Eichelberg & Dickenberg: Durch Felsentore und über Kammwege im Wasgau

Schwierigkeit
moderat
Routentyp
Rundwanderung
Distanz
7,5 km
Höhenmeter Aufstieg
288 hm
Höhenmeter Abstieg
288 hm
höchster Punkt
359 m
niedrigster Punkt
258 m
ca. Dauer
2:30 – 3:00 h
schwindelfrei, trittsicher, vorwiegend Pfade, guter Orientierungssinn, streckenweise weglos
Wegmarkierung
Busenberger Holzschuhpfad, Walderlebinsweg
Proviant, Wasser, festes Schuhwerk
Auslastung
gering

Tourencharakter

7,5 Kilometer, 288 Höhenmeter, Schwierigkeit mittel – und doch keine gewöhnliche Felsenrunde. Wer diese Wanderung im Wasgau wählt, verlässt streckenweise die ausgeschilderten Pfade und folgt schmalen, teils unmarkierten Wegen durch dichtes Laub und zwischen moosbewachsenem Buntsandstein hindurch.

Trittsicherheit ist Pflicht, an einzelnen Kammstücken zusätzlich Schwindelfreiheit. Belohnt wird man mit einer Dichte an Felsformationen, Aussichtspunkten und kleinen Entdeckungen, wie sie nur wenige Routen im Pfälzerwald bieten. Diese Runde ist etwas für Wanderer, die Orientierungssinn mitbringen und Lust auf echtes Abenteuer abseits der Massenpfade haben.

Kartenansicht + Höhenprofil

Tourencharakter

7,5 Kilometer, 288 Höhenmeter, Schwierigkeit mittel – und doch keine gewöhnliche Felsenrunde. Wer diese Wanderung im Wasgau wählt, verlässt streckenweise die ausgeschilderten Pfade und folgt schmalen, teils unmarkierten Wegen durch dichtes Laub und zwischen moosbewachsenem Buntsandstein hindurch.

Trittsicherheit ist Pflicht, an einzelnen Kammstücken zusätzlich Schwindelfreiheit. Belohnt wird man mit einer Dichte an Felsformationen, Aussichtspunkten und kleinen Entdeckungen, wie sie nur wenige Routen im Pfälzerwald bieten. Diese Runde ist etwas für Wanderer, die Orientierungssinn mitbringen und Lust auf echtes Abenteuer abseits der Massenpfade haben.

Hintergrundinformationen

Zwischen Busenberg und Schindhard erhebt sich eine der dichtesten Ansammlungen von Buntsandsteinfelsen im gesamten Wasgau, wie der südliche, französisch-deutsche Teil des Pfälzerwaldes genannt wird. Verwitterung und Zeit haben hier über Jahrmillionen Türme, Riffe, Kanzeln und sogar ein natürliches Felsentor geformt.

Zwei Bergrücken prägen die Runde: der Eichelberg (356 m) mit seinem markanten Felsturm und der Dickenberg, dessen Kammweg an der Dickenbergwand entlangführt. Zwischen beiden liegt der stille Eilöchel mit seinen versteckten, kaum bekannten Felsgruppen.

Immer wieder öffnet sich der Blick zur Burgruine Drachenfels, die wie ein steinernes Schiff über dem bewaldeten Wasgau zu schweben scheint. Wer genau hinschaut, entdeckt an der Eichelbergplatte auch eine kleine Lourdes-Grotte mit Marienfigur – ein stilles Zeugnis der Frömmigkeit früherer Generationen, mitten im Fels.

Routenbeschreibung

Erste Etappe: Über den Eichelberg

Vom Wanderparkplatz Schindhard führt ein schmaler Pfad hinauf zum Strackfelsen, einem bis zu 25 Meter hohen Riff zwischen den Kiefern. Ein steiler, nicht offiziell ausgebauter Zickzackweg bringt einen aufs Plateau – oben öffnet sich der erste weite Blick über die bewaldeten Höhen des Wasgaus.

Der Weg führt weiter durch stillen Wald, vorbei an bemoosten Felsblöcken, bis zur Eichelbergplatte am Ortsrand von Busenberg – ein Aussichtspunkt mit Blick auf Busenberg selbst und, fast schnurgerade gegenüber, auf die Burgruine Drachenfels und den Buchkammerfels.

Ein kurzer, lohnender Abstecher führt auf luftigem Grat weiter zum Kreuzfels: ein schmales Wegstück zwischen abfallenden Felskanten, gesäumt von knorrigen Bäumen und Heidekraut.

Zurück auf dem Hauptweg verläuft die Route am Fuß der Felswände von Eichelbergplatte und Kreuzfels entlang, vorbei an einer kleinen, in den Stein geschlagenen Lourdes-Grotte mit Marienfigur, bis am Fuß der Felswand der Drei Steine ein unscheinbarer Pfad auf die Gipfelkuppe des Eichelbergs (356 m) abzweigt. Er führt zum Felsriff des Eichelturms, weiter über einen Kammweg mit schlankem Sandsteintürmchen und einer Formation überhängender Felsen mit kleinen Aushöhlungen zum Haukenberg (370 m) und schließlich zum Hasentisch – mit freiem Blick ins Tal Richtung Schindhard und auf den dortigen Kapellenfelsen. Von hier führt der Pfad in Serpentinen zurück ins Tal und zum Wanderparkplatz Schindhard.

Zweite Etappe: Auf den Dickenberg

Über die Landstraße hinweg führt der Busenberger Holzschuhpfad zurück in den Wald, am Fuß des bewaldeten Eilöchel (315 m) vorbei – dessen Felsen bleiben vorerst nur eine Ahnung zwischen den Bäumen, ihre Entdeckung wartet auf später. Über offene Wiesen öffnet sich unvermittelt der Blick auf die Dahner Burgengruppe und das Hochsteinmassiv.

Nach der Querung der B 427 führt ein enger Serpentinenpfad hinauf zum Kammweg der Dickenbergwand. Ein Halt am Aussichtspunkt lohnt sich: erneut liegt die Burgruine Drachenfels wie ein steinernes Schiff in der Ferne, während der Blick über Busenberg und die Felsriffe des Wasgaus schweift.

Vorbei am Dickenbergtürmchen und moosüberzogenen Steinpyramiden führt der Weg über den bewaldeten Dickenberg zu den Sprinzelfelsen – einem langgestreckten Riff mit drei Gipfeln und mehreren Felsdurchbrüchen. An den erodierten Buntsandsteinformationen entlang erreicht man die Felskanzel am Sprinzel, einen idealen Rastplatz mit Panorama über den Wasgau und das Dahner Felsenland.

Ein steiler Abstecher führt zum Felsentor im Dickenbergturm: Der Pfad verläuft buchstäblich mitten durch den massiven Stein hindurch auf die andere Bergseite – einer der eindrücklichsten Momente der gesamten Runde. Auf der anderen Seite geht es über gesicherte Serpentinen und Felsstufen wieder zurück zu den Sprinzelfelsen.

Das unmarkierte Finale: Zu den Eilöchelfelsen

Der spannendste Teil der Tour wartet zum Schluss: An der Wegkreuzung Eilöchel verlässt man nach wenigen Metern die offizielle Markierung und folgt einem kaum erkennbaren Pfad ins dichte Laub. Ein schmaler Buntsandsteinfelsen dient als erste Orientierung, der markante Abschiedsfels als Wegweiser weiter zur versteckten Felsgruppe aus Eilöchelfels, Reichenbacher Turm, Schindharder Turm und Busenberger Turm – tief im Wald verborgen.

Wer sich hier zurechtfindet, wird mit einem der stillsten und ursprünglichsten Winkel der ganzen Runde belohnt – bevor ein ebenso unauffälliger Rückweg durch die Senke zwischen Abschiedsfels und Eilöchelfels zurück zum bekannten Pfad und von dort zum Wanderparkplatz Schindhard führt.

Hinweise + Tipps

Anreise

Ausgangs- und Endpunkt der Runde ist der Wanderparkplatz Schindhard bei Busenberg im Wasgau, unweit der Bundesstraße 427. Von dort führen die Pfade direkt in den Wald hinein – ein Parkplatz-Wechsel während der Tour ist nicht nötig, da die Runde geschlossen zum Ausgangspunkt zurückführt.

Tipps

  • Festes, griffiges Schuhwerk ist Voraussetzung – die Pfade sind teils steil, wurzelig und laubbedeckt.
  • Für die unmarkierten Abschnitte empfiehlt sich eine GPS-Track-Aufzeichnung oder Offline-Karte, da Wegspuren im Herbstlaub schnell verschwinden können.
  • An den Kammwegen und Felskanten ist Schwindelfreiheit hilfreich – bei Nässe oder Glätte lieber auf die luftigen Abstecher verzichten.
  • Genug Zeit einplanen: Zwischen Orientierungssuche, Fotostopps und den zahlreichen Aussichtspunkten dauert diese Runde spürbar länger als reine Kilometerzahl und Höhenmeter vermuten lassen.
Author Sunhikes | © Sunhikes
Ein Beitrag von
Sunhikes
Redaktions-Team
Schwierigkeit
moderat
Routentyp
Rundwanderung
Distanz
7,5 km
Höhenmeter Aufstieg
288 hm
Höhenmeter Abstieg
288 hm
höchster Punkt
359 m
niedrigster Punkt
258 m
ca. Dauer
2:30 – 3:00 h
schwindelfrei, trittsicher, vorwiegend Pfade, guter Orientierungssinn, streckenweise weglos
Wegmarkierung
Busenberger Holzschuhpfad, Walderlebinsweg
Proviant, Wasser, festes Schuhwerk
Auslastung
gering