenberg, mit weitem Panorama nach Osten, Blick auf Busenberg selbst sowie, nahezu in gerader Linie, auf die Burgruine Drachenfels und den Buchkammerfels.
Auf luftigem Grat zum Kreuzfels
Hinter dem Aussichtspunkt führt ein Stichweg zum oberen Aussichtspunkt beim Kreuzfels – allein der kleine Pfad am Hang des Eichelbergs lohnt bereits den Abstecher. Von dort führt der Kammweg weiter auf dem Felsriff entlang zum Kreuzfels selbst: ein malerisches Wegstück zwischen rechts und links steil abfallenden Felsen, gesäumt von knorrigen Bäumen und Heidekraut – hier ist Schwindelfreiheit gefragt.
Am Fuß der Felswände zum Eichelberg
Zurück auf dem Hauptweg verläuft die Route eben am Fuß der Felswand von Eichelbergplatte und Kreuzfels, vorbei an der in den Fels geschlagenen Lourdes-Grotte mit Marienfigur. Am Fuß der mächtigen Felswand der Drei Steine ist erneut Aufmerksamkeit gefragt: Hier zweigt ein schmaler, anfangs schlecht erkennbarer Pfad auf den Eichelberg ab. Der Waldpfad verbreitert sich, führt durch lichten Wald über die Gipfelkuppe des Eichelbergs (356 m) zum Felsenriff des Eichelturms.
Zwischen Steintürmchen zum Haukenberg
Am Eichelturm folgt man dem Pfad nach links und erreicht einen Kammweg, flankiert von einem schmalen Sandsteintürmchen. Auf dem Weg zum Haukenberg passiert man eine Formation überhängender Sandsteinfelsen, unter denen sich kleine Aushöhlungen gebildet haben. Vorbei am Steintürmchen erreicht man den Haukenberg (370 m), von wo der Pfad zum Hasentisch hinabsteigt.
Letzter Blick am Hasentisch
Vom Hasentisch aus öffnet sich ein freier, wunderschöner Blick nach Osten und Nordosten hinüber ins Tal Richtung Schindhard, mit dem Kapellenfelsen, der den Ort überragt, sowie ein weiter Blick über die bewaldete Hügellandschaft des Pfälzerwaldes. Hier trifft man erneut auf den Wald-Erlebnisweg, dem man von nun an bis zurück zum Ausgangspunkt folgt.
Zurück zum Wanderparkplatz Schindhard
Vom Hasentisch führt ein Pfad in steilen Serpentinen hinab ins Tal. Unten angekommen, geht es auf dem breiten Forstweg nach links. Der Wirtschaftsweg macht eine Rechtskurve, an der Wegkreuzung „Im Dornenteich / An der Winterhalde" folgt man dem Wald-Erlebnisweg nach rechts. So erreicht man auf ebener Strecke, in einem weiten Bogen um den Berg, den Ausgangspunkt am Wanderparkplatz Schindhard.
Tipp: Abstecher zum Eckturm: Kurz vor dem Wanderparkplatz in Schindhard zweigt ein Stichweg zum Eckturm ab – ein lohnender Umweg von rund 500 Metern und knapp 50 zusätzlichen Höhenmetern für alle, die noch nicht genug haben.
Hinweise + Tipps
Anreise
Mit dem Auto:
Aus Richtung Landau / Pirmasens (über die B 10): Auf der Bundesstraße B 10 bis zur Ausfahrt Hinterweidenthal / Dahn, von dort auf die B 427 Richtung Dahn / Bad Bergzabern.
Weiter nach Schindhard: Hinter Dahn führt die B 427 direkt weiter nach Schindhard. Am Ortsrand ist der Wanderparkplatz Schindhard ausgeschildert.
Aus Richtung Süden (Bad Bergzabern / Bergzabern Land): Ebenfalls über die B 427, durch das Lautertal westwärts über Vorderweidenthal und Bundenthal direkt nach Schindhard.
Parken: Der Wanderparkplatz in Schindhard bildet den direkten Startpunkt der Runde.
Tipps
- Trittsicherheit: Die Waldpfade verlangen festes Schuhwerk und Aufmerksamkeit.
- Schwindelfreiheit: Der Kammweg zum Kreuzfels verläuft zwischen steil abfallenden Felsen – für schwindelfreie Wanderer ein echtes Highlight. Wer sich damit nicht ganz wohlfühlt, muss aber nicht bis zum Kreuzfels weitergehen: Schon der Aussichtspunkt davor bietet einen wunderschönen Blick und lässt sich ohne den ausgesetzten Kammweg erreichen.
- GPX-Track empfohlen: Da die Route mehrfach zwischen unmarkierten Pfaden und dem Wald-Erlebnisweg wechselt, erleichtert ein GPX-Track die Orientierung.
- Fotomotiv: Die Eichelbergplatte mit Blick auf Busenberg und die Burgruine Drachenfels eignet sich hervorragend für Panoramafotos.
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